{"id":165310,"date":"2024-12-09T07:21:00","date_gmt":"2024-12-09T06:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=165310"},"modified":"2025-07-03T14:47:35","modified_gmt":"2025-07-03T12:47:35","slug":"holzveredelung-durch-biolumineszenz-so-bringt-man-holz-zum-leuchten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holzveredelung-durch-biolumineszenz-so-bringt-man-holz-zum-leuchten\/","title":{"rendered":"Holzveredelung durch Biolumineszenz: So bringt man Holz zum Leuchten!"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"870\" height=\"490\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870.jpg\" alt=\"Holzproben, die mit dem Hallimasch-Pilz Desarmillaria tabescens behandelt wurden, leuchten gr\u00fcn in der Dunkelheit. \" class=\"wp-image-165315\" style=\"aspect-ratio:1.7755102040816326;width:739px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870.jpg 870w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870-768x433.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Teaser-870-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Holzproben, die mit dem Hallimasch-Pilz Desarmillaria tabescens behandelt wurden, leuchten gr\u00fcn in der Dunkelheit. \u00a9 Empa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Seit immer mehr Laubb\u00e4ume in Schweizer W\u00e4ldern angepflanzt werden, deren Holz bisher h\u00e4ufig direkt verheizt wird, sind innovative Ideen gefragter denn je, um die Ressource Laubholz nachhaltiger zu verwerten. Empa-Forschende statten Holz daher mit neuen Funktionalit\u00e4ten aus. Ihr neuester Coup: Holz, das leuchten kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um Klimawandel und Borkenk\u00e4fer zu trotzen, werden in Schweizer W\u00e4ldern vermehrt Laubb\u00e4ume gepflanzt. Deren Holz sollte m\u00f6glichst mehrfach (und lange) verwendet werden, bevor es als Brennholz endet und das gespeicherte CO<sub>2<\/sub>wieder in die Atmosph\u00e4re freisetzt. Derzeit wird das anfallende Laubholz allerdings noch zu h\u00e4ufig direkt energetisch genutzt. Innovative Ideen f\u00fcr eine nachhaltigere Kaskadennutzung sind also gefragt. Eine M\u00f6glichkeit ist, das Naturmaterial mit neuen Eigenschaften \u2013 technisch ausgedr\u00fcckt: Funktionalit\u00e4ten \u2013 auszustatten und es etwa in magnetisches, wasserdichtes oder stromerzeugendes Holz zu verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit verfolgt das Team um Pilzforscher Francis Schwarze vom \u00abCellulose &amp; Wood Materials\u00bb Labor der Empa in St. Gallen eine weitere Idee f\u00fcr ein neuartiges Kompositmaterial auf Basis von Laubholz: leuchtendes Holz. Neben Anwendungen im technischen Bereich k\u00f6nnte das Leuchtholz zu Designm\u00f6beln oder Schmuck verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"BorlabsCookie _brlbs-cb-youtube\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img decoding=\"async\" class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>By loading the video, you agree to YouTube&#8217;s privacy policy.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy?hl=en&amp;gl=en\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Learn more<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Load video<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>Always unblock YouTube<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iTGV1Y2h0ZW5kZXMgSG9seiBhdXMgZGVtIFBpbHpsYWJvciIgd2lkdGg9IjUwMCIgaGVpZ2h0PSIyODEiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvbWNjY2JYYjRyMXM\/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGNsaXBib2FyZC13cml0ZTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZTsgd2ViLXNoYXJlIiByZWZlcnJlcnBvbGljeT0ic3RyaWN0LW9yaWdpbi13aGVuLWNyb3NzLW9yaWdpbiIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPg==<\/script><\/div><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verwobene lebende Materialien<\/h3>\n\n\n\n<p>Gelungen ist dies dank eines Schmarotzers: Der Hallimasch-Pilz ist ein Erreger der Weissf\u00e4ule bei B\u00e4umen und damit eigentlich ein Holzsch\u00e4dling. Manche Arten produzieren den Naturstoff Luciferin, der in einem zweistufigen enzymatischen Prozess zum Leuchten angeregt wird. Von Pilzf\u00e4den durchzogenes Holz strahlt daher ein gr\u00fcnes Licht aus.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abNat\u00fcrlich leuchtendes Holz wurde das erste Mal vor rund 2400 Jahren durch den griechischen Philosophen Aristoteles beschrieben\u00bb, sagt <strong>Francis Schwarze<\/strong>. Genau genommen l\u00e4sst sich das verwobene Gebilde aus Pilz und Holz als nat\u00fcrliches Biohybrid bezeichnen, eine Kombination von lebenden Materialien. \u00abK\u00fcnstlich erzeugt w\u00e4ren derartige Kompositmaterialien f\u00fcr viele Anwendungsarten interessant\u00bb, sagt der Empa-Forscher. