{"id":174051,"date":"2026-03-05T07:26:00","date_gmt":"2026-03-05T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=174051"},"modified":"2026-02-27T16:31:19","modified_gmt":"2026-02-27T15:31:19","slug":"ticker-textilrecycling-neue-technologien-und-marktdaten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ticker-textilrecycling-neue-technologien-und-marktdaten-2\/","title":{"rendered":"Ticker Textilrecycling: Neue Technologien und Marktdaten"},"content":{"rendered":"\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Wichtigste kompakt<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Marktvolumen<\/strong>:\u00a0Die weltweite Faserproduktion erreichte 2022 rund 116 Mio. t \u2013 davon sind 64 % synthetisch (Kunststoffe).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Recyclingl\u00fccke<\/strong>:\u00a0In der EU fallen j\u00e4hrlich bis zu 7,5 Mio. t Textilabfall an, doch weniger als ein Prozent durchl\u00e4uft ein Faser-zu-Faser-Recycling.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Investitionsbedarf<\/strong>:\u00a0Laut McKinsey sind bis 2030 Investitionen von 6 bis 7 Mrd. EUR n\u00f6tig, um die Kreislaufwirtschaft zu skalieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-1024x576.webp\" alt=\"Zirkul\u00e4re Textilwirtschaft: Innovative Recyclingtechnologien sollen die enorme L\u00fccke bei der Verwertung von Textilabf\u00e4llen schlie\u00dfen und Abh\u00e4ngigkeiten von fossilen Rohstoffen reduzieren\" class=\"wp-image-174087\" style=\"width:708px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilien_recycling_materialien_ki.jpeg.webp 1376w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zirkul\u00e4re Textilwirtschaft: Innovative Recyclingtechnologien sollen die enorme L\u00fccke bei der Verwertung von Textilabf\u00e4llen schlie\u00dfen und Abh\u00e4ngigkeiten von fossilen Rohstoffen reduzieren. \u00a9 K-ZEITUNG\/KI-generiert<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Textilindustrie wandelt sich von einer linearen Wirtschaft hin zum Kreislauf \u2013 ein Prozess, der direkte Auswirkungen auf die Kunststoffbranche hat. Der Grund liegt in den Rohstoffen: Laut dem &#8220;Materials Market Report&#8221; von Textile Exchange&nbsp;<sup>[<\/sup><sup><a href=\"https:\/\/textileexchange.org\/knowledge-center\/reports\/materials-market-report-2023\/\">1<\/a><\/sup><sup>]&nbsp;<\/sup>erreichte die globale Faserproduktion 2022 ein Rekordhoch von 116 Mio. t. F\u00fcr Recycler und Anlagenbauer ist dabei entscheidend, dass synthetische Fasern inzwischen 64 % dieser Menge ausmachen. Allein Polyester (PET) dominiert mit einem Marktanteil von 54 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier liegt ein massives Rohstoffpotenzial brach. Eine Analyse von McKinsey&nbsp;<sup>[<\/sup><sup><a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/industries\/retail\/our-insights\/scaling-textile-recycling-in-europe-turning-waste-into-value\">2<\/a><\/sup><sup>]<\/sup>&nbsp;zeigt das aktuelle Missverh\u00e4ltnis: In der EU fallen pro Jahr 7 bis 7,5 Mio. t Textilabfall an. Weniger als ein Prozent davon gelangt derzeit zur\u00fcck in einen geschlossenen Faser-zu-Faser-Kreislauf (Fiber-to-Fiber). Stattdessen enden \u00fcber 65 % der Abf\u00e4lle auf Deponien oder in der thermischen Verwertung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technik und Investitionen als Treiber<\/h3>\n\n\n\n<p>Um dieses Potenzial zu heben, prognostiziert McKinsey bis 2030 einen Investitionsbedarf von 6 bis 7 Mrd. EUR. Ziel ist eine Industrie, die profitabel 1,7 bis 2,6 Mio. t Rezyklate j\u00e4hrlich liefert. Die technischen Herausforderungen sind dabei konkret:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sortierung<\/strong>:\u00a0Mischgewebe wie Polycotton verlangen nach pr\u00e4ziser NIR-Technik (Nahinfrarot), um Stoffstr\u00f6me sortenrein zu trennen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Aufbereitung<\/strong>:\u00a0Wo mechanisches Recycling an Grenzen st\u00f6\u00dft (Faserverk\u00fcrzung), m\u00fcssen chemische Verfahren wie Depolymerisation oder Solvolyse industriell skalieren, um PET-Qualit\u00e4ten auf Neuware-Niveau zu erzeugen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber diesen Ticker<\/h3>\n\n\n\n<p>Dieser Ticker b\u00fcndelt aktuelle Entwicklungen zum Thema Textilrecycling. Wir liefern Ihnen fortlaufend Daten zu neuen Anlagenkapazit\u00e4ten, Updates zu chemischen und mechanischen Verfahren sowie Informationen zur EU-Regulatorik, die den Markt f\u00fcr Rezyklate neu ordnet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 26.02.2026:&nbsp;Cirtex-Community startet mit zehn