{"id":161534,"date":"2025-04-14T07:26:00","date_gmt":"2025-04-14T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=161534"},"modified":"2025-04-08T13:13:58","modified_gmt":"2025-04-08T11:13:58","slug":"kreislaufwirtschaft-braucht-realistische-ziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kreislaufwirtschaft-braucht-realistische-ziele\/","title":{"rendered":"Kreislaufwirtschaft braucht realistische Ziele"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Im Rahmen der vom VDMA initiierten Interviewserie \u201eWay2K 2025\u201c beleuchten f\u00fchrende Vertreter aus dem Kunststoffmaschinenbau im Vorfeld der K 2025 aktuelle Trends aus ihrem Bereich. In dieser Ausgabe erkl\u00e4rt Bengt Schmidt, Global Director Packaging bei der Kiefel GmbH, warum die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft noch gro\u00dfe Herausforderungen mit sich bringt und weshalb es dazu Ziele aus der Politik braucht, die auch vern\u00fcnftig erreichbar sind.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-161554\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:582px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-1024x576.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg-400x225.webp 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/04\/kiefel_bengt-schmidt_global-director-packaging_querENT_ID4940.jpeg.webp 1376w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bengt Schmidt, Global Director Packaging bei der Kiefel GmbH: \u201eEs w\u00e4re sicherlich hilfreich, wenn die politischen Ziele f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft, f\u00fcr das Recycling, f\u00fcr die Rezyklate niedriger und damit realistischer angesetzt w\u00fcrden.&#8221; \u00a9 Kiefel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Herr Schmidt, wie kommt das Recycling voran?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Recycling ist seit Jahren ein Riesenthema in der Kunststoffindustrie. Technologisch ist heute schon einiges m\u00f6glich, aber die Aufbereitung der Rezyklate stellt h\u00e4ufig noch eine Herausforderung dar. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Rezyklaten seitens der Kunststoffverarbeiter stark an. Sie kann aber in vielen F\u00e4llen nicht befriedigt werden. Die Mengen, die man aus dem Gelben Sack zur Wiederverwertung zur Verf\u00fcgung hat, reichen daf\u00fcr nicht aus. Deshalb sind Verarbeiter vielfach gezwungen, Neuware einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bietet Kiefel deshalb Maschinen an, die Produkte aus Naturfasern herstellen k\u00f6nnen?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Naturfasern k\u00f6nnen ein Weg sein, Kunststoffe in Verpackungen zu ersetzen. Deshalb bieten wir auch Maschinen f\u00fcr fasergeformte Verpackungen an, letztendlich sind das Papierverpackungen. Wir haben hier mittlerweile die zweite Maschinengeneration am Start und vertreiben sie schon in Europa und Nordamerika.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man aber in eine ganz neue Technologie einsteigt, braucht man Partner, die bereit sind, in die n\u00f6tigen Ressourcen in Bezug auf Personal und Equipment zu investieren, um einer neuen L\u00f6sung den Weg zu bereiten \u2013 in unserem Fall einer umweltfreundlichen Verpackung. Sie brauchen die Sicherheit, dass sie mit diesen Produkten am Markt auch Erfolg haben. Der Markt ist derzeit aber noch stark auf regulatorische Unterst\u00fctzung angewiesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie bewerten Sie den Fortschritt der Kreislaufwirtschaft?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die gesamtpolitische Lage f\u00fchrt zu einer Verunsicherung beziehungsweise Orientierungssuche am Markt, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, zum Beispiel den hohen Energiekosten in Europa, die Neuverhandlung der Handlungsstr\u00f6me durch die neue amerikanische Administration oder auch Gesetzgebungen wie die Verpackungsverordnung PPWR. Und das bedeutet, dass sich die Verarbeiter auch mit Investitionen zur\u00fcckhalten. Das macht es auch unglaublich schwer, die Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Wenn man etwas wirklich will, muss man sich auch mit allen Konsequenzen daf\u00fcr einsetzen. Im Moment ist es so, dass nichts geschieht, weil jeder abwartet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dieser Zustand der Ungewissheit ist auch volkswirtschaftlich unbefriedigend. Also was m\u00fcsste denn passieren?