{"id":179027,"date":"2026-07-29T07:20:00","date_gmt":"2026-07-29T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=179027"},"modified":"2026-07-22T13:11:44","modified_gmt":"2026-07-22T11:11:44","slug":"zirkular-oder-abgehangt-der-circular-economy-act-kommt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zirkular-oder-abgehangt-der-circular-economy-act-kommt-2\/","title":{"rendered":"Zirkul\u00e4r oder abgeh\u00e4ngt? Der Circular Economy Act kommt"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Der geplante&nbsp;<strong>EU Circular Economy Act (CEA)<\/strong>&nbsp;stellt eines der ambitioniertesten und weitreichendsten Gesetzgebungsvorhaben der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr die laufende Legislaturperiode dar. Offiziell angek\u00fcndigt im Rahmen des europ\u00e4ischen \u201eWettbewerbskompasses\u201c (Competitiveness Compass) im Januar 2025, fungiert das Gesetzespaket als eine der tragenden S\u00e4ulen des \u201eClean Industrial Deal\u201c.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-1024x576.webp\" alt=\"Turbo f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft?\u00a0So will der neue EU-Rechtsrahmen Deutschlands Wirtschaft zum zirkul\u00e4ren Umdenken bewegen\" class=\"wp-image-179044\" style=\"width:738px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/kreislaufwirtschaft-kunststoff-cea-recycling.jpeg.webp 1376w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Turbo f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft?\u00a0So will der neue EU-Rechtsrahmen Deutschlands Wirtschaft zum zirkul\u00e4ren Umdenken bewegen. \u00a9 Dominik Bechlarz\/erstellt mit Gemini<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>F\u00fcr Unternehmen im europ\u00e4ischen Binnenmarkt bedeutet der CEA eine fundamentale Neuausrichtung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das prim\u00e4re Ziel des Gesetzes ist es, den freien Verkehr von kreislauff\u00e4higen Produkten, Sekund\u00e4rrohstoffen und Abf\u00e4llen innerhalb der EU erheblich zu erleichtern. Bisher bestehende b\u00fcrokratische Bottlenecks, wie fragmentierte und von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat stark variierende Abfallvorschriften, sollen konsequent abgebaut werden, um einen echten, funktionierenden EU-Binnenmarkt f\u00fcr Sekund\u00e4rrohstoffe zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reichweite der Regulierung ist dabei global gedacht: Sobald der Circular Economy Act in Kraft tritt, gelten die Compliance-Vorgaben ausnahmslos f\u00fcr alle Produkte, die auf den Markt der Europ\u00e4ischen Union gebracht werden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob das produzierende oder vertreibende Unternehmen seinen Hauptsitz in Europa oder einem Drittstaat hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ziele der EU-Kreislaufwirtschaft: Was sich mit dem Circular Economy Act \u00e4ndern soll<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Historisch war die Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Europa stark durch \u00f6kologische Zielsetzungen gepr\u00e4gt. Mit dem CEA vollzieht die EU jedoch einen Paradigmenwechsel, der Kreislaufwirtschaft als reinrassiges&nbsp;<strong>industriepolitisches Instrument<\/strong>&nbsp;definiert. Ma\u00dfgeblich beeinflusst durch die strategischen Berichte von Mario Draghi und Enrico Letta aus dem Jahr 2024, steht nunmehr die wirtschaftliche Resilienz und geopolitische Unabh\u00e4ngigkeit Europas im Vordergrund. Durch das Schlie\u00dfen von Stoffkreisl\u00e4ufen sollen Rohstoffkosten f\u00fcr energieintensive Branchen drastisch gesenkt und die kritische Abh\u00e4ngigkeit von unzuverl\u00e4ssigen globalen Lieferketten minimiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das langfristige, \u00fcbergeordnete Ziel der EU bleibt die vollst\u00e4ndige Transformation weg von der traditionellen, linearen \u201eTake-Make-Use-Dispose\u201c-Wirtschaft hin zu einer klimaneutralen und abfallfreien Kreislaufwirtschaft bis zum Jahr 2050. Um diesen Transformationspfad zu beschleunigen, setzt der CEA an einer empirischen Schwachstelle an: Die zirkul\u00e4re Materialnutzungsrate (Circular Material Use Rate \u2013 CMUR) in der EU stagnierte im Jahr 2024 bei gerade einmal 12,2%. Angesichts der Tatsache, dass dieser Wert im Jahr 2010 bereits bei 10,7% lag, zeigt sich, dass der Fortschritt in den vergangenen 15 Jahren minimal war. Der Circular Economy Act formuliert daher das verbindliche, quantitative Zwischenziel, die CMUR der Europ\u00e4ischen Union bis zum Jahr 2030 auf\u00a0<strong>24% zu verdoppeln<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was ist die CMUR?