{"id":166548,"date":"2025-08-19T07:26:00","date_gmt":"2025-08-19T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=166548"},"modified":"2025-08-19T10:23:08","modified_gmt":"2025-08-19T08:23:08","slug":"weltweit-starker-drang-zum-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltweit-starker-drang-zum-recycling\/","title":{"rendered":"Weltweit starker Drang zum Recycling"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Im Vorfeld der K 2025 erkl\u00e4ren Peter von Hoffmann, General Manager Business Unit Compounding Machines, und Frank Lechner, General Manager Process Technology und R&amp;D bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/branchenguide\/coperion\">Coperion<\/a>&nbsp;, warum der Trend zum Recycling von Kunststoffen ungebrochen ist und warum der Doppelschneckenextruder unschlagbar ist, wenn mehr Durchsatz, gr\u00f6\u00dfere Effizienz und h\u00f6here Qualit\u00e4t der Rezyklate gefragt sind. Das Interview ist Teil der vom VDMA initiierten Interviewserie \u201eWay2K 2025\u201c, bei der f\u00fchrende Vertreter aus dem Kunststoffmaschinenbau im Vorfeld der K 2025 aktuelle Trends aus ihrem Bereich beleuchten.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-166555\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:683px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/coperion_peter-von-hoffmann_frank-lechner.jpeg.webp 1376w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Peter von Hoffmann, General Manager Business Unit Compounding Machines (l), und Frank Lechner, General Manager Process Technology und R&amp;D bei Coperion, sehen weltweit einen ungebrochenen Trend zum Recycling von Kunststoffen. Angesichts steigender Mengen und dem Wunsch nach h\u00f6herer Effizienz und Qualit\u00e4t er\u00f6ffnen sich hier sehr gute Chancen f\u00fcr den Doppelschneckenextruder. \u00a9 Coperion<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kunststoff als Neuware ist derzeit g\u00fcnstig zu bekommen \u2013 g\u00fcnstiger als Rezyklat. Wird der Trend zum Recycling dadurch gebremst?<\/h3>\n\n\n\n<p>Frank Lechner: Es gibt in Deutschland ungef\u00e4hr 5,7 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle pro Jahr. Davon werden etwa 35 Prozent werkstofflich recycelt. Das kann auf jeden Fall gesteigert werden. Aktuell ist die Nachfrage nach Rezyklaten aber h\u00f6her als die Verf\u00fcgbarkeit der Rohstoffe. Das bremst das Recyceln etwas aus. Hinzu kommt, dass hierzulande insgesamt weniger Kunststoff produziert wird, weil Unternehmen wegen der hohen Energiepreise einen Teil der Produktion ins Ausland verlagert haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hilfreich ist auch nicht, dass der \u00d6lpreis derzeit recht niedrig ist. Das macht recycelte Ware deutlich teurer als Neuware. Dennoch: Wir sehen einen starken Drang zum Recycling. Nicht nur in Deutschland, sondern \u00fcberall auf der Welt. Deshalb denken wir, dass der Trend zum Recycling insgesamt ungebrochen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Viele Kunststoffe gelten als nicht-recycelbar. Wird sich das \u00e4ndern?<\/h3>\n\n\n\n<p>Lechner: Es stimmt, alles k\u00f6nnen wir im Recycling noch nicht. Aber es wird sehr viel geforscht und entwickelt. Man wird k\u00fcnftig Kunststoffe wirtschaftlich recyceln k\u00f6nnen, die heute noch als nicht-recycelbar gelten. Es ist heute schon vieles m\u00f6glich, was man vor ein paar Jahren noch nicht konnte. Wir k\u00f6nnen inzwischen schon sehr gut technische Kunststoffe, aber auch eine Reihe von Mischkunststoffen recyceln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Multi-Layer-Folie kann zum Beispiel bereits heute schon mechanisch so recycelt werden, dass man das Resultat wieder als eine Schicht in eine Multi-Layer-Folie einbringen kann. Mit unserem neuen Filtrationscompounder ZSK Filco k\u00f6nnen wir recycelten Kunststoff mit deutlich h\u00f6herer Produktqualit\u00e4t herstellen, als dies bislang im weit verbreiteten zweistufigen Recyclingprozess m\u00f6glich war. Damit werden viele Recompounds f\u00fcr ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Anwendungsfenster attraktiv.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Rolle spielt der Doppelschneckenextruder f\u00fcr das Recycling?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Lechner: Er ist ein Schl\u00fcssel, um Rezyklate in hoher Qualit\u00e4t herzustellen. In den Anfangsjahren des Recyclings wurde viel mit dem Einschneckenextruder gearbeitet. Der ist aber in seinen M\u00f6glichkeiten limitiert und st\u00f6\u00dft an seine Grenzen, wenn die Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche steigen. Hier ist der Doppelschneckenextruder unschlagbar. Er schmilzt den Altkunststoff sehr energieeffizient auf und erzeugt \u00e4u\u00dferst produktschonend eine sehr homogene, gut entgaste Schmelze. Heraus kommt also ein sehr hochwertiges Compound. Ein zweites Argument f\u00fcr die Doppelschnecke ist der Durchsatz. Eine Einschnecke hat bei den unteren Durchs\u00e4tzen schon ihre Berechtigung. Aber die Stoffstr\u00f6me werden gr\u00f6\u00dfer und die Anwendungen vielf\u00e4ltiger. Dann ist die Doppeltschnecke unschlagbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">L\u00e4sst sich der Ressourcenschutz durch mehr Effizienz beim Compoundieren noch verbessern?