{"id":170959,"date":"2025-11-28T07:35:00","date_gmt":"2025-11-28T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=170959"},"modified":"2025-11-25T12:53:12","modified_gmt":"2025-11-25T11:53:12","slug":"ministerin-gorisen-stellt-waldzustandsbericht-2025-vor-wald-erholt-sich-leicht-aber-keine-trendwende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ministerin-gorisen-stellt-waldzustandsbericht-2025-vor-wald-erholt-sich-leicht-aber-keine-trendwende\/","title":{"rendered":"Ministerin Gori\u00dfen stellt Waldzustandsbericht 2025 vor: Wald erholt sich leicht \u2013 aber keine Trendwende"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"675\" height=\"500\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/wald_licht_-_fancycrave.com_21042259795_ffb5f10d92_o.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-170992\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/wald_licht_-_fancycrave.com_21042259795_ffb5f10d92_o.jpg 675w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/wald_licht_-_fancycrave.com_21042259795_ffb5f10d92_o-300x222.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/wald_licht_-_fancycrave.com_21042259795_ffb5f10d92_o-150x111.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/wald_licht_-_fancycrave.com_21042259795_ffb5f10d92_o-365x270.jpg 365w\" sizes=\"auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 fancycrave.com<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Die Gesundheit des Waldes geht alle an. Als Klimasch\u00fctzer, Holzlieferant, Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen und beliebter Erholungsraum hat der Wald grundlegend wichtige Funktionen f\u00fcr die Natur und die Menschen. Um den Wald besser sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen, sind Daten notwendig, die Forstfachleute des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen \u00fcber mehrere Monate im Jahr sammeln, auswerten und in der j\u00e4hrlichen Waldzustandserhebung ver\u00f6ffentlichen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zentralen Ergebnisse des Waldzustandsberichts 2025 pr\u00e4sentierte Ministerin Silke Gori\u00dfen am Donnerstag, 20. November, in D\u00fcsseldorf:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Ministerin Silke Gori\u00dfen<\/strong>: \u201eDie gute Nachricht zuerst: Dem Wald in Nordrhein-Westfalen geht es etwas besser als in den vergangenen Jahren, die seit 2018 stark von der Borkenk\u00e4ferplage und ihren Folgen gepr\u00e4gt waren. Nach mehreren schweren Jahren gewinnt der Wald leicht an Kraft und damit gewinnen wir auch mehr Zeit f\u00fcr die notwendige Anpassung an den Klimawandel.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Ministerin<\/strong> weiter: \u201eDie W\u00e4lder konnten von den guten Witterungsbedingungen und ausreichender Wasserversorgung in den Waldb\u00f6den profitieren, so etwa bei der Buche. Zudem nimmt die Fl\u00e4che mit jungen B\u00e4umen zu \u2013 der vorangetriebene Waldumbau wirkt. Dennoch sind vielerorts die Zust\u00e4nde der B\u00e4ume weiter kritisch \u2013 gerade bei der Eiche. Wir m\u00fcssen die Widerstandsf\u00e4higkeit der W\u00e4lder weiter st\u00e4rken und den Umbau zu starken Mischw\u00e4ldern fortsetzen. Die Wiederbewaldung bleibt eine Generationenaufgabe.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>W\u00e4lder haben sich etwas erholt \u2013 Waldumbau macht sich bemerkbar<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die insgesamt niederschlagsreichen Jahre 2023 und 2024 sowie ein meist ausreichend nasses 2025 haben den B\u00e4umen geholfen, die Sch\u00e4den der vorangegangenen Extremjahre zumindest in Teilen auszugleichen. 29 Prozent der B\u00e4ume zeigten in diesem Jahr eine gesunde, dichte Baumkrone aus Bl\u00e4ttern oder Nadeln. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil der B\u00e4ume mit einer nur leicht verlichteten Krone hat sich vergr\u00f6\u00dfert und zwar um drei Prozent auf nun 37 Prozent. Dementsprechend hat sich der Anteil schwer gesch\u00e4digter B\u00e4ume mit stark verlichteter Krone auf 34 Prozent und damit um f\u00fcnf Prozent verringert. Gleichzeitig verfestigt sich der Eindruck, dass der seit einigen Jahren vorangetriebenen Waldumbau zu wirken beginnt. Der Wald wird j\u00fcnger und reicher an Baumarten. