{"id":165941,"date":"2025-07-23T07:39:00","date_gmt":"2025-07-23T05:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=165941"},"modified":"2025-09-01T11:27:31","modified_gmt":"2025-09-01T09:27:31","slug":"die-fossile-falle-warum-die-defossilisierung-der-chemie-unverzichtbar-und-machbar-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-fossile-falle-warum-die-defossilisierung-der-chemie-unverzichtbar-und-machbar-ist\/","title":{"rendered":"Die fossile Falle: Warum die Defossilisierung der Chemie unverzichtbar \u2013 und machbar \u2013 ist!"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Um eine chemische Industrie mit Netto-Null-Emissionen zu erreichen, sind zwei Dinge erforderlich: die Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie die Defossilisierung der Rohstoffe. Erstens muss die Prozessenergie \u2013 die chemische Industrie ist einer der drei gr\u00f6\u00dften Energieverbraucher in der EU \u2013 nachhaltig erzeugt werden. Dies kann \u00fcber eine Elektrifizierung der Dampferzeugung und weiterer Prozessschritte erreicht werden, beispielsweise durch elektrische Steam Cracker. Dazu sind gro\u00dfe Mengen erneuerbaren Stroms notwendig. Zweitens m\u00fcssen die Rohstoffe und damit die Materialien der Chemie selbst auf erneuerbaren Kohlenstoff umgestellt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Zum PDF-Download der Studie: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/publications\/product\/die-fossile-falle-warum-die-defossilisierung-der-chemie-unverzichtbar-und-machbar-ist-pdf\/\">https:\/\/renewable-carbon.eu\/publications\/product\/die-fossile-falle-warum-die-defossilisierung-der-chemie-unverzichtbar-und-machbar-ist-pdf\/<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, eine starke, innovative und nachhaltige chemische Industrie in Europa zu erhalten und ihr eine Zukunft zu geben, denn die Chemie ist das R\u00fcckgrat der gesamten Industrieproduktion. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz der chemischen Industrie in der Europ\u00e4ischen Union rund 665 Milliarden Euro (Statista 2025), inklusive indirekter Effekte sogar das Doppelte. In vielen EU-L\u00e4ndern geh\u00f6rt die chemische Industrie zu den drei wichtigsten Branchen hinsichtlich der Wertsch\u00f6pfung und ist gemeinsam mit der Gummi- und Kunststoffindustrie teils sogar der gr\u00f6\u00dfte Industriezweig. Die chemische Industrie zusammen mit den Bereichen Pharmazeutika, Kautschuk und Kunststoffe besch\u00e4ftigt 3,4 Millionen Menschen, was 12,3% der Gesamtbesch\u00e4ftigung im verarbeitenden Gewerbe der EU27 entspricht (CEFIC 2025). Die indirekten Arbeitspl\u00e4tze entlang der Wertsch\u00f6pfungskette werden auf bis zu 20 Millionen gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fossiler Kohlenstoff, der in Form von Erd\u00f6l, Erdgas und Kohle aus dem Erdreich gewonnen wird, ist mit ca. 90% nicht nur der Hauptgrund f\u00fcr den Klimawandel, sondern entwickelt sich auch zunehmend zu einem Problem f\u00fcr die chemische Industrie in Europa. Insbesondere die nach wie vor hohe Nachfrage nach Erd\u00f6l und Erdgas macht Europa verwundbar, da sich dadurch Abh\u00e4ngigkeiten von Importen und somit von den F\u00f6rderl\u00e4ndern und der wechselhaften Weltpolitik ergeben. Diese bestimmen wiederum die Verf\u00fcgbarkeit und die Preise.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar ist der Verbrauch von Erd\u00f6l in der Europ\u00e4ischen Union in den letzten zehn Jahren von 400 Mio. t (2014) auf 355 Mio. t (2023) gesunken, doch lag der Importanteil in diesem Zeitraum noch immer zwischen 82 und 84%. Je nach EU-Mitgliedsland werden etwa 10 bis 15% des Erd\u00f6ls f\u00fcr die Chemie- und Kunststoffproduktion verwendet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-1024x577.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-165808\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-1024x577.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-1536x865.png 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry-400x225.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/23-03-15-Fig-02-02-Carbon-Demand-for-Embedded-Carbon-in-the-EU-27-Chemical-Industry.