{"id":170187,"date":"2025-11-11T07:35:00","date_gmt":"2025-11-11T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=170187"},"modified":"2025-11-07T10:37:28","modified_gmt":"2025-11-07T09:37:28","slug":"vom-abfall-zum-wertstoff-recycling-von-automobil-schredder-ruckstanden-und-bioabfall-zu-hochwertigen-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vom-abfall-zum-wertstoff-recycling-von-automobil-schredder-ruckstanden-und-bioabfall-zu-hochwertigen-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Vom Abfall zum Wert(stoff): Recycling von Automobil-Schredder-R\u00fcckst\u00e4nden und Bioabfall zu hochwertigen Rohstoffen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"414\" height=\"310\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/P223_Gasification_press_photo.jpg\" alt=\"In einer neuen Studie zeigt die ETH Z\u00fcrich, dass die Gasi\u00adfi\u00adzierung von Auto\u00admobil\u00adschredder\u00adr\u00fcck\u00adst\u00e4nden zusammen mit Bio\u00adabfall weniger Treib\u00adhaus\u00adgas\u00ademissionen erzeugt als die Verbren\u00adnung der Abf\u00e4lle mit Energie\u00adr\u00fcck\u00adgewinnung. Gleich\u00adzeitig entsteht ein neuer, zirku\u00adl\u00e4rer Roh\u00adstoff f\u00fcr die chemische Industrie.\n\" class=\"wp-image-170192\" style=\"width:370px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/P223_Gasification_press_photo.jpg 414w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/P223_Gasification_press_photo-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/P223_Gasification_press_photo-150x112.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/11\/P223_Gasification_press_photo-361x270.jpg 361w\" sizes=\"auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">In einer neuen Studie zeigt die ETH Z\u00fcrich, dass die Gasi\u00adfi\u00adzierung von Auto\u00admobil\u00adschredder\u00adr\u00fcck\u00adst\u00e4nden zusammen mit Bio\u00adabfall weniger Treib\u00adhaus\u00adgas\u00ademissionen erzeugt als die Verbren\u00adnung der Abf\u00e4lle mit Energie\u00adr\u00fcck\u00adgewinnung. Gleich\u00adzeitig entsteht ein neuer, zirku\u00adl\u00e4rer Roh\u00adstoff f\u00fcr die chemische Industrie. \u00a9 BASF<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>ETH Z\u00fcrich bewertet die Emissionen eines neuen, nicht-fossilen Rohstoffs<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Chemisches Recycling via Gasifizierung von gemischten Kunststoffabf\u00e4llen funktioniert\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Forscher der ETH Z\u00fcrich haben in Zusammenarbeit mit der BASF SE eine alternative Nutzung von gemischten Kunststoffabf\u00e4llen untersucht &#8211; Recycling zusammen mit Biomasse. Die Ergebnisse zeigen: Das Recycling von einem Kilogramm Autoschredder-R\u00fcckst\u00e4nden mit drei Kilogramm biogenem Material reduziert die Treibhausgasemissionen um mehr als drei Kilogramm CO<sub>2<\/sub>-eq. verglichen mit der Verbrennung unter Energier\u00fcckgewinnung. F\u00fcr die aktuell diskutierten neuen EU-Regulierungen f\u00fcr Altfahrzeuge sind diese Erkenntnisse von Bedeutung.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die ETH-Studie schlie\u00dft sich an ein Pilotprojekt an, das von BASF und BEST GmbH\/\u00d6sterreich Mitte 2025 durchgef\u00fchrt wurde. Zum ersten Mal lie\u00df sich in diesem&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.basf.com\/global\/de\/media\/news-releases\/2025\/09\/p-25-160\">Projekt in der Pilotanlage von BEST<\/a>&nbsp;die Gasifizierung von Biomasse zusammen mit Kunststoffabfall aus dem Automobil-Schredder durchf\u00fchren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weniger Abfall, neue Rohstoffe, verminderte Emissionen&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Studie zeigt: Anstatt weiterhin Bio- und gemischte Kunststoffabf\u00e4lle zur Strom- und Dampferzeugung zu verbrennen, wird durch das gemeinsame Gasifizieren neben Dampf vor allem Synthesegas erzeugt, ein wertvoller Rohstoff f\u00fcr Chemikalien. Durch die Bereitstellung dieses neuartigen, zirkul\u00e4ren Rohstoffs f\u00fcr die chemische Industrie wird der Bedarf an fossilen Ressourcen vermindert, wodurch sich Emissionen senken lassen und Kohlenstoff im Kreislauf bleibt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDas Schlie\u00dfen des Kohlenstoffkreislaufs durch Kunststoffrecycling ist nicht nur vorteilhaft f\u00fcr das Klima, sondern auch entscheidend f\u00fcr die Ressourcen-Schonung \u2013 ein wesentlicher Schritt hin zu einer Kunststoffindustrie, die innerhalb der planetaren Grenzen operiert\u201c, sagt <strong>Andr\u00e9 Bardow, Professor an der ETH Z\u00fcrich.