{"id":172551,"date":"2026-01-23T07:26:00","date_gmt":"2026-01-23T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=172551"},"modified":"2026-01-22T15:11:36","modified_gmt":"2026-01-22T14:11:36","slug":"die-trugerische-klimabilanz-der-landwirte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-trugerische-klimabilanz-der-landwirte\/","title":{"rendered":"Die tr\u00fcgerische Klimabilanz der Landwirte"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-172553\" style=\"width:400px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-683x1024.jpg 683w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-200x300.jpg 200w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-100x150.jpg 100w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-768x1152.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80-180x270.jpg 180w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/nico-ruge-zrn8kkin38k-unsplash-1100-10000-80.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">BIld: Nico Ruge\/Unsplash<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Eine gro\u00dffl\u00e4chige Wiedervern\u00e4ssung landwirtschaftlich genutzter Moore fordert die Denkfabrik Agora Agrar in einer jetzt ver\u00f6ffentlichten Studie. Zugleich h\u00e4lt sie es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Deutschland k\u00fcnftig weitgehend zum Selbstversorger mit Biomasse wird und deren Import stark reduziert.\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hat die deutsche Landwirtschaft ein Klimaproblem? Die Prognosen sagen: bis 2030 nicht. Die Best\u00e4nde an Rindern und Schweinen sinken, weniger D\u00fcnger kommt auf die Felder und der Fleischkonsum stagniert. Das begrenzt die Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem profitieren die Landwirte von einem&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/die-bauern-tricks-beim-klimaschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">klimastatistischen Geschenk<\/a>. Vor einigen Jahren bewertete der Weltklimarat IPCC die Klimawirkung von Lachgas aus D\u00fcngung neu und setzte diese um fast 40 Prozent herab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem &#8220;spart&#8221; die deutsche Landwirtschaft umgerechnet mehrere Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> j\u00e4hrlich auf dem Papier ein. Das CO<sub>2<\/sub>-Budget der Landwirtschaft im Klimaschutzgesetz h\u00e4tte entsprechend gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen. Das aber geschah nicht. Dank der Luftbuchung hat die Branche das Klimaziel f\u00fcr 2030 bereits in der Tasche.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber ein noch viel gr\u00f6\u00dferes Klimageschenk an die Landwirtschaft. Auch das hat mit der internationalen Klimastatistik zu tun hat. Dort ist vorgeschrieben, Emissionen aus agrarisch genutzten Moorb\u00f6den nicht dem eigentlichen Verursacher&nbsp;\u2013 also dem Sektor Landwirtschaft&nbsp;\u2013 zuzuschlagen, sondern dem Sektor Landnutzung, der unter dem K\u00fcrzel&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/lexikon\/lulucf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LULUCF<\/a>&nbsp;fimiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gro\u00df die Gabe gerade f\u00fcr die deutsche Landwirtschaft ist, stellt eine vom Thinktank Agora Agrar jetzt vorgelegte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.agora-agrar.de\/publikationen\/die-zukunft-von-landnutzung-und-ernaehrung-in-deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Untersuchung<\/a>&nbsp;zu Landnutzung und Ern\u00e4hrung heraus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Landwirtschaft verursacht so viele Emissionen wie Geb\u00e4udesektor<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Forscherinnen und Forscher rechneten f\u00fcr das Jahr 2020 die Emissionen der Landwirtschaft laut den Vorgaben des Klimaschutzgesetzes mit denen zusammen, die aus agrarisch genutzten Moorb\u00f6den stammen. Ergebnis sind j\u00e4hrliche CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von rund 103 Millionen Tonnen&nbsp;\u2013 gut das Doppelte von dem, was das Klimagesetz damals der Landwirtschaft zuordnete.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Gr\u00f6\u00dfenordnung von \u00fcber 100 Millionen Tonnen hat sich in den f\u00fcnf Jahren bis heute nichts ge\u00e4ndert. In der Klimarealit\u00e4t verursacht die Landwirtschaft fast so viele Klimagase wie der Geb\u00e4udesektor.<\/p>\n\n\n\n<p>Der steht klimapolitisch&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/deutschland\/klimaschutz-kann-nicht-mehr-isoliert-gedacht-werden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">stets am Pranger<\/a>, die Landwirtschaft nicht. Das ist ganz im Sinne der hierzulande politisch tief verankerten Agrarlobby.