{"id":166747,"date":"2025-08-26T07:26:00","date_gmt":"2025-08-26T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=166747"},"modified":"2025-08-20T16:28:54","modified_gmt":"2025-08-20T14:28:54","slug":"christoph-glasner-und-sebastian-stiesel-uber-carbon-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/christoph-glasner-und-sebastian-stiesel-uber-carbon-management\/","title":{"rendered":"Christoph Glasner und Sebastian Stie\u00dfel \u00fcber Carbon Management"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Emittenten und Nutzer von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;liegen in Deutschland \u00f6rtlich nah beieinander. Gute Rahmenbedingungen also f\u00fcr ein nachhaltiges Kohlenstoffmanagement und den Einsatz von Carbon Capture and Utilization (CCU) zeigen sich Dr.-Ing. Christoph Glasner und Dr.-Ing. Sebastian Stie\u00dfel \u00fcberzeugt. Im Interview beleuchten die UMSICHT-Wissenschaftler Chancen und Herausforderungen von Carbon Management. Dabei stellen sie u.a. innovative technische Ans\u00e4tze vor, die sowohl zur Defossilisierung der Industrie als auch zur Etablierung neuer M\u00e4rkte beitragen, und zeigen, wie Fraunhofer UMSICHT Unternehmen auf ihrem Weg in eine klimafreundliche Zukunft unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zum Einstieg interessiert mich nat\u00fcrlich: Wie lautet eure \u2013 kurze \u2013 Definition von Carbon Management?<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2025\/carbonmanagement\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1755530437501\/christoph-glasner.jpg\" alt=\"Dr.-Ing. Christoph Glasner\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:258px;height:auto\" title=\"Dr.-Ing. Christoph Glasner\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dr.-Ing. Christoph Glasner verantwortet das Strategic Project Development f\u00fcr das Fokusthema Carbon Management. \u00a9 UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:\u00a0<\/strong>In meinen Augen steht Carbon Management f\u00fcr einen sinnvollen Umgang mit Kohlenstoff und ist etwas, das in Zukunft zwingend gegeben sein muss. Dabei geht es darum, bilanziell dahin zu kommen, dass wir als Gesellschaft klimaneutral leben. Ein gro\u00dfer Anteil muss dabei sein, dass im Prinzip kein neuer fossiler Kohlenstoff in die Technosph\u00e4re eingebracht wird. Denn der k\u00f6nnte perspektivisch wieder in die Atmosph\u00e4re gelangen und m\u00fcsste dadurch an anderer Stelle bilanziell ausgeglichen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele sehen den atmosph\u00e4rischen Kohlenstoff als die L\u00f6sung, vergessen aber, dass dieser in der Atmosph\u00e4re nur in sehr geringer Konzentration vorliegt. Sprich: Es muss ein entsprechender Aufwand betrieben werden, um reines CO<sub>2<\/sub>&nbsp;zu erhalten. Direct Air Capture (DAC) hat auf dem Weg zu einer nachhaltigen Nutzung von Kohlenstoff durchaus Berechtigung, aber meiner Meinung nach sollten zuerst andere CO<sub>2<\/sub>-Quellen, an denen CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in deutlich gr\u00f6\u00dferer Konzentration vorhanden ist und wo man perspektivisch sowieso Abscheideanlagen ben\u00f6tigen wird, eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Z.B. Punktquellen in Zement- oder Kalkwerken oder in der M\u00fcllverbrennung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2025\/carbonmanagement\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.jpg\/1755530437501\/stiessel-sebastian.jpg\" alt=\"Sebastian Stie\u00dfel\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:250px;height:auto\" title=\"Sebastian Stie\u00dfel\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dr.