{"id":172662,"date":"2026-01-28T07:29:00","date_gmt":"2026-01-28T06:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=172662"},"modified":"2026-01-28T08:01:39","modified_gmt":"2026-01-28T07:01:39","slug":"co-reactive-sichert-6-5-mio-e-seed-finanzierung-fur-co2-negative-baustofftechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co-reactive-sichert-6-5-mio-e-seed-finanzierung-fur-co2-negative-baustofftechnologie\/","title":{"rendered":"Co-reactive sichert 6.5 Mio. \u20ac Seed-Finanzierung f\u00fcr CO2-negative Baustofftechnologie"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/myconvento.com\/public\/_files\/userfiles\/4562\/image\/Co-reactive_Team_2.jpg\" alt=\"Das Team von Co-reactive (Bild: Co-reactive)\" style=\"width:650px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Team von Co-reactive (Bild: Co-reactive)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Climate-Tech-Start-up Co-reactive schlie\u00dft eine Seed-Finanzierung in H\u00f6he von insgesamt 6,5 Mio. \u20ac ab.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Technologie des Unternehmens mineralisiert CO\u2082 kontinuierlich und verwandelt Emissionen in leistungsf\u00e4hige, CO\u2082-negative Zementersatzstoffe (SCMs).\u00a0<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Finanzierungsrunde wird vom High-Tech Gr\u00fcnderfonds (HTGF) angef\u00fchrt. Weitere Investoren: NRW.Bank, HBG Ventures, AFI Ventures (der Fr\u00fchphasen Impact Arm von Ventech), Evercurious VC sowie Climate Tech Business Angels. Zus\u00e4tzlich erh\u00e4lt das Unternehmen F\u00f6rdermittel des BMWE im siebenstelligen Bereich.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Co-reactive skaliert nun vom Prototypen zur kontinuierlichen 1.000-t-Demonstrationsanlage und bereitet industrielle Pilotanlagen im Zehntausend-Tonnen-Ma\u00dfstab vor.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das 2024 gegr\u00fcndete Climate-Tech Start-up Co-reactive aus NRW hat eine Seed-Finanzierungsrunde \u00fcber insgesamt 6,5 Mio. \u20ac abgeschlossen. Mit dem Kapital wird die CO\u2082-Mineralisierungstechnologie des Unternehmens, die CO<sub>2<\/sub> nutzbar macht und nachhaltig als performante Baustoffe bindet, vom Prototyp zur industriellen Anwendung skaliert. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Runde wird vom HTGF angef\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus investieren NRW.Bank, HBG Ventures, AFI Ventures (der Fr\u00fchphasen Impact Arm von Ventech), Evercurious VC sowie ein Netzwerk erfahrener Climate Tech Business Angels. Weitere Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt das Unternehmen durch F\u00f6rderungen wie der Bundesf\u00f6rderung Industrie und Klima (BIK) vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWE).<\/p>\n\n\n\n<p>Co-reactive hat einen kontinuierlichen Prozess entwickelt, der CO\u2082 gemeinsam mit nat\u00fcrlichen Mineralien wie beispielsweise Olivin oder metallurgischen Schlacken (EAF &amp; BOF) in CO\u2082-negative Supplementary Cementitious Materials (SCMs) umwandelt. Die Materialien erm\u00f6glichen eine signifikante Verringerung des Klinkeranteils in Zement und Baustoffen \u2013 und damit eine deutliche Reduktion ihres CO\u2082-Fu\u00dfabdrucks. Gleichzeitig tragen sie zur Druckfestigkeit und Dauerhaftigkeit von Baustoffen bei. Die L\u00f6sung ist als Drop-in-Technologie konzipiert und l\u00e4sst sich problemlos in bestehende Produktionsprozesse integrieren. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Damit adressiert Co-reactive zwei zentrale Herausforderungen der Branche: &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hohe Emissionen: Die Zementproduktion verursacht rund acht Prozent der globalen CO\u2082-Emissionen. Mit steigender CO\u2082-Bepreisung drohen sich die Herstellungskosten in der kommenden Dekade zu verdoppeln.