{"id":162992,"date":"2025-05-15T07:35:00","date_gmt":"2025-05-15T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=162992"},"modified":"2025-05-09T14:05:02","modified_gmt":"2025-05-09T12:05:02","slug":"co%e2%82%82-in-rohstoffe-verwandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co%e2%82%82-in-rohstoffe-verwandeln\/","title":{"rendered":"CO\u2082 in Rohstoffe verwandeln"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"502\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-1024x502.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-163017\" style=\"aspect-ratio:2.039840637450199;width:722px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-1024x502.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-300x147.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-150x74.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-768x376.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc-400x196.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/681b0249bbfac_jRU4TXGAc.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Neeka und Leila Mashouf entwickelten ein Verfahren zur Umwandlung von CO\u2082-Emissionen in Zellulose. Der enzymatische Prozess imitiert, wie B\u00e4ume CO\u2082 absorbieren und biologisch abbaubare Fasern f\u00fcr neue Rohstoffe bilden. <br>\u00a9 Europ\u00e4isches Patentamt (EPO)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Neeka und Leila Mashouf entwickelten ein Verfahren zur Umwandlung von CO\u2082-Emissionen in Zellulose<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der enzymatische Prozess imitiert, wie B\u00e4ume CO\u2082 absorbieren und biologisch abbaubare Fasern f\u00fcr neue Rohstoffe bilden<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Mashouf-Zwillingsschwestern geh\u00f6ren zu den Top 10 Innovatoren, die f\u00fcr den Young Inventors Prize nominiert sind, der am 18. Juni 2025 vom Europ\u00e4ischen Patentamt (EPA) verliehen wird<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die globale Textilindustrie ist eine der umweltsch\u00e4dlichsten Lieferketten und tr\u00e4gt laut dem\u00a0Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP)\u00a0bis zu 8% der weltweiten CO\u2082-Emissionen bei. Allein die textile Wertsch\u00f6pfungskette wird voraussichtlich bis 2030 j\u00e4hrlich 2,7 Milliarden Tonnen CO\u2082 erzeugen, was den Emissionen von fast 230 Millionen Autos pro Jahr entspricht. Die US-Wissenschaftler Neeka und Leila Mashouf (28) haben Rubi Laboratories gegr\u00fcndet, ein Startup, das sich auf die Produktion mittels Technologien konzentriert, die Kohlenstoffabf\u00e4lle in Rohstoffe, einschlie\u00dflich\u00a0<a href=\"https:\/\/www.chemie.de\/news\/textilien\/order_t\/\">Textilien<\/a>, umwandeln. Ihre Erfindung hat ihnen beim Young Inventors Prize 2025 einen Platz unter Top 10 Innovatoren aus der ganzen Welt, bekannt als Tomorrow Shapers, eingebracht. Sie wurden von einer unabh\u00e4ngigen Jury aus 450 Kandidaten ausgew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine kohlenstoffarme Alternative zur industriellen Produktion<\/h3>\n\n\n\n<p>Die herk\u00f6mmliche Umwandlung von CO<sub>2<\/sub> setzt h\u00e4ufig auf chemikalien- oder fermentationsbasierte Systeme, die viel Energie verbrauchen, ressourcenintensiv und teuer sind. Zudem erfordern sie h\u00e4ufig hochspezielle Ausr\u00fcstung und Verfahren. Das enzymatische System von Rubi ist davon inspiriert, wie B\u00e4ume CO<sub>2<\/sub> absorbieren, um zu wachsen. Es arbeitet in einem chemischen Basisreaktor, wodurch eine kontinuierliche Fermentation entf\u00e4llt, und ein skalierbarer, und anpassungsf\u00e4higer Prozess erm\u00f6glicht wird, bei dem Enzyme CO<sub>2<\/sub> in Zellulose umwandeln. Diese kann dann zu biologisch abbaubaren Fasern und Garnen veredelt werden, die sich nahtlos in bestehende Herstellungsprozesse von Textilien und andere Rohstoffe integrieren lassen. Die Erfindung der Mashouf-Schwestern bietet eine kohlenstoffarme Alternative zur konventionellen Produktion. Sie soll Hersteller unterst\u00fctzen, deren derzeitige Verfahren nicht mit der dringenden Notwendigkeit der Dekarbonisierung von Lieferketten vereinbar sind.