-Ing. Sebastian Stie\u00dfel ist Business Developer f\u00fcr das Fokusthema Carbon Management. \u00a9 UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:<\/strong>&nbsp;Daran kann ich nur anschlie\u00dfen: Wir haben in Deutschland, in Europa und weltweit viele Industrien, die wir nicht dekarbonisieren k\u00f6nnen. Das hei\u00dft: Hier wird der Rohstoff bzw. das Medium Kohlenstoff auch in Zukunft ganz wichtig bleiben, so dass neue L\u00f6sungen im Umgang gefragt sind: weg von fossilen Quellen, hin zu alternativen Quellen. Bei Carbon Management geht es darum, Spielregeln und Spielfeld f\u00fcr diesen Shift zu schaffen \u2013 u.a. von der Politik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Rolle kann Fraunhofer UMSICHT dabei \u00fcbernehmen?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:<\/strong>&nbsp;Wir k\u00f6nnen die Politik dabei unterst\u00fctzen, Leitplanken zu setzen. Wir k\u00f6nnen aber auch Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, systemische L\u00f6sungen zu entwickeln, um Kohlenstoffstr\u00f6me zu \u00fcberwachen, zu steuern und zu regeln. Zum Beispiel haben wir systemtheoretische Ans\u00e4tze und Bewertungsmodelle erarbeitet, mit denen wir solche Str\u00f6me identifizieren und monitoren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gibt es im Bereich Politik bereits Projekte?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:<\/strong>&nbsp;Mit dem Land Nordrhein-Westfalen konzeptionieren wir bereits ein Carbon-Monitoring-System, das Grundlage f\u00fcr ein landesweites Carbon-Management-System sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>NRW hat auch sehr fr\u00fch \u2013 konkret: Ende 2021 \u2013 eine eigene Carbon-Management-Strategie verabschiedet. Zielsetzung: das Land zum klimafreundlichsten Industriestandort Europas zu machen, mit einem perspektivisch geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Auf Bundesebene ist man im Mai 2024 nachgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:&nbsp;<\/strong>Die Urspr\u00fcnge f\u00fcr das Carbon-Monitoring-Projekt lagen \u00fcbrigens beim Thinktank&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2024\/industrietransformation.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IN4climate.NRW<\/a>, an dem Fraunhofer UMSICHT von Anfang an beteiligt war.<strong>&nbsp;<\/strong>Da gab es eine AG Kohlendioxidwirtschaft, die in eine Fachgruppe Kohlenstoff \u00fcbergegangen ist. Dort ist ein&nbsp;<a href=\"http:\/\/publikation.energy4climate.nrw\/co2_in_klimaneutraler_grundstoffindustrie\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diskussionspapier<\/a>&nbsp;zur Kohlendioxidwirtschaft erarbeitet worden, das in ganz vielen Bereichen Grundlage f\u00fcr die Carbon-Management-Strategie des Landes NRW ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Chancen bietet Carbon Management denn f\u00fcr den Industriestandort Deutschland?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:\u00a0<\/strong>In Deutschland und insbesondere auch in NRW liegen Emittenten und potenzielle Nutzer von CO<sub>2<\/sub>\u00f6rtlich nah beieinander. Gute Bedingungen also um Kohlenstoff \u2013 zum Beispiel via Carbon Capture and Utilization (CCU) \u2013 im Kreis zu f\u00fchren: Das Zement- oder Stahlwerk muss sein CO<sub>2<\/sub>\u00a0nicht in die Nordsee verfrachten, sondern kann es direkt an die Kunststoff- oder Kraftstoffindustrie weiterreichen, wo es fossilen Kohlenstoff in Form von Erdgas, Erd\u00f6l oder Kohle ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn wir dann den Kohlenstoff erfolgreich im Kreis f\u00fchren, die entsprechenden Technologien gro\u00dfskalig in die Anwendung gebracht und einen regulatorischen Rahmen f\u00fcr Carbon Management etabliert haben, ergibt sich eine zweite gro\u00dfe Chance: Wir k\u00f6nnen unser Know-how in andere L\u00e4nder transferieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davon sind wir ja aktuell noch ein St\u00fcck entfernt. Wo liegen H\u00fcrden?