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die tr\u00fcgerische Klimabilanz wenigstens optisch zu korrigieren&nbsp;\u2013 daf\u00fcr spricht sich Agora-Agrar-Direktorin&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/wir-brauchen-umfassende-nachhaltigkeit-nicht-nur-klimaneutralitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Christine Chemnitz<\/a>&nbsp;aus. Eine gemeinsame Darstellung der Emissionen aus Landwirtschaft und landwirtschaftlich genutzten Mooren sei sinnvoll, erkl\u00e4rt sie anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung der Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesamten landwirtschaftlichen Emissionen seien so auf einen Blick sichtbar, entscheidend aber blieben &#8220;ambitionierte Minderungsziele&#8221; f\u00fcr beide Bereiche, betont die Agrarwirtschaftlerin weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Acht Milliarden Euro f\u00fcr Moor-Vern\u00e4ssung<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine &#8220;Moor-Renaissance&#8221; greift die Untersuchung von Agora Agrar \u00e4hnlich ehrgeizige Ziele auf, wie sie schon der Wissenschaftliche Beirat f\u00fcr Nat\u00fcrlichen Klimaschutz des Bundesumweltministeriums&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/klima-beirat-empfiehlt-eine-milliarde-jaehrlich-fuer-moorschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fordert<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach sollen bis 2045 etwa 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Moore&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/lass-die-gummistiefel-daheim-es-geht-ins-moor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wiedervern\u00e4sst<\/a>werden. F\u00fcr die \u00fcbrigen 20 Prozent schl\u00e4gt Agora Agrar jetzt vor, sie &#8220;\u00fcberwiegend als flach entw\u00e4ssertes Gr\u00fcnland&#8221; zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten f\u00fcr die Vern\u00e4ssung sch\u00e4tzt der Thinktank auf etwa acht Milliarden Euro f\u00fcr die Zeit von 2025 bis 2045. Wiedervern\u00e4ssungspr\u00e4mien k\u00f6nnten dabei f\u00fcr einen \u00dcbergangszeitraum von zehn bis 20 Jahren den Verzicht auf die trockene Nutzung kompensieren, hei\u00dft es in der Studie. Langfristig ginge es aber darum, neue Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fcr&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/deutschland\/moorschutz-bleibt-auf-dem-trockenen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Paludikulturen<\/a>&nbsp;aufzubauen, also die Moore wirtschaftlich zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Ausarbeitung will Agora Agrar aber nicht nur den Klimaschutz voranbringen, sondern den Agrarsektor generell umbauen. Denn die Last, die k\u00fcnftig auf die Landwirtschaft dr\u00fcckt, erscheint enorm: Sie muss genug Lebensmittel f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung liefern, genug Rohstoffe f\u00fcr eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/gesellschaft\/wohlstand-soll-nachwachsen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zuk\u00fcnftige Bio\u00f6konomie<\/a>&nbsp;sowie genug Klimaschutz und Artenvielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Vorteil gibt es: Deutschland sei ein &#8220;landwirtschaftlicher Gunststandort&#8221;, erl\u00e4utert Christine Chemnitz. Das Land k\u00f6nne einen gro\u00dfen Teil seines k\u00fcnftigen Biomassebedarfs selbst decken, ist sie sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit nimmt Deutschland laut der Studie noch vier Millionen Hektar im Ausland in Anspruch, um den Bedarf nach Biomasse wie&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/tag\/holz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Holz<\/a>, \u00d6le sowie&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/sojalieferkette-bauern-haben-jeden-grund-zu-protestieren\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Futter-<\/a>&nbsp;und Nahrungsmitteln zu decken. &#8220;Unser Szenario zeigt, dass Deutschland seine Agrarimporte&nbsp;\u2013 auf die Fl\u00e4che umgerechnet&nbsp;\u2013 von vier auf eine Million Hektar senken kann&#8221;, erkl\u00e4rt Chemnitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Deutschland seinen virtuellen Fl\u00e4chenimport verringert, ist f\u00fcr sie auch deshalb wichtig, weil der Druck auf globale Landfl\u00e4chen in den n\u00e4chsten Jahren steigen wird. Auch die Folgen des Klimawandels w\u00fcrden auf manchen Fl\u00e4chen die&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/erdsystem\/ernaehrungswende-by-design-oder-by-disaster\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ertr\u00e4ge mindern<\/a>, sagt Chemnitz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pflanzenbasierte Ern\u00e4hrung erm\u00f6glicht andere Fl\u00e4chennutzung&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie ist das alles nun anzugehen? Als zentral sieht das Agora-Team eine st\u00e4rker pflanzenbasierte Ern\u00e4hrung im Wechselspiel mit einer ver\u00e4nderten Fl\u00e4chennutzung an.