{"id":165571,"date":"2025-07-16T07:26:00","date_gmt":"2025-07-16T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=165571"},"modified":"2025-07-10T15:19:38","modified_gmt":"2025-07-10T13:19:38","slug":"cellulose-statt-erdol-team-mit-beteiligung-der-tu-graz-entwickelt-nachhaltigen-schaumstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/cellulose-statt-erdol-team-mit-beteiligung-der-tu-graz-entwickelt-nachhaltigen-schaumstoff\/","title":{"rendered":"Cellulose statt Erd\u00f6l: Team mit Beteiligung der TU Graz entwickelt nachhaltigen Schaumstoff"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"928\" height=\"464\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9.jpg\" alt=\"Ein Skateboard aus biologisch abbaubarem Schaumstoff\" class=\"wp-image-165588\" style=\"aspect-ratio:2;width:687px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9.jpg 928w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9-300x150.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9-150x75.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9-768x384.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/csm_Banner_F-Wolf-2025-BreadCell-SPIRK-BAUER-by-Wolf-tugraz__25__b31cef0bc9-400x200.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 928px) 100vw, 928px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Skateboard aus biologisch abbaubarem Schaumstoff. \u00a9 Wolf \/ TU Graz<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Schaumstoffe haben zahlreiche Anwendungsm\u00f6glichkeiten, etwa im Automobil-, Haus- und Maschinenbau oder in Schuhen und Helmen. Bisher ist es \u00fcblich, diese Stoffe auf Basis von Erd\u00f6l herzustellen, was ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck negativ belastet. Im <a href=\"https:\/\/www.breadcell.eu\/\">EU-Projekt\u00a0BreadCell<\/a>\u00a0hat ein internationales Konsortium Schaumstoffe auf Basis von Cellulose entwickelt, die in einem dem Brotbacken \u00e4hnlichen Prozess hergestellt werden. Die Schaumstoffe sind vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar und rezyklierbar. Zwei Institute der TU Graz, das<a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/institute\/bpti\/home\"> Institut f\u00fcr Biobasierte Produkte und Papiertechnik<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/institute\/vsi\/home\">Institut f\u00fcr Fahrzeugsicherheit<\/a>, haben bei der Entwicklung der Technologie eine entscheidende Rolle gespielt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zahlreiche potenzielle Anwendungsbereiche<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEs ist wichtig, in so vielen Bereichen wie m\u00f6glich Nachhaltigkeitsbestrebungen umzusetzen\u201c, sagt <strong>Stefan Spirk vom Institut f\u00fcr Biobasierte Produkte und Papiertechnik<\/strong>. \u201eCellulose ist pflanzenbasiert und in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar. \u00d6lbasierte Produkte durch solche aus Cellulosematerialien zu ersetzen, zielt daher auf dieses Ziel ab und der im Projekt\u00a0BreadCell\u00a0entwickelte Schaumstoff hat vielf\u00e4ltigste Anwendungsm\u00f6glichkeiten.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So sehen die Forschenden unter anderem folgende Bereiche als sehr gut geeignet f\u00fcr den umweltfreundlichen Schaumstoff: im Automobilsektor f\u00fcr\u00a0Crash-Impact-Energiemanagement, im Bausektor als D\u00e4mmstoff sowie in der Sportindustrie f\u00fcr die Herstellung von Sportger\u00e4ten und Schuhsohlen. Das Material bietet auch potenzielle Vorteile in Bezug auf Feuchtemanagement und Akustik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Faser-Design und Simulationsmodelle<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Element des Projekts war es, mittels Simulationen Korrelationen zwischen der Schaumfestigkeit und dem Faserdesign herzustellen. Um die f\u00fcr diese Simulationen notwendigen Materialeingangsdaten zu gewinnen, wurde das Material umfassend charakterisiert. Dies umfasste Tests unter unterschiedlichsten Belastungen, wof\u00fcr&nbsp;u.a.