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:&nbsp;<\/strong>Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde besteht in meinen Augen darin, dass die fossilen Rohstoffe so g\u00fcnstig sind. Da fallen im Grunde nur F\u00f6rder- und Transportkosten an, w\u00e4hrend Folgen wie Klimawirkung gar nicht eingepreist werden. Wenn ich aber CO<sub>2<\/sub>&nbsp;im Kreis f\u00fchren m\u00f6chte, dann muss ich das abtrennen, reinigen, eventuell wieder verfl\u00fcssigen. CO<sub>2<\/sub>hat zudem eine sehr geringe spezifische Energie, was es herausfordernd macht, wenn dies als Rohstoff f\u00fcr Stoffe genutzt wird, die eine deutlich h\u00f6here spezifische Energie haben. Ich muss also wieder Energie reinstecken, um zu einem Stoff zu kommen, der besser nutzbar ist. Das alles macht es schwierig, vergleichbare Wettbewerbsbedingungen zu fossilen Rohstoffen zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was m\u00fcsste sich \u00e4ndern, damit das passiert?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:<\/strong>&nbsp;Aktuell m\u00fcssen Zertifikate abgegeben werden, wenn CO<sub>2<\/sub>&nbsp;emittiert wird. Das Kontingent an kostenlosen Zertifikaten f\u00fcr Unternehmen wird in den kommenden Jahren sukzessive weniger. 2034 wird es gar keine kostenlosen Zertifikate mehr geben. Durch diese Verknappung wird angereizt, dass weniger CO<sub>2<\/sub>&nbsp;emittiert wird, weil entweder zus\u00e4tzliche Zertifikate (sofern verf\u00fcgbar) gekauft werden m\u00fcssen oder alternativ Strafzahlungen f\u00e4llig werden. Dieser Mechanismus beg\u00fcnstigt zunehmend die Kreislauff\u00fchrung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;\u2013 theoretisch. Theoretisch nur deshalb, weil die Regulierung auf EU-Ebene derzeit entstehendes CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in ETS-pflichtigen Anlagen (Emissions Trading System) schon als emittiert betrachtet und auch hierf\u00fcr schon Zertifikate abgegeben werden m\u00fcssen. Damit werden CCU-Prozesse in der EU zus\u00e4tzlich wirtschaftlich belastet. Gleichzeitig steht man heutzutage im weltweiten Wettbewerb. Selbst wenn wir in der EU die passenden Rahmenbedingungen h\u00e4tten, es in den USA aber weiterhin \u00bbdrill, drill, drill\u00ab hei\u00dft, dann wird es schwierig f\u00fcr konkurrenzf\u00e4hige CCU-Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) soll zumindest der Handel \u00fcber EU-Grenzen hinweg fair gemacht werden. W\u00e4hrend innerhalb der EU das Emissionshandelssystem greift, so gibt es dieses System in Drittstaaten und damit einhergehend eine Kostenbelastung f\u00fcr Produkte nicht. Das System soll regeln, dass CO<sub>2<\/sub>-intensive Produkte mit einer Art Strafzoll belegt werden, wenn sie in die EU verkauft werden. Emissions\u00e4rmere Produkte aus dem EU-Ausland m\u00fcssten weniger Strafzoll zahlen und h\u00e4tten somit einen Wettbewerbsvorteil. Sofern es im Drittstaat selbst ein CO<sub>2<\/sub>-Bepreisungssystem g\u00e4be, k\u00f6nnte dieses mit dem Strafzoll verrechnet werden. Das soll insgesamt den Klimaschutz anreizen. Inwieweit das funktioniert, bleibt abzuwarten. Unternehmen sind nicht zwingend an einen Verkauf in die EU gebunden, solange es genug andere Abnehmer gibt. Letztlich kann globaler Klimaschutz nur funktionieren, wenn genug mitmachen. Wieviel \u00bbgenug\u00ab sind, ist allerdings eine spannende Frage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:&nbsp;<\/strong>CO<sub>2<\/sub>&nbsp;muss einen internationalen Preis bekommen. Damit m\u00fcssen