<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bedeutung:<\/strong>\u00a0<strong>C<\/strong>ircular\u00a0<strong>M<\/strong>aterial\u00a0<strong>U<\/strong>se\u00a0<strong>R<\/strong>ate (<em>deutsch:\u00a0Zirkul\u00e4re Materialnutzungsrate<\/em>).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Definition:<\/strong>\u00a0Ein offizieller statistischer Indikator der EU (Eurostat). Er misst den prozentualen Anteil von recycelten Abf\u00e4llen (Sekund\u00e4rrohstoffen) am gesamten Materialverbrauch einer Volkswirtschaft.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kernziel:<\/strong>\u00a0Je h\u00f6her die CMUR, desto weniger neue, fossile oder mineralische Rohstoffe (Prim\u00e4rmaterialien) m\u00fcssen abgebaut werden \u2013 die Wirtschaft arbeitet \u201ezirkul\u00e4rer\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Status &amp; Ziel:<\/strong>\u00a0Im Jahr 2024 lag die CMUR der Europ\u00e4ischen Union bei stagnierenden\u00a0<strong>12,2%<\/strong>. Im Rahmen des neuen\u00a0<em>Circular Economy Act<\/em>\u00a0soll dieser Wert bis\u00a0<strong>2030 auf 24% verdoppelt<\/strong>\u00a0werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Mit Milliarden an F\u00f6rdergeldern und dem Ausbau erneuerbarer Energien soll die gr\u00fcne Transformation der Industrie gef\u00f6rdert werden. Was das genau bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einheitlicher EU-Rechtsrahmen: Wie der CEA die Verordnungen ESPR, PPWR und CRMA harmonisiert<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Industrie bestand in den letzten Jahren in der zunehmenden Zersplitterung europ\u00e4ischer Nachhaltigkeitsvorgaben. Der CEA greift hier steuernd ein und fungiert als regulatorische Klammer, die bestehende, teils isoliert agierende Verordnungen miteinander harmonisiert. Konkret betrifft dies die Verkn\u00fcpfung dreier Kernbereiche:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation):<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/oekodesign-verordnung-polymere-vorerst-ausgeklammert\">Die \u00d6kodesign-Verordnung<\/a>\u00a0setzt die Standards f\u00fcr das nachhaltige Produktdesign.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation):<\/strong>\u00a0Die europ\u00e4ische Verpackungsverordnung regelt das Inverkehrbringen und Recycling von Verpackungsmaterialien.\u00a0<em>Lesen Sie hierzu auch:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/eu-verpackungsverordnung-ppwr-unternehmen-pflichten\">EU-Verpackungsverordnung PPWR: Was auf Unternehmen zukommt<\/a><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>CRMA (Critical Raw Materials Act):<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Artikel\/Industrie\/critical-raw-materials-act.html\">Das Gesetz \u00fcber kritische Rohstoffe<\/a>\u00a0sichert den Zugriff auf strategisch essenzielle Materialien.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Europ\u00e4ische Parlament hat in seinen Entschlie\u00dfungen explizit gefordert, dass der CEA bestehende L\u00fccken zwischen diesen Gesetzen schlie\u00dfen muss. So soll das Abfallmanagement von Produkten, die kritische Rohstoffe enthalten, massiv intensiviert werden. Da die EU beispielsweise bei schweren Seltenen Erden zu fast 100 % von Importen aus China abh\u00e4ngig ist, soll der CEA durch strenge Recyclingvorgaben sicherstellen, dass strategische Sekund\u00e4rmaterialien im europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum verbleiben und direkt wieder in den Produktionskreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aktueller CEA-Zeitplan: Wann kommt das europ\u00e4ische Kreislaufwirtschaftsgesetz?