{"id":174132,"date":"2026-03-06T07:26:00","date_gmt":"2026-03-06T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=174132"},"modified":"2026-03-02T12:29:26","modified_gmt":"2026-03-02T11:29:26","slug":"beton-aus-der-asche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/beton-aus-der-asche\/","title":{"rendered":"Beton aus der Asche"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-1024x576.webp\" alt=\"Hausm\u00fcllverbrennungsasche \" class=\"wp-image-174174\" style=\"width:683px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-1536x864.webp 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z3_d6f09f-1.webp 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hausm\u00fcllverbrennungsasche \u00a9 refer GmbH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wenn Hausm\u00fcllverbrennungsasche auf CO<sub>2<\/sub> trifft, k\u00f6nnte ein neuer Rohstoff f\u00fcr die Baubranche entstehen. Ein interdisziplin\u00e4res Konsortium unter Beteiligung der TH K\u00f6ln untersucht daher ein neues Verfahren, um Kohlendioxid dauerhaft zu binden. Das Endprodukt soll als Ersatzbaustoff im Stra\u00dfenbau oder in der Betonherstellung verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr fallen in Deutschland rund sechs Millionen Tonnen Rostasche aus der Verbrennung von Siedlungsabf\u00e4llen an. Diese werden in spezialisierten Aufbereitungsanlagen behandelt, um Metalle zur\u00fcckzugewinnen und durch gezielte Sieb- und Sortierschritte zu einer gereinigten Fertigasche zu verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie darin enthaltenen mineralischen Anteile sind in der Lage, CO<sub>2<\/sub> aufzunehmen und dauerhaft zu binden \u2013 die sogenannte Karbonatisierung. Wir m\u00f6chten in unserem Projekt ein praxisnahes Karbonatisierungsverfahren entwickeln und pr\u00fcfen, ob sich unser Endprodukt zum Einsatz im Stra\u00dfenbau oder bei der Betonherstellung eignet\u201c, erl\u00e4utert <strong>Prof. Dr. Bj\u00f6rn Siebert vom Institut f\u00fcr Baustoffe, Geotechnik, Verkehr und Wasser der TH K\u00f6ln.<\/strong><a href=\"https:\/\/www.th-koeln.de\/mam\/bilder\/hochschule\/aktuelles\/pm\/2026\/web_hausmuellverbrennungsasche.jpg\"><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a class=\"caroufredsel\" href=\"https:\/\/www.th-koeln.de\/hochschule\/beton-aus-der-asche_133902.php#gallery_item_16_0_0\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.th-koeln.de\/mam\/bilder\/hochschule\/aktuelles\/pm\/2026\/letterbox_705_397_ffffff_bbfbbc41f42717b4024dc3ca147dcd97_web_aufbereitungsanlage.jpg\" alt=\"Anlage f\u00fcr die Aufbereitung von Rostaschen am Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anlage f\u00fcr die Aufbereitung von Rostaschen am Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar \u00a9 refer GmbH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verschiedene Ans\u00e4tze in der Versuchsanlage<\/h3>\n\n\n\n<p>Dazu soll eine technische Versuchsanlage entstehen, die von den beiden wissenschaftlichen Projektpartnern TH K\u00f6ln und RWTH Aachen am Entsorgungszentrum Leppe aufgebaut wird. Dieses wird vom Konsortialf\u00fchrer, dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV), in der N\u00e4he von Lindlar betrieben. Als Industriepartnerin stellt die refer GmbH das Ausgangsmaterial, aufbereitete Hausm\u00fcllverbrennungsaschen aus ihrer Rostascheaufbereitungsanlage, zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zentrale technische Frage lautet, mit welcher Methode das CO<sub>2<\/sub> am effizientesten in der Asche gebunden werden kann. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir verfolgen zwei Ans\u00e4tze, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile haben: Die Nasskarbonatisierung unter Wasser erm\u00f6glicht die Aufnahme von mehr Kohlendioxid, ben\u00f6tigt aber Energie f\u00fcr die anschlie\u00dfende Trocknung. Bei der feuchten Karbonatisierung mit wenig Feuchtigkeit bildet sich auf der Oberfl\u00e4che der Asche eine relativ dichte, karbonisierte Schicht, sodass weniger CO<sub>2<\/sub> gespeichert wird, da es nicht ins Innere eindringen kann\u201c, so <strong>Prof. Dr. Axel Wellendorf vom Institut f\u00fcr Allgemeinen Maschinenbau der TH K\u00f6ln<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einsatz im Stra\u00dfenbau oder in der Betonproduktion<\/h3>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst testen die Partner unterschiedliche Karbonatisierungsverfahren und bauen daf\u00fcr eine flexible, praxisnahe Versuchsanlage auf, mit der sich die Prozesse unter m\u00f6glichst realistischen Bedingungen einstellen und vergleichen lassen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Anschlie\u00dfend r\u00fcckt die Anwendung des gewonnenen Materials in den Fokus: \u201eUnser Ziel ist es, Rohstoffe zu substituieren, die sonst unter gro\u00dfem Energieeinsatz gewonnen werden. In ungebundener Form k\u00f6nnte unsere karbonatisierte Asche zum Beispiel Kies oder Sand im Stra\u00dfenbau oder bei Erdbauma\u00dfnahmen ersetzen\u201c, sagt <strong>Siebert<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Parallel pr\u00fcfen die Forschenden das Potenzial f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-intensive Betonherstellung. Hier k\u00f6nnte die Asche als Bindemittel wirken. Voraussetzung f\u00fcr diesen Einsatzzweck ist eine definierte, gleichbleibende Materialqualit\u00e4t. Daher werden im Projekt auch Versuche zur weiteren Aufbereitung oder sortenreinen Zerkleinerung durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-1024x576.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-174173\" style=\"width:712px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-300x169.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-150x84.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-768x432.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871-400x225.jpeg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/03\/Z1_fad871.jpeg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verschiedene Probenk\u00f6rper \u00a9 refer GmbH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWenn es uns gelingt, karbonatisierte Asche zur Verf\u00fcgung zu stellen, die den entsprechenden Normen und Umweltanforderungen entspricht, w\u00e4re dies ein wichtiger Schritt f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft und den Klimaschutz\u201c, betont <strong>Wellendorf.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber das Projekt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Vorhaben KARMA (Karbonatisierung von M\u00fcllverbrennungsaschen) konnte sich im F\u00f6rderwettbewerb \u201eCCU-Modellregionen NRW\u201c des Ministeriums f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie durchsetzen und erh\u00e4lt bis Mitte 2028 gut eine Million Euro. Unter CCU versteht man Carbon Capture and Utilization, also die Abscheidung und Nutzung von CO\u2082.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Hausm\u00fcllverbrennungsasche auf CO2 trifft, k\u00f6nnte ein neuer Rohstoff f\u00fcr die Baubranche entstehen. Ein interdisziplin\u00e4res Konsortium unter Beteiligung der TH K\u00f6ln untersucht daher ein neues Verfahren, um Kohlendioxid dauerhaft zu binden. Das Endprodukt soll als Ersatzbaustoff im Stra\u00dfenbau oder in der Betonherstellung verwendet werden. 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