Projekten in textile Kreislaufwirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Datipilot\u2011Innovationscommunity Circular Textiles (Cirtex) hat sich am 10. und 11. Februar in Augsburg erstmals mit allen zehn laufenden und geplanten Projekten zu einem gemeinsamen Kick-off getroffen. Ziel des zweit\u00e4gigen Treffens war es, Forschung, Infrastruktur und Kommunikation \u00fcber Projektgrenzen hinweg zu vernetzen, um die textile Kreislaufwirtschaft in Deutschland strategisch voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus standen Synergien bei Daten, Methoden, Technologieentwicklung sowie Wissenstransfer. Die Bandbreite der Projekte reicht von der Optimierung von Altkleider\u2011Containern \u00fcber Design4Recycling und recyclingf\u00e4hige Elastane bis hin zu neuen Kreisl\u00e4ufen f\u00fcr technische Textilien wie Flugzeugsitze. Auch Konsumentenverhalten, Second-Hand-Reuse, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeitssimulationen werden erforscht. Die TH Augsburg und das ITA Augsburg sind an f\u00fcnf Projekten beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Cirtex-Sprecher Prof. Stefan Schlichter betonte die Bedeutung des gemeinsamen Auftakts: Bereits beim ersten Treffen sei eine vertrauensvolle Basis f\u00fcr eine effiziente Zusammenarbeit geschaffen worden \u2013 ein zentraler Erfolgsfaktor f\u00fcr wirkungsvollen Transfer in Richtung textilem Kreislauf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 04.02.2026:&nbsp; TU Berlin startet EU\u2011Projekt f\u00fcr nachhaltige Heimtextilien und Schuhe<\/h3>\n\n\n\n<p>Die TU Berlin koordiniert das neue EU\u2011Forschungsprojekt STEPH , das mit vier Millionen Euro aus \u201eHorizon Europe\u201c gef\u00f6rdert wird. Ziel des Projekts ist es, Heimtextilien und Schuhe nachhaltiger und kreislauff\u00e4higer zu gestalten. Unter der Leitung von Dr. Luana Ladu entwickelt ein europaweites Konsortium aus 15 Partnern neue \u00d6kodesign\u2011Parameter, Testmethoden und digitale L\u00f6sungen, um die EU\u2011Verordnung f\u00fcr nachhaltige Produkte (ESPR) praktisch umsetzbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus stehen vor allem Herausforderungen wie Materialmischungen, komplexe Belastungen im Alltag sowie schwer recycelbare Schuhkonstruktionen. Mindestens 20 \u00d6kodesign\u2011Parameter und 10 Testmethoden sollen geschaffen und mit \u00fcber 800 Unternehmen, Marktbeh\u00f6rden und rund 3.000 Stakeholdern erprobt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel beteiligt sich die TU Berlin auch am EU\u2011Projekt CIRCONOMY, das Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen soll, Leistungen der Kreislaufwirtschaft besser zu messen. Beide Projekte erg\u00e4nzen sich und liefern Grundlagen f\u00fcr zuk\u00fcnftige EU\u2011\u00d6kodesign\u2011Regulierungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 04.02.2026: Nachhaltige Textilproduktion in Europa<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Projekt \u201eEco\u2011Shoring\u201c, das einen grundlegenden Wandel in der Modeindustrie ansto\u00dfen soll. Ziel ist eine regionale, bedarfsgerechte Produktion von Kleidung in Europa \u2013 unterst\u00fctzt durch digitale Technologien wie virtuelle Avatare, ma\u00dfgenaue Online\u2011Anproben und voll digitale Produktionsprozesse. Damit sollen Retouren reduziert, Ressourcen geschont und Transportwege verk\u00fcrzt werden<\/p>\n\n\n\n<p>.Das Konsortium aus Assyst (Aschheim) und den Deutschen Instituten f\u00fcr Textil\u2011 und Faserforschung (DITF) (Denkendorf) entwickelte daf\u00fcr eine digitale Demonstrator-Plattform, die \u00d6kobilanzierung, Produktentwicklung und Nachhaltigkeitssimulationen verbindet. Die Modelle zeigen: Durch regionale Produktion, \u00d6kostrom, geringere \u00dcberproduktion und l\u00e4ngere Nutzungsdauer k\u00f6nnten bis zu 98\u202f% CO<sub>2<\/sub>&nbsp;gegen\u00fcber Fast Fashion eingespart werden. Schon 10\u202f% Eco\u2011Shoring\u2011Anteil am deutschen Markt w\u00fcrden mehr als zwei Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>&nbsp;j\u00e4hrlich vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die DBU unterst\u00fctzte die Projekte mit rund 920.000 EUR. Die Ergebnisse sollen Unternehmen dabei helfen, nachhaltige und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Textileketten in Europa aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 04.02.2026:&nbsp; Startschuss f\u00fcr die Textilfabrik 7.0 in M\u00f6nchengladbach<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Institut f\u00fcr Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen und mehrere Partner haben den