{"id":169355,"date":"2025-10-23T07:20:00","date_gmt":"2025-10-23T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=169355"},"modified":"2025-10-17T15:05:35","modified_gmt":"2025-10-17T13:05:35","slug":"reiche-will-bei-klimaschutzvertragen-auch-co%e2%82%82-speicherung-fordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reiche-will-bei-klimaschutzvertragen-auch-co%e2%82%82-speicherung-fordern\/","title":{"rendered":"Reiche will bei Klimaschutzvertr\u00e4gen auch CO\u2082-Speicherung f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Bundeswirtschaftsministerin&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/katherina-reiche\">Katherina Reiche<\/a>&nbsp;(CDU) will bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-03\/robert-habeck-ausschreibung-klimaschutzvertraege-start\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klimaschutzvertr\u00e4gen<\/a>&nbsp;mit der Industrie k\u00fcnftig auch die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) f\u00f6rdern.&nbsp;Ihr Ministerium startete das Verfahren f\u00fcr eine neue Runde sogenannter Klimaschutzvertr\u00e4ge, mit denen der klimafreundliche Umbau energieintensiver Branchen wie Chemie, Stahl, Zement und Glas unterst\u00fctzt werden soll.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/politik\/2025-10\/industrie-bundeswirtschaftsministerin-katherina-reiche-bild\/wide__1000x562\" alt=\"Industrie: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die deutsche Industrie klimafreundlicher machen. Daf\u00fcr will sie Unternehmen finanziell unterst\u00fctzen, die ihre Produktion umstellen.\" style=\"aspect-ratio:1.7793594306049823;width:735px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die deutsche Industrie klimafreundlicher machen. Daf\u00fcr will sie Unternehmen finanziell unterst\u00fctzen, die ihre Produktion umstellen.\u00a0\u00a9\u00a0Patrick Pleul\/\u200bdpa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Bei diesen Klimaschutzvertr\u00e4gen, auch CO\u2082-Differenzvertr\u00e4ge genannt, \u00fcbernimmt der Staat einen Teil der Mehrkosten, die entstehen, wenn Unternehmen auf klimafreundlichere Produktionsverfahren umstellen. Dadurch sollen Betriebe ermutigt werden, in moderne, emissionsarme Technologien zu investieren. Die Vertr\u00e4ge laufen \u00fcber 15 Jahre und sch\u00fctzen die Unternehmen zudem vor Preisschwankungen bei CO\u2082-Zertifikaten und Energie.<\/p>\n\n\n\n<p>Im nun gestarteten Vorverfahren k\u00f6nnen Unternehmen bis zum 1. Dezember 2025 neue Projekte f\u00fcr die Teilnahme an der Auktion anmelden. Dies ist die Voraussetzung, um im kommenden Jahr ein Gebot abgeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neu ist, dass k\u00fcnftig auch Verfahren zur Abscheidung,\u00a0<a class=\"\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-06\/robert-habeck-klimaschutzvertraege-industrie-start-foerderprogramm\" target=\"_blank\">Speicherung oder Nutzung von Kohlendioxid<\/a>\u00a0(CCS und CCU) f\u00f6rderf\u00e4hig sind. Das bedeutet, dass Unternehmen finanzielle Unterst\u00fctzung erhalten k\u00f6nnen, wenn sie CO\u2082, das bei der Produktion entsteht, auffangen, speichern oder weiterverwenden \u2013 etwa als Rohstoff in der Chemieindustrie.\u00a0Im Vergleich zur ersten Runde 2024 werde das Instrument flexibler und mittelstandsfreundlicher gestaltet, hie\u00df es aus dem Ministerium unter Verweis auf CO\u2082-Abscheidung und -Speicherung: &#8220;CCU\/S machen wir f\u00f6rderf\u00e4hig.