{"id":172937,"date":"2026-02-09T07:20:00","date_gmt":"2026-02-09T06:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=172937"},"modified":"2026-02-04T11:09:38","modified_gmt":"2026-02-04T10:09:38","slug":"geplante-plastikabgabe-schafft-anreize-fur-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/geplante-plastikabgabe-schafft-anreize-fur-recycling\/","title":{"rendered":"Geplante Plastikabgabe schafft Anreize f\u00fcr Recycling"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"623\" height=\"523\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/csm_Plastik_ec10e0725a.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-172939\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/csm_Plastik_ec10e0725a.png 623w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/csm_Plastik_ec10e0725a-300x252.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/csm_Plastik_ec10e0725a-150x126.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/02\/csm_Plastik_ec10e0725a-322x270.png 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9\u00a0<strong>VOEB<\/strong>\u00a0&#8211; VERBAND \u00d6STERREICHISCHER ENTSORGUNGSBETRIEBE<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>In ihrer Klausur hat die Regierung beschlossen, dass Produzenten von nicht-recycelbarem Kunststoff eine sogenannte \u201ePlastiksteuer\u201c zahlen sollen. Der Verband \u00d6sterreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) und die Arbeitsgemeinschaft \u00d6sterreichischer Abfallwirtschaftsverb\u00e4nde (ARGE AWV) bewerten diesen Beschluss positiv. Dadurch entsteht ein Anreiz f\u00fcr Produzenten und Importeure von Kunststoffverpackungen, verst\u00e4rkt auf recycelbare L\u00f6sungen zu setzen, so die Expert:innen. So werden Ressourcen geschont, Energie gespart und Emissionen reduziert. Eine EU-weite Abgabe f\u00fcr nicht-recycelbare Kunststoffverpackungen existiert bereits seit 2021 und wird derzeit aus Budgetmitteln finanziert, sie betrug zuletzt \u00fcber 170 Millionen Euro<sup><a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202402908\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1<\/a><\/sup>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnftig sollen Unternehmen, die in \u00d6sterreich nicht-recycelbare Kunststoffverpackungen in Verkehr bringen, eine \u201ePlastiksteuer\u201c bezahlen. Die daraus erwarteten Einnahmen werden auf 170 Millionen Euro beziffert. Gabriele J\u00fcly, Pr\u00e4sidentin des VOEB: \u201eWir fordern schon seit Jahren, dass es Anreize f\u00fcr recycelbare Verpackungen geben muss. Denn Kunststoff, der nur einmalig verwendet wird, verbraucht unn\u00f6tig Energie und Ressourcen. Eine Plastiksteuer h\u00e4tte eine klare Lenkungswirkung, die unsere Branche im Sinne einer effizienten Kreislaufwirtschaft begr\u00fc\u00dft.\u201c F\u00fcr die Ausgestaltung einer unb\u00fcrokratischen L\u00f6sung zur Umsetzung der Regierungspl\u00e4ne stehen die Abfall- und Ressourcenexpert:innen der Branche gerne zur Verf\u00fcgung. Eine Plastiksteuer wird dazu f\u00fchren, dass sich Hersteller vermehrt f\u00fcr recycelbare Kunststoffverpackungen entscheiden. Auch die geplante Abgabe f\u00fcr Pakete aus Drittstaaten sei laut dem VOEB positiv zu bewerten. Durch diese Ma\u00dfnahme k\u00f6nnten die steigenden Mengen an Verpackungsabfall sowie der Import kaum recycelbarer Materialien und Akkus &#8211; sei es in Fast Fashion oder Elektronikger\u00e4ten \u2013 reduziert werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kunststoffe l\u00e4nger im Kreislauf halten<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch die Einf\u00fchrung einer Plastikabgabe nach dem Verursacherprinzip erhoffen sich der VOEB und die ARGE AWV mehr Investitionen in Forschung &amp; Entwicklung, um den Einsatz von recycelbaren Kunststoffen zu f\u00f6rdern. ARGE AWV-Pr\u00e4sident Christian Macho: \u201eWir m\u00fcssen Kunststoffe im Kreislauf halten. Eine Plastiksteuer nimmt Produzenten st\u00e4rker in die Pflicht und stellt klar, dass sie f\u00fcr die von ihnen in Umlauf gebrachte, nicht-recycelbare Kunststoffverpackungen verantwortlich sind. Wir erhoffen uns dadurch einen Impuls f\u00fcr die \u00f6sterreichische Kreislaufwirtschaft.