<\/h3>\n\n\n\n<p>Peter von Hoffmann: Effizienz ist das zentrale Ziel bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/branchenguide\/coperion\">Coperion<\/a>. Daf\u00fcr stehen alle unsere Technologien f\u00fcr das Compoundieren und Recycling von Kunststoff. So zum Beispiel unser ZSK Doppelschneckenextruder, den wir aktuell in der Generation ZSK Mc18 anbieten. Er erzielt \u00e4u\u00dferst hohe Durchs\u00e4tze bei relativ geringem Energieverbrauch und hohem Automatisierungsgrad. Zahlreiche Zusatzaggregate wie Seitenbeschickung, Entgasung oder Condition Monitoring steigern seine Leistungsf\u00e4higkeit \u2013 so dass unsere wertvollen Ressourcen sehr gezielt eingesetzt und mit hoher Effizienz der maximale Output gewonnen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie erzielen Sie diese Effizienzsteigerung?<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Hoffmann: Bleiben wir beim Beispiel ZSK Extruder. Um diese hohe Leistungsdichte zu erzielen, m\u00fcssen s\u00e4mtliche Prozessparameter des Extruders richtig bestimmt werden. Es m\u00fcssen die mechanischen Gr\u00f6\u00dfen festgelegt werden, die das hohe Drehmoment auf die Doppelschnecke \u00fcbertragen. Hinzu kommen verfahrenstechnische Faktoren, die beim Compoundieren konstant die hohe Produktqualit\u00e4t erzielen. Das ist die Basis: ein Zusammenspiel von \u201cold technology\u201d, Verfahrenstechnik und Automatisierung. Hier kommt uns unser gro\u00dfer Erfahrungsschatz im Bau von Doppelschneckenextrudern sehr zugute.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Rolle spielt die Digitalisierung?<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Hoffmann: Wenn das Fundament steht, kommt die Digitalisierung hinzu. Mit unserer digitalen Plattform C-Beyond kann ein Operator die Betriebsdaten seiner Anlage jederzeit einsehen. Sie stehen in Form von aufschlussreichen Auswertungen in Echtzeit zur Verf\u00fcgung. Wichtige Informationen zu den Leistungskennzahlen, den KPIs, einer Produktionslinie, wie zum Beispiel Verf\u00fcgbarkeit, Produktionsmenge und Produktqualit\u00e4t, werden auf einen Blick deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit C-Beyond kann der Produktionsverlauf detailliert dokumentiert und die Terminierung von Wartungsarbeiten optimiert werden. Zudem ermittelt C-Beyond den Energieverbrauch und die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen pro produziertem Kilogramm Compound. Mit dem Overall Equipment Effectiveness Tool, kurz OEE Tool, kann sich der Kunde die Effizienz seiner Anlage anzeigen lassen und bei Abweichungen schnell reagieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie kommen solch digitale Produkte bei den Kunden an?<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Hoffmann: Wir haben C-Beyond zun\u00e4chst bei einer Reihe von Testkunden eingef\u00fchrt. Inzwischen wollen immer mehr Kunden ihre Anlagen damit nachr\u00fcsten, um von den zahlreichen Features zu profitieren. Wir bieten zum Beispiel ein digitales Life-Cycle-Management an. Der Kunde bekommt damit vorausschauend einen Wartungsplan, der angezeigt, wann Wartungsma\u00dfnahmen f\u00fcr ein Aggregat anstehen, etwa das Wechseln von Getriebe\u00f6l.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Condition Monitoring System erheben wir die tats\u00e4chliche Belastung eines Extruders. Der Kunde bekommt einen Hinweis, sobald Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Extruderbetrieb auftauchen und kann Servicema\u00dfnahmen mit ausreichend Vorlauf planen. Ebenfalls digital \u00fcber C-Beyond wird der Stromverbrauch der Anlage und jedes Aggregats angezeigt. Man erkennt dann sofort Auff\u00e4lligkeiten und kann gegensteuern. C-Beyond ist \u00fcber eine App auch auf dem Smartphone einsehbar. So kann sich auch der Firmenchef alle Live-Daten der Maschinen von \u00fcberall her ansehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sehen Sie bei Ihren Kunden einen Trend zum Kauf von Gesamtanlagen?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Hoffmann: Diesen Trend gibt es. Wir bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/branchenguide\/coperion\">Coperion<\/a>&nbsp;bieten alles an, sowohl Einzelequipment, etwa eine Dosierung, eine Zellenradschleuse oder einen Extruder, als auch ganze Anlagen. Es kommt sehr auf die jeweilige Anwendung der Anlage an und auch darauf, wo sie installiert wird. Wir haben Kunden, die Einzelaggregate von uns kaufen. Wenn die Anlagen f\u00fcr andere L\u00e4nder bestimmt sind, wollen sie h\u00e4ufig auf Nummer sicher gehen und kaufen von uns eine gesamte Anlage. Sie nutzen dann den Mehrwert, dass sie mit uns einen Partner haben, der ihnen alles liefern kann. Wir haben das Spezialwissen f\u00fcr die einzelnen Maschinen ebenso wie f\u00fcr das Gesamtanlagen-Know-how.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der K 2025 erkl\u00e4ren Peter von Hoffmann, General Manager Business Unit Compounding Machines, und Frank Lechner, General Manager Process Technology und R&amp;D bei&nbsp;Coperion&nbsp;, warum der Trend zum Recycling von Kunststoffen ungebrochen ist und warum der Doppelschneckenextruder unschlagbar ist, wenn mehr Durchsatz, gr\u00f6\u00dfere Effizienz und h\u00f6here Qualit\u00e4t der Rezyklate gefragt sind. 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