{"id":165882,"date":"2025-07-24T07:23:00","date_gmt":"2025-07-24T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=165882"},"modified":"2025-07-22T11:34:29","modified_gmt":"2025-07-22T09:34:29","slug":"umfassender-katalog-bedenklicher-plastik-chemikalien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/umfassender-katalog-bedenklicher-plastik-chemikalien\/","title":{"rendered":"Umfassender Katalog bedenklicher Plastik-Chemikalien"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"455\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1.jpeg\" alt=\"The global \u00abplastosphere\u00bb contains more than 16,000 chemicals. The new study published iprovides a comprehensive overview of all chemicals that can be present in plastics. (Image: Adobe Stock)\" class=\"wp-image-165873\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1.jpeg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1-300x171.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1-150x85.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1-768x437.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/image-1-400x228.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die globale \u00abPlastosph\u00e4re\u00bb enth\u00e4lt mehr als 16&#8217;000 Chemikalien. Die neue Studie bietet einen ersten \u00dcberblick \u00fcber s\u00e4mtliche Chemikalien, die in Kunststoffen enthalten sein k\u00f6nnen. (Bild: Adobe Stock)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Um die weltweite Plastikverschmutzung einzud\u00e4mmen und Kunststoffe sicherer und nachhaltiger zu machen, verhandeln die L\u00e4nder derzeit \u00fcber ein globales Abkommen. Eine Studie mit Beteiligung von Eawag und Empa, die soeben im Wissenschaftsmagazin \u00abNature\u00bb ver\u00f6ffentlicht wurde, bietet einen ersten systematischen \u00dcberblick \u00fcber s\u00e4mtliche Chemikalien, die in Kunststoffen enthalten sein k\u00f6nnen, ihre Eigenschaften, Verwendungszwecke und Gefahren. Die Identifizierung bedenklicher Chemikalien erm\u00f6glicht es Wissenschaftlern und Herstellern, sicherere Kunststoffe zu entwickeln, und politischen Entscheidungstr\u00e4gern, eine ungiftige Kreislaufwirtschaft zu f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kunststoffe sind allgegenw\u00e4rtig, und die darin enthaltenen Chemikalien sind ein zentrales Thema: Alle Kunststoffe, von Lebensmittelverpackungen bis hin zu Autoreifen, enthalten Hunderte von Chemikalien, die in Lebensmittel, Wohnr\u00e4ume und die Umwelt gelangen k\u00f6nnen. Viele davon sind bekanntermassen sch\u00e4dlich f\u00fcr die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Allerdings fehlt derzeit ein umfassender \u00dcberblick \u00fcber diese Chemikalien, was die M\u00f6glichkeiten einschr\u00e4nkt, Mensch und Umwelt vor diesen gef\u00e4hrlichen Kunststoffchemikalien zu sch\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abKunststoffe sollten eigentlich gar keine sch\u00e4dlichen Chemikalien enthalten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass sie einerseits absichtlich verwendet werden oder aber unbeabsichtigt in allen Arten von Kunststoffen vorhanden sind\u201c, sagt <strong>Martin Wagner, Hauptautor der Studie und Professor an der \u00abNorwegian University of Science and Technology\u00bb (NTNU) <\/strong>in Trondheim. \u00abDies unterstreicht die Notwendigkeit, Kunststoffe sicherer zu machen.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die globale \u00abPlastosph\u00e4re\u00bb enth\u00e4lt mehr als 16&#8217;000 Chemikalien<\/h3>\n\n\n\n<p>Die neue Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung der Empa und der Eawag zeigt: In Kunststoffen sind weit mehr Chemikalien enthalten als bisher bekannt war. Die\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/plastchem-project.org\/\" target=\"_blank\">\u00abPlastChem\u00bb-Datenbank<\/a>, die die Studie begleitet, umfasst 16&#8217;325 Chemikalien. Darunter haben die Wissenschaftler mindestens 4&#8217;200 Kunststoffchemikalien identifiziert, die aufgrund ihrer Gefahren f\u00fcr Gesundheit und Umwelt bedenklich sind.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p> \u00abEs mag entmutigend erscheinen, sich mit der grossen Anzahl problematischer Kunststoffchemikalien auseinanderzusetzen, aber unsere Studie liefert die Werkzeuge daf\u00fcr\u00bb, sagt <strong>Zhanyun Wang, Mitautor der Studie und Wissenschaftler an der Empa<\/strong>. \u00abDie chemische Zusammensetzung der Polymere zu vereinfachen ist dabei eine Voraussetzung f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer sicheren und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"540\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-1024x540.