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der offizielle Fahrplan der Europ\u00e4ischen Kommission sieht vor, den finalen Gesetzesvorschlag f\u00fcr den Circular Economy Act im&nbsp;<strong>vierten Quartal 2026<\/strong>&nbsp;(voraussichtlich im Herbst 2026) vorzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Vorbereitung hierzu lief bis zum 6. November 2025 ein umfassendes \u00f6ffentliches Konsultationsverfahren, bei dem europ\u00e4ische Unternehmen und Verb\u00e4nde \u2013 koordiniert unter anderem durch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) \u2013 ihre praktischen Praxissichten und Bedenken einreichen konnten. Da das Gesetzesvorhaben fest in der laufenden Mandatsperiode der Kommission (bis 2029) verankert ist, wird nach der Vorstellung des Entwurfs mit intensiven Trilog-Verhandlungen zwischen der Kommission, dem Europ\u00e4ischen Parlament und den Mitgliedstaaten gerechnet. Mit den ersten verbindlichen Compliance-Fristen f\u00fcr die Wirtschaft ist somit um das Ende des aktuellen Jahrzehnts zu kalkulieren.<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/europa-verliert-bei-kreislaufwirtschaft\"><\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"547\" height=\"753\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.48.44.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-179043\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.48.44.png 547w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.48.44-218x300.png 218w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.48.44-109x150.png 109w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.48.44-196x270.png 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 547px) 100vw, 547px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen des Circular Economy Act auf die Wirtschaft und das B2B-Sourcing<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zirkul\u00e4res Produktdesign &amp; Digitaler Produktpass (DPP) nach EU-Vorgabe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Unter dem Flankenschutz des CEA wird der&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Artikel\/Industrie\/critical-raw-materials-act.html\">Digitale Produktpass (DPP)<\/a><\/strong>&nbsp;fl\u00e4chendeckend f\u00fcr zahlreiche Produktgruppen zur rechtlichen Pflicht. Der DPP fungiert als digitaler Datensatz, der l\u00fcckenlose Transparenz \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette hinweg garantiert. B2B-Eink\u00e4ufer und Endnutzer erhalten dadurch exakten Zugriff auf Informationen bez\u00fcglich der exakten Materialzusammensetzung, der Reparierbarkeit, Demontageanleitungen sowie des realen CO<sub>2<\/sub>&#8211; und Umweltfu\u00dfabdrucks eines Produkts. F\u00fcr Unternehmen erfordert dies eine tiefgreifende und zeitnahe Umstellung ihrer gesamten IT- und Dateninfrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beschaffung in der Kreislaufwirtschaft: Risiko einer Rezyklatl\u00fccke bis 2030<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das f\u00fcr das B2B-Sourcing kritischste Element ist die Einf\u00fchrung verbindlicher Mindestrezyklatquoten. Die PPWR sieht beispielsweise vor, dass Kunststoffverpackungen ab dem Jahr 2030 verpflichtend l\u00e4nderspezifische Rezyklatanteile von 10 % bis 35 % (je nach Verpackungstyp) aufweisen m\u00fcssen, die bis 2040 auf bis zu 65 % ansteigen. Parallel dazu plant die EU eine verbindliche PCR-Kunststoffquote von 25 % f\u00fcr automotive Bauteile.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein im Mai 2026 ver\u00f6ffentlichtes&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-positionspapier-rezyklatmarkt-final-2.pdf\">Positionspapier des Wuppertal Instituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)<\/a>&nbsp;schl\u00e4gt hierzu Alarm: Die Experten warnen nachdr\u00fccklich vor dem akuten Risiko einer massiven&nbsp;<strong>\u201eRezyklatl\u00fccke\u201c bis zum Jahr 2030<\/strong>. Da es weltweit und europaweit schlicht an ausreichenden Recyclingkapazit\u00e4ten fehlt, um hochwertiges, mechanisch verarbeitetes Rezyklat (insbesondere mit der f\u00fcr Lebensmittelverpackungen erforderlichen Kontaktsensitivit\u00e4t) in diesen Mengen bereitzustellen, droht ein massiver Nachfrage\u00fcberhang. B2B-Eink\u00e4ufer m\u00fcssen