{"id":174747,"date":"2026-03-20T07:26:00","date_gmt":"2026-03-20T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=174747"},"modified":"2026-03-16T12:34:05","modified_gmt":"2026-03-16T11:34:05","slug":"kommission-schlagt-rechtsakt-zur-beschleunigten-dekarbonisierung-fur-eine-starkere-industrie-und-mehr-arbeitsplatze-in-europa-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kommission-schlagt-rechtsakt-zur-beschleunigten-dekarbonisierung-fur-eine-starkere-industrie-und-mehr-arbeitsplatze-in-europa-vor\/","title":{"rendered":"Kommission schl\u00e4gt Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung f\u00fcr eine st\u00e4rkere Industrie und mehr Arbeitspl\u00e4tze in Europa vor"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"799\" height=\"533\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-174769\" style=\"width:583px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794.jpg 799w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/P-069162_00-01_03-MED-225794-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 European Commission<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Heute hat die Europ\u00e4ische Kommission einen Legislativvorschlag angenommen, um die\u00a0Nachfrage nach CO<sub>2<\/sub>-armen in Europa hergestellten Technologien und Produkten zu steigern.\u00a0Der\u00a0Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie\u00a0bedeutet\u00a0einen Schub f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe, Wachstum f\u00fcr Unternehmen und mehr Arbeitspl\u00e4tze in der EU. Gleichzeitig wird damit die Einf\u00fchrung saubererer und zukunftsf\u00e4higer Technologien in der Industrie unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie werden die Empfehlungen des&nbsp;<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/draghi-report_en\">Draghi-Berichts<\/a>&nbsp;umgesetzt: So werden&nbsp;<strong>gezielte und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige \u201eMade in Europe\u201c-Anforderungen bzw. Anforderungen an die Klimafreundlichkeit bei der Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge und in \u00f6ffentlichen F\u00f6rderregelungen<\/strong>&nbsp;eingef\u00fchrt. Diese Anforderungen werden in ausgew\u00e4hlten strategischen Sektoren gelten, insbesondere f\u00fcr die Bereiche&nbsp;<strong>Stahl, Zement, Aluminium, Automobile und Netto-Null-Technologien<\/strong>. Damit entsteht ein Rahmen, der sich bei Bedarf auf weitere energieintensive Sektoren wie Chemikalien ausweiten l\u00e4sst.&nbsp;<strong>Europas Produktionskapazit\u00e4ten werden dadurch gest\u00e4rkt und die Nachfrage nach in Europa hergestellten sauberen Technologien und Produkten wird steigen<\/strong>. Der Rechtsakt verpflichtet die Mitgliedstaaten, ein einheitliches digitales Genehmigungsverfahren einzurichten, das darauf ausgelegt ist, Fertigungsprojekte zu beschleunigen und zu vereinfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\u00a0<strong>Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie<\/strong>\u00a0zielt darauf ab, die Wertsch\u00f6pfung in der EU zu steigern und unsere industrielle Basis zu st\u00e4rken, insbesondere angesichts des zunehmenden unlauteren globalen Wettbewerbs und der immer gr\u00f6\u00dferen Abh\u00e4ngigkeit von Lieferanten aus Drittl\u00e4ndern in strategischen Sektoren. Es handelt sich daher um eine langfristige Strategie f\u00fcr Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Sicherheit. Im Jahr 2024 machte das verarbeitende Gewerbe 14,3% des BIP der EU aus, worauf seine entscheidende Bedeutung f\u00fcr die wirtschaftliche Widerstandsf\u00e4higkeit, den Innovationszyklus und das soziale Gef\u00fcge Europas beruht.\u00a0<strong>In dem Rechtsakt ist das Ziel verankert, den Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP der EU bis 2035 auf 20% zu erh\u00f6hen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ist die EU nach wie vor&nbsp;<strong>einer der offensten M\u00e4rkte der Welt und bekennt sich zu dieser Offenheit, um sie als wichtige Quelle wirtschaftlicher St\u00e4rke und Widerstandsf\u00e4higkeit aufrechtzuerhalten<\/strong>. Mit dem Vorschlag wird die Gegenseitigkeit bei der Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge in gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df gef\u00f6rdert: L\u00e4nder, die EU-Unternehmen Zugang zu ihren M\u00e4rkten gew\u00e4hren, kommen in den Genuss der Gleichbehandlung, wie