{"id":172471,"date":"2026-01-23T07:20:00","date_gmt":"2026-01-23T06:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=172471"},"modified":"2026-01-20T11:14:56","modified_gmt":"2026-01-20T10:14:56","slug":"emissionshandel-21-milliarden-euro-fliesen-in-den-klima-und-transformationsfonds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/emissionshandel-21-milliarden-euro-fliesen-in-den-klima-und-transformationsfonds\/","title":{"rendered":"Emissionshandel: 21 Milliarden Euro flie\u00dfen in den Klima- und Transformationsfonds"},"content":{"rendered":"\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-1024x512.jpg\" alt=\"Etwa 11.000 Industrie- und Energieanlagen nehmen europaweit am Emissionshandel teil.\nQuelle: J\u00fcrgen Feldhaus \/ Fotolia.com\" class=\"wp-image-172476\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-300x150.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-150x75.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-768x384.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif-400x200.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/01\/chemikalien_anlage_chemieindustrie_juergen_feldhaus_fotolia_3724553_subscription_l.jpg.avif.avif 1656w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Etwa 11.000 Industrie- und Energieanlagen nehmen europaweit am Emissionshandel teil.<br>Quelle: J\u00fcrgen Feldhaus \/ Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Einnahmen aus dem europ\u00e4ischen und dem nationalen Emissionshandel lagen in Deutschland im Jahr 2025 bei 21,4 Milliarden Euro. Die Erl\u00f6se aus diesen beiden zentralen marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstrumenten lagen damit deutlich \u00fcber dem Ergebnis des Vorjahres (18,5 Milliarden Euro). Dies berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA). Die Erl\u00f6se flie\u00dfen vollst\u00e4ndig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der als Finanzierungsinstrument einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands leistet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer Emissionshandel hat sich zum zentralen sektor\u00fcbergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt. In Kombination mit weiteren wirkungsvollen Ma\u00dfnahmen setzt die CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung entscheidende Impulse f\u00fcr den klimaschonenden Umbau unserer Gesellschaft\u201c, sagt <strong>UBA-Pr\u00e4sident Dirk Messner<\/strong>. \u201eDabei spielen die Einnahmen aus dem Emissionshandel eine unerl\u00e4ssliche Rolle: Sie flie\u00dfen in Programme zum Klimaschutz, wie zum Beispiel in die energetische Geb\u00e4udesanierung, in die Dekarbonisierung der Industrie sowie in den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Elektromobilit\u00e4t und der Ladeinfrastruktur. Auf diese Weise schafft der Emissionshandel den notwendigen Dreiklang aus ambitioniertem Klimaschutz, Sozialvertr\u00e4glichkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Diese Grunds\u00e4tze m\u00fcssen in den kommenden Verhandlungen zur Reform der europ\u00e4ischen Klimaschutzpolitik f\u00fcr den Zeitraum bis 2040 und auch mit Blick auf die deutsche Klimapolitik konsequent ber\u00fccksichtigt werden.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Europ\u00e4ische Emissionshandel 1 (EU-ETS 1) umfasst die Treibhausgasemissionen aus Energie- und energieintensiven Industrieanlagen, des innereurop\u00e4ischen Luftverkehrs sowie des Seeverkehrs. Im EU-ETS 1 wurden im Jahr 2025 Auktionserl\u00f6se von rund 5,4 Milliarden Euro erzielt. Damit lagen die Einnahmen leicht unter dem Vorjahresniveau (2024: 5,5 Milliarden Euro). Dagegen stiegen die Einnahmen aus der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung im nationalen Emissionshandel (nEHS) f\u00fcr W\u00e4rme und Verkehr gegen\u00fcber dem Vorjahr deutlich an. Im nEHS lagen die Einnahmen im Jahr 2025 bei rund 16 Milliarden Euro und damit rund 23 Prozent \u00fcber dem Vorjahreswert (2024: 13 Milliarden Euro). Die Gesamteinnahmen stiegen entsprechend gegen\u00fcber dem Vorjahr sp\u00fcrbar an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EU-ETS 1: EUA-Preisanstieg und geringere Auktionsmengen im Vergleich zu 2024<\/h3>\n\n\n\n<p>Im EU-ETS 1 wird die Menge der zugeteilten Emissionsberechtigungen (EUA) j\u00e4hrlich reduziert, um die Emissionen schrittweise immer st\u00e4rker zu begrenzen. Auch im Jahr 2025 wurde die Versteigerungsmenge weiter gek\u00fcrzt. Hier spiegelt sich die europ\u00e4ische Reform zur St\u00e4rkung des Emissionshandels aus dem Jahr 2023 wider. Konkret sank die Zahl der versteigerten EUA f\u00fcr Deutschland im Jahr 2025 auf 73,5 Millionen (2024: 85 Millionen). Die Auktionen werden an der Energieb\u00f6rse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig im Auftrag des UBA durchgef\u00fchrt.