{"id":17677,"date":"2013-10-30T02:15:27","date_gmt":"2013-10-30T00:15:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=17677"},"modified":"2013-10-29T14:36:22","modified_gmt":"2013-10-29T12:36:22","slug":"heinrich-bussing-preis-2013-von-biokunststoff-bis-buchanalyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/heinrich-bussing-preis-2013-von-biokunststoff-bis-buchanalyse\/","title":{"rendered":"Heinrich-B\u00fcssing-Preis 2013: Von Biokunststoff bis Buchanalyse"},"content":{"rendered":"<p>Sichere M\u00fclllager, besserer Diesel, innovative Biokunststoffe und eine neue Analyseart gro\u00dfer Nachkriegsliteratur: Das sind die Forschungsthemen der ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Technischen Universit\u00e4t (TU) Braunschweig, die mit dem Heinrich-B\u00fcssing-Preis 2013 ausgezeichnet werden.<\/p>\n<p>Der Heinrich-B\u00fcssing-Preis wird j\u00e4hrlich von der \u201eStiftung zur F\u00f6rderung der Wissenschaften an der Carolo-Wilhelmina\u201c des Braunschweigischen Hochschulbundes verliehen. Die Preisverleihung findet am Montag, 28. Oktober 2013, um 18 Uhr in der Aula der TU Braunschweig, Haus der Wissenschaft, Pockelsstra\u00dfe 11, statt.<\/p>\n<p>Die Preistr\u00e4ger:<\/p>\n<p><strong>Dr.-Ing. Sonja Bente<\/strong><br \/>\nIn Deponien schlummern oft Schadstoffe und damit, vor allem in den Entwicklungsl\u00e4ndern, eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Umwelt. Die Ingenieurin Sonja Bente hat in ihrer Doktorarbeit ein Modell entwickelt, mit dem das Langzeitverhalten der Deponien eingesch\u00e4tzt werden kann. Dazu hat sie unter anderem mechanische, hydraulische und biochemische Prozesse in mathematische Gleichungen \u00fcbersetzt. Dass sich mit ihrem Modell auch langfristige Vorhersagen treffen lassen, konnte sie mit Computersimulationen schon zeigen.<\/p>\n<p>Thema der Dissertation: \u201eInteraction of Degradation, Deformation and Transport Processes in Municipal Solid Waste Landfills\u201c<\/p>\n<p>\u201eSonja Bente hat mit ihrer Dissertation einen wichtigen Betrag zur Umwelttechnik f\u00fcr ein sehr komplexes Problem geleistet\u201c, sagt Professor Dieter Dinkler, der die Doktorarbeit betreut hat.<\/p>\n<p>Zur Person: Sonja Bente hat an der TU Braunschweig Bauingenieurwesen studiert und anschlie\u00dfend als Projektingenieurin im B\u00fcro f\u00fcr Umwelt- und Verfahrenstechnik in Neum\u00fcnster gearbeitet. Seit 2010 ist sie bei der WTM Engineers GmbH in Hamburg t\u00e4tig.<\/p>\n<p><strong>Dr.-Ing. Stefanie Kind<\/strong><br \/>\nFossile Rohstoffe gehen zur Neige und damit auch wichtige Ausgangssubstanzen f\u00fcr Polymere, aus denen zum Beispiel Kunststoffe oder D\u00e4mmmaterialien entstehen. Die Ingenieurin Stefanie Kind hat in ihrer Dissertation ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit dem Bakterien f\u00fcr die Polymerproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen ma\u00dfgeschneidert werden k\u00f6nnen. Mit einem Modellbakterium, das etwa Holz oder Abfallprodukte der Zuckerindustrie in die Ausgangssubstanz f\u00fcr ein Biopolyamid umsetzt, ist ihr das bereits gelungen.<\/p>\n<p>Thema der Dissertation: \u201eSynthetic Metabolic Engineering of <em>Corynebacterium glutamicum<\/em> for Bio-based Production of 1,5-Diamino-pentane\u201c.<\/p>\n<p>\u201eZwei weltweite Patentanmeldungen und das starke Interesse der Industrie zeigen die Praxisrelevanz der Arbeit\u201c, sagt der Doktorvater Professor Christoph Wittmann. Und die Gutachter sind \u201eschlichtweg begeistert\u201c.<\/p>\n<p>Zur Person: Stefanie Kind war vier Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Bioverfahrenstechnik und blieb dort nach ihrer Promotion 2012 zun\u00e4chst als Postdoc und Projektleiterin. Seit Juli leitet sie die Abteilung Biosynthesis and Synthetic Biology bei Evocatal in Monheim am Rhein.