{"id":161873,"date":"2025-04-22T07:26:00","date_gmt":"2025-04-22T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=161873"},"modified":"2025-04-14T13:22:04","modified_gmt":"2025-04-14T11:22:04","slug":"biomasse-potenziale-zur-stofflichen-nutzung-begrenzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-potenziale-zur-stofflichen-nutzung-begrenzt\/","title":{"rendered":"Biomasse: Potenziale zur stofflichen Nutzung begrenzt"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Bei Abf\u00e4llen und Reststoffen wie Tierexkrementen, Getreidestroh, Siedlungsabf\u00e4llen und Kl\u00e4rschlamm besteht noch die M\u00f6glichkeit, ungenutzte Potenziale f\u00fcr die zuk\u00fcnftige stoffliche und energetische Nutzung zu erschlie\u00dfen. Alle \u00fcbrigen biogenen Abf\u00e4lle und Reststoffe werden hingegen bereits stofflich oder energetisch verwertet. Das ist eines der zahlreichen Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung von sechs Forschungsinstituten als Grundlage f\u00fcr eine Nationale Biomassestrategie (NABIS).<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-161900\" style=\"aspect-ratio:1.499267935578331;width:681px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-300x200.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-150x100.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-768x512.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94-400x267.jpeg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/csm_strohballen-auf-stoppelfeld_e17ddfaf94.jpeg 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Strohballen-auf-Stoppelfeld \u00a9 Stefan Werner<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Diese Ergebnisse haben das \u00d6ko-Institut, Ifeu, die beiden Th\u00fcnen-Institute f\u00fcr Marktanalyse und f\u00fcr Waldwirtschaft sowie das DBFZ und das UFZ gemeinsam in einem Kurzbericht vorgelegt. Dieser umfasst 40 Seiten und tr\u00e4gt den Titel \u201eHintergrundinformationen zum Status Quo der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland und zuk\u00fcnftigen Biomassepotenzial f\u00fcr die Erarbeitung der NABIS\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzrohstoffe wurden im Jahr 2020 zu 53 Prozent stofflich und zu 47 Prozent energetisch verwertet. In der stofflichen Nutzung wurden zu sehr gro\u00dfen Anteilen Nadelderbholz und S\u00e4genebenprodukte eingesetzt. Kleinere Mengen an Laubholz wurden im Bau- und M\u00f6belsektor verwendet. Demgegen\u00fcber besteht Energieholz zu hohen Anteilen aus Altholz, Industrieholz, Schwarzlauge, Waldrestholz und Landschaftspflegeholz. Es wurden aber auch deutliche Mengen an Waldderbholz energetisch genutzt. Dazu z\u00e4hlten im Jahr 2020 insgesamt 9,0 Mio Kubikmeter an Laubderbholz und weitere 6,5 Mio Kubikmeter Nadelderbholz, mit denen vor allem private Haushalte heizten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Biomassepotenziale in Deutschland sind naturgem\u00e4\u00df begrenzt und nehmen in der Tendenz ab. In allen betrachteten Szenarien zeige sich eine sehr deutliche Abnahme bei der energetischen Nutzung von Waldholz und holzigen Abf\u00e4llen und Reststoffen, da sie zuk\u00fcnftig vermehrt stofflich genutzt werden. Auch die Anbaufl\u00e4che f\u00fcr Energiepflanzen gehe zu Gunsten von Industriepflanzen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Untersucht wurde auch, in welchen Energiesektoren und mit welcher Technik die knappe Ressource Biomasse in Zukunft am effizientesten eingesetzt werden kann. Bioenergie hat demnach ihren kostenoptimalen Nutzen in den Bereichen, in denen eine direkte Elektrifizierung nicht oder nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich ist, oder zur Flexibilisierung des Stromsektors.<\/p>\n\n\n\n<p>Im W\u00e4rmesektor sei der Einsatz gro\u00dfer Mengen an Biomasse f\u00fcr Hochtemperatur-Industrieanwendungen optimal, und zwar vorrangig in Form von Hackschnitzeln aus Holzreststoffen, Biogas aus verg\u00e4rbaren Abf\u00e4llen und Reststoffen und Miscanthus als angebaute Feldfrucht. Im Stromsektor sei der Einsatz von Biogas aus verg\u00e4rbaren Abf\u00e4llen und Reststoffen sowie Stroh zur flexiblen Bedarfsdeckung der Residuallast die kosteneffizienteste Option. Aufgrund Elektrifizierung des Stra\u00dfen- und Schienenverkehrs seien im Verkehrssektor nur geringe Bioenergie-Anteile \u00f6konomisch vorteilhaft bzw. notwendig, so etwa im Schiffs- und Flugverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Bericht kann\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.oeko.de\/fileadmin\/oekodoc\/Hintergrundinformationen-NABIS.pdf\" target=\"_blank\">hier abgerufen<\/a>\u00a0werden.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Abf\u00e4llen und Reststoffen wie Tierexkrementen, Getreidestroh, Siedlungsabf\u00e4llen und Kl\u00e4rschlamm besteht noch die M\u00f6glichkeit, ungenutzte Potenziale f\u00fcr die zuk\u00fcnftige stoffliche und energetische Nutzung zu erschlie\u00dfen. Alle \u00fcbrigen biogenen Abf\u00e4lle und Reststoffe werden hingegen bereits stofflich oder energetisch verwertet. 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