{"id":166648,"date":"2025-08-22T07:26:00","date_gmt":"2025-08-22T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=166648"},"modified":"2025-08-18T13:40:14","modified_gmt":"2025-08-18T11:40:14","slug":"kompostierbares-einmalgeschirr-auf-basis-von-rubenschnitzeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kompostierbares-einmalgeschirr-auf-basis-von-rubenschnitzeln\/","title":{"rendered":"Kompostierbares Einmalgeschirr auf Basis von R\u00fcbenschnitzeln"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2025\/Presseinfo_2025-08_Kompostierbares-Einmalgeschirr\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1751361862642\/Bio4MatPro-Ruebenfolie-Geschirr-Visualisierung-PRINT-c-Fraunhofer-WKI.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2025\/Presseinfo_2025-08_Kompostierbares-Einmalgeschirr\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1751361862642\/Bio4MatPro-Ruebenfolie-Geschirr-Visualisierung-PRINT-c-Fraunhofer-WKI.jpg\" alt=\"Das Bild zeigt in der Mitte einen Teller aus einem dunkelbraunen Material. Daneben liegt gezeichnetes Besteck.\" style=\"aspect-ratio:1.3977868375072802;width:612px;height:auto\" title=\"Einmalgeschirr aus R\u00fcbenfolie\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mittels Thermoforming wird die neue Folie aus Zuckerr\u00fcbenschnitzeln am Fraunhofer WKI in Pilotversuchen zu 3D-Formteilen wie Einmalgeschirr weiterverarbeitet. \u00a9 Fraunhofer WKI<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Zum Schutz der Umwelt und des Meeres sind viele Wegwerfartikel aus Kunststoff in der EU verboten. Erlaubt sind hingegen Einwegartikel aus unmodifizierten nat\u00fcrlichen Polymeren. Gemeinsam mit Partnern entwickeln Forschende des Fraunhofer WKI daher kompostierbares Einweggeschirr auf Basis von heimischen, agrarischen Reststoffen aus der Zuckerproduktion.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2025\/Presseinfo_2025-08_Kompostierbares-Einmalgeschirr\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.4col.large.jpg\/1751361862642\/Bio4MatPro-Ruebenfolie-PRINT-c-Fraunhofer-WKI.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2025\/Presseinfo_2025-08_Kompostierbares-Einmalgeschirr\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.jpg\/1751361862642\/Bio4MatPro-Ruebenfolie-PRINT-c-Fraunhofer-WKI.jpg\" alt=\"Das Foto zeigt ein etwa 40 x 30 cm gro\u00dfes St\u00fcck Folie. Sie ist mittelbraun mit dunkelbraunen Sprenkeln und im Gegenlicht leicht durchscheinend.\" style=\"aspect-ratio:0.75;width:278px;height:auto\" title=\"Kompostierbare Folie aus unmodifizierten Polymeren\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die heimkompostierbare Folie aus unmodifizierten Polymeren ist besser abbaubar als Pappteller. <br>\u00a9 Fraunhofer WKI<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Viele Einwegplastikprodukte d\u00fcrfen seit dem 3. Juli 2021 in der EU nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. Umweltfreundlichere Mehrwegl\u00f6sungen sind jedoch nicht f\u00fcr alle Anwendungsbereiche umsetzbar. Auf Messen, Festivals und anderen Veranstaltungen etwa mangelt es an L\u00f6sungen f\u00fcr funktionale, umweltschonende Einwegartikel. Nach Angaben der Single-Use Plastics Directive (SUPD) sind seit 2021 ausschlie\u00dflich Einwegprodukte aus unmodifizierten Polymeren erlaubt, die nat\u00fcrlich in der Umwelt vorkommen. Als nachhaltige Alternative entwickeln im Projekt EBRA (siehe unten) Forschende des Fraunhofer WKI gemeinsam mit dem Institut f\u00fcr Biotechnologie der RWTH Aachen und der Pfeifer &amp; Langen GmbH &amp; Co. KG Compounds und Polymerfolien auf Basis von regional verf\u00fcgbaren, pflanzlichen Reststoffen aus der