{"id":182402,"date":"2026-10-15T07:35:00","date_gmt":"2026-10-15T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=182402"},"modified":"2026-10-09T14:20:32","modified_gmt":"2026-10-09T12:20:32","slug":"feierliche-eroffnung-anaerobe-abwasserbehandlungsanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/feierliche-eroffnung-anaerobe-abwasserbehandlungsanlage\/","title":{"rendered":"Feierliche Er\u00f6ffnung anaerobe Abwasserbehandlungsanlage"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.infraleuna.de\/assets\/images\/n\/02_InfraLeuna_2026-10-01_jensschlueter_0989-zarxgeybhe92f41.jpg\" alt=\". l. n. r.: Falko Keck, Production Manager, UPM Biochemicals GmbH, Elisabeth Kaiser, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Ostdeutschland, Bundesministerium der Finanzen, Dr. Christof G\u00fcnther, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer InfraLeuna GmbH, bei der feierlichen Inbetriebnahme der anaerobe Abwasserbehandlungsanlage am Chemiestandort Leuna\" style=\"width:720px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">v. l. n. r.: Falko Keck, Production Manager, UPM Biochemicals GmbH, Elisabeth Kaiser, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Ostdeutschland, Bundesministerium der Finanzen, Dr. Christof G\u00fcnther, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer InfraLeuna GmbH, bei der feierlichen Inbetriebnahme der anaerobe Abwasserbehandlungsanlage am Chemiestandort Leuna. <br>\u00a9 InfraLeuna<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Der Chemiestandort Leuna schafft mit modernen, ressourcenschonenden L\u00f6sungen die Voraussetzungen f\u00fcr die Industrie von morgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein aktuelles Beispiel ist die heutige feierliche Inbetriebnahme einer neuen anaeroben Abwasserbehandlungsanlage durch die InfraLeuna GmbH, im Beisein von Elisabeth Kaiser, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Ostdeutschland, Bundesministerium der Finanzen, sowie Vertretern von anderen beteiligten Unternehmen und der UPM Biochemicals GmbH.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Anlage wurde im Zuge der Ansiedlung des finnischen Unternehmens UPM errichtet und erg\u00e4nzt die nachhaltige Infrastruktur des Standortes gezielt um eine Technologie zur Behandlung anspruchsvoller industrieller Abw\u00e4sser.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>UPM nimmt derzeit in Leuna eine weltweit einzigartige Bioraffinerie in Betrieb, in der Biochemikalien auf Basis von nachhaltig gewonnenem Laubholz hergestellt werden. Diese ersetzen fossile Rohstoffe in zahlreichen Anwendungen, etwa in Verpackungen, Textilien, Kosmetikprodukten oder Gummi. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro geh\u00f6rt das Projekt zu den gr\u00f6\u00dften Industrieinvestitionen der vergangenen Jahre in Deutschland und ist zugleich die bedeutendste im Bereich Biochemikalien in Europa. Nach vollst\u00e4ndiger Inbetriebnahme wird die Anlage j\u00e4hrlich rund 220.000 Tonnen fortschrittlicher Biochemikalien produzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem innovativen Verfahren gehen auch neue Anforderungen an die Infrastruktur einher, u.a. bei der Behandlung des entstehenden stark organisch belasteten Abwasserstroms, der eine speziell angepasste Behandlung erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau hier setzt die neue Anlage zur Abwasservorbehandlung an: Das Abwasser wird zun\u00e4chst anaerob, also ohne Sauerstoffzufuhr, vorbehandelt. In diesem Prozess werden organische Inhaltsstoffe mithilfe mikrobiologischer Verfahren effizient abgebaut, bevor es zur weiteren Reinigung in die zentrale biologische Abwasserbehandlungsanlage am Chemiestandort eingespeist werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorteile der eingesetzten Technologie sind vielf\u00e4ltig: So werden hohe Abbaugrade der organischen Belastung (CSB-Reduktion von mindestens 80\u202f%) erreicht, w\u00e4hrend gleichzeitig der Energieeinsatz im Vergleich zu konventionellen aeroben Verfahren deutlich reduziert wird. Zudem f\u00e4llt sp\u00fcrbar weniger Kl\u00e4rschlamm an. Ein besonderer Mehrwert entsteht durch die energetische Nutzung des Prozesses: Rund 6\u202fMW Biogasleistung werden kontinuierlich erzeugt und in das Erdgasnetz des Chemiestandortes eingespeist. Die Anlage leistet damit nicht nur einen Beitrag zur effizienten Abwasserbehandlung, sondern auch zur nachhaltigen Energieversorgung am Standort.