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das einzelne Unternehmen kann nicht viel \u00e4ndern. Aber hilfreich w\u00e4re es sicherlich, wenn die politischen Ziele f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft, f\u00fcr das Recycling, f\u00fcr die Rezyklate niedriger und damit realistischer angesetzt w\u00fcrden. Wenn eine Verordnung kommt, bei der alle Kunststoffverarbeiter den Kopf sch\u00fctteln und sich fragen, wie sie die denn umsetzen sollen, setzt schon Unsicherheit ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man aber ein Ziel setzt, dass zwar als anspruchsvoll, aber machbar betrachtet wird, dann w\u00e4ren die Unternehmen auch wieder zuversichtlicher. Wir bei Kiefel sehen uns sehr gut aufgestellt. Wir haben bereits L\u00f6sungen entwickelt, die auf Fragen der Zukunft antworten und noch einiges in petto. Beispiele sind das Thermoformen mit recycelten Monomaterialfolien oder mit Naturfasern. Es gibt bei uns auch vieles, das wir noch machen k\u00f6nnen. Aber es braucht auch immer einen Brand Owner, der die Innovationen treibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie sieht es au\u00dferhalb des Fiber-Bereichs aus?<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Polymer-Bereich, also im kunststoffverarbeitenden Bereich, sind Kiefel-Maschinen so ausgelegt, dass sie ganz unterschiedliche Kunststoffe, auch Rezyklate, effizient und mit hoher Qualit\u00e4t verarbeiten k\u00f6nnen \u2013 das zeigen wir nat\u00fcrlich auch auf der diesj\u00e4hrigen K mit unserem neusten Kippmaschinenmodell. Thermoformmaschinen k\u00f6nnen besser mit Materialschwankungen und Verunreinigungen umgehen, als beispielsweise Spritzgie\u00dfmaschinen und h\u00f6here Recyclinganteile fahren. Sie haben auch eine bessere Energiebilanz. Deshalb bin ich sicher, dass wir in Zukunft noch viele Marktanteile generieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie stellt Kiefel seine Innovationskraft sicher?<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum einen durch kontinuierliche Investitionen in Technologie, die uns eine Optimierung unserer Maschinen erm\u00f6glichen. Zum zweiten durch Partnerschaften in Forschung und Entwicklung. Beispielsweise mit Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut oder mit Universit\u00e4ten weltweit. Drittens durch eine noch engere Kooperation mit unseren Kunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu bauen wir derzeit unsere&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kiefel.com\/de\/Packaging\">Customer Innovation Center<\/a>&nbsp;weltweit stark aus, ganz aktuell mit integriertem Labor an unserem Hauptsitz in Freilassing mit Fokus auf Polymer. Dort geht es vor allem darum, im Kunststoffbereich gemeinsam mit und f\u00fcr unsere Kunden an verschiedenen Materialien zu forschen, Proof of Concepts durchzuf\u00fchren, Musterproduktionen durchzuf\u00fchren und verschiedene Tests zu fahren, auch in Bezug auf Werkzeuge. Ziel ist auch, die Prozesse stetig effizienter zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich wirken wir in zahlreichen Brancheninitiativen mit. Etwa bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/digitales-wasserzeichen-verpackungen-erkannt\">Holy Grail 2.0<\/a>, wo es um digitale Wasserzeichen zur Kennzeichnung von Verpackungen geht und bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/r-cycle-wird-zur-offenen-community\">R-Cycle<\/a>, wo an einem R\u00fcckverfolgungsstandard f\u00fcr Verpackungen gearbeitet wird. Diese Mitwirkung bringt uns wichtige Impulse f\u00fcr unsere eigene Innovationst\u00e4tigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der vom VDMA initiierten Interviewserie \u201eWay2K 2025\u201c beleuchten f\u00fchrende Vertreter aus dem Kunststoffmaschinenbau im Vorfeld der K 2025 aktuelle Trends aus ihrem Bereich. 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