{"id":167088,"date":"2025-09-03T07:35:00","date_gmt":"2025-09-03T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=167088"},"modified":"2025-08-28T15:06:35","modified_gmt":"2025-08-28T13:06:35","slug":"gruner-asphalt-als-innovationstrager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruner-asphalt-als-innovationstrager\/","title":{"rendered":"\u201eGr\u00fcner\u201c Asphalt als Innovationstr\u00e4ger"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Im Burgenland hat die PORR einen CO2-speichernden Radweg entwickelt. Optimierte Mischverfahren sind ein wesentlicher Teil der neuen ESG-Strategie der PORR. Sie liefern mit der Nutzung von Recyclingstoffen und der Absenkung von Produktionstemperaturen einen Beitrag zur CO<sub>2<\/sub>-Reduktion bei Bauprojekten.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"753\" height=\"421\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-28-um-14.12.19.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-167109\" style=\"aspect-ratio:1.7885985748218527;width:721px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-28-um-14.12.19.png 753w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-28-um-14.12.19-300x168.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-28-um-14.12.19-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-28-um-14.12.19-400x224.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 753px) 100vw, 753px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der erste &#8220;gr\u00fcne Radweg&#8221; in Pamhagen bindet langfristig CO2.\u00a0\u00a9 Landesmedienservice Burgenland<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Vor kurzem sorgte er f\u00fcr Aufsehen: Jener CO<sub>2<\/sub>-speichernde Radweg in der Gemeinde Pamhagen, den die PORR in einem Pilotprojekt gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Burgenland Forschungs- und Innovations GmbH und dem Land Burgenland errichtet hat. Dabei wurde dem \u201eGr\u00fcnen\u201c Asphalt Pflanzenkohle beigemischt \u2013 unter anderem aus Bruchschilf oder anderen regionalen landwirtschaftlichen Reststoffen. Eine Beimischung von bis zu 5% ist m\u00f6glich. Das im Pflanzenmaterial vorhandene CO<sub>2<\/sub>\u00a0wird durch das Pyrolyseverfahren in Form von Pflanzenkohle gebunden und kann so nicht mehr in die Atmosph\u00e4re entweichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die PORR hat dabei im Burgenland gemeinsam mit den Projektpartnern die Asphaltrezeptur mitentwickelt, in der eigenen Gro\u00dfmischanlage adaptiert und eine praxistaugliche Asphaltmischung produziert. Damit wurde dann auch der Radweg errichtet. Im Rahmen ihres Bereichs Technologiemanagement und Innovation hat sie den Prozess begleitet und wird in weiterer Folge zun\u00e4chst \u00fcber einen Jahreszyklus die Dauerhaftigkeit des Asphalts evaluieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Optimierte Mischverfahren im Visier<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDabei handelt es sich um ein sehr praxisnahes Forschungsprojekt, auf dem wir bei der PORR aufbauen werden, um weitere Anwendungsm\u00f6glichkeiten zu finden\u201c, erkl\u00e4rt <strong>PORR CEO Karl-Heinz Strauss<\/strong>. Optimierte Mischverfahren hat die PORR im Rahmen ihrer ESG-Strategie besonders im Visier. Vor- und nachgelagerte Prozesse \u2013 etwa die Herstellung und der Einkauf von Materialien oder Transport &#8211; verursachen einen gro\u00dfen Teil der Scope 3-Emissionen der PORR. Beton und Asphalt geh\u00f6ren dabei zu den gr\u00f6\u00dften Emissionstreibern der Bauwirtschaft. \u201eWenn wir unsere Mischverfahren optimieren, etwa durch die Zugabe von Recyclingstoffen oder durch energiereduzierte Prozesse, dann kommen wir unserer Vision einer CO<sub>2<\/sub>e-reduzierten Baustelle schon ein gro\u00dfes St\u00fcck n\u00e4her\u201c, so Strauss.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verf\u00fcgbarkeit als Herausforderung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dabei gibt es einige Herausforderungen zu \u00fcberwinden: So ist ein Hemmschuh, dass nicht immer gen\u00fcgend Gr\u00fcnschnitt und anderes Rohmaterial am Markt vorhanden ist, um in Kohle umgewandelt und beigemengt zu werden. Das gilt besonders f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfenbauprojekte. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Strauss<\/strong>: \u201eWenn wir f\u00fcr einen Kilometer Autobahn 10 &#8211; 15.000 to Asphalt ben\u00f6tigen, ist klar, dass es nicht einfach w\u00e4re, eine ausreichende Menge Pflanzenkohle zur Beimischung zu beziehen. Wir fangen also mit kleineren Projekten wie Radwegen oder Parkpl\u00e4tzen an.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zweitens m\u00fcssen die Entwickler der Rezepturen bzw. die Zement- und Asphaltindustrie eng mit den Baufirmen und den Auftraggebern zusammenarbeiten. Im Vordergrund steht der Wunsch des Auftraggebers: Fordert dieser gr\u00fcnen Asphalt oder Beton ein, so ist das oft erst der Ansto\u00df f\u00fcr die Einrichtung eines Pilotprojekts. \u201eGerade im Burgenland wurde hier gro\u00dfer Weitblick gezeigt.\u201c Und letztlich sind die Skalierbarkeit solcher Versuche und die Anwendung der neuen Mischungen auch eine Preisfrage. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eNur wenn die Kosten f\u00fcr den Auftraggeber darstellbar sind, werden wir gr\u00f6\u00dfere Projekte sehen\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Strauss<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Produktionstemperaturen von Asphalt verringern<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Gruppenweit ist die PORR in der Entwicklung und Anwendung emissionsreduzierter Baustoffe sehr aktiv. In ihrer Anlage in Wien Simmering hat sie beispielsweise im Vorjahr eine Asphaltmischanlage eingef\u00fchrt, die bis zu 100% Recyclingmaterial beimischen kann. Unterst\u00fctzt wird die PORR bei ihren Weiterentwicklungen im Bereich nachhaltige Baustoffe durch die Bautech Labor GmbH, eine staatlich akkreditierte Pr\u00fcfstelle und Tochtergesellschaft der PORR. Sie begleitet in allen Bereichen der Bauwirtschaft \u2013 von Asphalt, Beton, Bitumen und Gestein \u00fcber Erdbau und Umweltchemie \u2013 fachlich und technisch, von der Rohstoffgewinnung \u00fcber die Produktion bis hin zur Anwendung auf der Baustelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei werden Innovationen wie der Gr\u00fcne Asphalt, CO\u2082e-reduzierte Mischverfahren, h\u00f6here Recyclingquoten und temperaturreduzierte Produktionsprozesse vorangetrieben. Besonders liegt der Fokus darauf, die Produktionstemperaturen von Asphaltmischgut zu senken, um den Energieverbrauch zu minimieren und CO\u2082e-Emissionen deutlich zu reduzieren. Verschiedene Verfahren wie eine gezielte Bitumenadditivierung bei der Bitumenproduktion und technische Anpassungen an Produktionsanlagen sollen zu praxisgerechten, ressourcenschonenden L\u00f6sungen f\u00fchren, die weiterhin h\u00f6chste Qualit\u00e4tsstandards sichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Burgenland hat die PORR einen CO2-speichernden Radweg entwickelt. Optimierte Mischverfahren sind ein wesentlicher Teil der neuen ESG-Strategie der PORR. Sie liefern mit der Nutzung von Recyclingstoffen und der Absenkung von Produktionstemperaturen einen Beitrag zur CO2-Reduktion bei Bauprojekten. 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