{"id":166353,"date":"2025-08-13T07:20:00","date_gmt":"2025-08-13T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=166353"},"modified":"2025-08-07T12:06:21","modified_gmt":"2025-08-07T10:06:21","slug":"solarbetriebener-roboter-bekampft-unkraut-mit-ki-und-hacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/solarbetriebener-roboter-bekampft-unkraut-mit-ki-und-hacke\/","title":{"rendered":"Solarbetriebener Roboter bek\u00e4mpft Unkraut mit KI und Hacke"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Das Robotik-Start-up Aigen hat Unkraut auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen den Kampf angesagt. Dazu verwendet das Unternehmen einen solarbetriebenen Roboter, der Unkraut mithilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) erkennt und mit elektrisch angetriebenen Hacken den Garaus macht.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-1024x575.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-166355\" style=\"aspect-ratio:1.7808695652173914;width:666px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-1024x575.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-300x168.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-768x431.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/08\/Aigen-c30894ac6eee81d5.jpeg.webp 1220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Roboter von Aigen steuert drei Hacken parallel so, dass sie die Wurzel von Unkr\u00e4utern zerst\u00f6ren.<br>(Bild:\u00a0Screenshot\/Aigen)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In der Landwirtschaft wird Unkraut auf dem Feld meist mit Herbiziden bek\u00e4mpft. Das ist weder gesund f\u00fcr den Boden noch f\u00fcr den Verbraucher, der die belasteten Nutzpflanzen \u00fcber Lebensmittel zu sich nimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Jeder isst Lebensmittel, die mit Chemikalien bespr\u00fcht wurden&#8221;, fasst Richard Wurden, Mitgr\u00fcnder und CTO von Aigen, das Problem plakativ zusammen. Wurden hat f\u00fcnf Jahre beim Elektroautohersteller Tesla als Maschinenbauingenieur gearbeitet. Dann begann er mit der Entwicklung eines Roboters, der in der Landwirtschaft Unkraut bek\u00e4mpfen kann. Auf die Idee brachten ihn Verwandte, die im US-Bundesstaat Minnesota einen landwirtschaftlichen Betrieb haben, Nutzpflanzen anbauen und die kostspielige Unkrautbek\u00e4mpfung beklagten. Denn nach einiger Zeit k\u00f6nnen Unkr\u00e4uter eine Resistenz gegen Unkraut vernichtende Herbizide entwickeln. Andere, ungef\u00e4hrlichere Verfahren, wie etwa das Entfernen von Unkr\u00e4utern mit der Hacke, seien zu teuer. Es fehlt einfach an Arbeitskr\u00e4ften, die diese Arbeit erledigen k\u00f6nnten. So bleibt also nur noch der Einsatz von Chemikalien, obwohl deren Wirksamkeit mit der Zeit abnimmt und die Mehrheit der Landwirte sie ablehnt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nav_mit_ki_und__0\">Mit KI und Hacke gegen Unkr\u00e4uter<\/h3>\n\n\n\n<p>Der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Roboter\">Roboter<\/a>\u00a0von Aigen soll das Unkrautproblem auf umweltfreundliche Weise beheben. Auf einem autonom elektrisch fahrbaren Gestell sind Solarzellen installiert. Sie laden eine Batterie, die die Elektromotoren und die ben\u00f6tigte Elektronik zur Steuerung des Antriebs, der Kameras, Signal\u00fcbermittlung und Unkrautentfernung speist. Prinzipiell ahmt der ber\u00e4derte Roboter einen Menschen nach, der Unkraut j\u00e4tet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu bewegt sich der Roboter, auch koordiniert mit anderen Robotern, \u00fcber ein Feld und sucht zwischen den Nutzpflanzen nach Unkraut. Das funktioniert \u00fcber eine KI, die Kamerabilder per Bilderkennung auswertet und Unkr\u00e4uter identifiziert. Das wird jedoch nicht auf dem Roboter selbst erledigt, sondern in einem Kontrollzentrum, an das der Roboter die Bilddaten drahtlos \u00fcbermittelt. Unterst\u00fctzung daf\u00fcr gibt es von Amazon Web Service (AWS), die Aigen im Rahmen des &#8220;Compute for Climate&#8221;-Programms unterst\u00fctzten. Amazons Cloud-Ableger hilft mit diesem Programm Start-ups, die sich mit Umweltproblemen befassen und stellt ihnen etwa KI-Tools, Rechenzentrumskapazit\u00e4ten und technische Hilfe zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe der Unkrauterkennung kann der Roboter dann mit der Bek\u00e4mpfung beginnen. Dazu nutzt er Schneidebl\u00e4tter, \u00e4hnlich einer herk\u00f6mmlichen Hacke, die das Wurzelwerk der Unkr\u00e4uter abhackt, sodass das Unkraut abstirbt. Es verbleibt dann auf dem Feld. Die drei am Roboter befindlichen Hacken werden entsprechend der Position des Unkrauts elektromotorisch ausgerichtet und bet\u00e4tigt. Das nahezu in Echtzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht etwas schief, gibt der Roboter eine R\u00fcckmeldung an das Kontrollzentrum, das weitere Ma\u00dfnahmen ergreifen kann. Prinzipiell soll der Roboter seine Arbeit durchg\u00e4ngig erledigen \u2013 zumindest, solange die Sonne scheint und f\u00fcr Energienachschub \u00fcber die Solarzellen gesorgt ist. Nach Einbruch der Dunkelheit steht der Roboter entsprechend still und setzt seine Arbeit erst am n\u00e4chsten Tag wieder fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Aigen stellt klar, dass die Unkrautroboter keine menschliche Arbeitskraft ersetzen sollen. Vielmehr k\u00f6nnten Mitarbeiter, die etwa mit der Ausbringung der Herbizide besch\u00e4ftigt waren, zur \u00dcberwachung der Roboter im Kontrollzentrum eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein 65 ha gro\u00dfes Feld werden f\u00fcnf Roboter ben\u00f6tigt. Dabei kommt allerdings ein stattliches S\u00fcmmchen f\u00fcr den Landwirt zusammen: Rund 50.000 US-Dollar soll ein Roboter in der Anschaffung kosten. Meist werden teure Landmaschinen, wie etwa M\u00e4hdrescher, die nicht dauernd genutzt werden, jedoch von Firmen gegen eine Geb\u00fchr f\u00fcr einen gewissen Zeitraum verliehen. Es ist anzunehmen, dass das auch das Gesch\u00e4ftsmodell von Aigen werden d\u00fcrfte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Robotik-Start-up Aigen hat Unkraut auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen den Kampf angesagt. Dazu verwendet das Unternehmen einen solarbetriebenen Roboter, der Unkraut mithilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) erkennt und mit elektrisch angetriebenen Hacken den Garaus macht. In der Landwirtschaft wird Unkraut auf dem Feld meist mit Herbiziden bek\u00e4mpft. 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