F\u00f6rderbescheid f\u00fcr die Initiative \u201eTextilfabrik 7.0\u201c erhalten. Ziel ist der Aufbau eines Technologie- und Entwicklungszentrums in M\u00f6nchengladbach \u2013 gedacht als vernetzter, emissionsfreier Industriepark der Zukunft. Die T7\u2011Factory vereint Energieeffizienz, KI\/Robotik und Biotechnologie in einem einzigen funktionalen Textil\u2011Reallabor, in dem Industrie und Forschung eng zusammenarbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Projekt soll die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Attraktivit\u00e4t regionaler Textilproduktion nachhaltig gest\u00e4rkt werden. Die T7\u2011Factory soll neue Arbeitspl\u00e4tze schaffen und zugleich die textile Forschung in NRW weiter ausbauen. Beim Kick\u2011off am 19. M\u00e4rz 2026 werden Unternehmen gemeinsam zu Themen wie On\u2011Demand\u2011Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere arbeiten. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"668\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilfabrik-industriepark-textilindustrie-moenchengladbach.png.webp\" alt=\"Textilfabrik 7.0 \u2013 Vision eines vernetzten, emissionsfreien Industrieparks der Zukunft f\u00fcr die Stadt M\u00f6nchengladbach\" class=\"wp-image-174086\" style=\"width:626px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilfabrik-industriepark-textilindustrie-moenchengladbach.png.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilfabrik-industriepark-textilindustrie-moenchengladbach.png-300x264.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilfabrik-industriepark-textilindustrie-moenchengladbach.png-150x132.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/textilfabrik-industriepark-textilindustrie-moenchengladbach.png-307x270.webp 307w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Textilfabrik 7.0 \u2013 Vision eines vernetzten, emissionsfreien Industrieparks der Zukunft f\u00fcr die Stadt M\u00f6nchengladbach \u00a9 Institut f\u00fcr Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 20.01.2026: Startup&nbsp;Crcl schlie\u00dft Seed-Finanzierung ab<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Startup Crcl hat eine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich beendet und erreicht damit eine Unternehmensbewertung von zehn Millionen Euro. Das junge Unternehmen konzentriert sich auf die stoffliche Verwertung von Mischfasern aus Altkleidern, die bislang als schwer recycelbar galten. Aus dem Prozess resultiert der Werkstoff \u201eApatura\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Geplante Einsatzgebiete f\u00fcr das Material liegen in der Automobilindustrie, im M\u00f6belbau sowie im Gartenbau. Das eingeworbene Kapital dient der Skalierung der Anlagen und dem Ausbau industrieller Kapazit\u00e4ten. Als Business Angel begleitet Thomas Kyriakis, ehemaliger CEO von Prezero, den Hochlauf der Produktion. Crcl sucht nun verst\u00e4rkt den Schulterschluss mit strategischen Industriepartnern zur Nutzung der Rezyklate.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 13.01.2026 EPR-System: Textilindustrie lehnt \u201eZahlstellen\u201c-Rolle im VKU-Modell ab<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Gesamtverband Textil+Mode \u00fcbt scharfe Kritik an einem Gutachten des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zur Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung. Der Industrieverband warnt davor, Hersteller zu reinen Finanzierern eines kommunalen Entsorgungsmonopols zu degradieren, ohne ihnen Steuerungsrechte f\u00fcr eine funktionierende Kreislaufwirtschaft einzur\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem biete das VKU-Konzept keine L\u00f6sung f\u00fcr die Haftung bei Importen von Ultra-Fast-Fashion aus Drittstaaten. Als Gegenentwurf schl\u00e4gt die Industrie die Einrichtung einer \u201eGemeinsamen Herstellerstelle\u201c (GHS) vor. Diese unabh\u00e4ngige Organisation soll zentrale Aufgaben wie Registrierung, Markt\u00fcberwachung und Mengenclearing \u00fcbernehmen, um ein effizientes, privatwirtschaftliches System zu gew\u00e4hrleisten.<em>&nbsp;(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/textil-mode.de\/de\/newsroom\/pressemitteilungen\/gesamtverband-textilmode-vku-gutachten-zur-erweiterten-herstellerver\/\">Textil+Mode<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 13.01.2026: Marwin Gedenk f\u00fchrt BVSE-Fachverband Textilrecycling<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"397\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/bvse_vorstand_textilrecycling_gedenk.jpeg.webp\" alt=\"Marwin Gedenk \u00fcbernimmt kommissarisch Vorsitz des FTR. (v.l.) BVSE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Eric Rehbock, Marwin Gedenk, Fachreferent Thomas Fischer.