{"id":17662,"date":"2013-10-29T08:38:42","date_gmt":"2013-10-29T06:38:42","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=17662"},"modified":"2013-10-29T08:39:22","modified_gmt":"2013-10-29T06:39:22","slug":"power-frauen-fur-frauen-power-mit-deutschem-umweltpreis-geehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/power-frauen-fur-frauen-power-mit-deutschem-umweltpreis-geehrt\/","title":{"rendered":"\u201cPower-Frauen\u201d f\u00fcr \u201cFrauen-Power\u201d mit Deutschem Umweltpreis geehrt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_17663\" aria-describedby=\"caption-attachment-17663\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-17663 \" alt=\"phpThumb\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/phpThumb.jpg\" width=\"280\" height=\"186\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17663\" class=\"wp-caption-text\">Die Tr\u00e4gerinnen des Deutschen Umweltpreises 2013 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt: Ursula Sladek (M.) und Carmen Hock-Heyl mit DBU-Generalsekret\u00e4r Dr. Heinrich Bottermann.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit Fachwissen und Hartn\u00e4ckigkeit von eigenen Ideen \u00fcberzeugt<br \/>\n<\/strong>Die \u201ePower-Frauen\u201c mit \u201eFrauen-Power\u201c h\u00e4tten in eigentlichen M\u00e4nnerdom\u00e4nen Mut, Engagement, Durchsetzungsverm\u00f6gen, Risikobereitschaft und Beharrlichkeit bewiesen, betonte Bottermann. Mit Fachwissen und Hartn\u00e4ckigkeit sei es ihnen gelungen, von der Dringlichkeit ihrer Ideen zu \u00fcberzeugen und \u00f6kologische Innovationsleistungen anzuschieben. Im Spannungsfeld zwischen \u00d6kologie und \u00d6konomie h\u00e4tten sie erfolgreich agiert und seien Vorbilder f\u00fcr andere.<\/p>\n<p><strong>Neuestes Produkt der Firma Hock vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar<br \/>\n<\/strong>So habe Carmen Hock-Heyl D\u00e4mmmatten f\u00fcr den Hausbau aus dem nachwachsenden Rohstoff Hanf am Markt etabliert, sich gegen viele Widerst\u00e4nde durchgesetzt und den gesamten Prozess von der Aussaat des Hanfs \u00fcber die Produktion der D\u00e4mmmatten bis zum Recycling neu aufgebaut. Seit 2006 seien \u201eThermo-Hanf\u201c-Produkte auf dem europ\u00e4ischen Markt. Mit \u201eThermo-Hanf Premium\u201c sei die Firma Hock als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen Marktf\u00fchrer f\u00fcr Naturfaserd\u00e4mmstoffe aus Hanf. Anstelle von Flammschutzmitteln auf chemischer Basis nutze die Firma Hock f\u00fcr alle Produkte nat\u00fcrlich vorkommende Alternativen wie Soda. Das neueste Produkt des Unternehmens, \u201eThermo-Hanf Plus\u201c, sei vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar und werde von der Firma beim Abriss eines Hauses kostenlos zur\u00fcckgenommen und m\u00f6glichst recycelt. Hock-Heyl zeige, dass nachhaltiger Klimaschutz mit nachwachsenden Rohstoffen in der Bau-Branche erfolgreich funktioniere.<\/p>\n<p><strong>Nach Tschernobyl f\u00fcr eine sichere und zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung eingesetzt<\/strong><br \/>\nDie Preistr\u00e4gerin Ursula Sladek habe sich nach dem Reaktorungl\u00fcck von Tschernobyl 1986 f\u00fcr eine sichere und zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung eingesetzt. Aus einer B\u00fcrgerinitiative heraus sei 1994 der \u00d6kostromanbieter EWS gegr\u00fcndet worden. Die \u201eStromrebellin\u201c habe sich mit ihren Mitstreitern und den EWS gegen die H\u00fcrden des