{"id":178705,"date":"2026-07-20T07:35:00","date_gmt":"2026-07-20T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=178705"},"modified":"2026-07-15T11:31:39","modified_gmt":"2026-07-15T09:31:39","slug":"empa-eu-projekt-will-industrielle-co%e2%82%82-abfalle-zu-neuen-produkten-umwandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/empa-eu-projekt-will-industrielle-co%e2%82%82-abfalle-zu-neuen-produkten-umwandeln\/","title":{"rendered":"EMPA: EU-Projekt will industrielle CO\u2082-Abf\u00e4lle zu neuen Produkten umwandeln"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"870\" height=\"335\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1.jpg\" alt=\"Das Projekt \u00abREACT\u00bb zielt darauf ab, industrielle CO\u2082-Emissionen in n\u00fctzliche Chemikalien umzuwandeln.\" class=\"wp-image-178724\" style=\"width:754px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1.jpg 870w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1-300x116.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1-150x58.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1-768x296.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-stopper-870x335-1-400x154.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Projekt \u00abREACT\u00bb zielt darauf ab, industrielle CO\u2082-Emissionen in n\u00fctzliche Chemikalien umzuwandeln. \u00a9 Adobe Stock<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Plattformchemikalien wie Ethylen werden meist aus fossilen Rohstoffen hergestellt und verursachen erhebliche CO\u2082-Emissionen. Das von der EU finanzierte Forschungsprojekt \u00abREACT\u00bb, an dem die Empa beteiligt ist, zielt darauf ab, Ethylen aus industriellen CO\u2082-Emissionen herzustellen und so den Kohlenstoffkreislauf zu schliessen. F\u00fcr die Umwandlung von CO\u2082 in Ethylen will das Konsortium ein voll funktionsf\u00e4higes Elektrolysesystem entwickeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen kennen Ethylen aus ihrer K\u00fcche. Dieses farblose, s\u00fcsslich riechende Gas ist ein nat\u00fcrliches Pflanzenhormon, das f\u00fcr die Reifung von \u00c4pfeln, Tomaten und Bananen verantwortlich ist. Ethylen ist aber auch eine wichtige Industriechemikalie mit einer weltweiten Produktion von \u00fcber 300 Millionen Tonnen pro Jahr. Es wird haupts\u00e4chlich als Plattformchemikalie verwendet: als Vorl\u00e4ufer oder Ausgangsmateriel zur Herstellung einer Vielzahl chemischer Produkte, von Kunststoffen bis hin zu Arzneimitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit werden mehr als 95% des Ethylens durch Steamcracking-Prozesse aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Dabei entstehen j\u00e4hrlich etwa 260 Millionen Tonnen CO\u2082-Emissionen. Ein EU-Projekt unter Beteiligung der Empa zielt darauf ab, diesen kohlenstoffintensiven Sektor zu transformieren. Das Projekt mit dem Namen \u00abREACT\u00bb (kurz f\u00fcr \u00abRenewable Electrochemical Advanced Conversion of CO\u2082 to Target products\u00bb) soll eine erneuerbare Alternative bieten, die industrielle Emissionen in wertvolle Ressourcen umwandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt des Projekts steht das Recycling von CO\u2082 aus Branchen, in denen Emissionsminderungen nur schwer zu erreichen sind, beispielsweise die Stahl-, Zement- und Chemieindustrie. Mithilfe eines neuartigen, verunreinigungstoleranten elektrochemischen Tandemverfahrens kann \u00abREACT\u00bb industrielle CO\u2082-Str\u00f6me geringer Reinheit direkt in wertvolle chemische Produkte umwandeln und dabei den Bedarf an kostspieligen Vorbehandlungen deutlich senken. Das mit erneuerbarer Energie betriebene Projekt wandelt bisher unvermeidbare CO\u2082-Emissionen in einen wertvollen Ausgangsstoff f\u00fcr Chemikalien und Materialien der n\u00e4chsten Generation um.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Schritt n\u00e4her an der Umsetzung<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWir arbeiten schon seit einigen Jahren im Labormassstab an der CO\u2082-Elektrolyse\u00bb, sagt <strong>Corsin Battaglia, Leiter des Empa-Labors \u00abMaterials for Energy Conversion\u00bb<\/strong>. \u00abDas Ziel des \u2039REACT\u203a-Projekts ist es, einen funktionsf\u00e4higen Prototypen eines Elektrolyseurs f\u00fcr die Umwandlung von CO\u2082 in Ethylen zu entwickeln und damit den technologischen Reifegrad deutlich zu erh\u00f6hen\u00bb, erl\u00e4utert der Forscher. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Battaglias Team wird untersuchen, wie die Verunreinigungen in industriellen CO\u2082-Abgasen die Wirksamkeit und die Lebensdauer des im Elektrolyseur verwendeten Katalysators beeinflussen. Das Team kann dabei auf den an der Empa entwickelten Parallelreaktor f\u00fcr die CO\u2082-Elektrolyse zur\u00fcckgreifen. Das automatisierte System erm\u00f6glicht bis zu zehn Experimente gleichzeitig.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"870\" height=\"652\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870.jpg\" alt=\"Dank dem Parallelreaktor f\u00fcr die CO\u2082-Elektrolyse im Empa-Labor \u00abMaterials for Energy Conversion\u00bb k\u00f6nnen die Forschenden die Leistung des Katalysators untersuchen.\" class=\"wp-image-178723\" style=\"width:652px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870.jpg 870w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870-150x112.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/07\/react-co2-anlage-870-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dank dem Parallelreaktor f\u00fcr die CO\u2082-Elektrolyse im Empa-Labor \u00abMaterials for Energy Conversion\u00bb k\u00f6nnen die Forschenden die Leistung des Katalysators untersuchen. \u00a9 Empa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u00abREACT\u00bb f\u00f6rdert kreislauforientierte Kohlenstoff-Wertsch\u00f6pfungsketten, st\u00e4rkt die industrielle Autonomie Europas und tr\u00e4gt zum \u00dcbergang zu einer klimaneutralen chemischen Produktion bei. Das Projekt integriert zudem innovative Materialien, fortschrittliche \u00dcberwachungssysteme und Digital-Twin-Technologien, um Effizienz, Langlebigkeit, Skalierbarkeit und wirtschaftliche Machbarkeit zu verbessern. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abWas wir im Rahmen von \u2039REACT\u203a lernen und entwickeln, wird auch dazu beitragen, andere CO\u2082-Umwandlungstechnologien voranzubringen, beispielsweise zur Herstellung synthetischer Treibstoffe\u00bb, fasst <strong>Battaglia<\/strong> zusammen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Verwertung von CO\u2082 ist ein zentrales Konzept der Empa-Forschungsinitiative \u00abMining the Atmosphere\u00bb, die nach Wegen sucht, das Treibhausgas aus der Atmosph\u00e4re zu entfernen und es entweder langfristig zu speichern oder in n\u00fctzliche chemische Produkte umzuwandeln, um so den Kreislauf zu schliessen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:17px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber \u00abREACT\u00bb<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00abREACT\u00bb ist ein Projekt im Rahmen von \u00abHorizon Europe\u00bb, bei dem ein innovatives elektrochemisches Tandemverfahren entwickelt wird, um industrielle CO\u2082-Emissionen direkt in wertvolle, olefinreiche chemische Gemische f\u00fcr die nachhaltige Herstellung von Polymeren, Chemikalien und Treibstoffen umzuwandeln. \u00abREACT\u00bb (Renewable Electrochemical Advanced Conversion of CO\u2082 to Target products) l\u00e4uft \u00fcber 48 Monate von Mai 2026 bis April 2030 und deckt die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette ab, von wissenschaftlichen Institutionen bis hin zu Rohstofflieferanten und Herstellern von Polymeren f\u00fcr die Verpackungsbranche. Das Konsortium wird von SINTEF (Norwegen) koordiniert und umfasst 13 Partner aus 10 L\u00e4ndern: VITO (Belgien), Johnson Matthey PLC (Grossbritannien), eChemicles (Ungarn), Procter &amp; Gamble Services Company NV (Belgien), IDENER (Spanien), Norner Research AS (Norwegen), Empa (Schweiz), K1-MET GmbH (\u00d6sterreich), FARPLAS (T\u00fcrkei), Johnson Matthey Davy Technologies Ltd (Grossbritannien), Holoss (Portugal) und ETA-Florence Renewable Energies (Italien).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plattformchemikalien wie Ethylen werden meist aus fossilen Rohstoffen hergestellt und verursachen erhebliche CO\u2082-Emissionen. Das von der EU finanzierte Forschungsprojekt \u00abREACT\u00bb, an dem die Empa beteiligt ist, zielt darauf ab, Ethylen aus industriellen CO\u2082-Emissionen herzustellen und so den Kohlenstoffkreislauf zu schliessen. F\u00fcr die Umwandlung von CO\u2082 in Ethylen will das Konsortium ein voll funktionsf\u00e4higes Elektrolysesystem entwickeln. 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