\" class=\"wp-image-174085\" style=\"width:682px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/bvse_vorstand_textilrecycling_gedenk.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/bvse_vorstand_textilrecycling_gedenk.jpeg-300x157.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/bvse_vorstand_textilrecycling_gedenk.jpeg-150x78.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/bvse_vorstand_textilrecycling_gedenk.jpeg-400x209.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marwin Gedenk \u00fcbernimmt kommissarisch Vorsitz des FTR. (v.l.) BVSE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Eric Rehbock, Marwin Gedenk, Fachreferent Thomas Fischer. \u00a9 BVSE<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wechsel an der Spitze des BVSE-Fachverbands Textilrecycling (FTR): Marwin Gedenk \u00fcbernimmt kommissarisch den Vorsitz von Stefan Voigt, der nach f\u00fcnf Jahren aus beruflichen Gr\u00fcnden zur\u00fccktritt. Gedenk, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Essener L.G.R. Lothar Gedenk Recycling, tritt das Amt in einer turbulenten Marktphase an. Angesichts massiver Erl\u00f6sr\u00fcckg\u00e4nge und Insolvenzen in der Sortierbranche k\u00fcndigte er an, den Fokus auf die \u00dcberbr\u00fcckung von Finanzierungsl\u00fccken bis zur Einf\u00fchrung der EU-Herstellerverantwortung (EPR) zu legen.&nbsp;<em>(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.bvse.de\/gut-informiert-textil-recycling\/pressemitteilungen-textilrecycling\/12466-wechsel-in-der-spitze-des-bvse-fachverbands-textilrecycling.html\">BVSE<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 22.12.2025:&nbsp;Textil-Kreislaufwirtschaft: TITK er\u00f6ffnet Forschungszentrum \u201eDice\u201c in Rudolstadt<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:18px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"506\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/titk_textil_kreislaufwirtschaft_einweihung_innovationszentrum_d.jpeg.webp\" alt=\"Dice-Einweihung: TITK-Direktor Benjamin Redlingsh\u00f6fer und Ministerpr\u00e4sident Mario Voigt und weitere G\u00e4ste er\u00f6ffnen das Dice.\" class=\"wp-image-174084\" style=\"width:705px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/titk_textil_kreislaufwirtschaft_einweihung_innovationszentrum_d.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/titk_textil_kreislaufwirtschaft_einweihung_innovationszentrum_d.jpeg-300x200.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/titk_textil_kreislaufwirtschaft_einweihung_innovationszentrum_d.jpeg-150x100.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/titk_textil_kreislaufwirtschaft_einweihung_innovationszentrum_d.jpeg-400x266.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dice-Einweihung: TITK-Direktor Benjamin Redlingsh\u00f6fer und Ministerpr\u00e4sident Mario Voigt und weitere G\u00e4ste er\u00f6ffnen das Dice. \u00a9 TITK<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Th\u00fcringische Institut f\u00fcr Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) hat sein neues \u201eDemonstration and Innovation Center for Textile Circular Economy\u201c (Dice) offiziell in Betrieb genommen. Mit einem Investitionsvolumen von 11,5 Mio. EUR stehen auf 2.000 m\u00b2 nun Anlagen zur Verf\u00fcgung, um Recyclingprozesse f\u00fcr Polyester und Baumwolle vom Labor- in den Industriema\u00dfstab zu skalieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein technologischer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Lyocell-Verfahrens f\u00fcr recycelte Cellulose und alternative Rohstoffe wie Hanf. Ab 2026 soll zudem ein eigenes Zellstoffkochersystem die Infrastruktur erg\u00e4nzen. Zum Start kooperiert das Zentrum bereits mit 63 Partnern, darunter Industriegr\u00f6\u00dfen wie Adidas und Continental.&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/titk-dice-innovationszentrum-textile-kreislaufwirtschaft\">Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag<\/a><\/strong><strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 18.12.2025: Nike sichert sich Kapazit\u00e4ten f\u00fcr das Textil-zu-Textil-Recycling<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"427\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/selenis_syre_north-carolina.jpeg.webp\" alt=\"Syre will auf dieser Pilotanlage in den USA, die mit dem Polymerhersteller Selenis als Partner f\u00fcr die Prozesstechnik entstanden ist, Textil-zu-Textil-Polyester unter anderem f\u00fcr Nike herstellen.