damaligen Stromanbieters durchgesetzt und das Sch\u00f6nauer Stromnetz 1997 \u00fcbernommen, um Strom aus Atomenergie durch Strom aus erneuerbaren Energien zu ersetzen. Sladek habe gezeigt, dass die Beteiligung der B\u00fcrger wichtig f\u00fcr ein Umsteuern in der Energiepolitik und den Klimaschutz sei. Bereits 1999, ein Jahr nach der Liberalisierung des Strommarkts, h\u00e4tten sie und ihr Team in Sch\u00f6nau mit dem bundesweiten Stromvertrieb begonnen. Mit der Gr\u00fcndung der Genossenschaft Netzkauf EWS 2009 h\u00e4tten die EWS auch der \u00f6kologisch motivierten Genossenschaftsbewegung in Deutschland neuen Auftrieb gegeben, so Bottermann.<\/p>\n<p><strong>Katastrophe von Tschernobyl eingeschlagen \u201ewie eine Bombe\u201c<\/strong><br \/>\nDie Preistr\u00e4gerinnen selbst machten in w\u00e4hrend des Festaktes eingespielten Filmbeitr\u00e4gen deutlich, wie schwierig ihre Situation anfangs gewesen sei. Ursula Sladek unterstrich, dass sie urspr\u00fcnglich weder besonders politisch noch besonders \u00f6kologisch gewesen sei, sondern \u201eeinfach eine besorgte Mutter von f\u00fcnf Kindern\u201c, bei der die Atom-Katastrophe von Tschernobyl eingeschlagen sei \u201ewie eine Bombe\u201c. Ziel sei es gewesen, Sch\u00f6nau zu einer atomfreien Zone zu machen. Und da der lokale Stromversorger Atomkraftwerkbetreiber gewesen sei, h\u00e4tten sie und andere \u201eMut-B\u00fcrger\u201c aus einer B\u00fcrgerinitiative heraus ein eigenes Energieversorgungsunternehmen gr\u00fcnden wollen. Am Ende sei das gelungen \u2013 trotz massiver Attacken der Atomwirtschaft, f\u00fcr die nicht ihre Technik, sondern ihre Gegner der \u201eSt\u00f6rfall&#8221; gewesen seien.<\/p>\n<p><strong>Bedenken und Ignoranz weckten den Kampfgeist<br \/>\n<\/strong>Mit ihrem Ziel, H\u00e4user \u00f6kologisch mit einem nachwachsenden Rohstoff zu d\u00e4mmen, der beim Verarbeiten \u201enicht juckt und kratzt\u201c, gesundheitlich unbedenklich und recycelbar ist, sei auch sie anfangs nur bel\u00e4chelt worden, unterstrich Carmen Hock-Heyl. Doch genau das habe ihren Kampfgeist geweckt. Hanf habe viele \u00f6kologische Vorteile gegen\u00fcber anderen D\u00e4mmstoffen. Es speichere w\u00e4hrend des Wachstums sehr viel Kohlendioxid und gebe es auch nicht wieder frei, wenn es recycelt werde. Thermo-Hanf sei mit dem nat\u00fcrlich vorkommenden Soda impr\u00e4gniert, wodurch im Falle eines Brandes keine giftigen D\u00e4mpfe freigesetzt w\u00fcrden. Weil \u201eThermo-Hanf Plus\u201c vollst\u00e4ndig aus nachwachsenden Rohstoffen bestehe, k\u00f6nne es nach seiner Nutzung beim Hausabriss zur\u00fcckgenommen, aufbereitet und weiterverwendet werden \u2013 im Gegensatz zu synthetischen Konkurrenten. Ihre Vision sei, dass Naturbaustoffe an Bedeutung gewinnen und die Verbraucher ihre Vorurteile gegen sie abbauen. Ihr Produkt schone nicht nur Umwelt und Gesundheit, \u201esondern ist auch die Zukunft\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Fachwissen und Hartn\u00e4ckigkeit von eigenen Ideen \u00fcberzeugt Die \u201ePower-Frauen\u201c mit \u201eFrauen-Power\u201c h\u00e4tten in eigentlichen M\u00e4nnerdom\u00e4nen Mut, Engagement, Durchsetzungsverm\u00f6gen, Risikobereitschaft und Beharrlichkeit bewiesen, betonte Bottermann. Mit Fachwissen und Hartn\u00e4ckigkeit sei es ihnen gelungen, von der Dringlichkeit ihrer Ideen zu \u00fcberzeugen und \u00f6kologische Innovationsleistungen anzuschieben. 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