<br>Durch die Marktpreisentwicklungen erh\u00f6hte sich gleichzeitig der durchschnittliche EUA-Auktionspreis: Dieser lag 2025 mit rund 74 (73,86) Euro oberhalb des Vorjahreswertes (2024: 65 Euro). Das Preisniveau im EU-ETS 1 war damit 2025 weiterhin deutlich h\u00f6her als im nEHS (55 Euro).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">nEHS: Preisanstieg und konstante Verkaufsmengen<\/h3>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend zum EU-ETS 1 startete 2021 in Deutschland der nEHS f\u00fcr W\u00e4rme und Verkehr. Bis 2022 waren zun\u00e4chst nur die Hauptbrennstoffe Benzin, Diesel, Heiz\u00f6l, Fl\u00fcssig- und Erdgas Teil des nEHS. Ab 2023 kamen alle weiteren Brennstoffe, darunter auch Kohle, dazu. Seit 2024 sind auch die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von Abfallverbrennungsanlagen erfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 277 Millionen nEHS-Zertifikate (nEZ) zu einem Festpreis von 55 Euro pro nEZ im Gesamtwert von \u00fcber 15,2 Milliarden Euro an der EEX im Auftrag des UBA verkauft. Weitere rund 17 Millionen nEZ wurden im Rahmen der begrenzten Nachkaufm\u00f6glichkeit von nEHS-Zertifikaten zum Festpreis des Vorjahres (45 Euro pro nEZ) ver\u00e4u\u00dfert \u2013 dies entspricht Erl\u00f6sen von rund 770 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen des nEHS aus dem Verkauf der insgesamt rund 294 Millionen nEZ beliefen sich damit im Jahr 2025 auf rund 16 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Preiskorridor f\u00fcr Emissionszertifikate ab 2026<\/h3>\n\n\n\n<p>Infolge des nahezu unver\u00e4nderten Umfangs ver\u00e4u\u00dferter nEHS-Zertifikate im Jahr 2025 und des von 45 auf 55 Euro gestiegenen Festpreises konnten deutlich h\u00f6here Einnahmen verzeichnet werden (2024: 295 Millionen nEZ mit den Jahreskennungen 2024 und 2023 im Gesamtwert von rund 13 Milliarden Euro). 2026 werden nEZ erstmals in einem Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55 Euro und einem H\u00f6chstpreis von 65 Euro versteigert. Ab 2028 wird der nEHS durch den bereits 2023 beschlossenen Europ\u00e4ischen Emissionshandel f\u00fcr Brennstoffe (EU-ETS 2) gr\u00f6\u00dftenteils abgel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie umfangreichen Verkaufsmengen im nEHS spiegeln das mit Blick auf die Klimaziele deutlich zu hohe Emissionsniveau im Geb\u00e4ude- und Verkehrsbereich wider. Der klimapolitische Handlungsdruck ist in diesen Sektoren enorm\u201c, sagt <strong>Christoph K\u00fchleis, kommissarischer Leiter des Fachbereichs \u201eKlimaschutz, Energie, Deutsche Emissionshandelsstelle\u201c im UBA.<\/strong> \u201eDer EU-ETS 2 hat das Potenzial, sich hier zum Taktgeber einer europ\u00e4ischen Modernisierungsagenda zu entwickeln. Denn er steigert die Wirtschaftlichkeit klimaschonender Technologien und schafft gleichzeitig \u00fcber die Versteigerungserl\u00f6se den Spielraum f\u00fcr eine gezielte soziale Flankierung.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die DEHSt im UBA ist f\u00fcr den Vollzug des nationalen Emissionshandels, des Europ\u00e4ischen Emissionshandels und seit Dezember 2023 auch f\u00fcr den Europ\u00e4ischen CO<sub>2<\/sub>-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) in Deutschland zust\u00e4ndig. Die DEHSt \u00fcbernimmt auch die wichtige Rolle als direkter Anbieter von EUA und nEZ f\u00fcr Deutschland auf dem Prim\u00e4rmarkt der Leipziger Energieb\u00f6rse EEX. Die EEX verkauft und versteigert EUA und nEZ im Auftrag des UBA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einnahmen aus dem europ\u00e4ischen und dem nationalen Emissionshandel lagen in Deutschland im Jahr 2025 bei 21,4 Milliarden Euro. 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