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Doch was der Natur scheinbar m\u00fchelos gelingt, war f\u00fcr die Biotechnologie bisher eine (zu) grosse Herausforderung. Nun ist es dem Empa-Team erstmals gelungen, den Prozess unter kontrollierten Bedingungen im Labor zu induzieren und zu steuern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von der Natur ins Labor<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.empa.ch\/documents\/56164\/31929606\/EQ86-Leuchtholz-Schwarze-435.jpeg\/644de3b3-7be7-41b9-fbfd-cd9b93027c9f?t=1731494989139\" alt=\"\u00abPilzj\u00e4ger\u00bb Francis Schwarze in seiner Schatzkammer: Pilzkulturen, die leuchten, Marmorholz produzieren oder Holz zum Klingen bringen sind seine Spezialit\u00e4t. \" style=\"aspect-ratio:1.7755102040816326;width:412px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00abPilzj\u00e4ger\u00bb Francis Schwarze in seiner Schatzkammer: Pilzkulturen, die leuchten, Marmorholz produzieren oder Holz zum Klingen bringen sind seine Spezialit\u00e4t. \u00a9 Empa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Leuchtpilze hat Biotechnologe Francis Schwarze in der Natur aufgesp\u00fcrt, im Labor analysiert und ihren genetischen Code entziffert. Als besonders leistungsstark entpuppte sich der Ringlose Hallimasch (<em>Desarmillaria tabescens<\/em>). Nach Vorversuchen mit verschiedenen Holzarten startete Schwarze mit Balsaholz (<em>Ochroma pyramidale<\/em>), einem Holz mit besonders geringer Dichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittels Spektroskopie beobachteten die Forschenden, wie der Pilz in den Balsaholz-Proben Lignin abbaut, das f\u00fcr Steifigkeit und Druckfestigkeit verantwortlich ist. Dass damit die Stabilit\u00e4t des Holzes jedoch nicht verschwindet, zeigten R\u00f6ntgen-Diffraktionsanalysen: Die Cellulose, die im Holz f\u00fcr Zugfestigkeit sorgt, blieb intakt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Feuchtes Milieu bevorzugt<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.empa.ch\/documents\/56164\/31929606\/EQ86-Leuchtholz-Faeden-para.jpg\/17bb3f6e-fea1-512e-70a6-3c47ab793cef?t=1731494970230\" alt=\"Rund 20 \u00b5m feine Pilzf\u00e4den von Desarmillaria tabescens unter dem Konfokal-Mikroskop. \" style=\"aspect-ratio:1.0046189376443417;width:385px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rund 20 \u00b5m feine Pilzf\u00e4den von Desarmillaria tabescens unter dem Konfokal-Mikroskop. \u00a9 Empa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Maximale Leuchtkraft erreicht das Biohybrid aus Pilz und Holz, wenn es drei Monate im Brutschrank inkubiert wurde. Dabei liebt es&nbsp;<em>Desarmillaria<\/em>besonders feucht: Die Balsaholz-Proben nahmen in dieser Zeit das Achtfache ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf. Beim Kontakt mit Luft beginnt schliesslich die Enzymreaktion im Holz.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Leuchten entfaltet seine ganze Pracht nach zehn Stunden, wobei gr\u00fcnes Licht mit einer Wellenl\u00e4nge von 560 Nanometer abgestrahlt wird, wie Empa-Forscherin Giorgia Giovannini vom \u00abBiomimetic Membranes and Textiles\u00bb-Labor bei Fluoreszenzspektroskopie-Analysen ermittelte. Derzeit h\u00e4lt der faszinierende Prozess rund 10 Tage an. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00abJetzt optimieren wir die Labor-Parameter, um die Leuchtkraft k\u00fcnftig weiter zu steigern\u00bb, so <strong>der Empa-Forscher<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nat\u00fcrliche Biolumineszenz<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Natur kommt Biolumineszenz bei verschiedensten Organismen vor. Das Licht entsteht dank chemischer Prozesse, die Energie als Licht und W\u00e4rme abgeben. Vergleicht man die lichterzeugende Reaktion in der Natur anhand ihrer sogenannten Quantenausbeute siegt das Gl\u00fchw\u00fcrmchen mit einem Wert von 40%, Leuchtquallen bringen es auf 17%, und Leuchtpilze erreichen 2%.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leuchtpilze<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Pilz-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165316\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Pilz-300.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Pilz-300-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u00dcber 70 Pilzarten zeigen Biolumineszenz. Sie erzeugen in verfaulendem Holz ein als \u00abFoxfire\u00bb bezeichnetes Leuchten. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Franz\u00f6sisch-Englisches Mischwort aus \u00abfaux\u00bb und \u00abfire\u00bb f\u00fcr \u00abfalsches Feuer\u00bb. Der Zweck der Biolumineszenz bei Pilzen ist nicht g\u00e4nzlich klar. M\u00f6glicherweise soll sie Insekten anlocken, um Pilzsporen zu verbreiten. Es ist schwierig, leuchtendes Holz in der Natur zu finden, weil allgegenw\u00e4rtige k\u00fcnstliche Lichtquellen in der Nacht das Auffinden erschweren. Empa-Forscher Francis Schwarze r\u00e4t, in einer mondlosen Herbstnacht in einem Buchen-Mischwald nach Totholz unter nassem Herbstlaub Ausschau zu halten. Mit etwas Gl\u00fcck l\u00e4sst sich hier der Pilz und seine leuchtende Holzmahlzeit entdecken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:11px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leuchtkalmar<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"390\" height=\"201\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-tintenfisch.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165317\" style=\"aspect-ratio:1.9402985074626866;width:235px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-tintenfisch.jpeg 390w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-tintenfisch-300x155.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-tintenfisch-150x77.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Der kleine Tintenfisch Watasenia scintillans misst gerade einmal acht Zentimeter, daf\u00fcr ist er in puncto Tarnung ganz gross: An seiner Unterseite sind Licht-aussendenden Zellen verstreut. Diese Photophoren verwirren Raubfische, die am Meeresgrund leben. Beim Blick nach oben Richtung Wasseroberfl\u00e4che ist der Leuchtkalmar f\u00fcr die J\u00e4ger so nicht auszumachen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gl\u00fchw\u00fcrmchen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:14px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"193\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Kaefer.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165318\" style=\"aspect-ratio:1.5544041450777202;width:237px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Kaefer.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Kaefer-150x97.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die bis zu zwei Zentimeter kleinen Insekten finden sich dank ihres Lichts zur Paarung. Leuchtk\u00e4fer haben nicht nur einen lichtdurchl\u00e4ssigen Hinterleib, sie tragen im Inneren auch eine reflektierende Schicht. Dieser \u00abeingebaute Spiegel\u00bb wirft die Biolumineszenz zus\u00e4tzlich nach aussen. Damit ist Lampyris noctiluca die grosse \u00abLeuchte\u00bb unter den Biolumineszenz-Lebewesen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gigantischer Hallimasch<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"201\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Hallimasch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-165319\" style=\"aspect-ratio:1.492537313432836;width:236px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Hallimasch.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/07\/EQ86-Leuchtholz-Hallimasch-150x101.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Man nennt ihn den Honigpilz oder Hallimasch, und er geh\u00f6rt zu den erstaunlichsten Lebewesen der Erde. Unscheinbar mag er in klassischer Pilzgestalt auf dem Waldboden spriessen, lediglich mit einer schm\u00fcckenden Leiste um den Stiel verziert, einem Armband gleich, was ihm die lateinische Bezeichnung \u00abArmillaria\u00bb verleiht.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel eindr\u00fccklicher ist hingegen sein Netz aus schwarzen Str\u00e4ngen, die er \u00fcber Holz und Boden zieht. Zu meterlangen dicken B\u00fcndeln schliessen sich die Pilzf\u00e4den zusammen, umgeben von einer schwarzen Melanin-haltigen Schutzschicht. Diese sogenannten Rhizomorphen suchen nach neuen Lebensr\u00e4umen und Nahrungsquellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer Gr\u00f6sse von mehreren Quadratkilometern dehnt sich das gr\u00f6sste Lebewesen der Welt, ein rund 2400-j\u00e4hriges Hallimasch-Netz, im US-Bundesstaat Oregon aus. Der gr\u00f6sste Pilz Europas befindet sich in der Schweiz am Ofenpass. Dieser immerhin 1.000-j\u00e4hrige Hallimasch bedeckt ein Gebiet von 50 Fussballfeldern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit immer mehr Laubb\u00e4ume in Schweizer W\u00e4ldern angepflanzt werden, deren Holz bisher h\u00e4ufig direkt verheizt wird, sind innovative Ideen gefragter denn je, um die Ressource Laubholz nachhaltiger zu verwerten. Empa-Forschende statten Holz daher mit neuen Funktionalit\u00e4ten aus. Ihr neuester Coup: Holz, das leuchten kann. 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