{"id":150738,"date":"2024-09-20T07:32:00","date_gmt":"2024-09-20T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=150738"},"modified":"2024-09-17T10:55:43","modified_gmt":"2024-09-17T08:55:43","slug":"wacker-erprobt-erfolgreich-co2-abscheidung-aus-dem-produktionsprozess-von-silicium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wacker-erprobt-erfolgreich-co2-abscheidung-aus-dem-produktionsprozess-von-silicium\/","title":{"rendered":"WACKER erprobt erfolgreich\u00a0CO2-Abscheidung aus dem Produktionsprozess von Silicium"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wacker.com\/cms\/media\/images\/picture-gallery\/pressrelease\/wacker_holla_carboncapture.jpg\" alt=\"WACKER Holla CarbonCapture\" style=\"aspect-ratio:1.5003257328990227;width:763px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">In Holla stellt WACKER rund ein Drittel seines f\u00fcr die Produktion ben\u00f6tigten Siliciummetalls her. Hier wurde Carbon Capture erfolgreich pilotiert. Zusammen mit Gr\u00fcnstrom und dem Einsatz von nachwachsender Holzkohle werden damit zuk\u00fcnftig klimaneutrale Silicium-Wertsch\u00f6pfungsketten m\u00f6glich sein. \u00a9 WACKER<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>WACKER ist es gelungen, bei der Produktion von Silicium entstehendes Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>) abzuscheiden. Das Projekt wurde mit der Technologie und dem Know-how des norwegischen Joint Ventures von SLB und Aker Carbon Capture (SLB-ACC JV) umgesetzt. Das Abscheideverfahren wurde am norwegischen Produktionsstandort in Holla getestet, wo WACKER aus Quarz und Kohlenstoff Silicium f\u00fcr seine Siliconprodukte herstellt. Bei dieser Reaktion entsteht ein gro\u00dfer Teil der f\u00fcr WACKER und seine Produkte relevanten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Durch den nun erprobten Abscheideprozess wird das Treibhausgas wieder nutz- bzw. speicherbar gemacht und nicht freigesetzt. Ein wichtiger Schritt hin zu einer Net-Zero-Chemieproduktion.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>SLB-ACC JV ist spezialisiert darauf, CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus Abgasen industrieller Gro\u00dfprozesse abzuscheiden, inklusive sogenanntes \u201eunvermeidbares\u201c CO<sub>2<\/sub>. Dieses entsteht zum Beispiel bei der Herstellung von Rohsilicium. WACKER stellt diesen wichtigen Rohstoff an seinem Standort in Holla her \u2013 als Basis f\u00fcr Mikrochips, Solarmodule und f\u00fcr die gesamte Bandbreite an Siliconen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die mobile Versuchsanlage (MTU) von SLB ACC JV wurde am Standort von WACKER in Holla installiert. Die MTU ist eine komplette CO<sub>2<\/sub>-Abscheidungsanlage in kleinem Ma\u00dfstab. Das bei der Herstellung von Silicium entstehende Abgas gelangte \u00fcber eine Leitung direkt in die Pilotanlage. Dort wurde nach dem chemischen Verfahren der Aminw\u00e4sche Kohlenstoffdioxid abgeschieden. Bei der Aminw\u00e4sche l\u00f6st eine aminhaltige Waschfl\u00fcssigkeit gezielt den Rohstoff CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus dem Gasgemisch heraus. Im gro\u00dfindustriellen Prozess wird das CO<sub>2<\/sub>&nbsp;danach durch Desorption von der Fl\u00fcssigkeit getrennt, abgek\u00fchlt, unter Druck verfl\u00fcssigt und gereinigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf dem Weg zu geschlossenen Kohlenstoffkreisl\u00e4ufen&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>WACKER hat das Verfahren der Aminw\u00e4sche und die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid zum ersten Mal an einem eigenen Prozess demonstriert. Die Testkampagne wurde Ende Juni erfolgreich abgeschlossen. Abscheideraten von \u00fcber 95% wurden erreicht. Dar\u00fcber hinaus wurden die Prozessparameter eingehend untersucht und validiert. Damit gewann das Projektteam wichtige Informationen f\u00fcr die gro\u00dftechnische Umsetzung. Parallel dazu lief bei WACKER und SLB-ACC JV eine ingenieurtechnische Machbarkeitsstudie. Darin wurde ein Anlagenaufbau entworfen, der ein CO<sub>2<\/sub>-Abscheidevolumen von j\u00e4hrlich 180.000 Tonnen vorsieht. Diese Berechnungen wurden nun um die aus der Praxis gewonnenen Daten erg\u00e4nzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie Ergebnisse der Pilotstudie sind f\u00fcr uns ein gro\u00dfer Erfolg. Wir haben gezeigt, dass es mit dieser Technologie m\u00f6glich ist, CO<sub>2<\/sub>\u00a0effektiv abzuscheiden.\u201c, sagt <strong>WACKER<\/strong>-Vorstandsvorsitzender <strong>Christian Hartel.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p> Wenn Kohlenstoffdioxid abgeschieden wird, gelangt es nicht als Treibhausgasemission in die Atmosph\u00e4re. Es kann dann auch anderweitig genutzt werden, etwa zur Synthese von Methanol als Ausgangsstoff f\u00fcr weitere chemische Prozesse oder bei der Herstellung synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels). Auch eine unterirdische Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) ist m\u00f6glich. Ein wichtiger Schritt hin zu geschlossenen Kohlenstoffkreisl\u00e4ufen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWas wir jetzt brauchen, sind Kunden, die uns das CO<sub>2<\/sub>\u00a0abnehmen, und ein regulatorischer Rahmen, der es f\u00fcr uns zu einem Business Case macht\u201c, so <strong>Hartel<\/strong> weiter.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Net Zero bis 2045&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>WACKER hat sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Bis 2030 sollen 50% weniger absolute Treibhausgasemissionen ausgesto\u00dfen werden (vgl. zu 2020). Bis 2045 m\u00f6chte der Chemiekonzern Net Zero erreichen, also netto gar kein CO<sub>2<\/sub>&nbsp;mehr aussto\u00dfen. Die Siliciumproduktion in Holla ist dabei ein gro\u00dfer Hebel. Ziel ist es, diesen Produktionsstandort komplett CO<sub>2<\/sub>-neutral zu gestalten. Bereits seit 2022 l\u00e4uft die energieintensive Produktion zu 100% mit gr\u00fcnem Strom unter anderem aus Wasserkraft. Au\u00dferdem wird bis 2030 schrittweise von Steinkohle auf biogene Kohlenstoffquellen umgestellt. Gr\u00fcnstrom, nachhaltiger Kohlenstoff und auch Carbon Capture werden zuk\u00fcnftig klimaneutrale Silicium-Wertsch\u00f6pfungsketten erm\u00f6glichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck von Siliconen ist vor allem ausschlaggebend, wieviel Kohlenstoffdioxid bei der Silicium-Herstellung freigesetzt wird. Mit CO<sub>2<\/sub>-neutralem Rohsilicium aus Holla k\u00f6nnte der Konzern den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck seiner Siliconprodukte signifikant senken.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WACKER ist es gelungen, bei der Produktion von Silicium entstehendes Kohlenstoffdioxid (CO2) abzuscheiden. 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