<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Um fossile Rohstoffe durch Alternativen aus Kunststoff- und Bioabfall zu ersetzen, ist jedoch ein unterst\u00fctzender Rechtsrahmen erforderlich, der gemischte Kunststoffabf\u00e4lle als recycelbar anerkennt und f\u00fcr die Gesellschaft langfristige Ziele f\u00fcr das Recycling festlegt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eAmbitionierte Zielvorgaben statt Opt-out- und \u00dcberpr\u00fcfungsklauseln sollten die Grundlage f\u00fcr politische Ma\u00dfnahmen sein, die es der Industrie erm\u00f6glichen, \u00f6kologische Ziele zu erreichen. Dar\u00fcber hinaus sind Sektorkopplung und branchen\u00fcbergreifende Zusammenarbeit unerl\u00e4sslich, um die Emissionsreduktion zu beschleunigen\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Prof. Catharina Bening von der ETH.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Gesetzgebung die Gasifizierung von Bioabfall bereits beg\u00fcnstigt \u2013 was zu ersten Investitionen in Schiffs- und Flugkraftstoffe gef\u00fchrt hat \u2013, gibt es keine vergleichbare Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Recycling von gemischten Kunststoffabf\u00e4llen mit dieser Methode. \u201eEs ist einfach nicht effizient, separate Gasifizierungsanlagen f\u00fcr Bio- und Kunststoffabf\u00e4lle zu betreiben. Stattdessen fordern wir eine Politik, die eine Mehrzweck-Nutzung der Anlagen mit Hilfe eines gepr\u00fcften, flexiblen Massenbilanz-Ansatzes erm\u00f6glicht\u201c, schlie\u00dft Martin Jung, Pr\u00e4sident Performance Materials, BASF.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Million Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle aus Altfahrzeugen sinnvoll nutzen&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Mengenpotenzial f\u00fcr das Recycling von Kunststoffabfall aus dem Automobilbereich ist erheblich. Forscher sch\u00e4tzen, dass derzeit in Europa j\u00e4hrlich \u00fcber eine Million Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle aus Kraftfahrzeugen verbrannt oder deponiert werden. Zwar gibt es M\u00f6glichkeiten, noch mehr und besser zu sortieren (z. B. f\u00fcr das mechanische Recycling), doch bleibt immer ein Reststrom an gemischten Abfallstr\u00f6men \u00fcbrig. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass das Recycling dieser Kunststoffabf\u00e4lle zusammen mit Biomasse in einer Anlage mit Mehrzweck-Nutzung m\u00f6glich ist und zu geringeren CO<sub>2<\/sub>-Emissionen f\u00fchrt als die Verbrennung mit Energier\u00fcckgewinnung.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die hohe Qualit\u00e4t der neuen zirkul\u00e4ren Rohstoffe, die aus diesen Abf\u00e4llen hervorgehen, haben die daraus gefertigten Produkte Neuwarequalit\u00e4t und erf\u00fcllen die anspruchsvollen Anforderungen von Hochleistungskunstoffen, wie sie vor allem f\u00fcr sicherheitsrelevante Automobilbauteile ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zusatzinformation<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den hier genannten Emissionen handelt es sich um Treibhausgas-Emissionen, gemessen als CO<sub>2<\/sub>-Emissions\u00e4quivalente (CO<sub>2<\/sub>-eq) und gerechnet auf einer sogenannten Cradle-to-Gate-Basis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse dieser Studie werden aktuell f\u00fcr eine Publikation in einem Fachmagazin vorbereitet und sind auf Anfrage bereits jetzt \u00fcber das Kontaktformular auf folgender Webseite verf\u00fcgbar:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.plastics.basf.de\/gasifizierung\">www.plastics.basf.de\/gasifizierung<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber BASF<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>BASF steht f\u00fcr Chemie f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte&nbsp;Chemieunternehmen sein, um die gr\u00fcne Transformation unserer Kunden zu erm\u00f6glichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen L\u00e4ndern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition &amp; Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions geb\u00fcndelt. BASF erzielte 2024 weltweit einen Umsatz von 65,3 Milliarden \u20ac. BASF-Aktien werden an der B\u00f6rse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.basf.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.basf.com<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher der ETH Z\u00fcrich haben in Zusammenarbeit mit der BASF SE eine alternative Nutzung von gemischten Kunststoffabf\u00e4llen untersucht &#8211; Recycling zusammen mit Biomasse. Die Ergebnisse zeigen: Das Recycling von einem Kilogramm Autoschredder-R\u00fcckst\u00e4nden mit drei Kilogramm biogenem Material reduziert die Treibhausgasemissionen um mehr als drei Kilogramm CO2-eq. verglichen mit der Verbrennung unter Energier\u00fcckgewinnung. 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