sich auf extreme Preissteigerungen bei Sekund\u00e4rrohstoffen und erhebliche Versorgungsengp\u00e4sse einstellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rezyklatl\u00fccke: Ziele vs Markt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Laut Branchenverb\u00e4nden muss die Nachfrage nach Rezyklaten vor 2030 aktiv stimuliert werden, um die wachsende L\u00fccke zwischen EU-Vorgaben und Marktverf\u00fcgbarkeit zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"427\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.46.17.png\" alt=\"Wuppertal Institut \/ DBU (2026): 'Optionen f\u00fcr einen funktionsf\u00e4higen Markt f\u00fcr Kunststoffrezyklate'; erg\u00e4nzend: BDE\/VCI-Branchenappell (2026)\" class=\"wp-image-179042\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.46.17.png 606w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.46.17-300x211.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.46.17-150x106.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/Bildschirmfoto-2026-07-22-um-10.46.17-383x270.png 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) &amp; \u00d6ko-Modulation im EU-Binnenmarkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein zentraler Hebel des Gesetzes zur Steuerung des Marktes ist die Versch\u00e4rfung und EU-weite Harmonisierung der Erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility \u2013 EPR). \u00dcber das Prinzip der sogenannten&nbsp;<strong>\u201e\u00d6ko-Modulation\u201c<\/strong>&nbsp;werden die finanziellen Beitr\u00e4ge, die Hersteller f\u00fcr das Inverkehrbringen ihrer Produkte zahlen m\u00fcssen, strikt an deren Kreislauff\u00e4higkeit gekoppelt. Wer Produkte auf den Markt bringt, die schwer recycelbar sind oder keine Rezyklate enthalten, wird mit drastisch erh\u00f6hten Lizenzentgelten sanktioniert. Umgekehrt werden kreislauff\u00e4hige und leicht demontierbare Produktdesigns finanziell sp\u00fcrbar entlastet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue zirkul\u00e4re Gesch\u00e4ftsmodelle: Product-as-a-Service (PaaS) als Wachstumstreiber<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der hohen regulatorischen H\u00fcrden bietet die Transformation erhebliche wirtschaftliche Opportunit\u00e4ten. Der Fokus im B2B- und B2C-Sektor verschiebt sich zunehmend weg vom reinen Produktverkauf hin zu zirkul\u00e4ren Dienstleistungsmodellen wie&nbsp;<strong>Product-as-a-Service (PaaS)<\/strong>, Leasing, professionellen Reparaturnetzwerken und standardisierten Wiederverwendungssystemen. Ehemalige Abfallstr\u00f6me (wie Alttextilien oder Industrie-Kunststoffe) werden in der Praxis nicht mehr als zu entsorgende Last, sondern als wertvolle, profitable und geschlossene Rohstoffquellen begriffen, die neue M\u00e4rkte er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Lesen Sie hierzu auch:&nbsp;<\/strong><\/em><em><strong><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/textilrecycling-studie-2025-mechanik-vs-chemie\">GRS-Studie 2025 zum&nbsp;Textilrecycling: Mechanische Verfahren dominieren die Industrie, Chemie ist kaum marktreif. Daten zu Elastan, Kapazit\u00e4ten und Mengen.<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:17px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technologietoleranz im CEA: Mechanisches vs. chemisches Recycling und Biokunststoffe<\/h3>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische und deutsche Industrie dr\u00e4ngt im Vorfeld der Ver\u00f6ffentlichung des CEA vehement auf eine technologieoffene Ausgestaltung der Gesetzgebung. Die Kernforderungen der Wirtschaft konzentrieren sich dabei auf zwei essenzielle S\u00e4ulen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rechtliche Anerkennung des chemischen Recyclings:<\/strong>\u00a0Um die ehrgeizigen gesetzlichen Quoten \u00fcberhaupt erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, reicht das klassische mechanische Recycling qualitativ und quantitativ nicht aus. Insbesondere f\u00fcr stark verunreinigte, gemischte oder multilagige Kunststoffabf\u00e4lle fordern Industrieverb\u00e4nde, das chemische Recycling als vollwertige, komplement\u00e4re Technologie rechtlich gleichzustellen. Nur so l\u00e4sst sich der Bedarf an hochwertigen, kontaktsensitiven Rohstoffen decken.