{"id":158684,"date":"2025-02-27T07:23:00","date_gmt":"2025-02-27T06:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=158684"},"modified":"2025-02-20T15:34:51","modified_gmt":"2025-02-20T14:34:51","slug":"3d-druck-mit-kaffeesatz-forschende-entwickeln-biologisch-abbaubares-material-auf-myzel-basis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/3d-druck-mit-kaffeesatz-forschende-entwickeln-biologisch-abbaubares-material-auf-myzel-basis\/","title":{"rendered":"3D-Druck mit Kaffeesatz: Forschende entwickeln biologisch abbaubares Material auf Myzel-Basis"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Ein Team der\u00a0University of Washington\u00a0hat eine Methode entwickelt, um gebrauchten Kaffeesatz als Rohstoff f\u00fcr den 3D-Druck zu nutzen. Das Material basiert auf einer Mischung aus Kaffeesatz, Reishi-Pilzsporen und weiteren nat\u00fcrlichen Bindemitteln und k\u00f6nnte als nachhaltige Alternative zu Styropor in Verpackungen oder f\u00fcr andere Anwendungen dienen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift\u00a0<em>3D Printing and\u00a0<a href=\"https:\/\/3druck.com\/glossar\/am\/\">Additive Manufacturing<\/a><\/em>\u00a0ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"500\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/02\/coffin-750x500-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158716\" style=\"aspect-ratio:1.5;width:624px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/02\/coffin-750x500-1.jpg 750w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/02\/coffin-750x500-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/02\/coffin-750x500-1-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2025\/02\/coffin-750x500-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Luo et al.\/3D Printing and Additive Manufacturing<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Der Ansatz nutzt die Eigenschaften von Myzel, dem Wurzelgeflecht von Pilzen, das sich als stabile, wasserabweisende und biologisch abbaubare Struktur ausbilden kann. Dazu wird der Kaffeesatz mit Reishi-Pilzsporen, Reismehl und Xanthan vermischt und zu einer druckf\u00e4higen Paste verarbeitet. Diese sogenannte&nbsp;<em>Mycofluid<\/em>-Mischung wird dann mit einer speziell entwickelten 3D-Druckd\u00fcse verarbeitet, die bis zu einem Liter des Materials aufnehmen kann. Die gedruckten Objekte werden anschlie\u00dfend zehn Tage lang unter feuchten Bedingungen gelagert, sodass das Myzel eine feste Au\u00dfenschicht bildet und separate Bauteile miteinander verbindet. Danach werden die St\u00fccke getrocknet, um das Pilzwachstum zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir sind besonders daran interessiert, Systeme f\u00fcr Kleinunternehmer zu entwickeln, die Produkte in kleinen Mengen herstellen \u2013 zum Beispiel kleine, empfindliche Glaswaren, die f\u00fcr den Versand eine robuste Verpackung ben\u00f6tigen\u201c, sagt Danli Luo, Doktorandin an der University of Washington im Bereich Human-Centered Design und Ingenieurwissenschaften. \u201eWir haben also an neuen Materialrezepten gearbeitet, die Dinge wie Styropor durch etwas Nachhaltigeres ersetzen k\u00f6nnen und die sich leicht f\u00fcr die Produktion in kleinen Mengen anpassen lassen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Materialeigenschaften des getrockneten&nbsp;<em>Mycofluid<\/em>&nbsp;zeigen eine vergleichbare Stabilit\u00e4t zu expandiertem Polystyrol (EPS), das h\u00e4ufig in Verpackungen verwendet wird. Das Material nimmt nur geringf\u00fcgig Wasser auf und kehrt nach dem Trocknen nahezu zu seinem urspr\u00fcnglichen Gewicht zur\u00fcck. Da alle Bestandteile biologisch abbaubar sind, stellt das Material eine potenziell umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Kunststoffen dar.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir sind daran interessiert, dies auf andere biologisch gewonnene Materialien auszuweiten, wie z.B. andere Formen von Lebensmittelabf\u00e4llen\u201c, so Luo. \u201eWir wollen diese Art der flexiblen Entwicklung auf breiter Basis unterst\u00fctzen und nicht nur eine L\u00f6sung f\u00fcr das gro\u00dfe Problem des Plastikm\u00fclls anbieten.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zuk\u00fcnftig wollen die Forschenden untersuchen, ob sich \u00e4hnliche Biopasten aus anderen organischen Reststoffen herstellen lassen, um eine breitere Einsatzm\u00f6glichkeit zu schaffen. Das Projekt wurde von der National Science Foundation finanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Team der\u00a0University of Washington\u00a0hat eine Methode entwickelt, um gebrauchten Kaffeesatz als Rohstoff f\u00fcr den 3D-Druck zu nutzen. Das Material basiert auf einer Mischung aus Kaffeesatz, Reishi-Pilzsporen und weiteren nat\u00fcrlichen Bindemitteln und k\u00f6nnte als nachhaltige Alternative zu Styropor in Verpackungen oder f\u00fcr andere Anwendungen dienen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift\u00a03D Printing and\u00a0Additive Manufacturing\u00a0ver\u00f6ffentlicht. 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