{"id":149058,"date":"2024-08-02T07:05:00","date_gmt":"2024-08-02T05:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=149058"},"modified":"2024-07-30T13:18:52","modified_gmt":"2024-07-30T11:18:52","slug":"leichtbau-trifft-kreislaufwirtschaft-was-der-gelbe-sack-und-leichtbau-gemeinsam-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/leichtbau-trifft-kreislaufwirtschaft-was-der-gelbe-sack-und-leichtbau-gemeinsam-haben\/","title":{"rendered":"Leichtbau trifft \u2026. Kreislaufwirtschaft: Was der \u201eGelbe Sack\u201c und Leichtbau gemeinsam haben"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen den Konzepten Leichtbau und Kreislaufwirtschaft? Warum k\u00f6nnen sich Circular Economy und Lightweight Design in ihrer positiven Wirkung gegenseitig verst\u00e4rken? Und welche Chancen hat der Leichtbau zum \u201eGelben Sack\u201c der industriellen Transformation zu werden?<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"578\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-1024x578.jpg\" alt=\"Zusammenhang zwischen Leichtbau und Kreislaufwirtschaft\" class=\"wp-image-149061\" style=\"aspect-ratio:1.7716262975778547;width:900px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-150x85.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-768x434.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-1536x868.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-2048x1157.jpg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/2407-KW-und-Leichtbau-mit-Rahmen-1-scaled-1-400x226.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zusammenhang zwischen Leichtbau und Kreislaufwirtschaft \u00a9 Leichtbauwelt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Erinnern Sie sich, wie ungewohnt es anfangs war, Verpackungsm\u00fcll von Restm\u00fcll zu trennen? Altpapier, Glas und Wei\u00dfblech getrennt zu sammeln? Heute ist das \u2013 je nach Aufenthaltsort \u2013 selbstverst\u00e4ndlich. Ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Urlaub, M\u00fclltrennung geh\u00f6rt zum Alltag und vermittelt \u201eein gutes Gef\u00fchl\u201c. Dabei waren zu Beginn viele Widerst\u00e4nde zu \u00fcberwinden, alte Gewohnheiten abzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fclltrennung ist die Grundlage f\u00fcr eine Kreislaufwirtschaft, die mit begrenzten Ressourcen sorgsam umgehen und Abf\u00e4lle weitgehend vermeiden will. Der \u201eGelbe Sack\u201c steht heute vielfach als Symbol f\u00fcr die Kreislauff\u00fchrung von Wertstoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Rubrik \u201eLeichtbau trifft\u2026\u201c widmen wir uns den Zusammenh\u00e4ngen zwischen Leichtbau und den (Megatrends. Wir kl\u00e4ren Fakten und zeigen Potentiale auf. Wir geben \u00dcberblick, erl\u00e4utern und hinterfragen. Mit einem Satz: Wir liefern Inspiration f\u00fcr Ihren Fortschritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr \u00e4hnliches Ziel wie das Konzept der Kreislaufwirtschaft verfolgt der Leichtbau: Mit begrenzten Ressourcen m\u00f6glichst effizient umgehen, CO<sub>2<\/sub>-Emissionen vermeiden. Anders als der \u201eGelbe Sack\u201c ist jedoch Leichtbau noch nicht inh\u00e4renter Bestandteil jeder Produktentwicklung und -optimierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sind Leichtbau und Kreislaufwirtschaft zwei Konzepte, die sich gegenseitig erg\u00e4nzen und in ihrer Wechselwirkung \u00e4u\u00dferst positiv verst\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klima- und Wirtschaftspolitik mit Leichtbau und Kreislaufwirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach der Leichtbaustrategie des BMWK, die im Juli 2023 ver\u00f6ffentlicht wurde, folgte Mitte Juni 2024 der Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) des BMUV. Beiden Strategien ist gemeinsam, dass dem jeweiligen Thema \u201egro\u00dfe Chancen f\u00fcr Wachstum, Besch\u00e4ftigung und Wettbewerbsf\u00e4higkeit\u201c sowie ein \u201esignifikanter Beitrag zur Reduzierung des prim\u00e4ren Rohstoffbedarfs\u201c zugetraut wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLeichtbautechnologien leisten hochwirksame Beitr\u00e4ge zum Klimaschutz, f\u00fcr eine signifikante Reduzierung von Rohstoffverbr\u00e4uchen, f\u00fcr resilientere Wertsch\u00f6pfungsketten sowie f\u00fcr den Erhalt und die Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft, insbesondere des Mittelstandes.