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Der Erdgasverbrauch ist ebenfalls von 330 Mio. t (2014) auf 230 Mio.t (2023) gesunken. Allerdings ist die EU-Eigenf\u00f6rderung noch st\u00e4rker gesunken, sodass der Importanteil von 83% (2014) auf 89 % (2023) angestiegen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Kernenergie kann diese Abh\u00e4ngigkeit nicht \u00fcberwinden. Die Uran-Nachfrage, die seit zehn Jahren in der EU konstant bei ca. 12.000 Tonnen pro Jahr liegt, basiert zu 95 Prozent auf Importen, die vor allem aus Russland stammen und auch aktuell keiner Beschr\u00e4nkung unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00fcckgang der Erd\u00f6l- und Erdgasnachfrage ist vor allem auf das Erstarken erneuerbarer Energien und Effizienzma\u00dfnahmen sowie die Verlagerung energieintensiver Produktion, vor allem nach Asien, zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dieser R\u00fcckgang ist jedoch noch zu gering, um das Ziel \u201eNet-Zero\u201d im Jahr 2050 zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wende zu einer widerstandsf\u00e4higen und unabh\u00e4ngigen Versorgung der EU ist bisher nur im Elektrizit\u00e4tssektor gelungen. Trotz der zunehmenden Anzahl elektrischer Autos und W\u00e4rmepumpen ist die Stromnachfrage von 2 600 TWh im Jahr 2014 auf 2 420 TWh im Jahr 2023 gesunken, was vor allem auf Effizienzma\u00dfnahmen und den Strukturwandel der Industrie zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Gleichzeitig ist der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor von 28\u201330% (2014) auf beachtliche 46\u201347% (2024) angestiegen, mit weiter steigender Tendenz. F\u00fcr das Jahr 2030 wird ein Anteil von 66\u201369% erwartet. Das aktuelle Ziel der EU-Kommission sind sogar 90% f\u00fcr das Jahr 2040. \u00c4hnliche Pl\u00e4ne hat auch China, wo der Anteil erneuerbaren Stroms bis 2050 bei ca. 95% liegen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist der hohe Anteil erneuerbarer Stromerzeugung der Grund f\u00fcr die vergleichsweise hohen Strompreise in Europa? Mitnichten. Solar- und Windstrom sind in der EU eigentlich die g\u00fcnstigsten Stromquellen. Sie k\u00f6nnen jedoch nur dann am Markt realisiert werden, wenn die gesamte Infrastruktur mit leistungsstarken Verteilungsnetzen, gro\u00dfen (Batterie-)Speichern und Elektrolyseanlagen zur Wasserstoffproduktion umgesetzt wird. Wenn die Energiewende nur z\u00f6gerlich umgesetzt wird, wird der teuerste Weg eingeschlagen: Es wurden bereits hohe Investitionen in die Infrastruktur get\u00e4tigt. Ohne eine vollst\u00e4ndige Umsetzung werden wir jedoch nicht in der Lage sein, die g\u00fcnstige erneuerbare Energien zu ernten. Das gef\u00e4hrdet die industrielle Produktion in der EU.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G\u00fcnstiger Erneuerbarer Strom in Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<p>Netzengp\u00e4sse und der Mangel an Batterie-, Pump- und Druckspeichern kosten die deutschen Steuerzahler jedes Jahr Hunderte Millionen Euro. So erhielten Erzeuger erneuerbarer Energien im Jahr 2024 vom Bund Ausgleichszahlungen in H\u00f6he von 553,94 Millionen Euro f\u00fcr nicht produzierten Wind- und Solarstrom (\u201ePhantomstrom\u201d). Grund daf\u00fcr war, dass die Betreiber ihre Anlagen abschalten mussten, da der Strom aufgrund von Engp\u00e4ssen im Stromnetz und fehlender Nachfrage \u2013 beispielsweise aus Batteriespeichern und Elektrolyseuren \u2013 nicht ins Netz eingespeist werden konnte. In solchen Zeiten erreichen Solar- und Windstrom Preise von unter 5 c\/kWh und an der Stromb\u00f6rse sogar negative Strompreise.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnstiger Strom aus erneuerbaren Energien ist nur \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume m\u00f6glich, wenn Deutschland \u00fcber gro\u00dfe Batteriespeicher \u2013 ausgediente E-Auto-Batterien sind eine kosteng\u00fcnstige Option \u2013 sowie Elektrolyseure und Wasserstoff verf\u00fcgt. Eine nur halbherzige Umsetzung der Energiewende ist die teuerste Option. China hat dies erkannt und baut Batteriespeicher systematisch aus. Schon heute verf\u00fcgt das Land \u00fcber 50% der weltweiten Batteriekapazit\u00e4ten. Die neue deutsche Regierung gibt jedoch den Bau von 40 Erdgaskraftwerken den Vorrang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der fl\u00e4chendeckende Einsatz von Batteriespeichern w\u00fcrde in den sechs