{"id":151147,"date":"2024-10-01T07:23:00","date_gmt":"2024-10-01T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=151147"},"modified":"2024-09-25T13:51:14","modified_gmt":"2024-09-25T11:51:14","slug":"neues-biobasiertes-polyester-konnte-recyclingproblem-von-kunstleder-losen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-biobasiertes-polyester-konnte-recyclingproblem-von-kunstleder-losen\/","title":{"rendered":"Neues biobasiertes Polyester k\u00f6nnte Recyclingproblem von Kunstleder l\u00f6sen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Kunstleder ist f\u00fcr die Modebranche unverzichtbar &#8211; es hilft dabei, auf Leder tierischen Ursprungs zu verzichten und wird gerne f\u00fcr Accessoires wie Taschen, G\u00fcrtel und anderes eingesetzt, um den Bed\u00fcrfnissen einer zunehmend veganen Kundschaft nachzukommen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"699\" height=\"444\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Bildschirmfoto-2024-09-23-um-15.45.32.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-151166\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Bildschirmfoto-2024-09-23-um-15.45.32.png 699w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Bildschirmfoto-2024-09-23-um-15.45.32-300x191.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Bildschirmfoto-2024-09-23-um-15.45.32-150x95.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/09\/Bildschirmfoto-2024-09-23-um-15.45.32-400x254.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sortenreines PBS-Kunstleder.&nbsp;\u00a9 DITF<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Doch scheiden sich an seiner Umweltfreundlichkeit die Geister &#8211; w\u00e4hrend die einen begr\u00fc\u00dfen, dass es vielseitige Lederalternativen gibt, bem\u00e4ngeln die anderen, dass Kunstleder oft nicht ohne eine PVC-Schicht auskommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier hat sich jedoch seit den Kunstledern der ersten Generation, die auf Englisch auch etwas abf\u00e4llig als \u201ePleather\u201c (von \u201ePlastic Leather\u201c) bezeichnet wurden, viel getan. Heute gibt es wunderbare Alternativen aus \u00c4pfeln, Ananas, Pilzen und mehr, die zunehmend ohne Polymerschichten, also Kunststoffe, auskommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sortenunreinheit erschwert Recycling<\/h3>\n\n\n\n<p>Aber auch bei den Kunstledern mit Polymerschichten gibt es gro\u00dfe Unterschiede. So ist ein Problem, dass das textile Tr\u00e4germaterial (h\u00e4ufig Gewebe, Gewirke oder Vliesstoffe aus PET, PET\/Baumwolle oder auch Polyamid) und die Polymerschicht (meist PVC oder verschiedene Polyurethane), die aufgebracht wird, v\u00f6llig unterschiedliche Materialien sind. Dies gen\u00fcgt nicht mehr den heutige geltenden Nachhaltigkeitskriterien wie etwa der \u00d6kodesignverordnung, die Teil der Sustainable Products Initiative (SPI) ist, die als Teil europ\u00e4ischen \u201eGreen Deals\u201c verabschiedet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese unterschiedlichen Materialien sortenrein zu recyceln ist sehr aufwendig, wenn nicht sogar unm\u00f6glich. Auch sind sie nicht biologische abbaubar. Diesem Problem widmete sich das Deutsche Institut f\u00fcr Textil- und Faserforschung (DITF) zusammen mit dem Freiberg Institute gGmbH (FILK) und gemeinsam gelang es den beiden Kooperationspartnern, ein Kunstleder zu entwickeln, bei dem sowohl das Fasermaterial als auch das Beschichtungspolymer identisch sind. Das hei\u00dft, beide Materialien sind sortenrein und erf\u00fcllen damit die Voraussetzung f\u00fcr ein industrielles Recyclingkonzept.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neues sortenreines Kunstleder ist biologisch abbaubar und recycelbar<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eAls Grundmaterial empfahl sich aufgrund seiner Eigenschaften der aliphatische Polyester Polybutylensuccinat (PBS). PBS ist aus biogenen Quellen herstellbar und mittlerweile in mehreren Qualit\u00e4ten und gr\u00f6\u00dferen Mengen am Markt verf\u00fcgbar. Dessen biologische Abbaubarkeit konnte in Versuchen nachgewiesen werden. Das Material kann thermoplastisch verarbeitet werden. Das gilt sowohl f\u00fcr das Fasermaterial wie auch die Beschichtung. Ein sp\u00e4teres Produktrecycling wird durch die thermoplastischen Eigenschaften vereinfacht\u201c, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung des DIFT.<\/p>\n\n\n\n<p>In weiteren Anpassungen wurden PBS-Filamente mit guten textilmechanischen Eigenschaften gewonnen, die zu vorverstreckten Garnen, sogenannten POY-Garnen ausgespinnt wurden. \u201eDie Garne lie\u00dfen sich problemlos zu Geweben aus reinem PBS verarbeiten\u201c, berichtet das DIFT. \u201eUnter optimierten Fertigungsschritten lie\u00dfen sich so PBS-Verbundmaterialien mit dem typischen Aufbau f\u00fcr Kunstleder herstellen. Sortenreinheit und biologische Abbaubarkeit erf\u00fcllen die Voraussetzung f\u00fcr einen geschlossenen Recyclingprozess.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt muss das Garn weiter getestet und die kommerzielle Verwendbarkeit gepr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunstleder ist f\u00fcr die Modebranche unverzichtbar &#8211; es hilft dabei, auf Leder tierischen Ursprungs zu verzichten und wird gerne f\u00fcr Accessoires wie Taschen, G\u00fcrtel und anderes eingesetzt, um den Bed\u00fcrfnissen einer zunehmend veganen Kundschaft nachzukommen. 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