wir starten. Und die Bereitschaft muss auf allen Ebenen da sein. Ein Drei-Personen-Haushalt muss bereit sein, 35 Euro CO<sub>2<\/sub>-Kosten im Jahr zu bezahlen. Und auch ein Industriekonzern, der sich auf mehreren Kontinenten austobt, muss bereit sein, einen gewissen Anteil seiner Marge abzugeben, um CO<sub>2<\/sub>-Kompensationen zu zahlen. Diese Einnahmen k\u00f6nnen dann dazu beitragen, die teilweise noch sehr hohen Produktionskosten f\u00fcr CCU-Produkte zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:&nbsp;<\/strong>Wir m\u00fcssen bei diesem Thema wirklich alle mitnehmen \u2013 die Gesellschaft ebenso wie die Wirtschaft. Und da sehe ich Fraunhofer UMSICHT tats\u00e4chlich in der Pflicht, dazu zu kommunizieren und ein St\u00fcck weit Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gibt es bereits Aktivit\u00e4ten in dieser Richtung?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:\u00a0<\/strong>Mit der Ausstellung \u00bb<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/messen-veranstaltungen\/2025\/power2change-nuernberg.html\" target=\"_blank\">Power2Change \u2013 Mission Energiewende<\/a>\u00ab ist da schon ein wichtiger Schritt gemacht: Wir sind an der Koordination des dahinterstehenden Verbundprojektes \u00bbWissenskommunikation Energiewende\u00ab beteiligt, und die Inhalte stammen u.a. aus dem Verbundprojekt\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/carbonmanagement\/kohlenstoffkreislauf.html\" target=\"_blank\">Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup><\/a>, wo es ja darum geht, Bausteine f\u00fcr einen Kohlenstoffkreislauf zu entwickeln. Zudem ist das Thema \u00d6ffentlichkeitsarbeit auch bei IN4climate.NRW verortet. Aber dar\u00fcber hinaus kommunizieren wir \u2013 zumindest momentan \u2013 nicht in die Breite der Gesellschaft, sondern eher auf Fachebene.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was g\u00e4be es denn schon zu kommunizieren? Sprich: Was geht technisch schon in Sachen Kohlenstoffkreislauf?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:\u00a0<\/strong>Da geht schon ganz viel. Nat\u00fcrlich ist da noch viel Luft nach oben, was Effizienz, Reinheit oder Scale-up angeht. Aber im Grundsatz ist es technisch m\u00f6glich, Kohlenstoff \u2013 \u00fcber den Zwischenzustand CO<sub>2<\/sub>\u00a0\u2013 im Kreis zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:&nbsp;<\/strong>Tats\u00e4chlich m\u00fcssen wir da zwischen den einzelnen Schritten unterscheiden: CO<sub>2<\/sub>&nbsp;entsteht in irgendeinem industriellen Prozess, kann abgetrennt, transportiert und dann anschlie\u00dfend wieder genutzt werden.&nbsp;<strong>CO<sub>2<\/sub>-Abtrennung<\/strong>&nbsp;machen wir teilweise schon seit Jahren. In Stein- und Braunkohlekraftwerken sind beispielsweise schon seit langer Zeit Abtrennungstechnologien mit verschiedenen L\u00f6sungsmitteln, Adsorbenzien etc. getestet worden. Jetzt ist man dabei, die bisherige Anlagentechnik auf andere Anwendungsf\u00e4lle und Industrien zu \u00fcbertragen \u2013 bis hin zur Abtrennung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in ganz niedriger Konzentration aus der Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch mit Blick auf den&nbsp;<strong>Transport<\/strong>&nbsp;sind wir sehr weit: In den USA wird CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in langen Pipelines durch das Land bewegt. Da gibt es also genug Erfahrungen, was technisch geht und was nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Block ist dann die&nbsp;<strong>Nutzung von CO<sub>2<\/sub><\/strong>&nbsp;als Rohstoff. Dazu laufen viele Projekte in ganz unterschiedliche Richtungen \u2013 also mit verschiedenen Endprodukten als Ziel. Mit der Produktion von Methan ist man schon sehr weit. Auch da gibt es Anlagen, die man von der Stange kaufen kann. Auch mit Blick auf Methanol ist man sehr weit \u2013 wie das Verbundprojekt&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/carbonmanagement\/kohlenstoffkreislauf.