<\/p>\n<p><strong>Dr. rer. nat. Jens Schaak<\/strong><br \/>\nWie m\u00fcssen Dieselkraftstoffe chemisch beschaffen sein, damit bei der Verbrennung m\u00f6glichst wenig sch\u00e4dliche Abgase entstehen? Dieser Frage ist Jens Schaak in seiner Promotion nachgegangen. Dazu hat er an Motor-Pr\u00fcfst\u00e4nden die Emissionen von \u00fcber 40 fossilen, synthetischen und Bio-Kraftstoffen unter verschiedenen Bedingungen untersucht und konnte einige besonders kritische Molek\u00fclbausteine entlarven.<\/p>\n<p>Thema der Dissertation: \u201eEmissionen aus der dieselmotorischen Verbrennung von Pflanzen\u00f6len und deren Estern sowie synthetischen Kraftstoffen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDie Arbeit von Jens Schaak liefert eine zugleich wissenschaftlich grundlegende und anwendungsorientierte Gesamtschau des Themas, die Ihresgleichen sucht\u201c, sagt der Betreuer der Doktorarbeit, Professor J\u00fcrgen Krahl von der Hochschule Coburg.<\/p>\n<p>Zur Person: Jens Schaak hat an der TU Braunschweig Chemie studiert. An der Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (heute: Th\u00fcnen-Institut) fertigte er seine Diplomarbeit an und blieb dort f\u00fcr weitere vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Vor gut zwei Jahren wechselte der Kraftstoffexperte zur Continental Automotive GmbH in Regensburg. Die Promotion an der TU Braunschweig schloss er im letzten Jahr ab.<\/p>\n<p><strong>Dr. phil. Christian Stein<\/strong><br \/>\nWenn es um B\u00fccher von Arno Schmidt geht, hatten Literaturwissenschaftler bisher vor allem die Interpretation von literarischen Verweisen im Visier. Christian Stein hat in seiner Doktorarbeit die Leitmotive aus Schmidts Werk erstmals einer Art Landkarte sinngebender Begriffe zugeordnet. Die Karte zeigt Verbindungen, zum Beispiel zwischen Literatur und Wissenschaft oder Alltag und Tod, und sie erm\u00f6glicht es, erweiterte Bez\u00fcge zu Philosophie und anderer Literatur zu schaffen.<\/p>\n<p>Thema der Dissertation: \u201ePrimat der Sprache \u2013 Leitmotivik und Topologie des Subjekts bei Arno Schmidt\u201c.<\/p>\n<p>\u201eChristian Steins Dissertation ist in der wissenschaftlichen Leistung, in Form und Dichte, aber auch in der Sprachkunst des Autors ein Meisterwerk\u201c, sagt Professor Renate Stauf, die die Doktorarbeit betreute.<\/p>\n<p>Zur Person: Christian Stein kennt sich mit B\u00fcchern ebenso gut aus wie mit Computern. An der TU Braunschweig studierte er Informatik, Linguistik und Literaturwissenschaften und betrieb nebenher eine eigene Softwarefirma. Von 2008 bis 2012 leitete er am Institut f\u00fcr Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik ein Team zum Thema Terminologieforschung. Heute arbeitet er als Postdoc an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t im Exzellenzcluster \u201eBild Wissen Gestaltung\u201c.<\/p>\n<p>Kontakt<br \/>\nSabine Stegner<br \/>\nBraunschweigischer Hochschulbund e.V.<br \/>\nTel.: 0531 391 4570<br \/>\nE-Mail: <a href=\"Mailto:s.stegner@tu-braunschweig.de\">s.stegner@tu-braunschweig.de<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.braunschweigischer-hochschulbund.de\">www.braunschweigischer-hochschulbund.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sichere M\u00fclllager, besserer Diesel, innovative Biokunststoffe und eine neue Analyseart gro\u00dfer Nachkriegsliteratur: Das sind die Forschungsthemen der ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Technischen Universit\u00e4t (TU) Braunschweig, die mit dem Heinrich-B\u00fcssing-Preis 2013 ausgezeichnet werden. Der Heinrich-B\u00fcssing-Preis wird j\u00e4hrlich von der \u201eStiftung zur F\u00f6rderung der Wissenschaften an der Carolo-Wilhelmina\u201c des Braunschweigischen Hochschulbundes verliehen. 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