{"id":177544,"date":"2026-06-09T07:29:00","date_gmt":"2026-06-09T05:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=177544"},"modified":"2026-06-03T13:02:43","modified_gmt":"2026-06-03T11:02:43","slug":"flachenplus-fur-kornerleguminosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/flachenplus-fur-kornerleguminosen\/","title":{"rendered":"Fl\u00e4chenplus f\u00fcr K\u00f6rnerleguminosen"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"672\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-1024x672.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177545\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-300x197.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-150x98.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-768x504.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-1536x1007.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048-400x262.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/06\/GDW_2622_2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anbaufl\u00e4chen in Deutschland f\u00fcr Futtererbsen und Ackerbohnen, 2026 gesch\u00e4tzt in ha \u00a9 Destatis<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>F\u00fcr die Ernte 2026 rechnet das Statistische Bundesamt mit einem kr\u00e4ftigen Fl\u00e4chenzuwachs bei K\u00f6rnerleguminosen. Der Anbau von Futtererbsen, Ackerbohnen und Sojabohnen ist in Deutschland sp\u00fcrbar ausgeweitet worden. F\u00fcr den EU-Sojaanbau bef\u00fcrchtet die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) einen massiven Kollateralschaden durch die von der EU-Kommission geplante Einstufung der Sojabohne als \u201ehigh-iLUC\u201c-Rohstoff. Die UFOP appelliert an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer und an die Mitglieder des EU-Parlamentes, den Entwurf der Delegierten Verordnung zu stoppen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcngsten Prognose des Statistischen Bundesamtes zu den Anbaufl\u00e4chen von K\u00f6rnerleguminosen zur Ernte 2026 zufolge d\u00fcrfte der Anbau von Futtererbsen in Deutschland auf rund 147.400 ha ausgeweitet worden sein, was einem Plus von 14 % gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht. Mit Ausnahme von Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt verzeichnen alle Bundesl\u00e4nder Zuw\u00e4chse. Die gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenausweitungen werden in Baden-W\u00fcrttemberg mit einem Anstieg von 40,7 % auf 3.800 ha sowie in Schleswig-Holstein und Bayern mit +18,8 % bzw. +18,4 % erwartet. Das fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig wichtigste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern kommt auf ein Plus von 7,6 %. Damit wird eine Erbsenfl\u00e4che von 36.700 ha erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Anbau von Ackerbohnen rechnet das Statistische Bundesamt ebenfalls mit einer deutlichen Fl\u00e4chenausdehnung. Die Anbaufl\u00e4che wird 2026 auf 70.300 ha gesch\u00e4tzt, was einem Zuwachs von 13,9 % gegen\u00fcber 2025 entspricht. Regional f\u00e4llt die Entwicklung jedoch uneinheitlich aus: W\u00e4hrend im Nordwesten \u00fcberwiegend Fl\u00e4chenzuw\u00e4chse zu verzeichnen sind, gehen die Anbaufl\u00e4chen in anderen Regionen teilweise zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Sojaanbau d\u00fcrfte in Deutschland 2026 merklich ausgeweitet worden sein. Es wird eine Anbaufl\u00e4che von rund 51.000 ha erwartet, was einem Zuwachs von 17,8 % gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht. Der Schwerpunkt bleibt dabei klar im S\u00fcden Deutschlands. Bayern meldet eine Fl\u00e4che von 24.100 ha (+5,7 %), Baden-W\u00fcrttemberg 7.700 ha (+4,1 %). Die gr\u00f6\u00dften prozentualen Zuw\u00e4chse werden in Ostdeutschland erwartet: In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Fl\u00e4che auf 1.600 ha verdoppelt (+100 %), in Sachsen-Anhalt wurde der Anbau um 87,9 % auf 6.200 ha zu und Sachsen um 36,8 % auf 2.600 ha ausgeweitet. Insgesamt werden in allen Bundesl\u00e4ndern Fl\u00e4chenzuw\u00e4chse erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) wertet den Anbautrend als Best\u00e4tigung, dass die Landwirtschaft die Kulturartenvielfalt in der Fruchtfolge zunehmend mit K\u00f6rnerleguminosen als luftstickstoffbindende Bl\u00fchpflanzen erweitert und damit neue Wertsch\u00f6pfungspotenziale im Ackerbau erschlie\u00dft. Voraussetzung f\u00fcr eine weitere positive Entwicklung sei jedoch, dass sich der Anbau f\u00fcr die Betriebe auch rechne. Die F\u00f6rderunion begr\u00fc\u00dft daher die sowohl von der EU-Kommission als auch vom Bundeslandwirtschaftsministerium angek\u00fcndigten Proteinstrategien, um den Anbau mit vielf\u00e4ltigen unternehmerischen Initiativen zu unterst\u00fctzen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Proteinversorgung zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf gro\u00dfes Unverst\u00e4ndnis st\u00f6\u00dft jedoch das Vorhaben der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, die Sojabohne weltweit als sogenannter \u201ehigh-iLUC\u201c-Rohstoff einzustufen. Dies k\u00f6nne die gew\u00fcnschte Anbauentwicklung in Europa geradezu torpedieren. Rat und Parlament seien daher gefordert, den Entwurf der Delegierten Verordnung zu stoppen. Aus Sicht der UFOP sei es geradezu absurd, dass der \u00d6lanteil von nur 20 Prozent in der Sojabohne \u00fcber die Einstufung als \u201ehigh-iLUC\u201c-Rohstoff im Falle der Zweckbestimmung \u201eBiokraftstoffherstellung\u201c bestimme. Damit werde auch der in der EU angebauten Sojabohne eine Wertsch\u00f6pfungsoption entzogen. Die Verordnung nehme auch den europ\u00e4ischen Sojaanbau f\u00fcr eine verfehlte internationale Urwaldschutzpolitik in Mithaftung. Die UFOP appelliert daher an Bundesminister Rainer, sich im Agrarministerrat der Initiative \u00d6sterreichs anzuschlie\u00dfen, um den Entwurf zu stoppen. Auch das Europ\u00e4ische Parlament werde aufgefordert, diesen regulatorischen Unsinn zu stoppen und stattdessen einen verursacherbezogenen Ansatz zu entwickeln, um der Urwaldrodung in S\u00fcdamerika wirksam zu begegnen, fordert die UFOP.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Ernte 2026 rechnet das Statistische Bundesamt mit einem kr\u00e4ftigen Fl\u00e4chenzuwachs bei K\u00f6rnerleguminosen. Der Anbau von Futtererbsen, Ackerbohnen und Sojabohnen ist in Deutschland sp\u00fcrbar ausgeweitet worden. F\u00fcr den EU-Sojaanbau bef\u00fcrchtet die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. 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