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung gegen festgelegte Ziele<\/h3>\n\n\n\n<p>Unternehmen k\u00f6nnen bis zum 1. Dezember 2025 neue Projekte anmelden, um an der kommenden Ausschreibungsrunde teilzunehmen.\u00a0Das eigentliche Auswahlverfahren f\u00fcr die Klimaschutzvertr\u00e4ge soll Mitte 2026 beginnen. Im Bundeshaushalt sind daf\u00fcr rund sechs Milliarden Euro eingeplant. Die Vertr\u00e4ge sollen Unternehmen 15 Jahre lang vor finanziellen Risiken sch\u00fctzen \u2013 zum Beispiel, wenn die Preise f\u00fcr Energie oder CO\u2082 stark schwanken. Der Staat \u00fcbernimmt dabei die zus\u00e4tzlichen Kosten, die entstehen, wenn Firmen auf klimafreundlichere Produktionsverfahren umstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>So sollen sich gro\u00dfe Investitionen in neue Technologien schon lohnen, bevor diese wirtschaftlich konkurrenzf\u00e4hig sind, so das Ministerium. Die F\u00f6rderung wird \u00fcber ein Auktionsverfahren vergeben: Den Zuschlag bekommen die Projekte, die am g\u00fcnstigsten CO\u2082 einsparen, also die geringste F\u00f6rderung pro eingesparter Tonne CO\u2082 ben\u00f6tigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegenzug m\u00fcssen die gef\u00f6rderten Unternehmen verbindlich festgelegte Ziele zur CO\u2082-Reduktion erreichen. Bevor das Programm starten kann, muss allerdings noch der Bundeshaushalt 2026 im Bundestag beschlossen werden. Au\u00dferdem braucht es eine Genehmigung der EU-Kommission, weil staatliche Beihilfen in der EU \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ampel setzte bereits auf das F\u00f6rderprogramm<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Umsetzung der Klimaschutzvertr\u00e4ge durch die Bundesregierung unter Friedrich Merz war nicht selbstverst\u00e4ndlich. Innerhalb der Union gab es zun\u00e4chst gro\u00dfe Vorbehalte gegen das Instrument, da die Union lieber auf allgemeine Entlastungen wie eine niedrigere Stromsteuer f\u00fcr alle setzt, statt einzelne Unternehmen gezielt zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) waren die Klimaschutzvertr\u00e4ge zuvor ein zentrales Instrument der Industriepolitik. Er plante F\u00f6rderungen in zweistelliger Milliardenh\u00f6he, verteilt auf mehrere Ausschreibungsrunden. In der ersten Runde erhielten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2024-10\/klimaschutz-vertraege-foerderung-bund-habeck-robert-gruene-wirtschaftsministerium\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">15 Unternehmen \u00fcber 15 Jahre hinweg<\/a>&nbsp;bis zu 2,8 Milliarden Euro Unterst\u00fctzung.&nbsp;Die zweite Ausschreibungsrunde wurde zwar noch vorbereitet, konnte nach dem Ende der Ampelkoalition im November 2024 aber nicht mehr gestartet werden, weil die n\u00f6tigen Haushaltsmittel fehlten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundeswirtschaftsministerin&nbsp;Katherina Reiche&nbsp;(CDU) will bei&nbsp;Klimaschutzvertr\u00e4gen&nbsp;mit der Industrie k\u00fcnftig auch die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) f\u00f6rdern.&nbsp;Ihr Ministerium startete das Verfahren f\u00fcr eine neue Runde sogenannter Klimaschutzvertr\u00e4ge, mit denen der klimafreundliche Umbau energieintensiver Branchen wie Chemie, Stahl, Zement und Glas unterst\u00fctzt werden soll. Bei diesen Klimaschutzvertr\u00e4gen, auch CO\u2082-Differenzvertr\u00e4ge genannt, \u00fcbernimmt der Staat einen Teil der Mehrkosten, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":169369,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant, Klimaschutzvertr\u00e4ge f\u00fcr Unternehmen auszuweiten. 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