{"id":155612,"date":"2024-12-18T07:23:00","date_gmt":"2024-12-18T06:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=155612"},"modified":"2024-12-17T16:03:35","modified_gmt":"2024-12-17T15:03:35","slug":"tu-grunderinnen-mochten-chemische-industrie-nachhaltiger-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tu-grunderinnen-mochten-chemische-industrie-nachhaltiger-gestalten\/","title":{"rendered":"TU-Gr\u00fcnder*innen m\u00f6chten chemische Industrie nachhaltiger gestalten"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"933\" height=\"466\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8.jpg\" alt=\"Maximilian Spiekermann, Jens Ehlhardt, Max Krause und Mar\u00e9n Schwandt (v.l.n.r.) wollen das Unternehmen Simplyfined gr\u00fcnden, um die chemische Industrie durch die Nutzung nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe nachhaltiger zu gestalten.\" class=\"wp-image-155636\" style=\"aspect-ratio:2.0021459227467813;width:724px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8.jpg 933w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8-300x150.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8-150x75.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8-768x384.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/csm_Simplyfined_Team_a10749ddf8-400x200.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 933px) 100vw, 933px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Maximilian Spiekermann, Jens Ehlhardt, Max Krause und Mar\u00e9n Schwandt (v.l.n.r.) wollen das Unternehmen Simplyfined gr\u00fcnden, um die chemische Industrie durch die Nutzung nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe nachhaltiger zu gestalten \u00a0\u00a9 Tobias Bucher<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Die chemische Industrie ist bislang auf fossile Rohstoffe angewiesen, deren Nutzung jedoch klimasch\u00e4dlich und deren Ressource endlich ist. Wissen\u00adschaft\u00adler*innen der Fakult\u00e4t Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund entwickeln daher Prozesse, mit denen nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen\u00f6le so aufbereitet werden k\u00f6nnen, dass sie f\u00fcr die Industrie als universell einsetzbare Plattformchemikalie nutzbar werden. Ihre Technologie m\u00f6chten Maximilian Spiekermann, Jens Ehlhardt und Mar\u00e9n Schwandt nun in eine Anwendung \u00fcberf\u00fchren, die sie Unternehmen zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen. Seit Oktober f\u00f6rdert der Bund ihr Gr\u00fcndungsvorhaben Simplyfined mit insgesamt rund 1,7 Millionen Euro \u00fcber zwei Jahre im Programm EXIST-Forschungstransfer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oleochemikalien, zu denen pflanzliche \u00d6le z\u00e4hlen, k\u00f6nnen theoretisch in zahlreichen Produkten der chemischen Industrie \u2013 darunter Kunststoffe, Schmierstoffe, Kosmetika und Pharmazeutika \u2013 eingesetzt werden. Problematisch bei ihrer Nutzung ist jedoch, dass die \u00d6le aus verschiedenen unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren bestehen und nur die einfach unges\u00e4ttigten f\u00fcr die Folgeprozesse nutzbar waren, weil die mehrfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren zum Beispiel als Katalysatorgifte f\u00fcr weitere Umsetzungen wirken. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir haben nun einen Prozess entwickelt, der alle mehrfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren in wertvolle \u00d6ls\u00e4ure umwandelt. Dadurch beheben wir nicht nur das Problem der Katalysatorvergiftung, sondern erh\u00f6hen auch deutlich den Anteil der nutzbaren Ressource\u201c, sagt <strong>Maximilian Spiekermann, einer der Gr\u00fcnder von Simplyfined.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vollkontinuierliche Pilotanlage geplant<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zudem ist die Katalysatoraktivit\u00e4t so hoch, dass schon geringe Temperaturen und Dr\u00fccke ausreichen, um den Prozess durchzuf\u00fchren, der Energieverbrauch also gering ist. Dank der neuen Technologie, die unterschiedliche Pflanzen\u00f6le \u2013 von Raps und Soja \u00fcber Sonnenblume und Distel bis hin zu Hanf und Alge \u2013 in eine biobasierte Wertsch\u00f6pfungskette integriert, soll die chemische Industrie nachhaltiger und klimaneutraler werden. Mittlerweile haben die&nbsp;Wissen\u00adschaft\u00adler*innen&nbsp;die Prozesse so weit optimiert und die Kosten gesenkt, dass auch f\u00fcr Unternehmen eine Anwendung wirtschaftlich w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ihre Entwicklung auf den Markt zu bringen, bereiten Maximilian Spiekermann, Jens Ehlhardt und Mar\u00e9n Schwandt sowie Max Krause, der neben den drei gef\u00f6rderten Personen das Team komplettiert, derzeit die Gr\u00fcndung von Simplyfined vor. Unterst\u00fctzt werden sie dabei im Rahmen des Programms EXIST-Forschungstransfer mit 1,7 Millionen Euro. In den kommenden zwei Jahren soll eine vollkontinuierliche Pilotanlage, die im Dauerbetrieb l\u00e4uft, mit einer Kapazit\u00e4t von bis zu 250 Jahrestonnen entstehen und in den Testbetrieb gehen. Zudem m\u00f6chte das Gr\u00fcndungsteam ein Produktportfolio etablieren, Unternehmenskooperationen aufbauen und experimentell weiterforschen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auszeichnung f\u00fcr Simplyfined<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Erste Erfolge konnte Simplyfined bereits feiern: Im September hat das Team beim TU Start-up Award, den das Centrum f\u00fcr Entrepreneurship &amp; Transfer (CET) der TU Dortmund veranstaltet, den mit 6.000 Euro dotierten ersten Platz belegt und zus\u00e4tzlich den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis erhalten. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Auch die Testl\u00e4ufe und R\u00fcckmeldungen aus der Wirtschaft sind positiv, so <strong>Max Krause<\/strong>: \u201eBisher konnten wir den Prozess auf jedes getestete Pflanzen\u00f6l anwenden und auch die Umsetzung bei potenziellen Kund*innen zeigt sehr vielversprechende Ergebnisse.\u201c Unterst\u00fctzt werden sie auf ihrem Weg zur Unternehmensgr\u00fcndung vom CET.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Simplyfined ist aus der Nachwuchsforschungsgruppe Renewlysis von Dr. Thomas Seidensticker an der Fakult\u00e4t Bio- und Chemieingenieurwesen hervorgegangen, die vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft mit insgesamt rund 1,9 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber EXIST<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem F\u00f6rderprogramm EXIST-Forschungstransfer unterst\u00fctzt das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz herausragende forschungsbasierte Gr\u00fcndungsvorhaben, die mit aufwendigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Ziel ist es, Entwicklungsarbeiten zum Nachweis der technischen Realisierbarkeit durchzuf\u00fchren, Prototypen zu entwickeln, den Businessplan auszuarbeiten und schlie\u00dflich das Unternehmen zu gr\u00fcnden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die chemische Industrie ist bislang auf fossile Rohstoffe angewiesen, deren Nutzung jedoch klimasch\u00e4dlich und deren Ressource endlich ist. Wissen\u00adschaft\u00adler*innen der Fakult\u00e4t Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund entwickeln daher Prozesse, mit denen nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen\u00f6le so aufbereitet werden k\u00f6nnen, dass sie f\u00fcr die Industrie als universell einsetzbare Plattformchemikalie nutzbar werden. 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