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup><\/a>&nbsp;eindrucksvoll zeigt: Seit Sommer 2023 wird in einer Demonstrationsanlage am Stahlwerk der thyssenkrupp Steel Europe AG in Duisburg Methanol produziert \u2013 betrieben mit Gasen der laufenden Stahlproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde l\u00e4sst sich das Ganze mit der Weinherstellung vergleichen: Die Grundprinzipien sind erkannt, und es l\u00e4sst sich ein ganzes Potpourri an Weinen mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen herstellen. Und das gilt auch f\u00fcr die CCU-Welt. Die bekannten Prozesse lassen sich anpassen, um andere Produkte herzustellen \u2013 zum Beispiel Ameisens\u00e4ure, Ethylen als Grundchemikalie f\u00fcr die Kunststoffindustrie oder auch Synthesegas. Das sind zum Teil hochwertige Produkte mit einem hohen Preis, die am Markt vielleicht schneller Fu\u00df fassen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das hei\u00dft: Wir m\u00fcssen ins Machen kommen?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:<\/strong>&nbsp;Ja. Wir haben bereits einige Anlagen und Prototypen im Testbetrieb bei unseren Industriepartnern laufen. Wenn wir diese Anlagen ein zweites oder drittes Mal gebaut haben, dann werden sie nat\u00fcrlich g\u00fcnstiger. Und wenn wir das auf die Industrie \u00fcbertragen, die die Anlage 100 Mal baut, dann kommen \u00bbEconomies of Scale\u00ab und Effizienz zum Tragen, und die spezifischen Produktkosten sinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Und von der Abnehmerseite muss nat\u00fcrlich folgender wichtiger Impuls kommen: Wir stellen hier ein Produkt her, dass sonst auf fossilem Kohlenstoff basiert. Wir brauchen das kohlenstoffbasierte Produkt in der Zukunft, aber der Kohlenstoff soll aus einer nachhaltigen Quelle bereitgestellt werden. Dadurch entsteht zun\u00e4chst noch ein Mehraufwand gegen\u00fcber der konventionellen Herstellung, der in Form von einem \u00bbGreen Premium\u00ab oder wie auch immer bepreist werden muss. Und wenn dann noch der Faktor reinspielt, dass CO<sub>2<\/sub>&nbsp;global gesehen immer teurer wird, dann haben wir hoffentlich bald einen Markt, der von allein l\u00e4uft und in dem es sich lohnt, in CO<sub>2<\/sub>-basierte Produkte zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wer w\u00e4ren die Player in diesem Markt?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:\u00a0<\/strong>Auf der einen Seite die gro\u00dfen CO<sub>2<\/sub>-Emittenten. F\u00fcr die ist entscheidend, ob sie das CO<sub>2<\/sub>abtransportieren oder vor Ort in die Wertsch\u00f6pfung bringen wollen. Und auf der anderen Seite die Hersteller von bestimmten Chemikalien oder generell von Kohlenwasserstoffen, die ein Interesse daran haben, bisherigen fossilen Input durch einen neuen, nachhaltigen Rohstoff zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie kann Fraunhofer UMSICHT zur Entwicklung dieses Marktes beitragen?