\" class=\"wp-image-174083\" style=\"width:594px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/selenis_syre_north-carolina.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/selenis_syre_north-carolina.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/selenis_syre_north-carolina.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/selenis_syre_north-carolina.jpeg-400x225.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Syre will auf dieser Pilotanlage in den USA, die mit dem Polymerhersteller Selenis als Partner f\u00fcr die Prozesstechnik entstanden ist, Textil-zu-Textil-Polyester unter anderem f\u00fcr Nike herstellen. \u00a9 Syre<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die beiden Recycler Syre und Loop \u2013 sie wollen rezykliertes Polyester auf Alttextilien gewinnen \u2013 haben eine mehrj\u00e4hrige Vereinbarung mit Sportartikelhersteller Nike getroffen.&nbsp;Beide Unternehmen werden somit zu Nike-Lieferanten f\u00fcr recyceltes Textil-zu-Textil-Polyester. Das kanadische Unternehmen Loop baut eine entsprechende Anlage im indischen Bundesstaat Gujarat auf. Sie soll Ende 2027 in Betrieb gehen und im ersten Step 70.000 t rezykliertes Polyester pro Jahr gewinnen. Eine Pilotanlage in Kanada ist bereits operativ.<\/p>\n\n\n\n<p>Das schwedische Start-up Syre ist kurz davor, eine Pilotanlage im US-Bundesstaat North Carolina mit dem Polymerhersteller Selenis als Partner f\u00fcr die Prozesstechnik in Betrieb zu nehmen. Syre treibt zudem die Planung f\u00fcr ein globales Netzwerk von Recyclinganlagen voran: Die erste Gro\u00dfanlage soll 2027 in Vietnam in Betrieb genommen werden, in der pro Jahr 150.000 bis 250.000\u202ft rezykliertes Polyester gewonnen werden sollen. Eine weitere Gro\u00dfanlage ist auf der iberischen Halbinsel geplant. Neben Nike geh\u00f6ren bereits H&amp;M, GAP, Houdini Sportswear und Target zu den Kunden von Syre.<\/p>\n\n\n\n<p>Loop und Syre nutzen das chemische Recycling f\u00fcr Textilien aus Polyester: Das hei\u00dft, die Textilien werden auf chemischem Wege depolymerisiert und anschlie\u00dfend wieder repolymerisiert, um hochwertiges Polyester\u2011Granulat (PET) zu erzeugen. Nach Aussagen von Sitora Muzafarova, VP Materials Supply Chain bei Nike, stellen die Vertr\u00e4ge mit Syre und Loop einen Wandel in der Material- und Beschaffungsstrategie der Sportartikelmarke dar. Bislang wird rezykliertes Polyester f\u00fcr die Textilindustrie \u00fcberwiegend aus PET-Flaschen hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 17.12.2025: Labortests: Mehr Mikroplastik durch Kleidung aus recyceltem Polyester&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:19px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"427\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/adidas_polyester_recycling.jpeg.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-174082\" style=\"width:682px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/adidas_polyester_recycling.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/adidas_polyester_recycling.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/adidas_polyester_recycling.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/adidas_polyester_recycling.jpeg-400x225.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Adidas<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2023 vermeldete Adidas, dass 96 % des in seinen Produkten verwendeten Polyesters aus recyceltem Polyester besteht. Dies k\u00f6nnte der Umwelt einen B\u00e4rendienst erweisen, denn diese Kleidung setzt mehr Mikroplastik frei als Kleidung aus neuem Polyester.<\/p>\n\n\n\n<p>Labortests der Umweltschutzorganisation&nbsp;Changing Markets zeigen: Kleidung aus rPET gibt beim Waschen im Durchschnitt 55 % mehr Mikroplastikpartikel ab als solche aus neu hergestelltem Polyester. Au\u00dferdem waren die Partikel fast 20 % kleiner, sodass sie sich leichter in der Umwelt ausbreiten und Schaden anrichten k\u00f6nnen. Die Studie konzentrierte sich auf eine relativ kleine Zahl von Kleidungsst\u00fccken der f\u00fcnf gro\u00dfen Marken Adidas, H&amp;M, Nike, Shein und Zara. Getestet wurden T-Shirts, Tops, Kleider und Shorts.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Modebranche verkauft recyceltes Polyester als gr\u00fcne L\u00f6sung, doch unsere Ergebnisse zeigen, dass es das Problem der Mikroplastikverschmutzung versch\u00e4rft. Sie entlarven recyceltes Polyester als das, was es ist: ein Feigenblatt der Nachhaltigkeit, das die zunehmende Abh\u00e4ngigkeit der Modebranche von synthetischen Materialien \u2013 Plastik \u2013 verdeckt\u201c, sagt Urska Trunk, Kampagnenleiterin bei Changing Markets. \u201eEin paar intelligente Designoptimierungen und End-of-Pipe-L\u00f6sungen werden nur an der Oberfl\u00e4che kratzen. Echte L\u00f6sungen bedeuten, die Produktion synthetischer Fasern schrittweise einzustellen und den Umweg von gebrauchten Plastikflaschen in kurzlebige Mode zu beenden.