Sommermonaten in Deutschland einen 24-Stunden-Preis von 3 bis 7 Cent pro kWh bei deutlich geringeren Schwankungen erm\u00f6glichen. Somit w\u00fcrden sie als Preisstabilisator und Puffer dienen. Dies w\u00fcrde einen beschleunigten Ausbau der Speicher auf \u00fcber 100 GWh bis 2030 sowie regulatorische Anpassungen erfordern, wie beispielsweise das Solar-Spitzenstromgesetz, das die Direktvermarktung und ein netzfreundliches Speichermanagement f\u00f6rdert, erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die sommerliche Solarenergie auch im Winterhalbjahr f\u00fcr Strom und W\u00e4rme verf\u00fcgbar zu machen, wird vor allem Wasserstoff (oder Methanol aus gr\u00fcnem Wasserstoff und CO<sub>2<\/sub>) als Langzeitspeicher ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch um die Klimaziele einer \u201enetto-null\u201c chemischen Industrie zu erreichen, ist die Defossilisierung unverzichtbar. Werden zuk\u00fcnftig auch die \u201eScope-3\u201c-Emissionen der Industrie beim CO\u2082-Fu\u00dfabdruck ber\u00fccksichtigt, spielt die Substitution von fossilem durch erneuerbaren Kohlenstoff im Rohstoff eine zentrale Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet das f\u00fcr die Zukunft der Kunststoffindustrie?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Zukunft der Chemie- und Kunststoffindustrie in der Europ\u00e4ischen Union h\u00e4ngt vor allem von den Energie- und Rohstoffpreisen, von Forschung und Entwicklung sowie vom Hochskalieren von Innovationen in Europa ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei konsequenter Umsetzung der Energiewende inklusive Netzausbau, (Batterie)-Speichern und Wasserstoff zeichnen sich mittelfristig attraktive Strompreise ab. Die Energie- und Rohstoffversorgung h\u00e4ngt dagegen noch viel zu stark von fossilen Energietr\u00e4gern wie Erd\u00f6l, Erdgas und Kohle ab, deren Importanteil bei 80\u201390% liegt. Hier ist die europ\u00e4ische Industrie anf\u00e4llig, was den Zugang und die Preise betrifft. Die EU wird fossilen Kohlenstoff nie zu dem Preisniveau der F\u00f6rderl\u00e4nder und ihrer Verb\u00fcndeten erhalten. Da die modernsten Technologien f\u00fcr die Massenproduktion von Chemikalien und Kunststoffen weltweit verf\u00fcgbar sind, sind L\u00e4nder mit g\u00fcnstigem Zugang zu Erd\u00f6l und Erdgas klar im Vorteil. Diesen Wettbewerbsnachteil kann Europa nicht \u00fcberwinden, solange die Chemie- und Kunststoffindustrie zu \u00fcber 90% auf fossilen Kohlenstoff setzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es einen Ausweg? Ja, Europa kann Vorreiter bei der Defossilisierung der Chemie- und Kunststoffindustrie durch die Nutzung von erneuerbarem Kohlenstoff werden und sich somit aus der fossilen Sackgasse befreien. Erneuerbarer Kohlenstoff bedeutet Kohlenstoff aus dem Recycling von Kunststoffen sowie aus Biomasse und CO\u2082. In allen drei Bereichen ist Europa bei Forschung und Entwicklung gut aufgestellt. Leider gelingt das Hochskalieren der Innovationen aber nur in wenigen F\u00e4llen (\u201eImplementation Gap\u201c). Meist gibt es in anderen Regionen der Welt bessere Bedingungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-165812\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-1024x576.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-1536x864.png 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions-400x225.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/25-04-16-Tackling-the-European-Implementation-Gap-for-Renewable-Carbon-Solutions.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auch um die Klimaziele mittels einer \u201eNetto-Null\u201c-Chemie- und Kunststoffindustrie zu erreichen, ist die Defossilisierung unverzichtbar. Die Substitution fossiler durch erneuerbare Kohlenstoffe in Chemikalien und Kunststoffen wird bei der Reduzierung der Scope-3-Emissionen der Industrie eine Schl\u00fcsselrolle spielen, da der eingebettete Kohlenstoff f\u00fcr den Gro\u00dfteil des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks dieser Produkte verantwortlich ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mechanisches, physikalisches und chemisches Recycling<\/h3>\n\n\n\n<p>Insgesamt werden in der EU pro Jahr ca. 50 Mio. t Kunststoffe eingesetzt, die meisten davon stammen aus Eigenproduktion. Etwa 10-15 Mio. t wurden in 2023 als Prim\u00e4rkunststoffe, Halbzeuge oder Endprodukte importiert. Im Jahr 2022 fielen in der EU allein im Verpackungsbereich insgesamt rund 16,2 Mio. t Kunststoffabf\u00e4lle an, von denen 40,7% recycelt wurden \u2013 allerdings 1,3 Mio. t au\u00dferhalb der EU.