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gleichstellung von Biokunststoffen (Bioplastics):<\/strong>\u00a0Der Verband\u00a0<em>European Bioplastics (EUBP)<\/em>\u00a0betonte in einem\u00a0<a href=\"https:\/\/docs.european-bioplastics.org\/publications\/pp\/2025\/EUBP_PP_Circular_Economy_Act.pdf\">Positionspapier<\/a>, dass eine echte Kreislaufwirtschaft ohne eine umfassende Defossilierung der Materialien nicht zu erreichen ist. Die Industrie fordert, dass biobasierte, biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe im CEA als nachhaltige Alternativen voll anerkannt werden. Insbesondere das organische Recycling (Kompostierung) spiele eine unersetzliche Rolle bei der Schlie\u00dfung biologischer Stoffkreisl\u00e4ufe und der hocheffizienten Trennung und Verwertung von Lebensmittelabf\u00e4llen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div style=\"height:16px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/grundlagen-mechanisches-recycling-kreislaufwirtschaft-kunststoff\"><\/a><strong>Gegenwind aus der Praxis: Konsumg\u00fcterindustrie warnt vor \u00dcberregulierung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Debatte um den EU Circular Economy Act versch\u00e4rft sich an der Schnittstelle zur verarbeitenden Industrie.&nbsp;<a href=\"https:\/\/cdn.toyindustries.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Joint-call-for-the-future-Circular-Economy-Act.pdf\">In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung im Mai 2026<\/a>&nbsp;haben sieben f\u00fchrende europ\u00e4ische Konsumg\u00fcterverb\u00e4nde \u2013 darunter Marken- und Herstellerallianzen wie AIM, APPLiA, Cosmetics Europe und Toy Industries of Europe \u2013 die Europ\u00e4ische Kommission eindringlich vor einer regulatorischen Doppelbelastung gewarnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unternehmen, deren Lieferketten bereits durch j\u00fcngst verabschiedete Gesetze wie die Verpackungsverordnung (PPWR) und die \u00d6kodesign-Verordnung (ESPR) massiv unter Druck stehen, fordern einen Verzicht auf neue oder h\u00f6here Rezyklat- und Bio-Quoten im anstehenden CEA. Kritisiert wird vor allem der Versuch, produkt- und materialspezifische Designvorgaben horizontal \u00fcber ein \u201eOne-size-fits-all\u201c-Gesetz zu diktieren. Solche starren Vorgaben w\u00fcrden technische Innovationen ausbremsen, Sicherheitsrisiken sowie Performance-Einbu\u00dfen bei Produkten ignorieren und letztlich zu erheblichen Mehrkosten f\u00fcr Verbraucher f\u00fchren. Der CEA d\u00fcrfe kein b\u00fcrokratisches Korsett werden, sondern m\u00fcsse als reiner \u201eEnabling Framework\u201c den funktionierenden Binnenmarkt f\u00fcr Sekund\u00e4rrohstoffe sichern, ohne die europ\u00e4ische Wettbewerbsf\u00e4higkeit vollends zu opfern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kreislaufwirtschaft in Deutschland: NKWS-Aktionsprogramm, VerpackDG und die Kritik der Industrie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auf nationaler Ebene in Deutschland wird der europ\u00e4ische Rechtsrahmen bereits durch konkrete gesetzliche und strategische Ma\u00dfnahmen unterf\u00fcttert \u2013 was jedoch zu erheblichen Spannungen zwischen Politik und Wirtschaft f\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS):<\/strong>\u00a0Die im Dezember 2024 verabschiedete NKWS bildet das strategische Fundament f\u00fcr den deutschen Transformationspfad. Um diese Strategie mit konkretem Leben zu f\u00fcllen, hat das Bundeskabinett am\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/nationale-kreislaufwirtschaftsstrategie-top-oder-flop\">3. Juni 2026 das offizielle Aktionsprogramm zur NKWS beschlossen<\/a><\/strong>. Das Programm sieht vor, bis Ende 2027 exakt zw\u00f6lf strategische Kernma\u00dfnahmen priorit\u00e4r voranzutreiben. Hierzu geh\u00f6ren unter anderem der Aufbau spezialisierter Arbeitsgruppen f\u00fcr eine zirkul\u00e4re (\u00f6ffentliche) Beschaffung, Initiativen f\u00fcr einen nachhaltigen Online-Handel sowie eine gro\u00df angelegte Digitalisierungsoffensive zur l\u00fcckenlosen Schlie\u00dfung industrieller Stoffkreisl\u00e4ufe.