{"id":150843,"date":"2024-09-24T07:32:00","date_gmt":"2024-09-24T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=150843"},"modified":"2024-09-18T12:16:42","modified_gmt":"2024-09-18T10:16:42","slug":"co2-elektrolyse-fraunhofer-umsicht-arbeitet-mit-im-h2-reallabor-burghausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-elektrolyse-fraunhofer-umsicht-arbeitet-mit-im-h2-reallabor-burghausen\/","title":{"rendered":"CO2-Elektrolyse: Fraunhofer UMSICHT arbeitet mit im H2-Reallabor Burghausen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Wie gelingt der chemischen Industrie die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise? Eine Antwort lautet: durch den Einsatz von Wasserstoff. An entsprechenden L\u00f6sungen wird im Projekt \u00bbH2-Reallabor Burghausen \u2013 ChemDelta Bavaria\u00ab gearbeitet. Seit Juli 2024 unterst\u00fctzt Fraunhofer UMSICHT das dort angesiedelte Teilprojekt \u00bbCO<sub>2<\/sub>-Direktelektrolyse zu gr\u00fcnem Ethylen (CODE)\u00ab. Konkret entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen neuartigen Reaktor zur effizienten Umwandlung von Kohlenstoffdioxid zu Ethylen.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2024\/elektrolyse-ethylen\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1726472264371\/Reallabor-Burghausen-Teaser.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2024\/elektrolyse-ethylen\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1726472264371\/Reallabor-Burghausen-Teaser.jpg\" alt=\"Im Projekt \u00bbH2-Reallabor Burghausen \u2013 ChemDelta Bavaria\u00ab strebt Fraunhofer UMSICHT Auslegung, Design, Fertigung und Testung eines Elektrolysestacks an, der Ethylen mit einigen Kilogramm pro Tag produziert\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:733px;height:auto\" title=\"Elektrolysestack\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Projekt \u00bbH2-Reallabor Burghausen \u2013 ChemDelta Bavaria\u00ab strebt Fraunhofer UMSICHT Auslegung, Design, Fertigung und Testung eines Elektrolysestacks an, der Ethylen mit einigen Kilogramm pro Tag produziert. \u00a9 Fraunhofer UMSICHT\/Mike Henning<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbEthylen ist aufgrund seiner Vielseitigkeit ein unverzichtbarer Baustein in der chemischen Industrie\u00ab, ordnet <strong>Dr. Kai junge Puring<\/strong> die Bedeutung der Chemikalie ein. \u00bbSie dient als Ausgangsstoff f\u00fcr die Herstellung zahlreicher weiterer Chemikalien und auch Kunststoffe \u2013 darunter Polyethylen, einer der weltweit am h\u00e4ufigsten produzierten Kunststoffe, und Ethylenoxid, das wiederum als Basis f\u00fcr Frostschutzmittel und Polyester dient.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Problem: Momentan wird Ethylen in der Regel aus fossilem Roh\u00f6l hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aktuell ist die Direktelektrolyse von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und Wasserstoff zu Ethylen wenig effizient<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Direktelektrolyse von CO<sub>2<\/sub>\u00a0und Wasserstoff zu Ethylen stellt eine alternative und nachhaltige Prozessroute dar. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Allerdings ist es um ihre Effizienz aktuell nicht so gut bestellt, erkl\u00e4rt <strong>Kai junge Puring<\/strong>: \u00bbIm Labor liegt die Ethylenausbeute aktuell bei 60 Prozent, und innerhalb weniger Stunden bricht das System zusammen und produziert nur noch Wasserstoff. Zudem ist die Zellspannung zu hoch f\u00fcr einen energieeffizienten und kosteng\u00fcnstigen Betrieb unter realen Bedingungen.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Weitere Herausforderungen sind die Bildung von Nebenprodukten wie Wasserstoff, Ameisens\u00e4ure und CO, die begrenzte L\u00f6slichkeit von CO<sub>2<\/sub>\u00a0in Wasser sowie Probleme mit der Protonen- und Anionenaustauschmembran.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Effizienz der Direktelektrolyse von CO<sub>2<\/sub>\u00a0und Wasserstoff zu Ethylen zu steigern, um eine industrielle Anwendung zu erm\u00f6glichen, ist eines der Ziele im H2-Reallabor Burghausen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Kai junge Puring<\/strong>: \u00bbWir streben Auslegung, Design, Fertigung und Testung eines Elektrolysestacks an, der Ethylen mit einigen Kilogramm pro Tag produziert.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein Fokus der Forschenden am Fraunhofer UMSICHT liegt dabei auf der Entwicklung eines effizienten Zelldesigns f\u00fcr den Demonstrator sowie der Skalierung der Elektrodenkonzepte der Projektpartner. Dabei baut man auf die Erfahrungen in der Skalierung der CO<sub>2<\/sub>-Elektrolysetechnologie mit Membran-Elektroden-Einheiten f\u00fcr die Produktion von gr\u00fcnem Kohlenmonoxid auf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>H2-Reallabor-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gesamtprojektleiter <strong>Dr. Christian Hackl<\/strong> freut sich, dass mit Fraunhofer UMSICHT nun ein sehr kompetenter neuer Partner mit im Konsortium ist: \u00bbMit der Abteilung um Prof. Ulf-Peter Apfel ist ein bestens geeigneter neuer Projektpartner gefunden worden, der sich seit mehreren Jahren mit der nachhaltigen Konversion und Speicherung von elektrischer Energie \u2013 insbesondere in Form der CO<sub>2<\/sub>-zu-CO-Elektrolyse \u2013 und der Herstellung neuartiger Katalysematerialien bis hin zu Pilotanlagen besch\u00e4ftigt.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum Hintergrund<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Teilvorhaben \u00bbCO<sub>2<\/sub>-Direktelektrolyse zu gr\u00fcnem Ethylen (CODE)\u00ab des Projekts \u00bb<a href=\"https:\/\/www.epe.ed.tum.de\/apt\/forschung\/themen\/h2reallabor-entwicklung-eines-power-to-meoh-prozesses\/\">H2-Reallabor Burghausen \u2013 ChemDelta Bavaria<\/a>\u00ab arbeitet Fraunhofer UMSICHT mit einem Konsortium bestehend aus Rohrdorfer, WACKER, ESy-Labs, Westlake Vinnolit, TH-Rosenheim, TU M\u00fcnchen, Universit\u00e4t Stuttgart und Scheuch zusammen. Insgesamt haben sich im Reallabor 35 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft f\u00fcr vier Jahre zusammengeschlossen. Gef\u00f6rdert wird das Projekt mit \u00fcber 40 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung. Angesiedelt ist es in der Region ChemDelta Bavaria im s\u00fcd\u00f6stlichen Oberbayern mit rund 25 Unternehmen der Chemiebranche und mehr als 20.000 Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie gelingt der chemischen Industrie die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise? Eine Antwort lautet: durch den Einsatz von Wasserstoff. An entsprechenden L\u00f6sungen wird im Projekt \u00bbH2-Reallabor Burghausen \u2013 ChemDelta Bavaria\u00ab gearbeitet. Seit Juli 2024 unterst\u00fctzt Fraunhofer UMSICHT das dort angesiedelte Teilprojekt \u00bbCO2-Direktelektrolyse zu gr\u00fcnem Ethylen (CODE)\u00ab. 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