{"id":171501,"date":"2025-12-12T07:37:00","date_gmt":"2025-12-12T06:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=171501"},"modified":"2025-12-11T13:28:47","modified_gmt":"2025-12-11T12:28:47","slug":"nobelpreis-fur-mofs-durch-nanostrukturen-lasst-sich-in-grosem-stil-kohlendioxid-aus-der-luft-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nobelpreis-fur-mofs-durch-nanostrukturen-lasst-sich-in-grosem-stil-kohlendioxid-aus-der-luft-holen\/","title":{"rendered":"Nobelpreis f\u00fcr MOFs: Durch Nanostrukturen l\u00e4sst sich in gro\u00dfem Stil Kohlendioxid aus der Luft holen"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"414\" height=\"416\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/12\/P239_BASF-MOFs_2_nano.jpg\" alt=\"BASF hat MOFs bereits im industriellen Ma\u00dfstab hochskaliert und produziert. Mit ihren kristallinen, dreidimensionalen Strukturen bieten MOFs eine hohe Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr eine Vielzahl von Molek\u00fclen, darunter Kohlendioxid (CO\u2082) und Wasser (H\u2082O). \" class=\"wp-image-171519\" style=\"width:362px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/12\/P239_BASF-MOFs_2_nano.jpg 414w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/12\/P239_BASF-MOFs_2_nano-300x300.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/12\/P239_BASF-MOFs_2_nano-150x150.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/12\/P239_BASF-MOFs_2_nano-269x270.jpg 269w\" sizes=\"auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">BASF hat MOFs bereits im industriellen Ma\u00dfstab hochskaliert und produziert. Mit ihren kristallinen, dreidimensionalen Strukturen bieten MOFs eine hohe Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr eine Vielzahl von Molek\u00fclen, darunter Kohlendioxid (CO\u2082) und Wasser (H\u2082O).\u00a0\u00a9 BASF<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Chemie-Nobelpreis 2025 f\u00fcr Metallorganische Ger\u00fcstverbindungen (MOFs)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>BASF stellt MOFs bereits industriell her<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>CO\u2082\u00a0oder Wasserdampf lassen sich in gro\u00dfen Mengen auf kleinstem Raum speichern<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>BASF stellt Metallorganische Ger\u00fcstverbindungen (engl.: metal-organic frameworks, MOFs) zur CO\u2082-Abscheidung im industriellen Ma\u00dfstab her. Die Nanostrukturen k\u00f6nnen auf ihrer Oberfl\u00e4che gro\u00dfe Mengen von Molek\u00fclen aufnehmen. F\u00fcr die Entwicklung dieser MOF-Strukturen verleiht die K\u00f6niglich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am 10. Dezember 2025 den diesj\u00e4hrigen Nobelpreis f\u00fcr Chemie. Der Preis geht an die Materialforscher Prof. Omar M. Yaghi, University of California\/USA, Prof. Susumu Kitagawa, Kyoto University\/Japan und Prof. Richard Robson, University of Melbourne\/Australien.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Preisverk\u00fcndung im Oktober  hatte das Nobelkomitee f\u00fcr Chemie unter anderem die MOF-Verbindung CALF-20 pr\u00e4sentiert, die BASF an ihrem Produktionsstandort in Seneca, South Carolina, USA, herstellt. Das kanadische Unternehmen Svante Technologies Inc. verwendet CALF-20, um CO\u2082\u00a0aus Gasstr\u00f6men abzutrennen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>MOFs sind schwammartige kristalline, dreidimensionale Strukturen aus Metallen und organischen Molek\u00fclen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber nanometergro\u00dfe Poren und eine innere Oberfl\u00e4che von bis zu 10.000 Quadratmetern pro Gramm \u2013 gr\u00f6\u00dfer als ein Fu\u00dfballfeld &#8211; und k\u00f6nnen gro\u00dfe Mengen von Molek\u00fclen einlagern. MOFs k\u00f6nnen so hergestellt werden, dass sie in der Lage sind, ganz bestimmte Molek\u00fcle einzufangen und zu speichern. Mit ihrer Struktur sind sie ideal daf\u00fcr geeignet, Gase wie CO\u2082&nbsp;oder Wasserdampf auf kleinstem Raum abzuscheiden oder chemische Reaktionen zu katalysieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eUnsere MOFs haben bereits heute in kommerziellen Anwendungen dazu beitragen, CO\u2082\u00a0abzuscheiden und Wasser aus der Luft zu gewinnen. Es freut uns sehr, dass das Nobelpreiskomitee die Bedeutung dieser Materialien anerkennt und zugleich weitere Anwendungsfelder in den Fokus r\u00fcckt, die wir gemeinsam mit Partnern erschlie\u00dfen m\u00f6chten\u201c, sagt <strong>Dr. Detlef Ruff, Senior Vice President Chemical Catalysts and Adsorbents bei BASF.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>MOFs von den Anf\u00e4ngen bis heute&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die BASF-Forschung an MOFs begann vor rund 25 Jahren. In diesem Zeitraum haben die Forscherinnen und Forscher die unterschiedlichsten MOFs f\u00fcr verschiedene Anwendungen untersucht und entwickelt: von der Wasserstoffspeicherung \u00fcber die Erdgasspeicherung bis zur Speicherung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und Wasser.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit stehen bei BASF besonders zwei Anwendungen im Fokus: die Speicherung von Wasser sowie von CO<sub>2<\/sub>. Bei der Wasserspeicherung ziehen MOFs Feuchtigkeit aus der Luft. Dies nutzt BASF bereits in Pilotprojekten, um zum Beispiel Klimaanlagen zu entfeuchten. Alternativ k\u00f6nnte die Wasserspeicherung durch MOFs in Zukunft dabei helfen, trockene Gegenden mit aus der W\u00fcstenluft eingefangenem Wasser zu versorgen. MOFs k\u00f6nnen au\u00dferdem eingesetzt werden, um Kohlenstoffemissionen in verschiedenen Industriezweigen zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nobelpreisverleihung zeigt, dass sich der lange Atem der BASF bei der MOF-Forschung ausgezahlt hat. BASF hat dabei \u00fcber viele Jahre mit Professor Omar Yaghi zusammengearbeitet und ist noch heute eng mit ihm verbunden. Unter anderem ist Yaghi Mitgr\u00fcnder der California Research Alliance (CARA), einer von BASF initiierten Forschungskooperation in den USA.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:17px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber BASF<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>BASF steht f\u00fcr Chemie f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die gr\u00fcne Transformation unserer Kunden zu erm\u00f6glichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen L\u00e4ndern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition &amp; Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions geb\u00fcndelt. BASF erzielte 2024 weltweit einen Umsatz von 65,3 Milliarden&nbsp;\u20ac. BASF-Aktien werden an der B\u00f6rse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.basf.com\/global\/de\">www.basf.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BASF stellt Metallorganische Ger\u00fcstverbindungen (engl.: metal-organic frameworks, MOFs) zur CO\u2082-Abscheidung im industriellen Ma\u00dfstab her. Die Nanostrukturen k\u00f6nnen auf ihrer Oberfl\u00e4che gro\u00dfe Mengen von Molek\u00fclen aufnehmen. F\u00fcr die Entwicklung dieser MOF-Strukturen verleiht die K\u00f6niglich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am 10. 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