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:\u00a0<\/strong>Bei unserem Portfolio unterscheide ich gerne zwischen Hard- und Software. Wir k\u00f6nnen systemtechnisches Know-how liefern. Konkret: Bewertungs- und Optimierungsmodelle f\u00fcr CCU und CCS (Carbon Capture and Storage). Wir k\u00f6nnen Studien, Standort- oder Lifecycle-Analysen durchf\u00fchren: Welche Syntheseprodukte bieten sich f\u00fcr den jeweiligen Standort an? Wie wird das CO<sub>2<\/sub>\u00a0anschlie\u00dfend gebunden? Und wie gr\u00fcn ist das finale Produkt dann letztlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Dem gegen\u00fcber steht die Hardware: konkrete Prozesse und Anlagen, die wir entwickeln. Die reichen vom Katalysator, der die Reaktion beschleunigen soll, \u00fcber den Stack oder Reaktor, der das Herzst\u00fcck einer CCU-Anlage darstellen kann, bis zum Gesamtsystem, das wir unseren Kunden mehr oder weniger schl\u00fcsselfertig mit Hilfe unserer Partner aus dem Anlagenbau anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>&nbsp;haben wir bereits gesprochen. Gibt es weitere Beispiele f\u00fcr unsere aktuelle Forschung im Bereich Carbon Management?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:\u00a0<\/strong>Ein sch\u00f6nes Beispielprojekt ist f\u00fcr mich \u00bbLeuna 100\u00ab, wo wir mit einem gro\u00dfartigen Konsortium zusammenarbeiten. Das Besondere: Das Projekt ist in einen Chemiepark eingebettet und findet nicht auf der gr\u00fcnen Wiese statt. Konkret geht es um ein neues Herstellungsverfahren von gr\u00fcnem Methanol f\u00fcr Schiff- und Luftfahrt. Unser Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer containerbasierten L\u00f6sung f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Elektrolyse zur Erzeugung von Synthesegas.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Beispiel ist \u00bbCO<sub>2<\/sub>-Syn \u2013 Stoffliche CO<sub>2<\/sub>-Nutzung aus Zementwerkprozessgasen mit gekoppelten elektrochemischen und thermisch katalysierten Prozessen\u00ab mit dem Ziel, CO<sub>2<\/sub>-haltige Abgase aus der Zementindustrie nachhaltig zu nutzen. Konkret soll eine neuartige Prozesskette entstehen, um die Synthese von Olefinen und h\u00f6heren Alkoholen aus Kohlendioxid-Prozessgasen zu erm\u00f6glichen. Der eingeschlagene L\u00f6sungsweg hei\u00dft \u00bbPower-to-Chemicals\u00ab. Dabei werden erneuerbare Energien wie Windkraft genutzt, um CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und Wasser via Elektrolyse in Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff umzusetzen. Gemische aus diesen beiden Stoffen \u2013 so genannte Synthesegase \u2013 werden anschlie\u00dfend eingesetzt, um mittels weiterer katalytischer Konversionsverfahren die gew\u00fcnschten chemischen Produkte herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Projekt mit Schwerpunkt Direct Air Capture (DAC) ist \u00bbAir2Chem: Gepaarte Elektrosynthese von Basis- und Wertchemikalien \u00fcber nat\u00fcrlich windgetriebene direkte CO<sub>2<\/sub>-Abschiedung aus Luft mittels Membran-Gas-Absorption und Carbonat-Elektrolyse\u00ab. Am Ende soll ein integriertes Verfahren stehen, das den DAC-Prozess mit einer elektrolytischen Konversion der carbonathaltigen Absorberl\u00f6sung verbindet und so die Herstellung wichtiger Plattformchemikalien m\u00f6glich macht.<\/p>\n\n\n\n<p>DAC spielt \u00fcbrigens auch eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von nachhaltigen synthetischen Luftfahrtreibstoffen \u2013 sogenannten Sustainable Aviation Fuels (SAF). So wie es aktuell aussieht, werden zumindest Langstreckenfl\u00fcge f\u00fcr die n\u00e4chsten 100 Jahre noch mit Kohlenwasserstoffen arbeiten. Und via DAC k\u00f6nnte z.B. das \u00fcber die Triebwerke emittierte CO<sub>2<\/sub>&nbsp;bilanziell wieder aufgefangen und weiterverarbeitet werden. Hierzu entwickeln wir aktuell sehr spannende Projekte mit namenhaften Akteuren in der Branche. Das Einfangen von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus der Luft ist aufgrund des geringen Partialdrucks noch sehr energieintensiv, neue energie\u00e4rmere Ans\u00e4tze sind aber bereits in der Entwicklung. Einen wesentlichen Vorteil, den wir sehen, ist, dass wir das CO<sub>2<\/sub>&nbsp;durch DAC dort bereitstellen k\u00f6nnen, wo tempor\u00e4r viel Energie zur Verf\u00fcgung steht, beispielsweise in sonnenreichen W\u00fcsten- und K\u00fcstenregionen. Das w\u00e4ren dann spannende Regionen, um unsere Technologien zu exportieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wenn jetzt jemand Interesse hat, mit Fraunhofer UMSICHT ein eigenes Projekt aufzusetzen: Wie sieht die Zusammenarbeit aus?