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>(<a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/topics\/de\/article\/20181212STO21610\/plastikmull-und-recycling-in-der-eu-zahlen-und-fakten\">https:\/\/www.europarl.europa.eu\/topics\/de\/article\/20181212STO21610\/plastikmull-und-recycling-in-der-eu-zahlen-und-fakten<\/a>)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kunststoffabf\u00e4lle werden daher beim Umstieg auf erneuerbaren Kohlenstoff eine zentrale Rolle spielen, da sie erhebliche Mengen an importiertem fossilen Kohlenstoff ersetzen k\u00f6nnen. Alle Kunststoffe, die das Gebiet der EU erreichen, sind wertvolle Ressourcen, die in der EU bleiben und so effizient und hochwertig wie m\u00f6glich genutzt und im Kreislauf gehalten werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-165810\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-1024x576.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-1536x864.png 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling-400x225.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/24-10-23-Diversity-of-Advanced-Recycling.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Was ist zu tun, um dieses Potenzial zu erschlie\u00dfen? Alle Recyclingtechnologien \u2013 vom mechanischen Recycling bis zur Gasifizierung (siehe Grafik) \u2013 m\u00fcssen rasch implementiert werden, da sie alle zusammen f\u00fcr die verschiedenen Abfallstr\u00f6me und Zielprodukte ben\u00f6tigt werden. Die hierf\u00fcr erforderlichen gro\u00dfen Investitionen ben\u00f6tigen klare, verl\u00e4ssliche und Nachfrage erzeugende Rahmenbedingungen seitens der Politik. Hierzu geh\u00f6rt die Einf\u00fchrung von Quoten in allen Anwendungsbereichen, die Kl\u00e4rung, welche Recyclingverfahren f\u00fcr die Quotenerf\u00fcllung akzeptiert werden, sowie die Anerkennung massenbilanzierter Kunststoffe in der Quote. Dar\u00fcber hinaus sind harmonisierte Standards f\u00fcr die Kennzeichnung und den Transport von Kunststoffabf\u00e4llen innerhalb der EU erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst dann kann sich das Potenzial und die Bedeutung des Recyclings voll entfalten. Aktuell ist die EU-Recyclingindustrie aufgrund ung\u00fcnstiger Rahmenbedingungen und g\u00fcnstiger Import-Neuware stark angeschlagen. Es besteht die Hoffnung, dass die EU noch dieses Jahr die notwendigen Rahmenbedingungen verabschiedet und in der Folge das Investitionsvolumen stark zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Recyclingquoten in der EU f\u00fcr Verpackungen und Automobile<\/h3>\n\n\n\n<p>Die EU hat jedoch bereits relevante Schritte eingeleitet. So wurden in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) erstmals Mindestquoten f\u00fcr den Einsatz recycelter Rohstoffe im Verpackungsbereich eingef\u00fchrt: Der Recyclinganteil allgemeiner Plastikverpackungen muss bis 2030 bei 30 % und bis 2040 bei 65 % liegen. Die Richtlinie \u00fcber die Verwendung von Einwegkunststoffen (SUPD) enth\u00e4lt Zielvorgaben f\u00fcr den Anteil an recyceltem Material in Kunststoffgetr\u00e4nkeflaschen. Konkret soll der Anteil an recyceltem Material in PET-Flaschen bis 2025 auf 25% und bis 2030 auf 30% erh\u00f6ht werden. In der derzeit diskutierten Novelle der Richtlinie \u00fcber Altfahrzeuge (zuk\u00fcnftig als Verordnung ELV-R), soll ebenfalls eine Quote f\u00fcr einen Recyclinganteil von Kunststoff eingef\u00fchrt werden. Diese soll ab 2030 gelten, wobei die exakte H\u00f6he (20\u201325%) noch ausgehandelt wird.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-165809\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-1536x864.png 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2-400x225.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/21-09-14-Scenario-for-the-Plastic-Industry-2050-B-2.