{"id":180955,"date":"2026-09-11T07:26:00","date_gmt":"2026-09-11T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=180955"},"modified":"2026-09-04T17:15:22","modified_gmt":"2026-09-04T15:15:22","slug":"pla-recycling-aus-mischabfallen-kann-funktionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pla-recycling-aus-mischabfallen-kann-funktionieren\/","title":{"rendered":"PLA-Recycling aus Mischabf\u00e4llen kann funktionieren"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Das EU-Projekt \u201eReBioCycle\u201c hat erforscht, wie Polymilchs\u00e4ure (PLA) aus gemischten Kunststoffabfallstr\u00f6men zu Material mit Eigenschaften auf Neumaterialniveau aufgebaut werden kann. Getestet in einer Pilotumgebung, soll die Integration von Biokunststoffen in bestehende Sammel- und Verwertungssysteme erleichtert werden. Das ist besonders mit Blick auf die EU-Verordnung \u00fcber Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4lle (PPWR), die eine Recyclingf\u00e4higkeit aller Verpackungen bis 2030 vorsieht, n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-181001\" style=\"width:588px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2-360x270.jpg 360w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/09\/7b-1920x1440-2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Diverser Kunststoffabfall fertig f\u00fcr die Sortierung \u00a9 Jan Pels \/ TORWASH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Laut Projektkonsortium sei PLA mit vorhandenen Sortiermethoden aus Mischfraktionen abtrennbar, wobei Reinheiten erreicht wurden, die eine Weiterverarbeitung erlaubten. Anschlie\u00dfend wurde das Material mittels Hydrolyse in Milchs\u00e4ure zerlegt. Die Hydrolyse-Technologie kam von Torwash. In einem weiteren Schritt habe Total Energies Corbion die zur\u00fcckgewonnene Milchs\u00e4ure wieder zu PLA verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was sind die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen beim Recycling von PLA?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung beim Recycling von PLA liegt in der Skalierung. \u201eWie bei jedem relativ neuen Polymer m\u00fcssen Wertsch\u00f6pfungsketten entwickelt werden, die es den verschiedenen Partnern erm\u00f6glichen, ihre Interessen zu skalieren und zu kommerzialisieren\u201c, erkl\u00e4rt Gerrit Gobius du Sart, Corporate Scientist at Total Energies Corbion, die Situation. In der EU sei bereits eine Recycling-Infrastruktur aufgebaut worden. \u201eDie rechtlichen Rahmenbedingungen schreiben die Weiterentwicklung neuer Recyclingstr\u00f6me nachdr\u00fccklich vor\u201c, so Gobius du Sart.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im Pilotma\u00dfstab funktioniert es<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Sortier- und Recyclingversuche seien in einem laufenden Betriebsumfeld erfolgt, berichten die Projektpartner, und sind damit schon \u00fcber Laborbedingungen hinaus umsetzbar. Somit halten es die Forschungspartner f\u00fcr realistisch, dass PLA-Recycling aus gemischten Abfall-Sammlungen m\u00f6glich ist. F\u00fcr Kommunen und Entsorger k\u00f6nnte dies bedeuten, dass biobasierte Kunststoffe perspektivisch in bestehende Materialstr\u00f6me integriert werden k\u00f6nnen, ohne separate Systeme aufbauen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der PPWR erh\u00f6hten sich die Anforderungen an Design for Recycling und an die tats\u00e4chliche Verwertbarkeit. Die Projektpartner sehen die Ergebnisse als Beitrag dazu, dass biobasierte Kunststoffe wie PLA eine Rolle in der Kreislaufwirtschaft \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum ausgerechnet PLA?<\/h3>\n\n\n\n<p>PLA wurde als biobasierte und kompostierbare Alternative zu herk\u00f6mmlichen, fossilbasierten Kunststoffen entwickelt. \u201eKommerzielle PLA-Harze erf\u00fcllen die Anforderungen f\u00fcr Verpackungsanwendungen in vollem Umfang, von den technischen Eigenschaften bis hin zu den Vorschriften f\u00fcr den Kontakt mit Lebensmitteln\u201c, best\u00e4tigt Gobius du Sart.