\u201c &#8211; Stellungnahme des Strategiebeirats Leichtbau zum Entwurf der NKWS<br>An einigen Stellen bezieht sich der Entwurf der NKWS sogar direkt auf die Nationale Leichtbaustrategie, die die Kreislauff\u00e4higkeit von Leichtbaumaterialien und -produkten explizit adressiert und das Potenzial nachhaltiger Leichtbau-L\u00f6sungen aktivieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir uns die Parallelen zwischen Leichtbau und Kreislaufwirtschaft vor Augen f\u00fchren, wird klar, weshalb sich die beiden Konzepte derartig gut erg\u00e4nzen und gegenseitig in ihrer positiven Wirkung f\u00fcr die Pr\u00e4vention der weiteren Erderw\u00e4rmung verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 1: Innovation und Design<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine funktionierende Kreislaufwirtschaft muss schon bei der Gestaltung eines Produktes der gesamten Lebenszyklus in den Blick genommen werden. Daher erfordern sowohl der Leichtbau als die Kreislaufwirtschaft innovative Ans\u00e4tze im Design von Produkten und Materialien, um Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern. Wenn also Produkte schon \u201eneu denken\u201c \u2013 dann mit Blick auf die Zukunft und unter Ber\u00fccksichtigung von Notwendigkeiten im Hinblick auf Funktionen aber auch auf die Produkte und Bauteile selbst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 2: Sparsamer Einsatz von Ressourcen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das materialeffiziente Design und die Funktionsintegration im Leichtbau zielen darauf ab, so wenig Material wie m\u00f6glich zu nutzen. Das f\u00fchrt zu weniger Werkstoffen, die im Kreislauf zu halten sind und in letzter Konsequenz zu weniger Abfall. Insofern ist der Leichtbau die perfekte Erg\u00e4nzung zum Bestreben einer Circular Economy, die versucht, Ressourcen im Umlauf zu halten und Abfall zu minimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der geringe Ressourceneinsatz beim Leichtbau hingegen, macht es au\u00dferdem einfacher, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu etablieren, da mengenm\u00e4\u00dfig weniger Rohstoffe \u2013 m\u00f6glichst sortenrein \u2013 im Kreislauf gehalten werden m\u00fcssen. Das reduziert nicht nur den Energieverbraucher und CO<sub>2<\/sub>-Emittenden Logistik, sondern auch den Energieaufwand pro kg Rohstoff f\u00fcr die Wiederaufbereitung, von Reparatur bis Recycling (s. Gemeinsamkeit Nr. 5), die sich auf diesem Wege einsparen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 3: Kosten- und ressourceneffiziente Produktion<\/h3>\n\n\n\n<p>Leichtbau sorgt durch neues Bauteildesign und neuartige Prozessketten immer wieder f\u00fcr eine vereinfachte oder verk\u00fcrzte Produktion und dank Funktionsintegration auch h\u00e4ufig f\u00fcr weniger Montageaufwand. Hinzu kommt ein geringerer Energieaufwand f\u00fcr Transport und Logistik der fertigen, leichteren Bauteile und Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem durch gewichtsoptimierte Maschinenbauteile in der Produktion selbst kann au\u00dferdem selbst station\u00e4r der Energieaufwand reduziert und die vielfach sogar die Produktionsleistung erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wiederum unterst\u00fctzt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, indem es hilft, den Gesamtressourcenverbrauch zu reduzieren und somit sowohl \u00f6konomische als auch \u00f6kologische Nachhaltigkeit zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 4: Nachhaltige Nutzung<\/h3>\n\n\n\n<p>Leichtbau ist insbesondere in der Mobilit\u00e4t gefragt, da entweder emissionsarme