<\/p>\n\n\n\n<p>So kann laut der Studie der&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/erdsystem\/ernaehrungswende-by-design-oder-by-disaster\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Konsum tierischer Produkte<\/a>&nbsp;bis 2045 um etwa 50 Prozent zur\u00fcckgehen, verbunden mit einem entsprechenden R\u00fcckgang der Tierproduktion und einer verringerten Nachfrage nach Futtermitteln. Diese werden zurzeit noch auf 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che Deutschlands angebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine st\u00e4rker pflanzenbasierte Ern\u00e4hrung braucht es &#8220;faire Ern\u00e4hrungsumgebungen&#8221;, wie es in der Untersuchung hei\u00dft. Damit sind Rahmenbedingungen gemeint, in denen gesunde und nachhaltige Lebensmittel leicht verf\u00fcgbar und bezahlbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu wird in der Studie unter anderem ein Programm des Bundes f\u00fcr eine entsprechende Kita- und Schulverpflegung vorgeschlagen, zudem eins f\u00fcr Obst- und Gem\u00fcse, das gesunde Ern\u00e4hrung mit regionaler Wertsch\u00f6pfung verbindet. Die Autorinnen und Autoren halten auch eine Servicestelle f\u00fcr m\u00f6glich, die Kommunen dabei unterst\u00fctzt, eine gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem in der Folge geringeren Fl\u00e4chenanspruch f\u00fcr Ern\u00e4hrung kann dann mehr Biomasse f\u00fcr die Bio\u00f6konomie produziert werden, ohne den Druck auf die Fl\u00e4chen in anderen L\u00e4ndern zu erh\u00f6hen, schlussfolgern die Forschenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die so gewonnene wertvolle Biomasse solle dann vor allem dort eingesetzt wird, wo keine anderen effizienteren Technologien f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t verf\u00fcgbar sind. Entsprechend pl\u00e4diert Agora Agrar f\u00fcr eine st\u00e4rkere stoffliche Nutzung von Biomasse, die heute noch zu h\u00e4ufig&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/europaeische-union\/eph-treibt-holzverbrennung-in-europa-voran\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">energetisch eingesetzt<\/a>&nbsp;werde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Agrarpolitik soll Gemeinwohl und Nachhaltigkeit f\u00f6rdern&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Um all das zu realisieren, m\u00fcsse die Politik eine nachhaltigere Nachfrage in der Ern\u00e4hrung und der Bio\u00f6konomie f\u00f6rdern und Gemeinwohl-Leistungen der Land- und Forstwirtschaft honorieren, fordert der Thinktank weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Christine Chemnitz hat hier gerade die Mittel der europ\u00e4ischen Agrarpolitik im Blick. Diese m\u00fcssten gerade in Zeiten knapper Kassen gezielt f\u00fcr Gemeinwohlleistungen eingesetzt werden, sagt sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Darunter versteht die Agora-Studie zum Beispiel den Aufbau von CO<sub>2<\/sub>-Senken durch vern\u00e4sste Moore oder&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/erdsystem\/aus-einem-euro-fuer-neuen-wald-wachsen-elf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">neue W\u00e4lder<\/a>. Auch der Schutz von Oberfl\u00e4chen- und Grundwasser sowie der Artenvielfalt fallen darunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit w\u00fcrden in der bis 2027 laufenden F\u00f6rderperiode noch mehr als 60 Prozent der EU-Agrarmittel kaum oder gar nicht f\u00fcr Gemeinwohlleistungen und Nachhaltigkeitsziele verwendet, merkt die Arbeit an. Entsprechend stehe die deutsche Agrar- und Waldpolitik vor der Aufgabe, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit jener Betriebe zu st\u00e4rken, die Gemeinwohlleistungen erbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen gro\u00dfen Wert misst die Untersuchung dem Kampf gegen&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimareporter.de\/landwirtschaft\/vom-acker-in-die-tonne\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lebensmittelverschwendung<\/a>&nbsp;bei. Hier liege&nbsp;\u2013 neben der st\u00e4rker pflanzenbetonten Ern\u00e4hrung&nbsp;\u2013 einer der &#8220;zentralen Hebel&#8221; f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit, betont Christine Chemnitz, r\u00e4umt aber auch ein: &#8220;Um Lebensmittelabf\u00e4lle wirksam zu reduzieren, braucht es eine bessere Datengrundlage, wo diese anfallen&nbsp;\u2013 von der Landwirtschaft bis hin zu den privaten Haushalten.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Die fehlende Datenlage hindert die Forscherinnen und Forscher aber nicht, in der Studie den fragw\u00fcrdigen Rat zu erteilen, im Sinne einer effizienten Nutzung \u00fcbersch\u00fcssige Lebensmittel, die f\u00fcr den menschlichen Verzehr geeignet sind, weiterzuverarbeiten oder, so w\u00f6rtlich, \u00fcber die &#8220;Tafeln und andere Netzwerke&#8221; zu verteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nimmt man das f\u00fcr bare M\u00fcnze, soll ehrenamtliche Armutshilfe, wie sie \u00fcber die Tafeln stattfindet, ein Weg sein, um das Ern\u00e4hrungssystem nachhaltiger zu gestalten. Das stempelt die etwa 1,5 Millionen bed\u00fcrftigen Menschen, die in Deutschland gezwungenerma\u00dfen \u00fcber die Tafeln ihr Leben sichern m\u00fcssen, in gewisser Weise zu einer Art landwirtschaftlichem Effizienzfaktor ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer tragf\u00e4higen L\u00f6sung f\u00fcrs Klimaproblem sieht das nicht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gro\u00dffl\u00e4chige Wiedervern\u00e4ssung landwirtschaftlich genutzter Moore fordert die Denkfabrik Agora Agrar in einer jetzt ver\u00f6ffentlichten Studie. Zugleich h\u00e4lt sie es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Deutschland k\u00fcnftig weitgehend zum Selbstversorger mit Biomasse wird und deren Import stark reduziert.\u00a0\u00a0 Hat die deutsche Landwirtschaft ein Klimaproblem? Die Prognosen sagen: bis 2030 nicht. 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