\u00a0Laut den Mashouf-Schwestern ben\u00f6tigt Rubi zehnmal weniger Energie als thermochemische Methoden, um Wasser, Land und W\u00e4lder zu schonen und Abfallemissionen in Textilien umzuwandeln. Das Unternehmen betreibt bereits Pilotprojekte f\u00fcr seine CO\u2082-gewonnenen Materialien mit Walmart, Patagonia und H&amp;M.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine gemeinsame Vision f\u00fcr nachhaltige Innovation<\/h3>\n\n\n\n<p>Neeka und Leila Mashouf sind in einer unternehmerisch und wissenschaftlich gepr\u00e4gten Familie aufgewachsen. Mit nur 15 Jahren starteten sie ihre wissenschaftlichen Karrieren: Sie ver\u00f6ffentlichten Forschungen zur k\u00fcnstlichen Photosynthese und f\u00fchrten biotechnische Arbeiten zu Krebstherapeutika durch. Dieser fr\u00fche Start markierte den Beginn eines jahrzehntelangen Weges wissenschaftlicher Erforschung und Innovation, der darauf abzielte, den Wohlstand der Menschen zu verbessern und gleichzeitig den Planeten zu erhalten. Neeka wurde Expertin in Materialwissenschaft und Wirtschaft, Leila eine an der Harvard University ausgebildete \u00c4rztin, die sich auf fortgeschrittene enzymatische Wege konzentrierte. Im Jahr 2021 haben sie ihr Know-how zusammengef\u00fchrt, um eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der Branche zu bew\u00e4ltigen: Die Produktion so umzugestalten, dass sie im Einklang mit der Natur und nicht gegen sie arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201cRubi schafft ein neues Paradigma, in dem die verarbeitende Industrie florieren kann, w\u00e4hrend die nat\u00fcrlichen Ressourcen erhalten bleiben und Klimaziele vorangetrieben werden\u201d, erkl\u00e4rt <strong>Leila Mashouf.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen \u00fcber die Mode hinaus<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Technologie der Mashouf-Schwestern hat das Potenzial, Branchen au\u00dferhalb der Textilindustrie zu transformieren, einschlie\u00dflich Verpackungen, Pharmazeutika, Biomaterialien, Kosmetika, Baustoffe, Chemikalien und Lebensmittelanwendungen. Durch die Lizenzierung ihres Verfahrens an Hersteller zielt das Unternehmen darauf ab, die Einf\u00fchrung zu beschleunigen und gro\u00dffl\u00e4chigen Effekt zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201cDer Aufbau von Rubi f\u00fchlt sich an, als h\u00e4tte es ein Leben lang gedauert, inspiriert von unseren Hintergr\u00fcnden in Wissenschaft und Unternehmertum. Wir haben bewiesen, dass CO\u2082 eine wertvolle Ressource sein kann, anstatt ein sch\u00e4dliches Abfallprodukt. Es ist mir eine Ehre, zusammen mit meiner Schwester zu arbeiten, w\u00e4hrend wir die n\u00e4chste \u00c4ra des Wohlstandes mit neu erfundenen Fertigungssystemen einleiten,\u201d f\u00fcgt <strong>Neeka Mashouf <\/strong>hinzu.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Young Inventors Prize w\u00fcrdigt weltweit Innovatoren unter 30 Jahren \u2013 sie nutzen alle Technologie, um globale Herausforderungen im Rahmen der Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen zu bew\u00e4ltigen.