Nahrungsmittelproduktion, die zum Beispiel zu Tellern oder Besteck weiterverarbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Regionale M\u00e4rkte st\u00e4rken<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbLandwirtschaftliche Abfallstr\u00f6me wie Zuckerr\u00fcbenschnitzel bieten in Kombination mit nat\u00fcrlichen Polymeren wie Maisst\u00e4rke und Pektin aus R\u00fcben das Potenzial, als Rohstoffe f\u00fcr kompostierbares Geschirr und Besteck verwendet zu werden\u00ab, sagt <strong>Dr. Arne Schirp, Wissenschaftler am Fraunhofer WKI<\/strong> in Braunschweig. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>R\u00fcbenschnitzel eignen sich ganz besonders f\u00fcr die weitere Verwertung, schlie\u00dflich fallen sie bei der R\u00fcbenernte bei deutschen Zuckerherstellern im siebenstelligen Tonnenbereich an. Durch die Verarbeitung direkt vor Ort zu Compounds k\u00f6nnte man Transportwege kurz halten, CO<sub>2<\/sub>\u00a0einsparen und regionale M\u00e4rkte st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzt wird der Mix aus R\u00fcbenschnitzeln, St\u00e4rke und Pektinen durch die Weichmacher Wasser und Glycerin. Dass das so hergestellte Substrat im Kontakt mit Lebensmitteln unbedenklich ist, konnten die Projektpartner durch eine in Auftrag gegebene \u00f6kotoxikologische Analyse nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mechanisch stabile und wasserresistente Polymerfolien dank biobasierter Beschichtungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Materialien m\u00fcssen einige Kriterien erf\u00fcllen: Sie sollen abbaubar und heimkompostierbar sein, das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen in einem Hauskompostbeh\u00e4lter oder in den gr\u00fcnen Beh\u00e4ltern entsorgt werden. In orientierenden Tests belegten die Forschenden, dass sich die Materialien innerhalb von zw\u00f6lf Wochen besser abbauen als konventionelle Pappteller. Dar\u00fcber hinaus zeichnen sie sich durch eine h\u00f6here Stabilit\u00e4t aus als das Referenzmaterial. Zudem soll die Herstellung der Compounds und Folien sowie die Umformung zu Einweggeschirr auf bestehenden Anlagen erfolgen k\u00f6nnen. Besondere Anforderungen bestehen in einer mechanischen Stabilit\u00e4t und Wasserresistenz f\u00fcr fettige Lebensmittel wie Bratw\u00fcrste und andere \u00f6lige Speisen. Dies soll mit biobasierten Beschichtungen erreicht werden, die die RWTH Aachen entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbZuerst wird die Mischung aus aufgemahlenen R\u00fcbenschnitzeln, Maisst\u00e4rke und Additiven mit einem Compounder hergestellt und anschlie\u00dfend zu Pellets zerkleinert. Diese werden zu einer Folie verpresst, die dann beschichtet und im letzten Schritt zu Tellern umgeformt wird\u00ab, erl\u00e4utert <strong>Schirp<\/strong> den Produktionsprozess.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Da die eingesetzten Polymere keine hohen beziehungsweise gar keine Schmelzpunkte haben, k\u00f6nnen daraus mit geringem Energieaufwand neue Werkstoffe entstehen. Die agrarischen Reststoffe lassen sich im Sinne der Nachhaltigkeit h\u00f6herwertig stofflich nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen liegen bereits Teller in Form von Demonstratoren vor, Materialien f\u00fcr Einwegbesteck, das im Spritzgussverfahren hergestellt werden soll, sind in Vorbereitung. Im n\u00e4chsten Schritt wollen die Projektpartner die Produktion in den Industriema\u00dfstab \u00fcberf\u00fchren und auf den Markt bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Schutz der Umwelt und des Meeres sind viele Wegwerfartikel aus Kunststoff in der EU verboten. 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