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">N\u00e4chste Schritte: Skalierung und Anwendungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt will das Konsortium Anwendungen f\u00fcr recyceltes PLA entwickeln und validieren, um Marktzug\u00e4nge zu er\u00f6ffnen. Parallel ist eine Skalierung der Prozesse vorgesehen, um den \u00dcbergang von Pilot- zu industriellem Ma\u00dfstab vorzubereiten. Entscheidend ist, in welchem Umfang sich Sortierqualit\u00e4t, Prozessstabilit\u00e4t und Materialeigenschaften im gro\u00dftechnischen Betrieb best\u00e4tigen lassen und welche Kostenstrukturen im Vergleich zu Neuware entstehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diese Verfahren k\u00f6nnen recyceltes PLA verarbeiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Laut Gobius du Sart k\u00f6nnten alle herk\u00f6mmlichen Kunststoffverarbeitungsverfahren recyceltes PLA verarbeiten. Nat\u00fcrlich spricht er nur von den Typen, die von Total Energies Corbion im Handel erh\u00e4ltlich. \u201eDas Luminy-Portfolio\u201c, spezifiziert er, \u201ewurde mit verschiedenen Granulaten f\u00fcr Spritzguss, Extrusion und Spinnverfahren ma\u00dfgeschneidert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum wird ein biobasierter Kunststoff recycelt?<\/h3>\n\n\n\n<p>Biobasierte Polymere werden aus nachwachsenden biologischen Rohstoffen hergestellt und enthalten biogenen Kohlenstoff, der erst k\u00fcrzlich aus der Atmosph\u00e4re entnommen wurde. \u201eDurch das Recycling solcher Materialien wird der Zeitraum verl\u00e4ngert, in dem dieser biogene Kohlenstoff in Produkten und Materialien gebunden bleibt, anstatt vorzeitig \u00fcber Entsorgungswege freigesetzt zu werden\u201c, erkl\u00e4rt Gobius du Sart den \u00f6kologischen Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Recycelte biobasierte Poylmere bieten, au\u00dfer der Reduzierung von Neumaterialien, zus\u00e4tzliche Klimavorteile durch eine verl\u00e4ngerte Kohlenstoffspeicherung. Ein Tipp f\u00fcr Unternehmen hat Gobius du Sart in diesem Zusammenhang: \u201eBer\u00fccksichtigen Sie diese Vorteile bei Lebenszyklusanalysen und Nachhaltigkeitsbewertungen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das EU-Projekt \u201eReBioCycle\u201c hat erforscht, wie Polymilchs\u00e4ure (PLA) aus gemischten Kunststoffabfallstr\u00f6men zu Material mit Eigenschaften auf Neumaterialniveau aufgebaut werden kann. Getestet in einer Pilotumgebung, soll die Integration von Biokunststoffen in bestehende Sammel- und Verwertungssysteme erleichtert werden. Das ist besonders mit Blick auf die EU-Verordnung \u00fcber Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4lle (PPWR), die eine Recyclingf\u00e4higkeit aller Verpackungen bis [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":181001,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Ein EU-Projekt hat ein Vorgehen entwickelt, wie Biokunststoffe aus Abf\u00e4llen recycelt werden k\u00f6nnen","footnotes":""},"categories":[17143],"tags":[12230,11841,28499,24729,10453,23207,12344],"supplier":[5585,24946,19655],"class_list":["post-180955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-recycling","tag-biokunststoff","tag-kreislaufwirtschaft","tag-mischabfalle","tag-polylactidacid","tag-recycling","tag-sortierung","tag-verpackungen","supplier-european-union","supplier-torwash-b-v","supplier-totalenergies-corbion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180955"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180955\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181029,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180955\/revisions\/181029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/181001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180955"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=180955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}