{"id":17836,"date":"2013-11-07T08:24:35","date_gmt":"2013-11-07T06:24:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=167250.html"},"modified":"2013-11-07T08:46:35","modified_gmt":"2013-11-07T06:46:35","slug":"milliardenforderung-fur-biookonomie-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/milliardenforderung-fur-biookonomie-europa\/","title":{"rendered":"Milliardenf\u00f6rderung f\u00fcr Bio\u00f6konomie in Europa"},"content":{"rendered":"<p>06.11.2013 &#8211; Br\u00fccken in der biobasierten Wirtschaft zu bauen und einen Marktzugang f\u00fcr gr\u00fcne Produkte zu schaffen, das ist das Ziel des neuesten Projekts der EU-Kommission. Dazu haben sich europ\u00e4ische Politik und Wirtschaft im Rahmen einer Public-Private-Partnership (PPP) zusammengeschlossen. 3,8 Milliarden Euro stehen in den kommenden sieben Jahren f\u00fcr Forschungsprojekte und Initiativen zur Verf\u00fcgung, mit denen von der Forschung bis zum Markt die Rahmenbedingungen f\u00fcr die europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie verbessert werden sollen.<\/p>\n<p>\u201eEuropa hat sehr gute Voraussetzungen, in der biobasierten Wirtschaft erfolgreich zu sein\u201c, so Annika Westenbroek, Koordinatorin des Biobased Industry Consortiums (BIC), das die Initiative f\u00fchren soll, Anfang November bei einer Veranstaltung in Berlin. Allerdings sei die Vernetzung zwischen den verschiedenen Bereichen der Bio\u00f6konomie verbesserungsw\u00fcrdig. Zwar gebe es zwischen traditionellen Sektoren wie der Forstwirtschaft und der Papierindustrie bereits starke Verbindungen, neue und vor allem wertsch\u00f6pfungstr\u00e4chtige Bereiche wie zum Beispiel die Verwendung von Biomasse in der Feinchemie m\u00fcssten jedoch besser integriert werden.<\/p>\n<p>Dazu hat die EU-Kommission nun ein Netzwerk aus rund 140 Partnern geschaffen, darunter Konzerne, kleine und mittlere Unternehmen sowie Cluster und Verb\u00e4nde, das \u00f6ffentliche EU-Mittel in H\u00f6he von rund einer Milliarde Euro <a href=\"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=165008.html\" target=\"_blank\">mit einem privatwirtschaftlichen Beitrag von etwa 2,8 Milliarden Euro aufstocken will (mehr &#8230;)<\/a>. \u201eMit einem Euro aus dem EU-Topf stimulieren wir Forschungsinvestitionen von drei weiteren Euro. Mit einem Hebel von eins zu drei, ist das BIC besonders erfolgreich\u201c, so Westenbroek. Die ersten Projekte sollen bereits im kommenden Jahr ausgeschrieben werden.<\/p>\n<p>Der Fach\u00f6ffentlichkeit vorgestellt wurde BIC in diesem Jahr unter dem Namen \u201eBridge 2020\u201c. Heute ist es eine von f\u00fcnf Public-Private-Partnerships der EU-Kommission und neben der \u201eInnovative Medicines Initiative\u201c die zweite mit Bezug zu den Lebenswissenschaften. Auch das deutsche Ministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF), in deren Berliner Dienstsitz das Programm am 4. November vorgestellt wurde, begr\u00fc\u00dft die Initiative. \u201eDas EU-Projekt bietet die M\u00f6glichkeit, die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette in der biobasierten Wirtschaft aus einer Hand zu f\u00f6rdern\u201c, so Henk van Liempt, Referatsleiter im BMBF. Zudem gebe es zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte mit deutschen Forschungsprogrammen wie <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/biooekonomie.php\" target=\"_blank\">der \u201eNationalen Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030\u201c (mehr&#8230;)<\/a>, die sich aus rechtlichen Gr\u00fcnden aber auf die vor-wettbewerbliche Forschung beschr\u00e4nkt. Auch Clemens Neumann, Leiter der Abteilung f\u00fcr biobasierte Wirtschaft sowie nachhaltige Land- und Forstwirtschaft im Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), betonte die hohe Bedeutung der EU-Aktivit\u00e4ten. Bereits in der Politikstrategie Bio\u00f6konomie sei der Vernetzung nationaler und internationaler Projekte besondere Priorit\u00e4t einger\u00e4umt worden.<\/p>\n<p>Vor allem Wertsch\u00f6pfungsketten abseits der traditionellen Wege sollen mit der BIC-Initiative gekn\u00fcpft werden. Darunter befinden sich neue Verwertungskonzepte f\u00fcr Holz, Getreide, organischen Abfall sowie die mehrfache Nutzung von Biomasse f\u00fcr Bioenergie und Feinchemikalien. Bereits jetzt sind eine Vielzahl von deutschen Partnern im BIC dabei. Beteiligt ist das Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH), das insgesamt 10 Firmen und Organisationen b\u00fcndelt. Als ordentliches Mitglied mit Stimmrecht im BIC wird die IBB Netzwerk GmbH nach R\u00fccksprache mit den vertretenen Organisationen die Ziele von BIC unterst\u00fctzen. Laut IBB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Haralabos Zorbas will das Netzwerk \u201ezuk\u00fcnftig noch weitere Organisationen f\u00fcr die Vertretung im BIC gewinnen.\u201c Auch dabei ist der Cluster Industrielle Biotechnologie 2021 (CLIB2021), der bereits seit dem Beginn der Planung in drei der vier Arbeitsgruppen aktiv war. CLIB2021 repr\u00e4sentiert in BIC sieben kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen (KMU). Andere BIC-Partner aus Deutschland sind zum Beispiel Nordzucker, S\u00fcdzucker und die Gemeinschaft zur F\u00f6rderung der privaten deutschen Pflanzenz\u00fcchtung e.V. (GFP) \u2013 ein Zusammenschluss aus 60 Pflanzenz\u00fcchtern, zwei Drittel davon sind kleine und mittlere Unternehmen. Nun geht es darum, konkrete Projekte einzureichen. \u201eWir f\u00f6rdern Forschungsprogramme, Leuchtturmprojekte und Demonstrationsanlagen\u201c, so Westenbroek. Genau wie Deutschland m\u00fcsse Europa in der Vermarktung biobasierter Produkte gegen\u00fcber der internationalen Konkurrenz aufholen. Pr\u00e4gnant dr\u00fcckte es BMELV-Abteilungsleiter Neumann aus: \u201eWir m\u00fcssen dringend zusehen, dass unsere teuren Forschungsergebnisse sp\u00e4ter nicht nur anderen nutzen.\u201c<\/p>\n<p>Br\u00fccken in der biobasierten Wirtschaft zu bauen und einen Marktzugang f\u00fcr gr\u00fcne Produkte zu schaffen, das ist das Ziel des neuesten Projekts der EU-Kommission \u2013 eine milliardenschwere Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br&uuml;cken in der biobasierten Wirtschaft zu bauen und einen Marktzugang f&uuml;r gr&uuml;ne Produkte zu schaffe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[187,6286,3628,2317,5919,1963,326],"class_list":["post-17836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-clib2021","supplier-european-commission","supplier-ibb-netzwerk","supplier-nordzucker-ag","supplier-suedzucker-ag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17836\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17836"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=17836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}