\u201c Die Krux: Bleiben die PET-Flaschen im Getr\u00e4nkesektor, k\u00f6nnen sie beliebig oft rezykliert werden. So aber konkurriert diese Branche mit den Modemarken um die gebrauchten Flaschen. (Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/changingmarkets.org\/report\/spinning-greenwash\/\">Changing Markets Foundation<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 17.12.2025: Forschung: Thermoplastische Elastomere als recycelbare Elastan-Alternative<\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:18px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"507\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/ditf_roos_recycling_elastan_textilien.jpeg.webp\" alt=\"\u00a0(v.l.) ITA-Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Gries, Jasmin Roos und Peter D. Dornier.\" class=\"wp-image-174081\" style=\"width:579px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/ditf_roos_recycling_elastan_textilien.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/ditf_roos_recycling_elastan_textilien.jpeg-300x200.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/ditf_roos_recycling_elastan_textilien.jpeg-150x100.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/ditf_roos_recycling_elastan_textilien.jpeg-400x267.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a0(v.l.) ITA-Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Gries, Jasmin Roos und Peter D. Dornier. \u00a9 DITF<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Im Rahmen der Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference (ADD-ITC) wurden zwei Nachwuchsforscherinnen des ITA der RWTH Aachen mit dem Walter Reiners-Stiftungspreis ausgezeichnet. Besonderes Augenmerk f\u00fcr die Kunststoffbranche verdient die Arbeit von Jasmin Roos (Nachhaltigkeitspreis): Sie untersuchte den Ersatz von schwer recycelbarem Elastan durch thermoplastische Copolyester-Elastomere (TPC).<\/p>\n\n\n\n<p>Da herk\u00f6mmliches Elastan beim thermomechanischen Recycling oft Filter verstopft oder toxische Abbauprodukte freisetzt, testete Roos die gemeinsame Verarbeitung von PET\/TPC-Blends. Das Ergebnis: Die Materialien lassen sich im Schmelzspinnverfahren erfolgreich zu neuen Garnen verarbeiten, was die Basis f\u00fcr ein echtes \u201eClosed-Loop-Recycling\u201c elastischer Textilien schafft. Den F\u00f6rderpreis erhielt Janne Warnecke f\u00fcr ihre Finite-Elemente-Studie zu Fertigungstoleranzen in Webmaschinen.&nbsp;<em>(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.ita.rwth-aachen.de\/go\/id\/brbrek#aaaaaaaaabrbrfc\">ITA\/RWTH Aachen<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 10.12.2025: Textilindustrie fordert praxisnahes EPR-System ohne B\u00fcrokratie<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Gesamtverband Textil+Mode mahnt bei der nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) f\u00fcr Textilien zur Vorsicht. Auf dem zweiten Stakeholder-Dialog in Berlin betonte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Uwe Mazura, dass die Branche angesichts des hohen Kostendrucks ein effizientes System ben\u00f6tige, in dem Hersteller nicht zur reinen \u201eZahlstelle\u201c degradiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis April 2028 m\u00fcssen die EU-Vorgaben in nationales Recht \u00fcberf\u00fchrt sein. Der Verband warnt vor der reinen \u00dcbernahme starrer Sammelquoten aus anderen Abfallstr\u00f6men. Stattdessen m\u00fcsse der Fokus auf der Qualit\u00e4t der Sortierung und Verwertung liegen, um tats\u00e4chliche \u00f6kologische Effekte zu erzielen, anstatt nur b\u00fcrokratischen Mehraufwand zu erzeugen. (Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/textil-mode.de\/de\/newsroom\/pressemitteilungen\/potenzial-der-textilen-kreislaufwirtschaft-heben\/\">Textil+Mode<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 02.12.2025: Kreislaufwirtschaft: Forschungsprojekt Retrakt unterst\u00fctzt Textil-Transformation<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Institut f\u00fcr Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen startet gemeinsam mit der FOM Hochschule und Industriepartnern das Projekt Retrakt. Ziel ist es, Textilunternehmen bei der Umstellung von linearen auf zirkul\u00e4re Gesch\u00e4ftsmodelle zu unterst\u00fctzen, um die EU-Vorgaben f\u00fcr 2030 zu erf\u00fcllen. Anders als rein technische Projekte stellt Retrakt die organisatorische Resilienz in den Mittelpunkt: Es werden Strategien entwickelt, wie Mitarbeitende bef\u00e4higt werden k\u00f6nnen, komplexe neue Regularien (Compliance) und digitale Tools \u2013 wie den kommenden Digitalen Produktpass \u2013 in der Praxis umzusetzen. Geplant ist zudem eine digitale Kooperationsplattform f\u00fcr internationale Lieferketten.