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Staatsministerin Elisabeth Kaiser<\/strong> erkl\u00e4rt: \u201eDie neue Anlange zur anaeroben Abwasserbehandlung ist eine bedeutende Investition in die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Zukunft des Chemiestandorts Leuna. Besonders freut mich, dass sie den Standort nicht nur produktiver, sondern zugleich nachhaltiger macht und erneuerbare Energie f\u00fcr weitere Produktionsprozesse bereitstellt. Leuna zeigt eindrucksvoll, wie innovativ die ostdeutsche Chemieindustrie ist und welchen wichtigen Beitrag sie zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Der Chemiestandort Leuna steht damit beispielhaft f\u00fcr erfolgreiche industrielle Transformation. Was hier gelingt, kann Vorbild und Impuls f\u00fcr Chemie- und Industriestandorte in ganz Deutschland sein.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit einer Behandlungskapazit\u00e4t von 4.000\u202fm\u00b3 Abwasser pro Tag und Investitionen in H\u00f6he von 36,7\u202fMio.\u202f\u20ac f\u00fcr die Anlage selbst sowie weiteren rund 6\u202fMio.\u202f\u20ac f\u00fcr die Biogaseinspeisung geh\u00f6rt sie zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre am Standort. Die Inbetriebnahme erfolgt schrittweise: Zun\u00e4chst wird das Abwasser von UPM in steigenden Mengen eingeleitet und die Bioreaktoren werden mithilfe von sogenanntem Impfschlamm \u2013 spezialisierten anaeroben Bakterien, die sich als Biofilm auf kleinen mineralischen Tr\u00e4gern wie vorwiegend Kalk ansiedeln \u2013 angefahren, w\u00e4hrend parallel die Gasaufbereitung startet und der Gasspeicher mit Biogas bef\u00fcllt wird. Anschlie\u00dfend werden Durchfluss und Belastung kontinuierlich erh\u00f6ht, bis die Anlage ihre volle Leistung erreicht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Matthias Schleicher, Director Leuna Biorefinery Operations<\/strong>, erkl\u00e4rt:\u00a0\u201eDer Chemiestandort Leuna bietet uns mehr als eine Adresse &#8211; er bietet einen Partner, der bereit ist, neue Wege mitzugehen. Die anaerobe Abwasserbehandlungsanlage, die InfraLeuna eigens f\u00fcr unsere Bioraffinerie entwickelt hat, ist ein konkretes Beispiel daf\u00fcr: Keine Standardl\u00f6sung, sondern eine technisch anspruchsvolle Anlage, die exakt auf unsere Prozesse zugeschnitten ist. Diese Bereitschaft, sich auf neue Verfahren und Anforderungen einzulassen, ist f\u00fcr Unternehmen wie UPM entscheidend &#8211; und ein echter Standortvorteil, der z\u00e4hlt.&#8221;\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLeuna ist der Standort f\u00fcr nachhaltige Chemie. Mit der Inbetriebnahme dieser Anlage machen wir hier den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt\u201c, so <strong>Dr. Christof G\u00fcnther, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der InfraLeuna GmbH.\u00a0<\/strong>\u201eWir verbinden hier anspruchsvolle Abwasserbehandlung mit Energieerzeugung und Ressourceneffizienz. Damit schaffen wir nicht nur ideale Voraussetzungen f\u00fcr unseren Kunden UPM, sondern st\u00e4rken zugleich die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des gesamten Chemiestandortes Leuna.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die neue anaerobe Abwasserbehandlungsanlage steht somit exemplarisch f\u00fcr die enge Verzahnung von industrieller Innovation und leistungsf\u00e4higer Standortinfrastruktur und unterstreicht die f\u00fchrende Rolle des Chemiestandortes Leuna in der Branche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Chemiestandort Leuna schafft mit modernen, ressourcenschonenden L\u00f6sungen die Voraussetzungen f\u00fcr die Industrie von morgen. 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