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Glasner:&nbsp;<\/strong>Das ist tats\u00e4chlich sehr individuell und h\u00e4ngt nat\u00fcrlich ganz davon ab, wo der Schuh gerade dr\u00fcckt: Sprechen wir mit jemandem, der sein CO<sub>2<\/sub>&nbsp;\u2013 salopp ausgedr\u00fcckt \u2013 loswerden m\u00f6chte, oder mit jemandem, der andere Stoffe substituieren m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sebastian Stie\u00dfel:<\/strong>&nbsp;Als erstes m\u00fcssten wir schauen, wo der Kunde momentan steht: An welchen Prozessen ist er vielleicht schon dran? K\u00f6nnen wir da schon aufsatteln mit laufenden Vorhaben? Oder fangen wir bei null an und schauen, wie eine Carbon-Management-Strategie aussehen k\u00f6nnte? Startpunkte k\u00f6nnten dann eine Machbarkeitsstudie oder eine Standortanalyse sein, um zu schauen, wo die Potenziale liegen. Auf dieser Basis k\u00f6nnten wir dann den Blumenstrau\u00df an m\u00f6glichen L\u00f6sungen, die wir anbieten k\u00f6nnten, verringern. Im Bestfall kommen wir auf ein oder zwei Zielrouten, die wir entweder selbst oder mit Unterst\u00fctzung von Netzwerkpartnern entwickeln und umsetzen k\u00f6nnen. Insbesondere im Bereich Sustainable Aviation Fuels (SAF) entwickeln wir gerade sehr spannende Prozesse, die dazu beitragen werden, die Produktionskosten von SAF in der Zukunft erheblich zu senken. Auch hier gilt: Je schneller wir mehr Anlagen im Testbetrieb unter realen Industriebedingungen haben, desto schneller werden wir gro\u00dfe Industrieanlagen sehen, die uns helfen, die gemeinsamen, globalen Klimaziele zu erreichen und die spezifischen Produktionskosten zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Weitere-Informationen\">Weitere Informationen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/carbonmanagement\/kohlenstoffkreislauf.html\" class=\"\">Verbundprojekt Carbon2Chem\u00ae: Bausteine f\u00fcr den Kohlenstoffkreislauf entwickeln<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2024\/industrietransformation.html\" class=\"\">Transformation der Grundstoffindustrie: \u00bbIndustrie, Wissenschaft und Politik an einem Tisch\u00ab (Interview zum Thinktank IN4Climate.NRW, 15.04.2025)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/gruenes-methanol-pilotanlage.html\" class=\"\">Start f\u00fcr weltweit erste Pilotanlage zur kosteneffizienten Produktion von gr\u00fcnem Methanol (Pressemitteilung zum Projekt \u00bbLeuna 100\u00ab, 20.11.2023)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/projekte\/co2-syn-zementindustrie.html\" class=\"\">CO2Syn: CO2-Emissionen der Zementindustrie stofflich nutzen (Projektsteckbrief)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2024\/direct-air-capture-elektrolyse.html\" class=\"\">Elektrolyse trifft auf \u00bbDirect Air Capture\u00ab (Pressemitteilung zum Projekt \u00bbAir2Chem\u00ab, 24.07.2024)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/publikation.energy4climate.nrw\/co2_in_klimaneutraler_grundstoffindustrie\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CO2 in einer klimaneutralen Grundstoffindustrie: Infrastrukturanforderungen f\u00fcr NRW (Publikation)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emittenten und Nutzer von CO2&nbsp;liegen in Deutschland \u00f6rtlich nah beieinander. 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