{"id":149024,"date":"2024-08-01T07:05:00","date_gmt":"2024-08-01T05:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=149024"},"modified":"2024-07-29T14:39:51","modified_gmt":"2024-07-29T12:39:51","slug":"auf-gutem-weg-zur-circular-economy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/auf-gutem-weg-zur-circular-economy\/","title":{"rendered":"Auf gutem Weg zur \u201eCircular Economy\u201c"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vci.de\/vci\/bilder-vci\/240704-lemke-nkws-3305810-c-bmuv-peter-paul-weiler-picture-853-517.jpg\" alt=\"Spitzenverb\u00e4nde, Gewerkschaften und Bundesl\u00e4nder haben Anfang Juli 2024 mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke \u00fcber den Entwurf f\u00fcr eine \u201eNationale Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c (NKWS) diskutiert. \u00a9 BMUV\/Peter-Paul Weiler\" title=\"Spitzenverb\u00e4nde, Gewerkschaften und Bundesl\u00e4nder haben Anfang Juli 2024 mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke \u00fcber den Entwurf f\u00fcr eine \u201eNationale Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c (NKWS) diskutiert. \u00a9 BMUV\/Peter-Paul Weiler\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Spitzenverb\u00e4nde, Gewerkschaften und Bundesl\u00e4nder haben Anfang Juli 2024 mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke \u00fcber den Entwurf f\u00fcr eine \u201eNationale Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c (NKWS) diskutiert. \u00a9 BMUV\/Peter-Paul Weiler<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Das Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat am 18. Juni 2024 den Entwurf f\u00fcr eine \u201eNationale Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c (NKWS) ver\u00f6ffentlicht. VCI und PlasticsEurope Deutschland haben eine umfassende gemeinsame Bewertung erarbeitet. Hier lesen Sie eine Zusammenfassung. Das vollst\u00e4ndige Positionspapier mit ausf\u00fchrlichen Kommentaren zu einzelnen Kapiteln der NKWS finden Sie im Download-Bereich dieser Seite. Die Strategie wird unter Ber\u00fccksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen angepasst und in der Bundesregierung abgestimmt. Sie soll noch im Jahr 2024 vom Kabinett verabschiedet werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzliches<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbergang hin zur Kreislaufwirtschaft ist eine allgemeinpolitische und gesellschaftliche Aufgabe. Es sind nicht nur die Rahmenbedingungen, die kreislauff\u00f6rdernd ausgerichtet werden sollen. Es ist viel mehr die \u00c4nderung der Denkweise in allen Bereichen der Gesellschaft. Der Entwurf des Bundesumweltministeriums f\u00fcr eine \u201eNationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen es positiv, dass der Entwurf zur NKWS eine umf\u00e4ngliche Kreislaufwirtschaft von diversen Stoffstr\u00f6men beschreibt, einschlie\u00dflich Abfallvermeidung, zirkul\u00e4ren Designs, komplement\u00e4ren werkstofflichen und chemischen Recyclings und des Einsatzes von Biomasse und CO\u2082. Eine wachsende Kohlenstoffkreislaufwirtschaft mindert die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Kohlenstoffquellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft bedarf legislativer Koh\u00e4renz auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene. Dabei muss darauf geachtet werden, neue Regelungen m\u00f6glichst b\u00fcrokratiearm auszugestalten. Die Vielzahl der vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen bedarf jedoch der Priorisierung. Der Fokus sollte auf strategischen Ma\u00dfnahmen liegen, die das Tempo der Transformation erh\u00f6hen und gleichzeitig zu mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Planwirtschaftliche Steuerelemente im Rahmen der NKWS laufen dem zuwider. Stattdessen ist eine Kultur des Erm\u00f6glichens eines Business