Fortbewegung durch ihn erm\u00f6glicht wird oder aber der Energieverbrauch, die Reichweite oder die Zuladung durch Leichtbau gesteigert werden k\u00f6nnen. In letzter Konsequenz werden durch Leichtbau in der Mobilit\u00e4t die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen gesenkt. Auch im Bauwesen sorgt Leichtbau f\u00fcr eine \u00f6koeffiziente Nutzung vorhandener Ressourcen, beispielsweise durch eine Verl\u00e4ngerung der Lebensdauer bei gleichzeitig geringerem Energie- und Ressourcenverbrauch. Leichtbau unterst\u00fctzt die energie- und ressourceneffiziente Nutzung der Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit arbeitet der Leichtbau direkt den Leitlinien einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu (NKWS S.13).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 5: Die R-Strategien<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Kreislaufwirtschaftsstrategie ist das Prinzip verankert, Produkte so lange wie m\u00f6glich zu nutzen. \u201eDie NKWS orientiert sich deshalb an der 10-stufigen R-Leiter, die prinzipielle Strategien einer Kreislaufwirtschaft nach ihrem potenziellen Beitrag zur Steigerung der Zirkularit\u00e4t in eine Rangfolge stellt und so die \u00fcber das KrWG etablierte Abfallhierarchie erg\u00e4nzt.\u201c (aus der NKWS: https:\/\/www.bmuv.de\/fileadmin\/Daten_BMU\/Download_PDF\/Abfallwirtschaft\/nkws_entwurf_bf.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Stufen R0 bis R2 (refuse, rethink, reduce) unterlegen Vermeidungsans\u00e4tze. Sie meinen damit das Prinzipien der Suffizienz (Ist das Produkt notwendig?) und fordern das in Gemeinsamkeit Nr. 1 schon angesprochene neue, zukunftsf\u00e4hige Produktdesign.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mittleren Stufen R3 bis R7 (reuse, repair, refurbish, remanufacture, repurpose) enthalten Ans\u00e4tze zur l\u00e4ngeren Lebensdauer von Produkten oder einzelner Komponenten sowie zur intensiveren Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzten Stufen R8 bis R9 (recycle, recover) fokussieren auf optimierte Wege des Recyclings oder der sonstigen Verwertung \u2013 immer mit dem Ziel die Rohstoffkreisl\u00e4ufe nach M\u00f6glichkeit geschlossen zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs geht um eine grunds\u00e4tzliche Neuausrichtung vom Linearen zum Zirkul\u00e4ren, angefangen beim zirkul\u00e4ren Produktdesign, \u00fcber ressourceneffiziente Produktion und zirkul\u00e4re Gesch\u00e4ftsmodelle bis zu nachhaltigem Konsum.\u201c -(NKWS, Seite 20)<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Kontext bietet der Leichtbau unz\u00e4hlige Hebel, die Ziele der NKWS mit hohem Wirkungsgrad zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamkeit Nr. 6: Dekarbonisierung \u2013 den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck reduzieren<\/h3>\n\n\n\n<p>In der NKWS ist auf Seite 8 nachzulesen, dass global \u00fcber die H\u00e4lfte aller Treibhausgasemissionen auf die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Fast 25 Prozent der THG-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Industriesektor, davon wiederum etwa die H\u00e4lfte auf die Produktion von Stahl, Beton und Zement sowie Kunststoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Leichtbaustrategie steht zum Thema Treibhausgasemissionen unter anderem: \u201eLeichtbautechnologien und -materialien sind ent\u00adscheidend f\u00fcr [\u2026] die Transformation hin zu einem CO<sub>2<\/sub>-neutralen Industriestandort.