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165874\" style=\"width:650px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-1024x540.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-300x158.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-150x79.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-768x405.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-1536x810.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e-400x211.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/grafik_pieplastic_e.jpg 1785w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anzahl der Chemikalien, die als bedenklich, weniger gef\u00e4hrlich, nicht gef\u00e4hrlich identifiziert wurden. Zu zwei Dritteln der Stoffe liegen keine Daten vor. Der \u00e4ussere Kreis zeigt die jeweiligen (kleinen) Anteile f\u00fcr Chemikalien, die weltweit geregelt bzw. nicht geregelt sind. (Illustration: Empa)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die identifizierten bedenklichen Chemikalien k\u00f6nnen in allen wichtigen Kunststoffarten vorkommen, einschliesslich Lebensmittelverpackungen, und alle getesteten Kunststoffe k\u00f6nnen gef\u00e4hrliche Chemikalien freisetzen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Ksenia Groh, Mitautorin und Gruppenleiterin f\u00fcr Bioanalytik an der Eawag<\/strong>, erkl\u00e4rt: \u00abKunststoffe k\u00f6nnen unbekannte Substanzen wie Verunreinigungen, Fremdstoffe oder Abbauprodukte enthalten und freisetzen. Die Toxizit\u00e4t der aus Kunststoffen freigesetzten Chemikalien kann mithilfe von Bioassays bewertet werden, einer praktischen Alternative zur chemischen Analyse. Dieser vielversprechende Ansatz muss weiterentwickelt werden, um in Zukunft breitere Anwendung zu finden.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wege zu sichereren und nachhaltigeren Polymeren<\/h3>\n\n\n\n<p>Die neue Studie skizziert drei Handlungsfelder auf dem Weg zu sichereren und nachhaltigeren Kunststoffen: sicherere Chemikalien, Transparenz und chemisch einfachere Kunststoffe. Bekannte bedenkliche Chemikalien sollten entweder durch freiwillige Massnahmen der Industrie oder durch Vorschriften aus Kunststoffen entfernt werden. Angesichts der Tatsache, dass die Industrie derzeit nicht offenlegt, welche Chemikalien in welchen Kunststoffprodukten enthalten sind, ist daher in erster Linie mehr Transparenz erforderlich. Und schliesslich sollten Kunststoffe so umgestaltet werden, dass sie weniger Chemikalien enthalten, deren Sicherheit ausserdem im Vorfeld gr\u00fcndlich gepr\u00fcft wurde, insbesondere wenn sie wiederverwendet oder recycelt werden sollen. \u00abEs gibt aktuell eine grosse Dynamik, Kunststoffe sicherer zu machen. Unsere Studie liefert die wissenschaftliche Basis, um dieses Ziel zu erreichen und die menschliche Gesundheit und die Umwelt besser vor bedenklichen Chemikalien in Kunststoffen zu sch\u00fctzen\u00bb, so Laura Moncl\u00fas, eine weitere Hauptautorin der Studie und Forscherin am \u00abNorwegian Geotechnical Institute\u00bb (NGI) in Trondheim.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Moncl\u00fas,&nbsp;L.; Arp,&nbsp;H.&nbsp;P.&nbsp;H.; Groh,&nbsp;K.&nbsp;J.; Faltynkova,&nbsp;A.; L\u00f8seth,&nbsp;M.&nbsp;E.; Muncke,&nbsp;J.; Wang,&nbsp;Z.; Wolf,&nbsp;R.; Zimmermann,&nbsp;L.; Wagner,&nbsp;M. (2025)&nbsp;<strong>Mapping the chemical complexity of plastics<\/strong><strong>,&nbsp;<\/strong><em>Nature<\/em>, 643,&nbsp;349-355,&nbsp;<a href=\"http:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-09184-8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">doi:10.1038\/s41586-025-09184-8<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dora.lib4ri.ch\/eawag\/islandora\/object\/eawag:34990\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Institutional Repository<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die weltweite Plastikverschmutzung einzud\u00e4mmen und Kunststoffe sicherer und nachhaltiger zu machen, verhandeln die L\u00e4nder derzeit \u00fcber ein globales Abkommen. Eine Studie mit Beteiligung von Eawag und Empa, die soeben im Wissenschaftsmagazin \u00abNature\u00bb ver\u00f6ffentlicht wurde, bietet einen ersten systematischen \u00dcberblick \u00fcber s\u00e4mtliche Chemikalien, die in Kunststoffen enthalten sein k\u00f6nnen, ihre Eigenschaften, Verwendungszwecke und Gefahren. 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