{"id":151478,"date":"2024-10-04T07:23:00","date_gmt":"2024-10-04T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=151478"},"modified":"2024-09-27T11:23:44","modified_gmt":"2024-09-27T09:23:44","slug":"besseres-verfahren-soll-das-reifen-recycling-auf-die-uberholspur-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/besseres-verfahren-soll-das-reifen-recycling-auf-die-uberholspur-bringen\/","title":{"rendered":"Besseres Verfahren soll das Reifen-Recycling auf die \u00dcberholspur bringen"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"285\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Tire-Recycling-Experts-16-6-Medium.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151495\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Tire-Recycling-Experts-16-6-Medium.jpg 760w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Tire-Recycling-Experts-16-6-Medium-300x113.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Tire-Recycling-Experts-16-6-Medium-150x56.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Tire-Recycling-Experts-16-6-Medium-400x150.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Evonik<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Evonik will mehr recyceltes Gummi f\u00fcr neue Reifen nutzbar machen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hohe technische H\u00fcrden bremsen bisher den Einsatz von Rezyklaten in Neureifen aus<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Neues Verfahren ergibt in Laborversuchen bis zu vierfache Menge an Altgummi f\u00fcr neue Reifen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Evonik will dazu beitragen, dass sich Gummi-Material aus Altreifen einfacher f\u00fcr die Herstellung neuer Pkw-Reifen wiederverwerten l\u00e4sst. Bisher eignet sich gemahlenes Altgummi daf\u00fcr nur sehr begrenzt, weil seine chemische Struktur das Zusammenspiel mit neuem Reifenmaterial erschwert. Ein Forscher-Team von Evonik hat nun ein Verfahren entscheidend weiterentwickelt, um bis zu viermal so viel Altmaterial in neuen Reifen einsetzen zu k\u00f6nnen wie bisher \u00fcblich.\u202f<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDamit r\u00fccken die wichtigen Ziele Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auch f\u00fcr die Branche ein ganzes St\u00fcck n\u00e4her\u201c, sagt <strong>Christian Mani<\/strong>, Projektmanager Circularity bei Evonik.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neues Reifengummi entsteht \u00fcblicherweise durch Vulkanisation aus Kautschuk, Schwefel und anderen Komponenten.\u202fMit Hilfe von Hitze und Druck bildet Schwefel dabei Bindungen mit langen Kohlenstoffketten des Kautschuks. So ergibt sich ein robustes, dreidimensionales Netzwerk. Auch Gummimehl aus Altreifen ist so beschaffen: Als bereits vulkanisiertes Material besitzt es jedoch andere Eigenschaften als nicht vulkanisierter Kautschuk. Fachverb\u00e4nde der Reifenrecycling-Branche nennen daher eine Beimischung von etwa f\u00fcnf Prozent gemahlenem Altmaterial bis heute als eine Obergrenze.<\/p>\n\n\n\n<p>So gelangen bislang nur geringe Mengen des Gummimehls aus Altreifen wieder in die Produktion neuer Pkw-Reifen. Der Gro\u00dfteil des Altgummis wird zum Beispiel bei der Herstellung von Schutzelementen auf Spielpl\u00e4tzen oder f\u00fcr Laufbahnen eingesetzt. Viele Altreifen enden auch noch in der thermischen Verwertung \u2013 als Brennstoff zur Energiegewinnung. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Mani<\/strong> ist jedoch \u00fcberzeugt: \u201eGummi ist ein zu wertvoller Rohstoff, um ihn nur einmal im Reifen zu nutzen. Wir wollen ihn in einen Kreislauf einbinden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm und seinem Forscher-Team ist es nun gelungen, die Vulkanisation in Gummimaterial zu gro\u00dfen Teilen r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen: \u201eDurch Zugabe einer speziellen Formulierung mit Vinylsilanen l\u00e4sst sich die feste Vernetzung im Recyclingmaterial wieder auftrennen. Wir l\u00f6sen die Schwefelbr\u00fccken im Gummi, lassen dabei aber gleichzeitig m\u00f6glichst viele der langen Kohlenstoffketten unangetastet\u201c, erl\u00e4utert der Experte dazu.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Forschungsteam hat diese Vinylsilane zur Devulkanisation schon mit Erfolg eingesetzt: Bei Versuchen lie\u00df sich der Anteil des Recyclingmaterials in der Gummimischung auf bis zu 20 Prozent erh\u00f6hen \u2013 statt der bislang genannten technischen Schwelle von etwa f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Evonik steuert jetzt mit Testreihen und Erprobungen die n\u00e4chsten Wegmarken an. Ziel ist eine L\u00f6sung, die Kunden in absehbarer Zeit in der industriellen Produktion einsetzen k\u00f6nnen.\u202f<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eAm Ende muss unser Ansatz auch in gro\u00dfem, kommerziellem Ma\u00dfstab \u00fcberzeugen\u201c, sagt <strong>Mani<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Nachhaltigkeits-Nutzen einer solchen Kreislauf-L\u00f6sung w\u00e4re enorm: Weltweit gibt es mehr als 1,3 Milliarden Personenwagen. Minute f\u00fcr Minute entstehen mehr als 2.000 neue Pkw-Reifen. Ein Ende des Bedarfs ist nicht absehbar \u2013 denn auch Autos mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb rollen auf Gummireifen in die Zukunft. Der Jahresumsatz mit Pkw-Reifen betr\u00e4gt weltweit mehr als 100 Mrd. Euro. Evonik unterst\u00fctzt mit dem eigenen Entwicklungsprojekt auch die vielf\u00e4ltigen Nachhaltigkeitsinitiativen der Reifenhersteller.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Evonik<\/h3>\n\n\n\n<p>Evonik ist ein weltweit f\u00fchrendes Unternehmen der Spezialchemie. Der Konzern ist in \u00fcber 100&nbsp;L\u00e4ndern aktiv und erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 15,3&nbsp;Mrd.&nbsp;\u20ac und ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,66&nbsp;Mrd.&nbsp;\u20ac. Dabei geht Evonik weit \u00fcber die Chemie hinaus, um den Kunden innovative, wertbringende und nachhaltige L\u00f6sungen zu schaffen. Rund 32.000&nbsp;Mitarbeiter verbindet dabei ein gemeinsamer Antrieb: Wir wollen das Leben besser machen, Tag f\u00fcr Tag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evonik will dazu beitragen, dass sich Gummi-Material aus Altreifen einfacher f\u00fcr die Herstellung neuer Pkw-Reifen wiederverwerten l\u00e4sst. 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