\u201c Am Beispiel der Energiewende wird dies besonders deutlich: Leistungsf\u00e4hige und langlebige Windenergieanlagen, Photovoltaik und Wasserstoffspeicher sind ohne Leichtbau nicht denkbar. Ebenso sorgt Leichtbau im Bauwesen f\u00fcr einen deutlich geringeren Werkstoffverbrauch von Beton. Die Einsparpotenziale bei der Mobilit\u00e4t zu Lande in der Luft und im Wasser wurden bereits weiter oben erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr den Zeitraum 2024 bis 2030 wird im Sektor Industrie ein Treibhausgas (THG)-Minderungspotenzial von 2,9 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent durch die Ergebnisse des TTP LB gesch\u00e4tzt. Bis 2040 k\u00f6nnten durch das TTP, welches in seiner ressortabgestimmten, novellierten Fassung als \u201eTTP Leichtbau und Materialeffizienz\u201c beim Bundesanzeiger vorlag, nach aktuellen Berechnungen THG-Einsparungen in H\u00f6he von 20 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent im Industriesektor erzielt werden.\u201c<br>Stellungnahme des Strategiebeirats Leichtbau zum Entwurf der NKWS<br>Die Wirkung beider Konzepte gemeinsam \u2013 Leichtbau und Kreislaufwirtschaft \u2013 verst\u00e4rken sich daher gegenseitig massiv. Daher bieten gerade die Synergien zwischen Leichtbau und Kreislaufwirtschaft viele Chancen f\u00fcr eine nachhaltige Transformation der Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft und k\u00f6nnen einen bedeutenden Beitrag zur Verlangsamung der Klimaerw\u00e4rmung leisten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie wird nun aus Leichtbau ein \u201eGelber Sack\u201c?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein richtiger und wichtiger Schritt, das Potenzial des Leichtbaus zu vervielfachen war das Technologie-Transferprogramm Leichtbau, das TTP LB. \u201eWeder die Energiewende \u2013 im NKWS auf S. 76\/77 \u2013 noch der European Green Deal sind ohne Leichtbautechnologien denkbar\u201c, schreibt der Strategieberat Leichtbau in seinem Statement zum Entwurf des NKWS. Pers\u00f6nlich w\u00fcrde ich diese These sogar noch erg\u00e4nzen: Auch eine Kreislaufwirtschaftsstrategie wird ihre volle Wirkung nur in Verbindung mit Leichtbaukonzepten entfalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das TTP-LB wurde nun Ende 2023 aufgrund der Haushaltslage gestoppt, wobei genehmigte Projekte noch bis 2027 weiter finanziert werden. Doch Leichtbau ist bereits ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland (und im \u00dcbrigen auch in \u00d6sterreich) Schon f\u00fcr 2021 errechnet eine aktuelle Studie mit einem \u201eSatellitenkonto Leichtbau\u201c einen Bruttowertsch\u00f6pfungsanteil von 7,8 Prozent durch Leichtbau. Jeder 14te Arbeitsplatz hat einen direkten oder indirekten Bezug zum Leichtbau. Leichtbau k\u00f6nnte daher von einer \u2013 vielleicht europ\u00e4ischen \u2013 F\u00f6rderung durchaus nicht nur selbst profitieren, sondern aufgrund seiner Querschnittseigenschaft auch viele weitere Branchen positiv beeinflussen sowie die Wettbewerbsf\u00e4higkeit im globalen Kontext sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit aus Leichtbau in den K\u00f6pfen ein \u201eGelben Sack\u201c wird, sind aber nicht nur finanzielle Mittel notwendig. Es liegt an jedem einzelnen, dem Leichtbau mehr Raum in Gespr\u00e4chen, im Handeln, im Arbeitsalltag und im privaten Konsum einzur\u00e4umen. Es ist wichtig, unser Augenmerk darauf zu richten und Leichtbau als Notwendigkeit zu begreifen. Nur dann wird aus dem Leichtbau-Hype der 2000er und 10er Jahre eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, die zusammen mit anderen Nachhaltigkeitskonzepten ihr volles klimawirksames Potential aussch\u00f6pfen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verwendete Quellen:<\/h3>\n\n\n\n<p>(1) Stellungnahme des Strategiebeirats der Initiative Leichtbau des BMWK (pdf) zum Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie NKWS vom 03.07.2024<\/p>\n\n\n\n<p>(2) Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (pdf) des BMUV, Entwurf vom 17.06.2024<\/p>\n\n\n\n<p>(3) Leichtbaustrategie des BMWK vom 26.07.2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen den Konzepten Leichtbau und Kreislaufwirtschaft? Warum k\u00f6nnen sich Circular Economy und Lightweight Design in ihrer positiven Wirkung gegenseitig verst\u00e4rken? Und welche Chancen hat der Leichtbau zum \u201eGelben Sack\u201c der industriellen Transformation zu werden? 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