<\/li>\n\n\n\n<li>Rohstoffmangel: Klassische Zementersatzstoffe wie Flugasche und H\u00fcttensand werden durch den Kohleausstieg und die Transformation der Stahlindustrie zunehmend knapp.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Mit der Seed-Finanzierung skaliert Co-reactive seinen derzeitigen Labor- und Pilotbetrieb zun\u00e4chst in Q2 2026 auf eine durchg\u00e4ngig betriebene Demonstrationsanlage mit rund 1.000t Kapazit\u00e4t pro Jahr. Parallel bereitet das Unternehmen gemeinsam mit Industriepartnern First-of-a-Kind-Anlagen im Zehntausend-Tonnen-Ma\u00dfstab vor, die ab 2027 biogene oder prozessbedingte CO\u2082-Str\u00f6me in der Zement- und Stahlindustrie vor Ort mineralisieren sollen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Dr.-Ing. Andreas Bremen, Mitgr\u00fcnder und CEO von Co-reactive: <\/strong>\u201eF\u00f6rderung und Wissenschaft sind die Basis \u2013 echte Transformation entsteht erst durch unternehmerisches Handeln. Mit den richtigen Mitgr\u00fcndern und einem interdisziplin\u00e4ren Team bringen wir CO\u2082-Mineralisierung aus dem Labor in den industriellen Dauerbetrieb. Die Unterst\u00fctzung unserer Finanzierungspartner mit dem HTGF als Lead Investor gibt uns die Schlagkraft, den Funktionsbeweis mit einer 1.000-t-Demonstrationsanlage zu liefern und die Skalierung gemeinsam mit der Industrie vorzubereiten. Wir bauen eine L\u00f6sung auf, die heute dringend gebraucht wird, damit sie morgen im industriellen Ma\u00dfstab wirken kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna Stetter, Investment Manager, HTGF:<\/strong>\u201eDie Bauindustrie steht vor einem Wendepunkt: Klassische Zementersatzstoffe wie H\u00fcttensand und Flugasche werden durch die Dekarbonisierung knapp und teuer \u2013 die Preise f\u00fcr Flugasche haben sich in den letzten zwei Jahren teilweise vervierfacht. Co-reactive bietet eine skalierbare Alternative, die nicht nur CO\u2082-negativ ist, sondern sich als Drop-in-L\u00f6sung in bestehende Prozesse integrieren l\u00e4sst. Mit starken Unit Economics und einem erfahrenen Team aus Mineralisierungs- und Anlagenbauexperten hat Co-reactive das Potenzial, die Branche nachhaltig zu ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Co-reactive<\/h3>\n\n\n\n<p>Co-reactive GmbH ist ein 2024 gegr\u00fcndetes Climate-Tech-Start-up mit Sitz in D\u00fcsseldorf. Das Unternehmen entwickelt eine kontinuierliche CO\u2082-Mineralisierungstechnologie, die aus abgeschiedenem CO\u2082 und magnesium-\/calciumhaltigen Silikatmineralen wie Olivin oder metallurgischen Schlacken neuartige, hochreaktive Supplementary Cementitious Materials (CO-SCMs) herstellt. Die CO-SCMs besitzen einen negativen CO\u2082-Fu\u00dfabdruck und erm\u00f6glichen eine signifikante Verringerung des Klinkeranteils in Zement und Baustoffen, ohne Leistungseinbu\u00dfen in Kauf zu nehmen. Co-reactive arbeitet entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette mit CO\u2082- und Rohstofflieferanten, Zement- und Betonproduzenten sowie Zertifizierungsstellen zusammen, um den Weg von der Pilotanlage hin zu gro\u00dfskaligen industriellen Anlagen im 100- bis 300-kt-Ma\u00dfstab zu ebnen. Das Team vereint Expertise in CO2-Mineralisierung, Anlagenbau in der Schwerindustrie sowie Kommerzialisierung und verf\u00fcgt \u00fcber Erfahrung in der Skalierung nachhaltiger Technologien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 2024 gegr\u00fcndete Climate-Tech Start-up Co-reactive aus NRW hat eine Seed-Finanzierungsrunde \u00fcber insgesamt 6,5 Mio. \u20ac abgeschlossen. Mit dem Kapital wird die CO\u2082-Mineralisierungstechnologie des Unternehmens, die CO2 nutzbar macht und nachhaltig als performante Baustoffe bindet, vom Prototyp zur industriellen Anwendung skaliert. \u00a0 Die Runde wird vom HTGF angef\u00fchrt. 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