{"id":149334,"date":"2024-08-13T07:15:00","date_gmt":"2024-08-13T05:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=149334"},"modified":"2024-08-09T12:16:07","modified_gmt":"2024-08-09T10:16:07","slug":"sichere-infrastruktur-fur-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sichere-infrastruktur-fur-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Sichere Infrastruktur f\u00fcr Wasserstoff"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.industr.com\/de\/__image\/a\/2762409\/alias\/xl\/v\/2\/c\/14\/ar\/16-9\/fn\/Wasserstoff.jpg\" alt=\"F\u00fcr eine sichere Wasserstoffinfrastruktur sind verschiedene Aspekte zu ber\u00fccksichtigen: Wasserstofftauglichkeit, Speicherkonzepte, Technologien, Betriebssicherheit und Qualit\u00e4t bei der Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff.\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:870px;height:auto\" title=\"Sichere Infrastruktur f\u00fcr Wasserstoff\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr eine sichere Wasserstoffinfrastruktur sind verschiedene Aspekte zu ber\u00fccksichtigen: Wasserstofftauglichkeit, Speicherkonzepte, Technologien, Betriebssicherheit und Qualit\u00e4t bei der Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff. \u00a9 iStock, Petmal<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcne Energiequellen gewinnen weiter an Relevanz, eine davon ist Wasserstoff, aber hohe Sicherheitsstandards sind Voraussetzung f\u00fcr die Nutzung von Wasserstoff als Energietr\u00e4ger. Ein aktuelles Positionspapier \u201eWasserstoff-Infrastruktur in Deutschland: Sicher in die Zukunft\u201c gibt einen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Technik und definiert gleichzeitig Ma\u00dfnahmen und Technologien, die f\u00fcr den Aufbau dieser sicheren Wasserstoff-Infrastrukturen erforderlich sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere Forscherteams aus drei Fraunhofer-Instituten und Industriepartnern haben sich in den vergangenen drei Jahren mit verschiedenen Aspekten einer sicheren Wasserstoffinfrastruktur besch\u00e4ftigt. Untersucht wurden unter anderem die Wasserstofftauglichkeit von Werkstoffen, Speicherkonzepte sowie Technologien zur Gew\u00e4hrleistung der Betriebssicherheit und Qualit\u00e4t bei der Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Viel Speicherpotenzial f\u00fcr H2 im geologischen Untergrund<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine breite Nutzung und Akzeptanz von Wasserstoff m\u00fcssen das vorhandene Erdgasnetz und die lokale Infrastruktur bei Verbraucherinnen und Verbrauchern hohe Sicherheitsstandards erf\u00fcllen. Dazu bedarf es neuer standardisierter Verfahren, nach denen Rohrleitungswerkstoffe und Peripheriekomponenten gepr\u00fcft werden, argumentieren die Forschenden. Sie haben vorhandene Pr\u00fcfverfahren evaluiert und den Rahmen f\u00fcr notwendige neue Pr\u00fcfverfahren und Richtlinien abgesteckt, zu denen beispielsweise Untersuchungen zur Materialverspr\u00f6dung durch Wasserstoff geh\u00f6ren.<br>Ebenfalls untersucht wurden verschiedene Speichermethoden f\u00fcr Wasserstoff. Das Positionspapier gibt einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber die Vor- und Nachteile von Druckbeh\u00e4ltern, Untertagespeichern sowie fl\u00fcssiger und chemischer Speicherung von Wasserstoff. Das gr\u00f6\u00dfte Potenzial f\u00fcr die gro\u00dfvolumige Speicherung bietet in Deutschland der geologische Untergrund. F\u00fcr die unterirdische Speicherung von H2 im gro\u00dfen Stil m\u00fcssen nach Ansicht der Forschenden jedoch eine Reihe technologischer Fragen gekl\u00e4rt werden, denn die Erfahrungen mit der Speicherung von Erdgas sind auf Wasserstoff nicht ohne Weiteres \u00fcbertragbar: Welche geologischen Formationen sind unter \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten am besten geeignet f\u00fcr die Speicherung von Wasserstoff? Wie gro\u00df ist die Kapazit\u00e4t dieser m\u00f6glichen Lagerst\u00e4tten in Deutschland? Wie m\u00fcssen Barriereelemente beschaffen sein, um das unkontrollierte Austreten des unter hohem Druck gespeicherten Gases zu verhindern? Erste Antworten auf diese Fragen geben die Autorinnen und Autoren in ihrer Publikation, konstatieren aber zugleich, dass weitere Forschung notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sensorik zur Leckagedetektion und Qualit\u00e4ts\u00fcberwachung<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine permanente \u00dcberwachung wasserstofff\u00fchrender Systeme ist n\u00f6tig, um Br\u00e4nde oder Explosionen zu verhindern. Dazu braucht es fest installierte H2-Warnsensoren und Sensorsysteme f\u00fcr die Ferndetektion, die Leckagen innerhalb k\u00fcrzester Zeit zuverl\u00e4ssig entdecken. Im Positionspapier er\u00f6rtern die Autorinnen und Autoren Vor- und Nachteile aller wesentlichen Messprinzipien zur Detektion von Wasserstoff. Neuartige Sensoren sind ihrer Ansicht nach n\u00f6tig: Erstens, um H2 fl\u00e4chendeckend, kosteng\u00fcnstig und zuverl\u00e4ssig zu detektieren; zweitens, um die Qualit\u00e4t des Gases, das aus unterschiedlichen Quellen kommt, zu bestimmen. Das Positionspapier gibt einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber m\u00f6gliche Verunreinigungen von H2 und geeignete Messverfahren zur Bestimmung der Gasreinheit, die vor allem beim Einsatz von Wasserstoff in Brennstoffzellen eine wichtige Rolle spielt.<br>Erste konkrete Ergebnisse aus dem Projekt TransHyDE stellt das Positionspapier vor: Fraunhofer IPM entwickelte ein kosteng\u00fcnstiges Raman-Spektrometer f\u00fcr die selektive Wasserstoffdetektion sowie einen photoakustischen Sensor zur Echtzeit-Messung der Reinheit von Wasserstoff. Mit dem RMA-H2-Loop entstand der weltweit gr\u00f6\u00dfte Wasserstoffpr\u00fcfstand f\u00fcr Gasmengenz\u00e4hler beim Industriepartner RMA Rheinau. Im Teilprojekt H2Direkt konnten die Projektpartner zeigen, dass das bestehende Erdgasnetz grunds\u00e4tzlich mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden kann. Dazu koppelten sie einen Netzbereich f\u00fcr zun\u00e4chst 18 Monate ab und versorgten zehn Haushalte und einen Gewerbekunden erfolgreich mit Wasserstoff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Energiequellen gewinnen weiter an Relevanz, eine davon ist Wasserstoff, aber hohe Sicherheitsstandards sind Voraussetzung f\u00fcr die Nutzung von Wasserstoff als Energietr\u00e4ger. Ein aktuelles Positionspapier \u201eWasserstoff-Infrastruktur in Deutschland: Sicher in die Zukunft\u201c gibt einen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Technik und definiert gleichzeitig Ma\u00dfnahmen und Technologien, die f\u00fcr den Aufbau dieser sicheren Wasserstoff-Infrastrukturen erforderlich sind. 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