&nbsp;ein hochdynamischer Pr\u00fcfstand an der TU Graz zum Einsatz kam, der das Material dynamischen und schnellen Belastungen aussetzt. Aufgrund der entwickelten Modelle und Daten konnten Sch\u00e4ume mit verschiedensten Dichten und mechanischen Eigenschaften hergestellt werden, die in diversen Demonstratoren verbaut wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>So haben die Forschenden etwa ein Skateboard, ein Bodyboard, einen Fahrradhelm und Schuheinlagen hergestellt und getestet. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eBei der Entwicklung des Schaums zeigte sich auch eine interessante Eigenschaft: Es war eine Herausforderung, die Dichte \u00fcber die gesamte Dicke des Schaums perfekt homogen zu halten\u201c, sagt <strong>Florian Feist vom Institut f\u00fcr Fahrzeugsicherheit<\/strong>. \u201eDoch diese Inhomogenit\u00e4t erwies sich bei einer spezifischen Anwendung als vorteilhaft: bei Fahrradhelmen. Eine weichere Mittellage erm\u00f6glicht eine Art Scherung zwischen der \u00e4u\u00dferen und inneren Helm-Lage. Dies reduziert bei einem Aufprall die rotatorische Belastung auf das Gehirn, \u00e4hnlich dem Prinzip moderner Sicherheitssysteme wie dem MIPS-System.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erstes Projekt-Spin-off&nbsp;stellt Schuheinlagen her<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben der\u00a0Chalmers University\u00a0(Projekt-Koordination) und der TU Graz waren noch drei weitere Institutionen an\u00a0BreadCell\u00a0beteiligt: Die Uni Wien arbeitete an\u00a0Sandwich-Konstruktionen f\u00fcr Leichtbauteile, w\u00e4hrend Tecnalia in Spanien die Machbarkeit der industriellen Umsetzung pr\u00fcfte und BioNanoNet (BNN) in Graz die biologische Abbaubarkeit und den Lebenszyklus bewertete. Mit dem Unternehmen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sciencepark.at\/de\/p\/foamo\/\">FOAMO<\/a>\u00a0ist auch ein\u00a0Spin-off\u00a0aus dem Projekt hervorgegangen, das auf Basis des entwickelten Schaumstoffs leichte und d\u00e4mpfende Schuheinlagen herstellt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:16px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h3>\n\n\n\n<p>Stefan SPIRK<br>Assoc.Prof. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat.<br>TU Graz | Institut f\u00fcr Biobasierte Produkte und Papiertechnik<br>Tel.: +43 316 873 30763<br>E-Mail: <a href=\"mailto:stefan.spirk@tugraz.at\">stefan.spirk@tugraz.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wolfgang BAUER<br>Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.<br>TU Graz | Institut f\u00fcr Biobasierte Produkte und Papiertechnik<br>Tel.: +43 316 873 30750<br>E-Mail: <a href=\"mailto:wolfgang.bauer@tugraz.at\">wolfgang.bauer@tugraz.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Florian FEIST<br>Dipl.-Ing. Dr.techn.<br>TU Graz | Institut f\u00fcr Fahrzeugsicherheit<br>Tel.: +43 316 873 30312<br>E-Mail: <a href=\"mailto:florian.feist@tugraz.at\">florian.feist@tugraz.at\u00a0<\/a>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schaumstoffe haben zahlreiche Anwendungsm\u00f6glichkeiten, etwa im Automobil-, Haus- und Maschinenbau oder in Schuhen und Helmen. Bisher ist es \u00fcblich, diese Stoffe auf Basis von Erd\u00f6l herzustellen, was ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck negativ belastet. Im EU-Projekt\u00a0BreadCell\u00a0hat ein internationales Konsortium Schaumstoffe auf Basis von Cellulose entwickelt, die in einem dem Brotbacken \u00e4hnlichen Prozess hergestellt werden. 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