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Landeswaldinventur. Die Fl\u00e4che der W\u00e4lder, auf denen junge B\u00e4ume bis 20 Jahre wachsen, hat um gut 35.000 Hektar zugenommen. In dieser Altersklasse dominiert das Laubholz mit einem Anteil von 72 Prozent. Um diesen Erfolg zu verstetigen, ist in den kommenden Jahren eine besondere Pflege notwendig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>D\u00fcrre, Hitze, S\u00e4ure- und N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge sch\u00e4digen Waldb\u00e4ume<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung darf nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der Klimawandel weitere negative Auswirkungen auf den Wald hat. Zudem sind die Einwirkungen aus Industriegesellschaft und Verkehr gro\u00df. Ursache f\u00fcr die Waldsch\u00e4den ist nach wie vor auch die Versauerung der Waldb\u00f6den durch langfristige S\u00e4ure- und N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge. Hinzu kommen Sch\u00e4den durch die Auswirkungen des Klimawandels \u2013 D\u00fcrre und Hitze, die das Feinwurzelsystem und die Leitungsbahnen der B\u00e4ume sch\u00e4digen, sowie Sch\u00e4den durch Insekten wie etwa den Eichenprachtk\u00e4fer. Nicht nur Nadelb\u00e4ume, sondern auch heimische Laubb\u00e4ume sind stark betroffen. So ist die Eiche besonders gesch\u00e4digt \u2013 nur sieben Prozent der Eichen weisen keine Kronenverlichtung auf. Zwar hat auch die Eiche von den gr\u00f6\u00dferen Niederschlagsmengen profitiert, doch ihr geht es weiterhin vergleichsweise schlecht. Der Buche hingegen geht es deutlicher besser: 24 Prozent der Buchen zeigen keine Sch\u00e4den und 40 Prozent geringe Sch\u00e4den.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Tim Scherer, Wald und Holz:<\/strong> \u201eEine gute Nachricht ist sicherlich, dass sich die Situation beim Borkenk\u00e4fer deutlich entspannt hat \u2013 das verschafft dem Wald und uns allen eine gewisse Atempause. Dennoch bleibt Wachsamkeit geboten: Geschw\u00e4chte B\u00e4ume k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch von anderen Schadinsekten befallen werden, etwa vom Eichenprachtk\u00e4fer. Und auch hinsichtlich der Borkenk\u00e4fer kann ein sehr trockenes Jahr die Situation wieder versch\u00e4rfen. Unsere F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster beobachten die Entwicklung daher genau und stehen dem privaten Waldbesitz jederzeit beratend zur Seite.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00f6rderung f\u00fcr die Wiederbewaldung wird fortgesetzt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit seiner absoluten Gr\u00f6\u00dfe von 950.000 Hektar Wald geh\u00f6rt Nordrhein-Westfalen zu den waldreichsten Bundesl\u00e4ndern. Auf vielen Schadfl\u00e4chen wachsen schon junge B\u00e4ume, doch die Wiederbewaldung bleibt eine wichtige Aufgabe. Deshalb bietet das Land Nordrhein-Westfalen zur Wiederbewaldung und zur Entwicklung klimaanpassungsf\u00e4higer Mischw\u00e4lder vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzungsangebote an: fachliche Empfehlungen, so etwa das Waldbau- und Wiederbewaldungskonzept, digitale Informationen \u00fcber Waldinfo.NRW, vielf\u00e4ltige Beratungsgebote der Regionalforst\u00e4mter, Schulungen und finanzielle F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Waldbesitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landesregierung hat die Waldbesitzenden seit 2018 mit insgesamt mehr als 160 Millionen Euro bei der Beseitigung der Waldsch\u00e4den und der Wiederbewaldung unterst\u00fctzt. Allein in 2025 wurden mehr als 16,5 Millionen Euro F\u00f6rdergelder bereitgestellt, um vor allem die gro\u00dfen Schadfl\u00e4chen, wieder zu bewalden. Bis Ende dieses Jahres werden damit Kalamit\u00e4tsfl\u00e4chen im Umfang von 15.000 Hektar mit Unterst\u00fctzung des Landes wieder aufgeforstet. Auch in 2026 sieht das Land vor, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bei der Wiederbewaldung umfassend zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:16px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrund Waldzustandsbericht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Waldzustandserhebung und die weiteren Untersuchungen des forstlichen Umweltmonitorings in Nordrhein-Westfalen werden seit rund 40 Jahren allj\u00e4hrlich durchgef\u00fchrt und liefern wichtige Informationen zum \u00f6kologischen Zustand der W\u00e4lder. Die Ergebnisse sind auch eine zentrale Informationsgrundlage f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der vielf\u00e4ltigen Waldfunktionen und f\u00fcr die Waldbewirtschaftung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Den Waldzustandsbericht 2025 gibt es als Download in der Kurz- und in der Langfassung unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mlv.nrw.de\/kontakt\/broschueren\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.mlv.nrw.de\/kontakt\/broschueren<\/a>\/<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesundheit des Waldes geht alle an. Als Klimasch\u00fctzer, Holzlieferant, Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen und beliebter Erholungsraum hat der Wald grundlegend wichtige Funktionen f\u00fcr die Natur und die Menschen. 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