\u00a0Indem sie Abfallkohlenstoffabf\u00e4lle in eine wertvolle Ressource verwandeln, tragen die Mashouf Schwestern direkt zu den Nachhaltigkeitszielen 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), 11 (nachhaltige St\u00e4dte und Gemeinden), 12 (Nachhaltige\/r Konsum und Produktion) und 13 (Massnahmen zum Klimaschutz) bei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Gewinner der Ausgabe 2025 werden w\u00e4hrend einer Zeremonie bekannt gegeben, die am 18. Juni 2025 live aus Island&nbsp;<\/strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/de\/news-events\/young-inventors-prize\/2025-event\"><strong>\u00fcbertragen<\/strong><\/a><strong>&nbsp;wird.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen \u00fcber die Wirkung der Erfindung, die Technologie und die Geschichte der Erfinderinnen finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.epo.org\/de\/news-events\/young-inventors-prize\/neeka-mashouf-and-leila-mashouf\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber den Young Inventors Prize<\/h3>\n\n\n\n<p>Zielgerichtet auf Personen unter 30 Jahren, zeigt der Young Inventors Prize die transformative Kraft von jugendgetriebenen L\u00f6sungen und erkennt die bemerkenswerten jungen Menschen an, die den Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft ebnen. Der Preis wurde 2022 ins Leben gerufen und die Troph\u00e4en wurden erstmals w\u00e4hrend der Verleihung des Europ\u00e4ischen Erfinderpreises \u00fcberreicht. Ab 2025 wird der Preis mit einer eigenen Veranstaltung, die getrennt von der Preisverleihung stattfindet. Unter den 10 Tomorrow Shapers, die f\u00fcr jede Ausgabe ausgew\u00e4hlt werden, erhalten drei einen Sonderpreis: World Builders, Community Healers und Nature Guardians. Dar\u00fcber hinaus wird ein People&#8217;s Choice Gewinner, der online vom Publikum gew\u00e4hlt wird, bekannt gegeben. Jeder Tomorrow Shaper erh\u00e4lt 5.000 EUR, die drei Sonderpreistr\u00e4ger erhalten jeweils zus\u00e4tzlich 15.000 EUR. Der People&#8217;s Choice Gewinner erh\u00e4lt zus\u00e4tzlich 5.000 EUR.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.epo.org\/de\/news-events\/young-inventors-prize\">Lesen<\/a>&nbsp;Sie mehr \u00fcber die Teilnahmeberechtigung und Auswahlkriterien des Young Inventors Prize.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber das EPA<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit 6&nbsp;300 Besch\u00e4ftigten ist das&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.epo.org\/de\">Europ\u00e4ische Patentamt (EPA)<\/a>&nbsp;eine der gr\u00f6\u00dften Beh\u00f6rden in Europa. Das EPA, das seinen Hauptsitz in M\u00fcnchen sowie Niederlassungen in Berlin, Br\u00fcssel, Den&nbsp;Haag und Wien hat, wurde mit dem Ziel gegr\u00fcndet, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten Europas auf dem Gebiet des Patentwesens zu st\u00e4rken. Dank des zentralisierten Verfahrens vor dem EPA k\u00f6nnen Erfinderinnen und Erfinder hochwertigen Patentschutz in bis zu 46&nbsp;Staaten erlangen, die zusammen einen Markt von rund 700&nbsp;Millionen Menschen umfassen. Das EPA ist ferner weltweit f\u00fchrend in den Bereichen Patentinformation und Patentrecherche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Textilindustrie ist eine der umweltsch\u00e4dlichsten Lieferketten und tr\u00e4gt laut dem\u00a0Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP)\u00a0bis zu 8% der weltweiten CO\u2082-Emissionen bei. Allein die textile Wertsch\u00f6pfungskette wird voraussichtlich bis 2030 j\u00e4hrlich 2,7 Milliarden Tonnen CO\u2082 erzeugen, was den Emissionen von fast 230 Millionen Autos pro Jahr entspricht. 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