<em>&nbsp;(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.ita.rwth-aachen.de\/go\/id\/bqzflj#aaaaaaaaabqzfpp\">Retrakt<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 26.11.2025: Kreislaufwirtschaft: EU-Projekt Autoloop forciert Polyester-Recycling<\/h3>\n\n\n\n<p>Unter der Leitung von Fraunhofer Umsicht ist das EU-Forschungsprojekt Autoloop gestartet, das integrierte L\u00f6sungen f\u00fcr das Recycling von polyesterhaltigen Textilien entwickelt. Ziel der Initiative ist es, bis zum Jahr 2050 j\u00e4hrlich 1,24 Mio. t Textilabfall in geschlossenen Kreisl\u00e4ufen zu f\u00fchren. Das Konsortium aus 14 europ\u00e4ischen Partnern setzt dabei auf einen technologischen Mix: Neben einer KI-gest\u00fctzten Sortierung mittels Hyperspektralanalyse (Zoritex) kommen das Ioncell-Verfahren zur Zellulose-R\u00fcckgewinnung sowie die ReSyn-Technologie f\u00fcr das chemische Recycling zum Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere der von Fraunhofer und dem SKZ entwickelte chemische Ansatz depolymerisiert synthetische Fasern zu hochreinen Basischemikalien (rTPA), selbst bei kontaminierten Ausgangsstoffen. Erg\u00e4nzt wird der technologische Verbund durch digitale Tracking-Systeme (IntegriTEX) und Datenplattformen, um die Anforderungen des kommenden Digitalen Produktpasses (DPP) zu erf\u00fcllen.&nbsp;<em>(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.umsicht-suro.fraunhofer.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/2025\/projekt_autoloop.html\">Fraunhofer Umsicht<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"507\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/autoloop_textilrecycling_fraunhofer.jpeg.webp\" alt=\"Das chemische Recycling von Kunstfasern (PET) zu neuen Basischemikalien ist ein Technologiebaustein, der im Projekt Autoloop erforscht wird.\" class=\"wp-image-174080\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/autoloop_textilrecycling_fraunhofer.jpeg.webp 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/autoloop_textilrecycling_fraunhofer.jpeg-300x200.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/autoloop_textilrecycling_fraunhofer.jpeg-150x100.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/autoloop_textilrecycling_fraunhofer.jpeg-400x267.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das chemische Recycling von Kunstfasern (PET) zu neuen Basischemikalien ist ein Technologiebaustein, der im Projekt Autoloop erforscht wird. \u00a9 Fraunhofer Umsicht<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 26.11.2025: Forschung: TU Wien trennt Mischtextilien sortenrein mit neuem L\u00f6semitte<\/h3>\n\n\n\n<p>Einem Forschungsteam der TU Wien ist es gelungen, Mischtextilien aus Polyester und Baumwolle hocheffizient und ohne Qualit\u00e4tsverlust zu trennen. Das Verfahren nutzt ein sogenanntes \u201eDeep Eutectic Solvent\u201c \u2013 eine Fl\u00fcssigkeit, die aus den ungiftigen Feststoffen Menthol und Benzoes\u00e4ure entsteht. Bei einer Prozesstemperatur von 216 \u00b0C l\u00f6st sich der Polyesteranteil innerhalb von f\u00fcnf Minuten vollst\u00e4ndig auf, w\u00e4hrend die Baumwolle intakt bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Vorteil gegen\u00fcber g\u00e4ngigen chemischen Recyclingmethoden: Das Polyester wird nicht depolymerisiert. Die Polymerketten bleiben vollst\u00e4ndig erhalten, wodurch das zur\u00fcckgewonnene Material seine urspr\u00fcnglichen mechanischen Eigenschaften und die Schmelztemperatur beh\u00e4lt. Mit R\u00fcckgewinnungsraten von 100 % f\u00fcr Baumwolle und 97 % f\u00fcr Polyester bietet der Prozess im Laborma\u00dfstab gro\u00dfes Potenzial, wenngleich an der Energieeffizienz f\u00fcr die industrielle Skalierung noch gearbeitet wird.&nbsp;<em>(Quelle:&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0956053X25005884?via%3Dihub\"><em>Original Publikation)<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/erema-investiert-in-block-texx-fuer-textil-kreislauf\"><\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a class=\"tile__image\" href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/erema-investiert-in-block-texx-fuer-textil-kreislauf\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/sites\/default\/files\/styles\/image_368_207\/public\/ww\/2025-10\/erema_kooperation_australia.jpeg.webp?h=7c460b71&amp;itok=nQLdWiYW\" alt=\"Die Kooperationspartner bei Erema im Edvanced Recyclingcenter auf dem Messegel\u00e4nde der K in D\u00fcsseldorf: (v.l): Manfred Hackl (Erema), Graham Ross (Block Texx), Wolfgang Hermann (Erema) und Adrian Jones (Block Texx).