Cases \u201eCircular Economy\u201c f\u00fcr Deutschland zwingend erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das sehen wir positiv<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Bedeutung der chemisch-pharmazeutischen Industrie f\u00fcr Deutschland wird erkannt, und es werden wichtige Grundpfeiler einer erfolgreichen Transformation angesprochen. Die Optionen zur Defossilisierung durch Nutzung aller verf\u00fcgbaren nicht fossilen Rohstoffquellen (mechanisches und komplement\u00e4res chemisches Recycling, nachwachsende und biogene Rohstoffe, Kohlenstoffdioxid aus Punkt- und diffusen Quellen) werden als essenzielle Bausteine f\u00fcr die Substitution fossilen Kohlenstoffs genannt.<\/li>\n\n\n\n<li>Auf die Notwendigkeit eines flexiblen Massenbilanzansatzes wird eingegangen und die \u201efuel use exempt\u201c-Methodik wird explizit hervorgehoben.<\/li>\n\n\n\n<li>Die gezielte F\u00f6rderung von Demonstrationsanlagen, Pilotprojekten und Reallaboren ist geplant, diese weist jedoch noch L\u00fccken auf.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das sehen wir kritisch<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ma\u00dfnahmen im Rahmen der NKWS bergen mehr Regulierung anstatt mehr Freiraum f\u00fcr Innovationen und Schl\u00fcsseltechnologien, wie beispielsweise Biotechnologie, Digitalisierung, Wasserstofftechnologien.<\/li>\n\n\n\n<li>Polymerspezifische Quoten. Eine Substitution von prim\u00e4ren Polymeren mit recycelten Polymeren kann \u2013 aufgrund von variierender Rezyklatqualit\u00e4t \u2013 zu einer verminderten Qualit\u00e4t f\u00fchren, wodurch wiederum Unsicherheiten beim Produkthersteller entstehen. Denn dieser \u2013 und nicht der Kunststoffhersteller \u2013 ist f\u00fcr Funktionalit\u00e4t, Sicherheit und Lebensdauer seines Produkts verantwortlich. Insofern der Produkthersteller keine stabilen Materialeigenschaften garantieren kann, kann es zu einer Diskriminierung entsprechender Polymere kommen \u2013 und hiermit auch zu \u00f6kologisch nachteiligen Materialsubstitutionen. Anreize f\u00fcr den Einsatz zirkul\u00e4rer Rohstoffe sollten von Rezyklateinsatzquoten ausgehen (Pull-Effekt). Damit diese wirken k\u00f6nnen, m\u00fcssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>W\u00e4hrend die Materialkomplexit\u00e4t auf Produktebene im Sinne des \u201eDesign for Recycling\u201c unter Wahrung der Produktleistung reduziert werden sollte, ist die Materialvielfalt auf Polymerebene Garant f\u00fcr Materialinnovation und Eigenschaftsverbesserung in den Produkten. Eine Begrenzung sollte deshalb im Hinblick auf die Verminderung der Materialkomplexit\u00e4t auf der Produktebene diskutiert werden.<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00f6gliche Versch\u00e4rfungen der europ\u00e4ischen Gesetzgebung auf nationaler Ebene und damit zus\u00e4tzliche Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarktes zu Lasten einer EU-Kreislaufwirtschaft. Negative Implikationen f\u00fcr die heimische Prim\u00e4rrohstoffproduktion: Die heimische Prim\u00e4rrohstoffproduktion spielt auch f\u00fcr nachgelagerte Industrien, so auch die chemische Industrie, eine wichtige Rolle. Undifferenzierte Reduktionsziele, wie die Senkung des Prim\u00e4rrohstoffverbrauchs sowie eine m\u00f6gliche Besteuerung der heimischen Rohstoffgewinnung, sind abzulehnen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat am 18. Juni 2024 den Entwurf f\u00fcr eine \u201eNationale Kreislaufwirtschaftsstrategie\u201c (NKWS) ver\u00f6ffentlicht. VCI und PlasticsEurope Deutschland haben eine umfassende gemeinsame Bewertung erarbeitet. Hier lesen Sie eine Zusammenfassung. Das vollst\u00e4ndige Positionspapier mit ausf\u00fchrlichen Kommentaren zu einzelnen Kapiteln der NKWS finden Sie im Download-Bereich dieser Seite. 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