im Draghi-Bericht empfohlen. Wenn zwischen Partnern und der Union ein \u00dcbereinkommen zur Schaffung einer Freihandelszone oder einer Zollunion besteht oder die Partner Vertragsparteien des \u00dcbereinkommens \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen sind und einschl\u00e4gige Verpflichtungen der Union Teil des jeweiligen \u00dcbereinkommens sind, sollen ihre Waren gleich behandelt werden wie Waren mit Ursprung in der Union. Bei anderen \u00f6ffentlichen Interventionen, insbesondere \u00f6ffentlichen Regelungen und Auktionen, kann sich der Geltungsbereich des Rechtsakts zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie auf Partner erstrecken, wenn sie ein Freihandelsabkommen oder eine Zollunion mit der EU geschlossen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Offenheit f\u00fcr ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen bleibt mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie bestehen; f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Investitionen von \u00fcber 100\u00a0Mio.\u00a0EUR in strategischen Sektoren werden damit Bedingungen f\u00fcr den Fall festgelegt, dass ein einziges Drittland \u00fcber mehr als 40% der weltweiten Produktionskapazit\u00e4ten verf\u00fcgt. Solche\u00a0<strong>Investitionen m\u00fcssen hochwertige Arbeitspl\u00e4tze schaffen, Innovation und Wachstum f\u00f6rdern und realen Wert in der EU erzeugen<\/strong>, und zwar durch Technologie- und Wissenstransfer und im Einklang mit Local-Content-Vorschriften. Bei diesen Investitionen muss zudem gew\u00e4hrleistet werden, dass\u00a0<strong>mindestens 50% der damit verbundenen Besch\u00e4ftigung in Europa erfolgt, und neben Investoren auch Unternehmen und Menschen vom Zugang zum Binnenmarkt profitieren<\/strong>. Auf diese Weise st\u00e4rkt der Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie die\u00a0<strong>wirtschaftliche Sicherheit der EU und die Widerstandsf\u00e4higkeit der Lieferketten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie kommen die St\u00e4rken des Binnenmarkts zur Geltung:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterst\u00fctzung von Leitm\u00e4rkten f\u00fcr \u201eMade in EU\u201c- und CO<sub>2<\/sub>-arme Produkte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie werden das Prinzip \u201eMade in EU\u201c und die Bevorzugung CO<sub>2<\/sub>-armer L\u00f6sungen bei der Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge und bei \u00f6ffentlichen F\u00f6rderprogrammen eingef\u00fchrt, um die Nachfrage nach europ\u00e4ischen Industrieprodukten von Zement und Aluminium bis hin zu Netto-Null-Technologien wie Batterien, Solarenergie, Windkraft, W\u00e4rmepumpen und Kernenergie zu steigern. In Bezug auf Stahl sind in dem Gesetz Vorschl\u00e4ge zur Bevorzugung spezifischer CO<sub>2<\/sub>-armer L\u00f6sungen enthalten, um eine Marktnachfrage zu schaffen. Diese Ma\u00dfnahme wird Gewissheit und Planbarkeit f\u00fcr Investoren schaffen und so die Innovation f\u00f6rdern und sauberen Stahl zu einem integralen Bestandteil der industriellen Zukunft der EU machen. Der strategische Einsatz \u00f6ffentlicher Mittel beg\u00fcnstigt Investitionen in der EU zus\u00e4tzlich, was wiederum den Zugang zu klimafreundlichen Produkten verbessert und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit aufrecht erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wert f\u00fcr die EU durch ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die EU bleibt eines der attraktivsten Ziele f\u00fcr ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen (ADI) mit fast einem Viertel der weltweiten ADI im Jahr 2024. ADI sollen die Lieferketten der EU st\u00e4rken, den Technologietransfer f\u00f6rdern und zu hochwertigen Arbeitspl\u00e4tzen beitragen, deshalb werden mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie Bedingungen f\u00fcr Investitionen von \u00fcber 100&nbsp;Mio.