\u201c Dadurch werden Hersteller und Importeure von Verpackungen h angeregt, verst\u00e4rkt auf recycelbare Materialien umzusteigen und den Fokus auf den Einsatz von Rezyklaten zu legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">80 Cent Abgabe pro Kilogramm\u00a0<\/h3>\n\n\n\n<p>Die bisher bekannte \u201ePlastiksteuer\u201c bezieht sich auf eine EU-weite Abgabe, die seit dem 1. J\u00e4nner 2021 gilt. EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen 80 Cent pro Kilogramm nicht-recycelter Kunststoffverpackungen an die EU abf\u00fchren. In \u00d6sterreich fallen j\u00e4hrlich rund 300.000 Tonnen Kunststoffverpackungsm\u00fcll an, von denen rund 200.000 Tonnen nicht recycelt werden. Dies f\u00fchrt zu erheblichen Zahlungen an die EU. Bisher wurden diese Kosten aus dem Budget gedeckt. Das bedeutet, dass die Allgemeinheit f\u00fcr die Abgabe aufkommt. Gem\u00e4\u00df der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des BMF betrug der Betrag im ersten Jahr (2021) 157<sup><a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/AB\/11478\/imfname_1467223.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2<\/a><\/sup>\u00a0Millionen Euro, im Jahr 2024 bereits \u00fcber 176 Millionen Euro. Ob die Regierung mit ihrem Beschluss eine neue Abgabe oder eine Neufinanzierung der bisherigen Plastiksteuer plant, ist derzeit unklar.\u00a0<br><br><sup>1\u00a0<\/sup>Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202402908\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Haushaltsjahr 2024 der EU, Tabelle 3, S.8<\/a><br><sup>2\u00a0<\/sup>Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/AB\/11478\/imfname_1467223.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/AB\/11478\/imfname_1467223.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber den VOEB:<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Verband \u00d6sterreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell gef\u00fchrten Abfall- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen in \u00d6sterreich. Der Verband vertritt derzeit \u00fcber 260 Mitgliedsunternehmen und repr\u00e4sentiert somit zwei Drittel \u2013 gemessen am Umsatz bzw. an den Besch\u00e4ftigten \u2013 der privaten \u00f6sterreichischen Abfallwirtschaftsbetriebe. Insgesamt besch\u00e4ftigt die Abfallbranche in ihren 3.300 privaten und kommunalen Betrieben mehr als 31.000 Mitarbeiter:innen. Die Unternehmen der Abfall- und Ressourcenbranche sammeln, sortieren und verwerten j\u00e4hrlich 74 Mio. Tonnen Abfall und erwirtschaften dabei Ums\u00e4tze in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 9 Mrd. Euro pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Arge \u00d6sterreichischer Abfallwirtschaftsverb\u00e4nde<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Arge AWV I Arbeitsgemeinschaft \u00d6sterreichischer Abfallwirtschaftsverb\u00e4nde ist die Informationsdrehscheibe und Interessensvertretung von Gemeinden und Gemeindeverb\u00e4nden mit rund 7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. In fachlicher Zusammenarbeit mit acht Landesdachorganisationen vertritt die Arge AWV die kommunale Abfallwirtschaft in \u00d6sterreich. Die Arge AWV setzt sich f\u00fcr faire Rahmenbedingungen, eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft sowie den Ausbau der kommunalen Verantwortung im Bereich der Kreislaufwirtschaft ein.<br><\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Veronika W\u00fcster \u2013 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin VOEB<br>Tel.: +43 1 713 02 53\u00a0<br>E-Mail:\u00a0<a>wuester(at)voeb.at<\/a>\u00a0<br>Website:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.voeb.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.voeb.at<\/a><br><br>Michael Bartmann \u2013 Bundeskoordinator Arge AWV<br>Tel.: +43 676 533 45 12<br>E-Mail:\u00a0<a>michael.bartmann(at)argeawv.at<\/a><br>Website:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.argeawv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.argeawv.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer Klausur hat die Regierung beschlossen, dass Produzenten von nicht-recycelbarem Kunststoff eine sogenannte \u201ePlastiksteuer\u201c zahlen sollen. 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