{"id":154972,"date":"2024-12-10T07:32:00","date_gmt":"2024-12-10T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=154972"},"modified":"2024-12-05T15:48:25","modified_gmt":"2024-12-05T14:48:25","slug":"eu-verfehlt-wasserstoffziele-pragmatischer-rechtsrahmen-unverzichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-verfehlt-wasserstoffziele-pragmatischer-rechtsrahmen-unverzichtbar\/","title":{"rendered":"EU verfehlt Wasserstoffziele \u2013 pragmatischer Rechtsrahmen unverzichtbar"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Die ambitionierten Wasserstoffziele der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr 2024 k\u00f6nnen nicht mehr erreicht werden. Statt der in der EU-Wasserstoffstrategie geplanten 6 Gigawatt (GW) Elektrolyseleistung und einer Million Tonnen erneuerbarem Wasserstoff, liegt die tats\u00e4chlich installierte Leistung bei rund 0,5 GW, weniger als einem Zehntel der Zielvorgaben. Die Erreichung der Wasserstoffziele f\u00fcr 2030 scheint ebenfalls unwahrscheinlich.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030.jpg\" alt=\"Wird der bisherige Kurs fortgesetzt, werden auch die 2030er-Ziele f\u00fcr erneuerbaren Wasserstoff massiv verfehlt.\" class=\"wp-image-154999\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:726px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030.jpg 960w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030-768x432.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/12\/Wasserstoff-2030-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wird der bisherige Kurs fortgesetzt, werden auch die 2030er-Ziele f\u00fcr erneuerbaren Wasserstoff massiv verfehlt.\u00a0\u00a9 publish-industry, DALL\u00b7E<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie L\u00fccke zwischen Ziel und Realit\u00e4t verdeutlicht, dass ambitionierte Ziele ohne entsprechende regulatorische und finanzielle Ma\u00dfnahmen nicht ausreichen\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Ralf Diemer, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der eFuel Alliance. <\/strong>\u201eSetzen wir den bisherigen Kurs fort, riskieren wir auch die 2030er Ziele f\u00fcr erneuerbaren Wasserstoff massiv zu verfehlen und die Technologief\u00fchrerschaft bei Power-to-X- Technologien zu verlieren.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass die produzierten Mengen nicht nur f\u00fcr die direkte Nutzung von Wasserstoff, zum Beispiel in der Stahlindustrie, nicht ausreichen, sondern das auch der Hochlauf der Produktion von klimafreundlichen Derivaten aus Wasserstoff, wie zum Beispiel Kerosin, Benzin oder Diesel l\u00e4nger dauert als vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2030 soll die in Europa installierte Wasserstoffproduktion eine Kapazit\u00e4t von 10 Millionen Tonnen erreichen. Weitere 10 Millionen Tonnen sollen importiert werden wie im RePowerEU Strategiepapier festgehalten. Grundlegend f\u00fcr die heimische Produktion ist das Ambitionsniveau der Erneuerbaren- Energien-Richtlinie (RED) sowie ihre Delegierten Rechtsakte. Die Delegierten Rechtsakte legen detaillierte Regeln f\u00fcr die Produktion von erneuerbaren Kraftstoffen nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) fest, definieren Importregeln und sind eine der regulatorischen S\u00e4ulen f\u00fcr den Hochlauf der gesamten Wasserstoffkette und ihrer Derivate.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders kritisch ist das niedrige Ambitionsniveau der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED). Diese sieht f\u00fcr den Verkehrssektor bis 2030 eine Quote von nur 1 % f\u00fcr RFNBOs vor, was durch Multiplikatoren die reale Nachfrage weiter reduziert. Urspr\u00fcnglich hatte die Europ\u00e4ische Kommission eine Quote von 2,6 % im Jahr 2030 vorgeschlagen und diese nach dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine auf 5% erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner sind die in den Delegierten Rechtsakten festgelegten Kriterien f\u00fcr den Strombezug zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff und zur Nutzung von notwendigen CO<sub>2<\/sub>-Quellen f\u00fcr eFuels viel zu restriktiv und kompliziert, was Investitionen verteuert und verlangsamt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies stellte k\u00fcrzlich auch der Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, fest. In einem Brief an die EU-Kommission mahnte er, dass sich die Kosten der Wasserstoffproduktion allein durch die Kriterien der delegierten Rechtsakte um 2,40 Euro pro Kilogramm erh\u00f6hen. Er forderte gewisse Kriterien bis 2035 auszusetzen. Auch bei CO<sub>2<\/sub>-Quellen besteht dringender Handlungsbedarf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der kategorische Ausschluss auch von nicht vermeidbaren industriellen Punktquellen z.B. von Zementwerken durch realit\u00e4tsferne Anforderungen verz\u00f6gert den Markthochlauf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eTrotz wiederholter Mahnungen der gesamten Wasserstoffbranche haben die europ\u00e4ischen Gesetzgeber nicht reagiert. Die Rechtsrahmen sorgen mit zu b\u00fcrokratischen und restriktiven Vorgaben f\u00fcr Unsicherheiten bei den Produzenten\u201c, kritisiert <strong>Diemer. <\/strong>\u201eInsbesondere der Import gr\u00fcnen Wasserstoffs wird erschwert, da es bislang keine M\u00f6glichkeit gibt, die europ\u00e4ischen Produktionskriterien auf Nicht-EU-Kontexte zu \u00fcbertragen. Die EU muss klare und umsetzbare Standards setzen, um den Hochlauf des Wasserstoffmarktes in den Jahren bis 2030 nicht weiter zu gef\u00e4hrden.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die eFuel Alliance fordert den neuen Energiekommissar Dan J\u00f6rgensen auf, die Delegierten Rechtsakte zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff und eFuels schnellstm\u00f6glich zu \u00fcberarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die eFuel Alliance e.V.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die eFuel Alliance ist eine Interessengemeinschaft, die sich f\u00fcr die politische und gesellschaftliche Akzeptanz von eFuels und f\u00fcr deren Zulassung einsetzt. Wir vertreten mehr als 170 Unternehmen, Verb\u00e4nde und Verbraucherorganisationen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette der eFuel-Produktion. Wir stehen f\u00fcr einen fairen Wettbewerb und gleiche Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr alle relevanten Emissionsminderungsl\u00f6sungen. Wir bekennen uns klar zu mehr Klimaschutz und wollen erreichen, dass der bedeutende Beitrag von eFuels zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz breit anerkannt wird. Unser Ziel ist es, die industrielle Produktion und breite Nutzung von CO<sub>2<\/sub>-neutralen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energiequellen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ambitionierten Wasserstoffziele der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr 2024 k\u00f6nnen nicht mehr erreicht werden. Statt der in der EU-Wasserstoffstrategie geplanten 6 Gigawatt (GW) Elektrolyseleistung und einer Million Tonnen erneuerbarem Wasserstoff, liegt die tats\u00e4chlich installierte Leistung bei rund 0,5 GW, weniger als einem Zehntel der Zielvorgaben. 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