{"id":17053,"date":"2013-10-01T13:12:46","date_gmt":"2013-10-01T11:12:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/agrar_forstwissenschaften\/rendez_vous_acker_vernetzte_landmaschinen_stimmen_220683.html"},"modified":"2013-10-03T14:49:11","modified_gmt":"2013-10-03T12:49:11","slug":"rendez-vous-auf-dem-acker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rendez-vous-auf-dem-acker\/","title":{"rendered":"Rendez-vous auf dem Acker"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte mit Transportarbeiten. Wege und Abl\u00e4ufe in der Erntelogistik k\u00f6nnen dabei noch effizienter gestaltet werden. Genau hier setzt das jetzt erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt marion (mobile autonome, kooperative Roboter in komplexen Wertsch\u00f6pfungsketten) an, das vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie (BMWi) gef\u00f6rdert wurde. In einem Abschlusssymposium kamen die Partner CLAAS \u2013 einer der weltweit f\u00fchrenden Hersteller von Landtechnik \u2013, DFKI (Deutsches Forschungszentrum f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz), STILL (Intralogistiksysteme) und das IT-Dienstleistungsunternehmen Atos zusammen, um die Ergebnisse ihrer Arbeit vorzustellen. Drei Jahre haben Entwickler verschiedener Disziplinen Hand in Hand gearbeitet, um Maschinen teamf\u00e4hig zu machen, sie miteinander zu vernetzen und als ein Team agieren zu lassen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMaschinen, die sich miteinander abstimmen, erzielen gemeinsam eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t, als wenn jede Maschine f\u00fcr sich allein handelt\u201c, sagt Dr. Hermann Garbers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Technologie und Qualit\u00e4t von CLAAS. Auf einem Testgel\u00e4nde in der N\u00e4he des CLAAS Stammwerks Harsewinkel funktioniert dies bereits. Ein M\u00e4hdrescher und ein Traktor mit \u00dcberladewagen zeigen vor \u00fcber 100 geladenen G\u00e4sten, Pressevertretern und Projektbeteiligten wie eine typische Erntesituation in Zukunft aussehen kann.<\/p>\n<p>Ein von DFKI-Forschern in Osnabr\u00fcck und Bremen entwickeltes Planungssystem berechnet aufeinander abgestimmte Fahrrouten f\u00fcr M\u00e4hdrescher und \u00dcberladefahrzeug, damit das \u00dcberladefahrzeug zum richtigen Zeitpunkt zum \u00dcberladen am sogenannten \u201eRendez-vous-Punkt\u201c bereitsteht. Dabei werden F\u00fcllst\u00e4nde, bereits abgeerntete Fl\u00e4chen, schwankende Ertr\u00e4ge und Position und Geschwindigkeit der Maschinen ber\u00fccksichtigt. So kann der anfangs vom Planungssystem berechnete optimale Rendez-vous-Punkt korrigiert werden. Dies ist unter anderem notwendig, da der Ernteertrag auch auf ein und demselben Schlag variiert. Stehen die Halme beispielsweise dichter, ist der Korntank schneller gef\u00fcllt als noch vor wenigen Minuten angenommen. Die Feinabstimmung erfolgt dabei automatisch und ohne Eingriff der Fahrer. Nachdem das \u00dcberladefahrzeug auf der optimalen Fahrroute zum Rendez-vous-Punkt gef\u00fchrt wurde, kann der Korntank w\u00e4hrend der Fahrt abgetankt werden. W\u00e4hrend des gesamten Vorgangs k\u00f6nnen die Fahrer die H\u00e4nde vom Lenkrad nehmen, denn die Maschinen werden GPS-gest\u00fctzt gesteuert. Dabei werden die Fahrer st\u00e4ndig \u00fcber die geplanten Vorg\u00e4nge informiert und k\u00f6nnen so jederzeit in den Prozess eingreifen.<\/p>\n<p>Was im Forschungsprojekt bereits funktioniert, ist noch kein ausgereiftes Produkt. Das ist der n\u00e4chste Schritt. \u201eDie Ergebnisse aus dem marion Projekt sind weiter in bestehende Technik zu integrieren\u201c, sagt Prof. Dr. Joachim Hertzberg, Leiter der Au\u00dfenstelle des DFKI-Forschungsbereichs Robotics Innovation Center an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck. Es gehe nicht darum, vollkommen neue Landmaschinen mit zu entwickeln. Vielmehr gelte es, bereits auf dem Markt befindliche Maschinen intelligenter und selbst\u00e4ndiger zu machen. Schlie\u00dflich sind die Verfahren in den Maschinen bereits \u00fcber viele Jahre erprobt.<\/p>\n<h3><em><strong>\u00dcber das DFKI Robotics Innovation Center<br \/>\n<\/strong><\/em><em>Das Robotics Innovation Center z\u00e4hlt zum Bremer Standort des Deutschen Forschungszentrums f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (DFKI) GmbH. Hier und in der Au\u00dfenstelle an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Frank Kirchner mobile Robotersysteme, die an Land, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum f\u00fcr komplexe Aufgaben eingesetzt werden. Das erfordert sowohl ein Design nach neuesten Erkenntnissen der Mechatronik als auch eine Programmierung auf Basis komplexer, massiv-paralleler eingebetteter Systeml\u00f6sungen. Das DFKI mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbr\u00fccken und Bremen sowie dem Projektb\u00fcro in Berlin ist das weltweit gr\u00f6\u00dfte Forschungszentrum auf dem Gebiet der K\u00fcnstlichen Intelligenz.<\/em><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Agrar- Forstwissenschaften] Wege und Abl&auml;ufe in der Erntelogistik k&ouml;nnen dabei noch effizienter ges&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[5506,6352,1316,5503,5504],"class_list":["post-17053","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-atos-information-technology-gmbh","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-claas-gruppe","supplier-deutsches-forschungszentrum-fur-kunstliche-intelligenz","supplier-still-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17053","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17053"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17053\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17053"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=17053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}