{"id":152186,"date":"2024-10-16T07:32:00","date_gmt":"2024-10-16T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=152186"},"modified":"2024-10-11T13:15:59","modified_gmt":"2024-10-11T11:15:59","slug":"henkel-und-likat-forschten-an-neuen-biobasierten-und-entklebbaren-klebstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/henkel-und-likat-forschten-an-neuen-biobasierten-und-entklebbaren-klebstoffen\/","title":{"rendered":"Henkel und LIKAT forschten an neuen, biobasierten und \u201eentklebbaren\u201c Klebstoffen"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"803\" height=\"536\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-152191\" style=\"aspect-ratio:1.498134328358209;width:700px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10.png 803w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10-300x200.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10-150x100.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10-768x513.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/10\/Bildschirmfoto-2024-10-11-um-13.12.10-400x267.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 803px) 100vw, 803px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Klebstoffentwicklung. Foto: Henkel AG &amp; Co. KGaA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Im Vorhaben BIOVIN stellten das Leibniz-Institut f\u00fcr Katalyse e.V. (LIKAT) und die Henkel AG &amp; Co. KGaA auf Basis von Kohlehydraten und Pflanzen\u00f6len neue Synthesebausteine f\u00fcr innovative, biobasierte Klebstoffe her, die sich entkleben lassen. Solche reversiblen Verbindungen w\u00fcrden die Reparaturfreundlichkeit und Recyclingf\u00e4higkeit z.B. von Elektronikprodukten oder Haushaltsger\u00e4ten stark bef\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Forschenden erzielten zudem interessante Nebenergebnisse, insbesondere mit der Entwicklung eines neuen, hochselektiven Katalyseverfahrens zur Herstellung von Divinylethern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert. Der Abschlussbericht steht in der Projektdatenbank auf <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\">www.fnr.de <\/a>unter den F\u00f6rderkennzeichen\u00a0<\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR171\" target=\"_blank\"><strong>2219NR171<\/strong><\/a><strong>\u00a0und\u00a0<\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2219NR373\" target=\"_blank\"><strong>2219NR373<\/strong><\/a><strong>\u00a0zum Download zur Verf\u00fcgung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Vorhaben BIOVIN gelang es, aus kommerziell verf\u00fcgbaren, biobasierten Plattformchemikalien neue Diole und Polyole mit hohen Ausbeuten kosteng\u00fcnstig herzustellen. Mit diesen Zwischenprodukten verfolgten die Forschenden zwei Ans\u00e4tze: Zum einen testeten sie die Polyole als Reaktivkomponenten in Polyurethanklebstoffen. Die entstandenen Polyesterpolyole zeichneten sich durch \u00e4hnliche Eigenschaften und Kennzahlen wie vergleichbare petrochemische Verbindungen aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen wurden die Diole und Polyole zu neuen, biobasierten, multifunktionellen Divinylethern (DVE) verarbeitet. Dazu entwickelte das LIKAT eine katalytische Synthesemethode, die es erm\u00f6glicht, nahezu jedes biobasierte Polyol oder Phenol in einen Vinylether umzuwandeln. Mit einer Ausbeute von bis zu 98 Prozent und einer deutlich geringeren Bildung unerw\u00fcnschter Beiprodukte ist der Prozess selektiver, effizienter und umweltfreundlicher als das bisher bedeutendste, kommerzielle Verfahren. Forschungsbedarf besteht noch bei der Suche nach einem effizienten und preisg\u00fcnstigen Katalysator.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den Vinylethern stellten die Forschenden neue Klebstoffformulierungen her, die eine Alternative zu den kommerziell sehr erfolgreichen Acrylatsystemen sein k\u00f6nnten. Es zeigte sich, dass sie bei \u00e4hnlichem Aush\u00e4rteverhalten schlechter auf Metallen, aber besser auf Kunststoffen haften. Als weitere Pluspunkte kamen ihre niedrigere Toxizit\u00e4t, der angenehmere Geruch und der Ursprung aus nachwachsenden Rohstoffquellen hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>DVE stellten zudem die Basis f\u00fcr Klebstoffe dar, die sich durch Hitze, Licht oder S\u00e4ure gezielt wieder \u201eentkleben\u201c lassen. Solche spaltbaren Verbindungen k\u00f6nnten bei Elektronik- und Haushaltsger\u00e4ten ein Recycling erm\u00f6glichen und die Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen. Im Vorhaben BIOVIN wurden f\u00fcr dieses Ziel insgesamt 14 verschiedene Prepolymere aus DVE und biobasierten, kommerziell verf\u00fcgbaren Dicarbons\u00e4uren hergestellt. Additive oder Katalysatoren und gr\u00f6\u00dftenteils auch L\u00f6sungsmittel waren dabei verzichtbar. Die Entklebung gelang bei milden Versuchsbedingungen sowohl durch thermische als auch durch chemische Spaltung und wurde durch spektroskopische Untersuchungen nachgewiesen. Auch wenn es noch weiteren Optimierungsbedarf gibt, zeigen die entwickelten Prepolymere damit bereits ihr enormes Potenzial f\u00fcr neue, recyclingfreundliche Klebstoffsysteme.<\/p>\n\n\n\n<p>Henkel sieht in den aus BIOVIN hervorgegangenen Vinylether-basierten Polymeren Eigenschaftsvorteile, die sich zur Entwicklung marktf\u00e4higer Klebstoffprodukte eignen. Das Unternehmen f\u00fchrt derzeit verschiedene Prototypentests durch, um Anpassungen an ein gr\u00f6\u00dferes Materialspektrum zu erzielen. Fallen die Ergebnisse dieser Tests weiterhin positiv aus, wird Henkel im n\u00e4chsten Schritt an spezialisierte Lieferanten herantreten, die ausgew\u00e4hlte Vinylether aus Biomasse in kommerziellem Ma\u00dfstab herstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorhaben BIOVIN stellten das Leibniz-Institut f\u00fcr Katalyse e.V. (LIKAT) und die Henkel AG &amp; Co. KGaA auf Basis von Kohlehydraten und Pflanzen\u00f6len neue Synthesebausteine f\u00fcr innovative, biobasierte Klebstoffe her, die sich entkleben lassen. Solche reversiblen Verbindungen w\u00fcrden die Reparaturfreundlichkeit und Recyclingf\u00e4higkeit z.B. von Elektronikprodukten oder Haushaltsger\u00e4ten stark bef\u00f6rdern. 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