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bio- und CO2-basierte Kunststoffe<\/h3>\n\n\n\n<p>Doch selbst in einer idealen Recyclingwelt reicht recycelter Kohlenstoff niemals aus, um fossilen Kohlenstoff vollst\u00e4ndig zu ersetzen (siehe Bild). Heute werden erst 10% der Kunststoffe aus Rezyklaten hergestellt. Im Idealfall k\u00f6nnte man diesen Anteil auf 50 bis 70% steigern. Es entstehen jedoch immer Verluste beim Sammeln und der Verarbeitung. Das bedeutet, dass wir zus\u00e4tzliche nicht-fossile Kohlenstoffquellen ben\u00f6tigen. Diese sind Biomasse und CO\u2082.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gibt es weltweit 17 kommerziell verf\u00fcgbare bio-basierte Kunststoffe, die in fast allen Anwendungen eingesetzt werden k\u00f6nnen. Als Produktionsstandort f\u00fcr bio-basierte Kunststoffe f\u00e4llt Europa trotz gro\u00dfer F&amp;E-Ausgaben seit Jahren immer weiter zur\u00fcck und wird im Jahr 2024 nur noch einen Anteil von 13% erreichen \u2013 im Vergleich zu Asien mit 59%. Die Investitionen flie\u00dfen in L\u00e4nder, in denen die politischen Rahmenbedingungen stimmen und vor allem Nachfrage geschaffen wurde. Europa muss hier schnell nachziehen, damit diese Option zur Defossilisierung auch hier genutzt werden kann. Aktuell werden tats\u00e4chlich eigene Bio-Quoten von zun\u00e4chst beispielsweise 5% bis 2030 oder 2035 bei Verpackungen und Automobilen diskutiert. Diese m\u00fcssen dringend eingef\u00fchrt werden, damit Europa im Bereich der Bio\u00f6konomie nicht den Anschluss verliert. Zudem m\u00fcssen auch hierf\u00fcr noch weitere klare und verl\u00e4ssliche Regeln geschaffen werden: die Akzeptanz der Nutzung von Agrarrohstoffen wie St\u00e4rke, Zucker oder Pflanzen\u00f6le (die als Notreserve sogar die Ern\u00e4hrungssicherheit erh\u00f6hen), die Nutzung etablierter Nachhaltigkeitskriterien aus dem Biokraftstoffbereich sowie die Akzeptanz von Massenbilanz und Attribution (MBA).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch CO\u2082-basierte Kunststoffe sollten zur Erf\u00fcllung der Quoten angerechnet werden k\u00f6nnen. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Nutzung von fossilem CO\u2082 in der Recyclingquote als auch f\u00fcr biogenes oder atmosph\u00e4risches CO\u2082 in der bio-basierten Quote, um auch ihnen einen Marktzugang zu erm\u00f6glichen. Aktuell spielen sie am Markt noch keine Rolle, aber mit zunehmend verf\u00fcgbarer, preiswerter Solar- und Windenergie werden sie eine reale Option. Bei einem Strompreis von 3\u20134 ct\/kWh k\u00f6nnen die Preise von Wasserstoff so gering werden, dass eine Produktion aus diesem Wasserstoff und CO\u2082 aus Punktquellen (fossil und biogen, z.B. Zellstoff- und Papierindustrie, Bioethanol- und Lebensmittelfermentation) zu biogenen oder Recycling-Wegen konkurrenzf\u00e4hig wird. Neben diversen Spezialrouten ist vor allem der Weg \u00fcber Methanol interessant, das flexibel als Kraftstoff oder Chemierohstoff eingesetzt werden kann. Zudem k\u00f6nnen Nebenstr\u00f6me aus der Produktion von \u201eSustainable Aviation Fuels\u201c aus CO\u2082 (durch Quoten gesichert) gut f\u00fcr die Kunststoffproduktion genutzt werden. Hier sollte man fr\u00fchzeitig die T\u00fcren \u00f6ffnen, um diese erwartbaren Nebenstr\u00f6me vorausschauend regulatorisch abzudecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Often overlooked, CO\u2082-based plastics should also be eligible for counting towards the quotas. This applies both to the use of fossil CO\u2082 (counted in the recycling quota) and to biogenic or atmospheric CO\u2082 (counted in the bio-based quota), in order to provide them market access as well.&nbsp;<a>They do not yet play a role in the&nbsp;market<\/a>, but with increasingly available, inexpensive solar and wind energy, they will become a real option. With an electricity price of 3\u20134 cents\/kWh, hydrogen prices could fall so low that plastic production from this hydrogen and CO\u2082 from point sources (fossil and biogenic, e.g. pulp and paper industry, bioethanol and food fermentation) would become competitive with biogenic or recycling routes. In addition to many specific routes, the methanol route is of particular interest as it can be used flexibly either as a fuel or a chemical raw material. Furthermore, side streams from the production of sustainable aviation fuels from CO\u2082 (secured by quotas) can be utilised in plastics production. It is important to open the doors early on in order to cover these expected side streams in a