\" style=\"width:308px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Kooperationspartner bei Erema im Edvanced Recyclingcenter auf dem Messegel\u00e4nde der K in D\u00fcsseldorf: (v.l): Manfred Hackl (Erema), Graham Ross (Block Texx), Wolfgang Hermann (Erema) und Adrian Jones (Block Texx). \u00a9 EREMA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Textilrecycling: <a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/erema-investiert-in-block-texx-fuer-textil-kreislauf\">Erema investiert in Block Texx f\u00fcr Textil-Kreislauf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Erema Gruppe investiert in Block Texx f\u00fcr das Textil-zu-Textil-Recycling. Ziel: Polyester von Cellulose in Altkleidern trennen. <a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/erema-investiert-in-block-texx-fuer-textil-kreislauf\">Mehr dazu hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:19px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 14.10.2025: Textilrecycling: nova-Institut fordert Ausbau von Fibre-to-Fibre-Technologien<\/h3>\n\n\n\n<p>Das nova-Institut mahnt in einer aktuellen Analyse ein Umdenken in der Textilindustrie an: Von j\u00e4hrlich rund 6,95 Mio. t Textilabfall in Europa wird derzeit weltweit weniger als 1 % im echten \u201eFibre-to-Fibre\u201c-Verfahren zu neuen Fasern recycelt. Ein Haupthemmnis sind komplexe Mischgewebe aus Natur- und Kunstfasern, die etablierte mechanische Verfahren an ihre Grenzen bringen und meist im Downcycling oder der Verbrennung enden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die versch\u00e4rften EU-Vorgaben \u2013 etwa die Ecodesign-Verordnung \u2013 zu erf\u00fcllen, sind laut den Experten \u201eAdvanced Recycling\u201c-Technologien unerl\u00e4sslich. Dazu z\u00e4hlen physikalische Verfahren wie Dissolution sowie chemische Prozesse (Solvolyse, Enzymolyse) und thermochemische Ans\u00e4tze (Pyrolyse). Nur durch diese Technologien lassen sich synthetische Fasermischungen effizient trennen und als hochwertige Sekund\u00e4rrohstoffe in den Kreislauf zur\u00fcckf\u00fchren.&nbsp;<em>(Quelle:&nbsp;<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/pulse\/textile-recycling-transforming-fashion-automotive-construction-ytsfe\/\">Artikel LinkedIn<\/a><\/em><em>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">++ 13.10.2025: Biokunststoff aus Textilm\u00fcll: Fraunhofer wandelt Polyester in PHB um<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Fraunhofer IAP hat gemeinsam mit der Matterr GmbH im Projekt \u201eTexPHB\u201c einen innovativen Weg aufgezeigt, um schwer verwertbare Polyester-Textilien in den hochwertigen Biokunststoff Polyhydroxybutyrat (PHB) zu verwandeln. In einem zweistufigen Prozess werden die Alttextilien zun\u00e4chst chemisch in ihre Monomere zerlegt, um Terephthals\u00e4ure und Ethylenglykol in Virgin-Qualit\u00e4t zur\u00fcckzugewinnen. Anschlie\u00dfend \u00fcbernimmt die Biotechnologie: Spezielle Bakterien verstoffwechseln das gewonnene Ethylenglykol und produzieren daraus PHB, das vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verfahren bietet eine L\u00f6sung f\u00fcr die riesigen Mengen an Mischtextilien, die bisher kaum recycelt werden k\u00f6nnen. Um die Technologie vom Labor in den industriellen Ma\u00dfstab zu \u00fcberf\u00fchren, empfiehlt das Forschungskonsortium in einem aktuellen Policy Paper den Aufbau eines Textil-Hubs in Brandenburg. Dies soll nicht nur \u00f6kologische Probleme l\u00f6sen, sondern auch neue Wertsch\u00f6pfungsketten in der Region etablieren.&nbsp;<em>(<\/em><a href=\"https:\/\/www.iap.fraunhofer.de\/de\/Pressemitteilungen\/2025\/kreislaufschliessung-in-der-textilwirtschaft-wertschoepfung-im-land-brandenburg.html\"><em>Quelle: Fraunhofer IAP<\/em><\/a><em>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wichtigste kompakt Die Textilindustrie wandelt sich von einer linearen Wirtschaft hin zum Kreislauf \u2013 ein Prozess, der direkte Auswirkungen auf die Kunststoffbranche hat. Der Grund liegt in den Rohstoffen: Laut dem &#8220;Materials Market Report&#8221; von Textile Exchange&nbsp;[1]&nbsp;erreichte die globale Faserproduktion 2022 ein Rekordhoch von 116 Mio. t. 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