{"id":162878,"date":"2025-05-13T07:26:00","date_gmt":"2025-05-13T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=162878"},"modified":"2025-05-07T13:27:11","modified_gmt":"2025-05-07T11:27:11","slug":"okodesign-verordnung-polymere-vorerst-ausgeklammert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/okodesign-verordnung-polymere-vorerst-ausgeklammert\/","title":{"rendered":"\u00d6kodesign-Verordnung: Polymere vorerst ausgeklammert"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Der erste Arbeitsplan f\u00fcr die europ\u00e4ische \u00d6kodesign-Verordnung (ESPR) ist auf den Zeitraum von 2025 bis 2020 ausgelegt. Er priorisiert die Produkte und Produktgruppen, die in diesem Zeitraum die ESPR-Anforderungen verpflichtend erf\u00fcllen m\u00fcssen. Darin hat die Kommission Kunststoffe und andere Chemikalien au\u00dfen vor gelassen \u2013 auch zur \u00dcberraschung des Verbands der chemischen Industrie (VCI). Er war noch im Januar in einem Positionspapier zur \u00d6kodesign-Verordnung davon ausgegangen, dass es \u201eeine eigene Produktgruppe f\u00fcr Polymere unter der ESPR geben solle und diese bereits in den ersten Arbeitsplan integriert werde\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-162924\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:730px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/05\/adobestock_schmuckbild_oekodesign-verordnung.jpeg.webp 1376w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Folgenabsch\u00e4tzung f\u00fcr Chemikalien bis Ende 2025<\/h3>\n\n\n\n<p>Chemikalien und Kunststoffe bleiben als Zwischenprodukte bis auf Weiteres au\u00dfen vor. Die Kommission k\u00fcndigt indes an, dass bis Ende 2025 eine Folgenabsch\u00e4tzung zu Chemikalien erstellt werden soll. Das Joint Research Centre (JRC) der Europ\u00e4ischen Kommission hatte in einer Studie zwar die Produktgruppe \u201eChemikalien\u201c in Bezug auf ihre Auswirkungen und ihr Verbesserungspotenzial mit hoher Priorit\u00e4t eingestuft. Und auch bei der \u00f6ffentlichen Konsultation wurde die Aufnahme von Chemikalien in die Liste bef\u00fcrwortet.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/bruessel-einigt-sich-auf-spielzeug-sicherheitsverordnung\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch handele es sich um eine sehr komplexe Produktgruppe, so argumentiert die Kommission im Arbeitsplan: \u201eIn Anbetracht dieser Komplexit\u00e4t wird bis Ende 2025 eine Studie in Auftrag gegeben, um die potenziell in den Geltungsbereich fallenden Chemikalien genauer zu definieren und potenzielle Schwerpunktbereiche f\u00fcr die Verbesserung von Produktaspekten f\u00fcr einen k\u00fcnftigen delegierten ESPR-Rechtsakt in Bezug auf Chemikalien (einschlie\u00dflich Polymere und Kunststoffe) festzulegen, die bei der \u00dcberarbeitung dieses oder eines folgenden Arbeitsplans ber\u00fccksichtigt werden sollen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00d6kodesign-Verordnung kann Polymere sp\u00e4ter noch aufnehmen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kommission beh\u00e4lt es sich in dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/EN\/TXT\/?uri=CELEX%3A52025DC0187&amp;qid=1744814743855\">Arbeitsplan (hier geht es zum Download)<\/a>&nbsp;ausdr\u00fccklich vor, weitere Produkte aufzunehmen; dies kann somit auch f\u00fcr Polymere zutreffen. Als Beispiel daf\u00fcr nennt sie zudem elektronische Schaltger\u00e4te, in denen PFAS zum Einsatz kommen. Hier wird der weitere Verlauf der EU-Verordnung 2024\/573 \u00fcber fluorierte Treibhausgase abgewartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der VCI hatte in seinem<a href=\"https:\/\/www.vci.de\/ergaenzende-downloads\/vci-polymere-deutsch.pdf\">\u00a0Positionspapier (hier geht es zum Download)<\/a>\u00a0auf die Herausforderungen bei der Aufnahme von Polymeren in die ESPR hingewiesen: So gebe es \u201ederzeit keine einheitlichen, wissenschaftlich fundierten Standards zur Bewertung der Auswirkungen auf \u00d6kologie und den Ressourcenverbrauch aller Arten von Polymeren. Die chemische Vielfalt der Polymere macht es schwierig, ein allgemeing\u00fcltiges Bewertungssystem zu entwickeln, das fair und effektiv ist und auch die Anwendungsphase ber\u00fccksichtigt. Ohne solche Standards k\u00f6nnten Regulierungsma\u00dfnahmen willk\u00fcrlich wirken und zu unerw\u00fcnschten Nebeneffekten f\u00fchren.\u201c\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/10-wege-zur-co2-reduktion-in-der-chemiebranche\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem w\u00e4re, so kritisiert der VCI, \u201edie Regulierung von Polymeren im Rahmen der ESPR eine unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige administrative Belastung f\u00fcr Unternehmen und Beh\u00f6rden und w\u00fcrde Deutschland und Europa als Produktionsstandort gef\u00e4hrden.\u201c Und weiter: \u201eDie EU sollte ihre Innovationsf\u00fchrerschaft im Bereich nachhaltiger Polymermaterialien f\u00f6rdern, anstatt durch unflexible Regulierung H\u00fcrden zu schaffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reifen haben h\u00f6chste Priorit\u00e4t im Hinblick auf Recycling<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Endprodukt, bei dem Polymere \u2013 vor allem Kautschuk \u2013 zum Einsatz kommen, stuft der Arbeitsplan der Kommission allerdings mit h\u00f6chster Priorit\u00e4t ein: Reifen. 2027 soll die ESPR hier umgesetzt sein. \u201eObwohl bereits durch andere EU-Rechtsvorschriften geregelt (einschlie\u00dflich der Reifenkennzeichnungsverordnung (EU) 2020\/740), besteht das Potenzial, die Recyclingf\u00e4higkeit und den Recyclinganteil zu verbessern und die Risiken im Zusammenhang mit der Abfallbewirtschaftung von Altreifen zu mindern\u201c, so das Argument der Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Endprodukte mit h\u00f6chster Priorit\u00e4t haben nach dem Arbeitsplan Textilien (Bekleidung), M\u00f6bel, Matratzen und Reifen. Bei den Zwischenprodukten werden Eisen, Stahl und Aluminium genannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der erste Arbeitsplan f\u00fcr die europ\u00e4ische \u00d6kodesign-Verordnung (ESPR) ist auf den Zeitraum von 2025 bis 2020 ausgelegt. Er priorisiert die Produkte und Produktgruppen, die in diesem Zeitraum die ESPR-Anforderungen verpflichtend erf\u00fcllen m\u00fcssen. Darin hat die Kommission Kunststoffe und andere Chemikalien au\u00dfen vor gelassen \u2013 auch zur \u00dcberraschung des Verbands der chemischen Industrie (VCI). 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