forward-looking regulatory manner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Langfristig kann Recycling zusammen mit biogenem Kohlenstoff und CO\u2082 den fossilen Kohlenstoff aus Erd\u00f6l oder Erdgas als Rohstoff f\u00fcr die Kunststoffproduktion komplett ersetzen. So kann die Europ\u00e4ische Union unabh\u00e4ngig von fossilen Kohlenstoffimporten werden und ihre Widerstandsf\u00e4higkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit steigern. Daf\u00fcr ist es entscheidend, die \u00dcbergangsphase politisch klug und rasch zu gestalten, damit die Transformation der Chemieindustrie in Europa gelingt \u2013 schlie\u00dflich ist Europa die Ursprungsregion der modernen Chemie. Nur so kann vermieden werden, dass die EU in der fossilen Sackgasse stecken bleibt, w\u00e4hrend anderen Regionen die Transformation gelingt.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa war der Innovationsmotor der globalen Chemieindustrie und kann es wieder werden \u2013 diesmal auf Basis eigener Rohstoffe, Innovation und Nachhaltigkeit. So kann ein gr\u00f6\u00dferer Teil der Wertsch\u00f6pfung in der EU gehalten werden, wodurch letztlich auch das politische System Europas gest\u00fctzt und gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konferenzen des nova-Instituts zu Netto-Null-Chemieindustrie und nicht-fossilen Kunststoffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das nova-Institut aus H\u00fcrth bei K\u00f6ln hat zwei f\u00fchrende Konferenzen etabliert, die aufzeigen, wie eine Defossilisierung der Chemieindustrie und der \u00dcbergang zu nicht-fossilen Kunststoffen in der Praxis aussehen k\u00f6nnen. Hierzu treffen sich die f\u00fchrenden Markenhersteller, Gro\u00dfunternehmen, innovative Mittelst\u00e4ndler und Start-ups, um in Vortr\u00e4gen, Panel-Diskussionen, Workshops, Ausstellungen und Postersessions die M\u00f6glichkeiten zur Transformation auszuloten und weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"440\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-153349\" style=\"aspect-ratio:1.9090909090909092;width:307px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440.png 840w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440-300x157.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440-150x79.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440-768x402.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/11\/24-06-20_RMC-2025_LinkedIn_840x440-400x210.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Renewable Materials Conference (RMC) findet vom 22. bis 24. September 2025 in Siegburg\/K\u00f6ln statt. Erwartet werden mehr als 500 Teilnehmende. Die Themen decken die gesamte Bandbreite von \u201eRenewable Carbon\u201c ab: Biomasse, CO\u2082 und Recycling.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-materials.eu\"><strong>https:\/\/renewable-materials.eu<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"440\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-159853\" style=\"aspect-ratio:1.9090909090909092;width:297px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3.png 840w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3-300x157.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3-150x79.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3-768x402.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/03\/24-11-12_ARC-2025-3-400x210.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Advanced Recycling Conference (ARC) findet vom 19. bis 20. November 2025 in K\u00f6ln statt. Erwartet werden \u00fcber 300 Teilnehmende. Thema sind physikalische und chemische Recyclingverfahren, ein ausgesprochen dynamischer Markt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/advanced-recycling.eu\"><strong>https:\/\/advanced-recycling.eu<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:14px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um eine chemische Industrie mit Netto-Null-Emissionen zu erreichen, sind zwei Dinge erforderlich: die Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie die Defossilisierung der Rohstoffe. Erstens muss die Prozessenergie \u2013 die chemische Industrie ist einer der drei gr\u00f6\u00dften Energieverbraucher in der EU \u2013 nachhaltig erzeugt werden. 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