<em><strong>Lesen Sie hierzu auch:\u00a0<\/strong><\/em><em><strong><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/nkws-kreislaufwirtschaft-kritik-bundesregierung-recycling-booster\">NKWS: gro\u00dfe Ziele, wenig Fortschritt: Warum Wirtschaft und Recyclingbranche mehr Tempo bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft fordern.<\/a><\/strong><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das Verpackungsrecht-Durchf\u00fchrungsgesetz (VerpackDG):<\/strong>\u00a0Am 11. Februar 2026 verabschiedete die Bundesregierung den Kabinettsentwurf f\u00fcr das neue VerpackDG. Dieses Gesetz dient der nationalen Durchf\u00fchrung der europ\u00e4ischen PPWR und wird das bisherige deutsche Verpackungsgesetz abl\u00f6sen. Im Rahmen von Expertenanh\u00f6rungen im Bundestag fordern Verb\u00e4nde wie\u00a0<em>Plastics Europe Deutschland (PED)<\/em>\u00a0oder der BDI jedoch noch massive Nachbesserungen, um b\u00fcrokratische \u00dcberfrachtungen zu verhindern.\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/ik-statement-verpackdg-ppwr-buerokratie-recycling\">Und auch die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen sieht hier sowohl Licht als auch Schatten.<\/a><\/em>\u00a0<em><strong><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/verpackdg-bundesregierung-recyclingquoten-investitionsstau-kreislaufwirtschaft-verband-statements\">Die Stimmen der Verb\u00e4nde zum VerpackDG k\u00f6nnen Sie hier nachlesen<\/a><\/strong><\/em><em><strong>.<\/strong><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Harte Kritik der Industrie:<\/strong>\u00a0Die deutsche Wirtschaft sieht die aktuellen politischen Ma\u00dfnahmen als unzureichend und wettbewerbsgef\u00e4hrdend an. In einem gemeinsamen Appell (\u201eTransformationsturbo f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft\u201c, siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/nkws-kreislaufwirtschaft-kritik-bundesregierung-recycling-booster\">Artikel<\/a>) kritisierten die Verb\u00e4nde\u00a0<strong>BDE, BVSE, GKV, Plastics Europe Deutschland und VCI<\/strong>, dass dem Aktionsprogramm der Bundesregierung die n\u00f6tige Ambition fehle. Ohne klare, verl\u00e4ssliche Preissignale, den Abbau b\u00fcrokratischer H\u00fcrden und wirksame finanzielle Anreize f\u00fcr Investitionen in moderne Recyclingtechnologien drohe eine massive\u00a0<strong>Erosion der industriellen Wertsch\u00f6pfung und der Arbeitspl\u00e4tze<\/strong>\u00a0in Deutschland.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kritik an Eurostat-Daten:<\/strong>\u00a0Untermauert wird das Misstrauen der Industrie durch methodische M\u00e4ngel bei offiziellen Berichten.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/wo-steht-europa-beim-recycling-von-kunststoffverpackungen\">Ein Eurostat-Bericht<\/a>\u00a0bescheinigte zwar methodische Fortschritte beim Verpackungsrecycling in Europa, geriet jedoch umgehend in die Kritik von Fachmedien und ESG-Consultants. Die Daten basieren teils noch auf dem Stand von 2022 und ignorieren damit bahnbrechende Realsysteme wie das Ende 2023 eingef\u00fchrte rum\u00e4nische Pfandr\u00fcckgabesystem (DRS). Zudem wird statistisch oft nicht sauber zwischen real in Europa wiederaufbereitetem Kunststoff und exportierten, lediglich zu Ballen gepressten Abf\u00e4llen differenziert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Was mit dem Circular Economy Act bewegt werden soll<\/h3>\n\n\n\n<p>Der anstehende EU Circular Economy Act 2026 darf von Unternehmen keinesfalls als reines \u201eGreen-Compliance-Projekt\u201c missverstanden werden. Er ist eine fundamentale, wirtschaftspolitische und geopolitische Weichenstellung der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Zeit kollidierender Lieferketten und eskalierender\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/rohstoffpreise-kunststoffe-marktbericht\">Rohstoffpreise<\/a>\u00a0wird die Zirkularit\u00e4t zur reinen \u00dcberlebensfrage f\u00fcr den Industriestandort Europa. Unternehmen im DACH-Raum m\u00fcssen das deutsche NKWS-Aktionsprogramm sowie die Br\u00fcsseler Gesetzgebung antizipieren. Wer sich nicht heute schon langfristige Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr hochwertige Sekund\u00e4rrohstoffe sichert und seine Produkte nach den Prinzipien des zirkul\u00e4ren Designs und des Digitalen Produktpasses konzipiert, l\u00e4uft Gefahr, im harten Verdr\u00e4ngungswettbewerb um die knappen Rezyklate des Jahres 2030 wirtschaftlich abgeh\u00e4ngt zu werden.