&nbsp;EUR in entstehenden Sektoren wie Batterien, Elektrofahrzeuge, Photovoltaik und kritische Rohstoffe eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Genehmigungsverfahren vereinfachen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Vereinfachungsagenda der Kommission werden mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie die Genehmigungsverfahren f\u00fcr Industrieprojekte gestrafft und digitalisiert. Dazu geh\u00f6ren die Einf\u00fchrung einer zentralen digitalen Anlaufstelle mit klaren Fristen sowie der Grundsatz der stillschweigenden Genehmigung auf den Etappen des Genehmigungsverfahrens f\u00fcr energieintensive Projekte zur Dekarbonisierung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Schub f\u00fcr nachhaltige Fertigung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie werden Beschleunigungsgebiete f\u00fcr die Dekarbonisierung eingef\u00fchrt, die Industriesymbiosen erm\u00f6glichen und dazu anregen sollen, Projektcluster f\u00fcr saubere Fertigung einzurichten. Solche Cluster werden Investitionen in unabdingbare Energieinfrastrukturen erleichtern und gebietsweite Genehmigungen f\u00f6rdern. Bei Projekten in diesen Gebieten werden zusammen mit Investoren Profile erstellt und die Entwicklung der erforderlichen Kompetenzen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>N\u00e4chste Schritte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bevor die vorgeschlagene Verordnung erlassen wird und in Kraft tritt, wird sie vom Europ\u00e4ischen Parlament und vom Rat der Europ\u00e4ischen Union er\u00f6rtert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bei dieser Initiative handelt es sich um einen Vorschlag f\u00fcr eine Verordnung. Sie wurde im\u00a0<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/clean-industrial-deal_en\">Deal f\u00fcr eine saubere Industrie<\/a>\u00a0und in der\u00a0<a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:52025JC0977\">gemeinsamen Mitteilung \u00fcber die St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Sicherheit der EU<\/a>\u00a0angek\u00fcndigt. Mit ihr werden zudem die Empfehlungen aus dem\u00a0<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/draghi-report_en\">Draghi-Bericht<\/a> umgesetzt, indem durch die Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge und F\u00f6rderprogramme in der EU eine Nachfrage nach sauberen und in der EU hergestellten Produkten und Schl\u00fcsseltechnologien geschaffen wird.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:17px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/single-market-economy.ec.europa.eu\/publications\/industrial-accelerator-act_en\">Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/qanda_26_516\">Fragen und Antworten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/single-market-economy.ec.europa.eu\/document\/download\/9c7fa301-c4cf-4600-8c00-34243ee26e45_en\">Informationsblatt<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:16px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nav2\">Zitat<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/api\/image\/content\/stephane-sejourne-cards-author-nms-120x120.png\" alt=\"St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9, Exekutiv-Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Wohlstand und Industriestrategie\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Heute vollziehen wir einen wichtigen Schritt bei der Erneuerung der europ\u00e4ischen Wirtschaftsstrategie, damit die Union im 21.\u00a0Jahrhundert bestehen kann, und folgen so dem Draghi-Bericht. Angesichts beispielloser globaler Unsicherheit und unlauteren Wettbewerbs kann die europ\u00e4ische Industrie darauf z\u00e4hlen, dass die Bestimmungen dieses Rechtsakts die Nachfrage st\u00e4rken und widerstandsf\u00e4hige Lieferketten in strategischen Sektoren gew\u00e4hrleisten werden. Durch diesen Rechtsakt werden Arbeitspl\u00e4tze entstehen, da Steuergelder der europ\u00e4ischen Produktion zugutekommen, unsere Abh\u00e4ngigkeiten abgebaut und unsere wirtschaftliche Sicherheit und Souver\u00e4nit\u00e4t gest\u00e4rkt werden.\u00a0&#8211; <strong>St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9, Exekutiv-Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Wohlstand und Industriestrategie.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute hat die Europ\u00e4ische Kommission einen Legislativvorschlag angenommen, um die\u00a0Nachfrage nach CO2-armen in Europa hergestellten Technologien und Produkten zu steigern.\u00a0Der\u00a0Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie\u00a0bedeutet\u00a0einen Schub f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe, Wachstum f\u00fcr Unternehmen und mehr Arbeitspl\u00e4tze in der EU. Gleichzeitig wird damit die Einf\u00fchrung saubererer und zukunftsf\u00e4higer Technologien in der Industrie unterst\u00fctzt. 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