{"id":151378,"date":"2024-10-04T07:05:00","date_gmt":"2024-10-04T05:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=151378"},"modified":"2024-09-27T10:37:43","modified_gmt":"2024-09-27T08:37:43","slug":"digitaler-produktpass-fur-verpackungsmaterialien-aus-kunststoff-soll-rezyklateinsatz-vereinfachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/digitaler-produktpass-fur-verpackungsmaterialien-aus-kunststoff-soll-rezyklateinsatz-vereinfachen\/","title":{"rendered":"Digitaler Produktpass f\u00fcr Verpackungsmaterialien aus Kunststoff soll Rezyklateinsatz vereinfachen"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"564\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA.jpg\" alt=\"Das Projekt COPPA schafft eine digitale Plattform, die den digitalen Produktpass f\u00fcr Verpackungsmaterialien \u00fcber mehrere Wertsch\u00f6pfungsstufen weitergibt.\" class=\"wp-image-151381\" style=\"aspect-ratio:1.7730496453900708;width:710px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA.jpg 1000w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA-150x85.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA-768x433.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/2024_COPPA-400x226.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Projekt COPPA schafft eine digitale Plattform, die den digitalen Produktpass f\u00fcr Verpackungsmaterialien \u00fcber mehrere Wertsch\u00f6pfungsstufen weitergibt. \u00a9 Luca Hoffmannbeck, SKZ<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Digitalisierung und transparente Produktp\u00e4sse k\u00f6nnen einen entscheidenden Beitrag f\u00fcr den sicheren Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten im Bereich der Lebensmittelverpackungen leisten. Das Projekt COPPA, an dem auch das Kunststoff-Zentrums SKZ beteiligt ist, setzt an diesem entscheidenden Punkt an und schafft eine digitale Plattform, die den digitalen Produktpass f\u00fcr Verpackungsmaterialien \u00fcber mehrere Wertsch\u00f6pfungsstufen weitergibt. Gemeinsam mit elf weiteren, vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) gef\u00f6rderten Projekten wurde COPPA deshalb f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung im RePack-Netzwerk ausgew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verpackungsabfall steht symbolisch f\u00fcr das schlechte Image von Kunststoffmaterialen. Dies ist wenig \u00fcberraschend, da die ben\u00f6tigte Menge aktuell stetig ansteigt und Verpackungen \u00fcberwiegend nur einmalig genutzt werden. Die Potenziale, die Kunststoffe durch die tendenziell gute Rezyklierbarkeit bieten, bleiben noch weitgehend ungenutzt. Insbesondere im Bereich von Lebensmittelverpackungen ist der Einsatz von Sekund\u00e4rkunststoffen mit knapp 9% noch zu gering.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p> \u201eLebensmittelverpackungen werden nur kurz genutzt und selten wiederverwendet. Etwa zwei Drittel werden zwar recycelt, doch werden die Materialien kaum wieder in Verpackungen eingesetzt\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Frieder Rubik<\/strong>, Experte f\u00fcr nachhaltige Produktion und Konsum am<strong> Institut f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W) und Projektleiter des RePack-Netzwerks<\/strong>. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ma\u00dfnahmen, wie die Einf\u00fchrung verpflichtender Rezyklatquoten durch die Packaging and Packaging Waste Regulation, die 2027 in Kraft treten soll, sollen dies \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unklare Herkunft von Rezyklaten als Schwierigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Dilemma f\u00fcr Hersteller und Verbrauchersch\u00fctzerinnen ist es, einerseits eine sichere, funktionale Verpackung zu garantieren und andererseits im Sinne einer Kreislaufwirtschaft Sekund\u00e4rmaterialien zu nutzen. Die Schwierigkeit dabei ist die meist unklare Herkunft und potenziell f\u00fcr Lebensmittelkontakt kritische, vorherige Nutzung von Rezyklaten. Ein digitaler Produktpass kann die Herkunft des Rezyklats und dessen Qualit\u00e4t nachweisen und somit eine effektive Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Verpackungsmaterialien erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Darstellung der Materialzusammensetzung eines Produktes mit Hilfe von COPPA<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Projekt COPPA, geleitet durch das SKZ, setzt bei dieser Problematik an. Gemeinsam mit sechs Partnern entwickelt das W\u00fcrzburger Institut eine Plattform f\u00fcr einen digitalen Produktpass f\u00fcr Lebensmittelverpackungen. Die Plattform erm\u00f6glicht eine Darstellung der Materialzusammensetzung eines Produktes und der Herkunft der Materialien. Eine zus\u00e4tzliche direkte Berechnung des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks ist ebenfalls m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p> \u201eDas Projektziel von COPPA ist es, durch die Entwicklung einer offenen Circular Collaboration Plattform (CPP) dazu beizutragen, dass Sekund\u00e4rstoffe f\u00fcr und aus Lebensmittelverpackungen gefahrlos und anforderungsgerecht in den Wiedereinsatz gebracht werden k\u00f6nnen, der CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck automatisch ausgegeben und der Rezyklatanteil der Verpackung technisch validiert nachgewiesen werden kann\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Sophia Botsch, Scientist am SKZ<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Transfernetzwerk soll Synergien zwischen den Projekten schaffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zw\u00f6lf Projekte mit F\u00f6rderung des BMEL, darunter COPPA, entwickeln Verpackungsinnovationen f\u00fcr die Lebensmittelbranche: von biobasierten, kompostierbaren Verpackungen \u00fcber das Recycling der eingesetzten Materialien bis hin zu Mehrwegsystemen oder dem Ersatz von Kunststoff, etwa durch Papier, wo dieser sinnvoll ist. Die Vernetzungs- und Transferma\u00dfnahme RePack-Netzwerk im Auftrag des BMEL hat das Ziel, Innovationsprozesse zu unterst\u00fctzen und Handlungsempfehlungen f\u00fcr Politik, Wirtschaft sowie Verbraucher auszusprechen. Das Transfernetzwerk soll Synergien zwischen den Projekten schaffen, um weitere Potenziale zu heben und Lebensmittelverpackungen f\u00fcr die Zukunft zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalisierung und transparente Produktp\u00e4sse k\u00f6nnen einen entscheidenden Beitrag f\u00fcr den sicheren Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten im Bereich der Lebensmittelverpackungen leisten. Das Projekt COPPA, an dem auch das Kunststoff-Zentrums SKZ beteiligt ist, setzt an diesem entscheidenden Punkt an und schafft eine digitale Plattform, die den digitalen Produktpass f\u00fcr Verpackungsmaterialien \u00fcber mehrere Wertsch\u00f6pfungsstufen weitergibt. 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