<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/textile-kreislaufwirtschaft-im-ticker-forschung-technik\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:14px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:19px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>[1] Europ\u00e4ische Kommission (Direktion Umwelt):<\/strong>\u00a0<em>Circular Economy Overview &amp; Clean Industrial Deal Strategy<\/em>, offizielle Strategieseite. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=https:\/\/ec.europa.eu\/environment\/strategy\/circular-economy_en\">https:\/\/ec.europa.eu\/environment\/strategy\/circular-economy_en<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[2] Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden:<\/strong>\u00a0<em>EU-Gesetz zur Kreislaufwirtschaft angek\u00fcndigt<\/em>(Meldungsnummer 6736588), verarbeitet am 17.09.2025. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=https:\/\/www.dresden.ihk.de\">https:\/\/www.dresden.ihk.de<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[3] Ricardo plc:<\/strong>\u00a0<em>Briefing: The EU Circular Economy Act \u2013 Reshaping industries and compliance timelines<\/em>, ver\u00f6ffentlicht am 05.02.2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/ricardo.com\/\">https:\/\/ricardo.com<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[4] Industrie-Analysestudie:<\/strong>\u00a0<em>Der geplante EU Circular Economy Act und der deutsche Transformationspfad: Strategische Implikationen, Entlastungsmechanismen und die \u00dcberlebensfrage der Kunststoffindustrie<\/em>, Ausgabe 2026 (inkl. Verweisen auf Draghi- &amp; Letta-Berichte).<em>(Interne Fachpublikation\/Dokumentenanalyse)\u00a0<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[5] UPM Global:<\/strong>\u00a0<em>Boost to recycling from EU Circular Economy Act<\/em>, Fachaufsatz von Jukka-Pekka Rantakokko (Director Public Affairs), ver\u00f6ffentlicht am 22.01.2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.upm.com\/articles\/circular-economy\/26\/boost-to-recycling-from-eu-circular-economy-act\/\">https:\/\/www.upm.com\/articles\/circular-economy\/26\/boost-to-recycling-from-eu-circular-economy-act\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[6] Europ\u00e4isches Parlament (EPRS \u2013 European Parliamentary Research Service):<\/strong>\u00a0<em>Briefing: Circular economy act &#8211; Commission initiative in preparation<\/em>, Autor: Camille Siefridt, Stand 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank\">https:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[7] Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie gGmbH:<\/strong>\u00a0<em>Optionen f\u00fcr einen funktionsf\u00e4higen Markt f\u00fcr Kunststoffrezyklate<\/em>, Wissenschaftliches Positionspapier im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), erstellt von Prof. Dr. Henning Wilts, Mai 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-positionspapier-rezyklatmarkt-final-2.pdf\">https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-positionspapier-rezyklatmarkt-final-2.pdf<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[8] hesselmann service GmbH:<\/strong>\u00a0<em>Die neue europ\u00e4ische Verpackungsverordnung (EU-VerpackV \/ PPWR) 2025 \u2013 Stoffbeschr\u00e4nkungen und Mindestrezyklatanteile<\/em>. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.verpackungsgesetz.com\/themen\/die-neue-europaeische-verpackungsverordnung-eu-verpackv-2025\/\">https:\/\/www.verpackungsgesetz.com\/themen\/die-neue-europaeische-verpackungsverordnung-eu-verpackv-2025\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[9] IK &#8211; Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.:<\/strong>\u00a0<em>Certificates for recyclates &#8211; Plastics Packaging: Protecting supply chains<\/em>, Marktreport 2026 .URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kunststoffverpackungen.de\/\">https:\/\/www.kunststoffverpackungen.de<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[10] Europ\u00e4ische Konsumg\u00fcterverb\u00e4nde (AIM, APPLiA, AESGP u. a.):<\/strong>\u00a0<em>Joint Statement \u2013 Enabling competitiveness and circularity of the consumer goods industry: Joint call for the future Circular Economy Act<\/em>, ver\u00f6ffentlicht im Mai 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.applia-europe.eu\/\">https:\/\/www.applia-europe.eu<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[11] Niimaar Inc.:<\/strong>\u00a0<em>Top Circularity Trends for 2026 \u2014 Beyond crisis talk toward meaningful value creation<\/em>, Branchenbericht vom 12.03.2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/niimaar.com\/2026\/03\/12\/top-circularity-trends-for-2026\/\">https:\/\/niimaar.com\/2026\/03\/12\/top-circularity-trends-for-2026\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[12] European Bioplastics (EUBP):<\/strong>\u00a0<em>Position Paper: Circular Economy Act \u2013 Bioplastics: Closing the Loop for a Greener Tomorrow<\/em>, Berlin\/Br\u00fcssel, November 2025. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/docs.european-bioplastics.org\/publications\/pp\/2025\/EUBP_PP_Circular_Economy_Act.pdf\">https:\/\/docs.european-bioplastics.org\/publications\/pp\/2025\/EUBP_PP_Circular_Economy_Act.pdf<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[13] Climate Leadership Coalition (CLC):<\/strong>\u00a0<em>Circular Economy Act is coming \u2013 Focus on circular competitiveness<\/em>, Helsinki, Mai 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.clc.fi\/insights\/circular-economy-act-is-coming\">https:\/\/www.clc.fi\/insights\/circular-economy-act-is-coming<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[14] Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV):<\/strong><em>Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)<\/em>, Kabinettsbeschluss vom 03.06.2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/\">https:\/\/www.bmuv.de<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[15] Gleiss Lutz Rechtsanw\u00e4lte:<\/strong>\u00a0<em>Das Verpackungsrecht-Durchf\u00fchrungsgesetz (VerpackDG) zur Durchf\u00fchrung der EU-Verpackungsverordnung im \u00dcberblick<\/em>, juristischer Fachbeitrag vom Februar 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gleisslutz.com\/\">https:\/\/www.gleisslutz.com<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[16] Deutscher Bundestag (Internetredaktion):<\/strong>\u00a0<em>Experten wollen Nachbesserungen beim Verpackungsrecht-Durchf\u00fchrungsgesetz<\/em>, Dokumentation der Ausschussanh\u00f6rungen (Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz), M\u00e4rz 2026.URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/\">https:\/\/www.bundestag.de<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[17] BKV GmbH:<\/strong>\u00a0<em>Industry appeal: &#8216;Transformation boosters&#8217; for the circular economy<\/em>, Branchenmeldung zur konzertierten Aktion der Verb\u00e4nde BDE, bvse, GKV, PED und VCI. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bkv-gmbh.de\/\">https:\/\/www.bkv-gmbh.de<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>[18] Clean Energy Wire (CLEW):<\/strong>\u00a0<em>Germany&#8217;s circular economy action programme is lacking ambition \u2013 industry association<\/em>, Fachartikel zur Kritik des Industrieb\u00fcndnisses, Berlin, 2026. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cleanenergywire.org\/\">https:\/\/www.cleanenergywire.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der geplante&nbsp;EU Circular Economy Act (CEA)&nbsp;stellt eines der ambitioniertesten und weitreichendsten Gesetzgebungsvorhaben der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr die laufende Legislaturperiode dar. Offiziell angek\u00fcndigt im Rahmen des europ\u00e4ischen \u201eWettbewerbskompasses\u201c (Competitiveness Compass) im Januar 2025, fungiert das Gesetzespaket als eine der tragenden S\u00e4ulen des \u201eClean Industrial Deal\u201c. 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