{"id":148904,"date":"2024-07-31T07:23:00","date_gmt":"2024-07-31T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=148904"},"modified":"2024-07-26T12:07:30","modified_gmt":"2024-07-26T10:07:30","slug":"plane-der-bundesregierung-warum-milliarden-in-wasserstoff-investiert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/plane-der-bundesregierung-warum-milliarden-in-wasserstoff-investiert-werden\/","title":{"rendered":"Pl\u00e4ne der Bundesregierung:\u00a0Warum Milliarden in Wasserstoff investiert werden"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden &#8211; auch mit Hilfe von Wasserstoff. Die Bundesregierung will einen Gro\u00dfteil aus dem Ausland importieren. Doch das ist schwierig &#8211; und k\u00f6nnte dauern.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"459\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-148930\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39-300x134.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39-150x67.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39-768x344.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.41.39-400x179.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Mitten im Ruhrgebiet hat es die Umwelt nicht leicht. Allein auf dem Gel\u00e4nde von&nbsp;thyssenkrupp Steel&nbsp;in Duisburg stehen vier gro\u00dfe Hoch\u00f6fen.&nbsp;&#8220;Die produzieren jedes Jahr etwa zehn Millionen Tonnen Stahl&#8221;, sagt Matthias Weinberg, Leiter des Zentrums Metallurgie bei thyssenkrupp. &#8220;Dabei entstehen aber leider auch jedes Jahr 20 Millionen Tonnen CO2.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Genau das soll sich nun \u00e4ndern. Bis 2045 will thyssenkrupp seine Stahlproduktion klimafreundlich umbauen. Auf dem Werksgel\u00e4nde in Duisburg haben die Bauarbeiten schon begonnen. Statt schmutziger Kohle soll hier bald Wasserstoff zum Einsatz kommen. &#8220;Wir werden mit dem neuen Prozess jedes Jahr etwa 3,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen&#8221;, sagt Weinberg. Das sei eines der gr\u00f6\u00dften Dekarbonisierungprojekte weltweit.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"382\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.53.46.png\" alt=\"Video: Bundesregierung beschlie\u00dft Import-Strategie f\u00fcr Wasserstoff.\" class=\"wp-image-148929\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.53.46.png 682w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.53.46-300x168.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.53.46-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-25-um-12.53.46-400x224.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Video: Bundesregierung beschlie\u00dft Import-Strategie f\u00fcr Wasserstoff. Jannik Pentz\/Janine Arendt, ARD Berlin, tagesschau, 24.07.2024 20:00 Uhr<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vielseitiger Energietr\u00e4ger<\/h3>\n\n\n\n<p>&#8220;Wasserstoff kann in vielen Sektoren eine wichtige Rolle spielen&#8221;, sagt Tom Smolinka vom Fraunhofer-Institut. Einsetzbar sei er&nbsp;nicht nur in der Stahl- oder Chemie-Industrie, sondern auch im Verkehrssektor oder in Kraftwerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Bundesregierung setzt deshalb auf Wasserstoff &#8211; und will ihn als Energietr\u00e4ger in Deutschland etablieren. Doch das ist gar nicht so einfach. Bislang laufen nur kleinere Pilotprojekte, was die Technologie entsprechend teuer macht. Es muss eine komplette Infrastruktur aufgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr braucht es Produktionsanlagen, sogenannte Elektrolyseure. Zus\u00e4tzlich werden 10.000 Kilometer Leitungen gebraucht, damit Wasserstoff transportiert werden kann. Au\u00dferdem m\u00fcssen die potenziellen Abnehmer, etwa Stahl- oder Zementwerke, ihre Anlagen umr\u00fcsten. Das alles erfordert Milliarden-Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Importe wohl notwendig<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotzdem geht die Bundesregierung in den kommenden Jahren von einer enormen Nachfrage aus, die immer gr\u00f6\u00dfer werden soll. Der Bedarf soll irgendwann sogar so gro\u00df werden, dass der ben\u00f6tigte Wasserstoff nicht mehr ausschlie\u00dflich in Deutschland produziert werden kann. Das Bundeswirtschaftsministerium will deshalb langfristig 50 bis 70 Prozent aus dem Ausland importieren &#8211; zum Beispiel per Pipeline oder per Schiff.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Am schnellsten realisiert werden kann eine Pipeline nach D\u00e4nemark und weiter nach Norwegen. Wir diskutieren auch mit Gro\u00dfbritannien und Irland, eine Leitung zu bauen&#8221;, sagt Wirtschaftsminister Habeck. Auch Importe aus Frankreich, Spanien und Portugal seien m\u00f6glich. &#8220;Und die Nutzung der bestehenden Gasleitung nach Algerien w\u00e4re ein weiterer Importkorridor&#8221;, so der Wirtschaftsminister.<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wasserstoff-studie-eu-100.html\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wasserstoff-studie-eu-100.html\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wasserstoff-studie-eu-100.html\"><\/a>Konkurrenz um Wasserstoff<\/h3>\n\n\n\n<p>Allerdings: Die meisten Pl\u00e4ne existieren bisher nur auf dem Papier, auch wenn es schon sogenannte Energie- und Wasserstoffpartnerschaften mit rund 40 L\u00e4ndern weltweit gibt. Derzeit geht es vor allem darum, sich einen Anteil am Wasserstoff zu sichern, wenn die Produktion &#8211; wie erhofft &#8211; im gro\u00dfen Stil in verschiedenen L\u00e4ndern anl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel konkreter wird die Bundesregierung bislang nicht. Woher genau der Wasserstoff kommen soll&nbsp;&#8211;&nbsp;und was das alles insgesamt kostet&nbsp;&#8211;&nbsp;ist bislang noch unklar. Fest steht nur: Schon jetzt investiert die Bundesregierung viel Geld, um den Wasserstoff in Deutschland zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/energie\/gruener-wasserstoff-europa-100.html\"><\/a>Kritik aus Opposition und Wirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>CDU und CSU sehen die Pl\u00e4ne kritisch. &#8220;Wir m\u00fcssen unsere Potenziale in Europa besser nutzen&#8221;, sagt Andreas Jung, energiepolitischer Sprecher der CDU\/CSU im Bundestag. Dabei bef\u00fcrchtet Jung vor allem einen europ\u00e4ischen Preiskampf. &#8220;Unser Ziel w\u00e4re eine gemeinsame europ\u00e4ische Beschaffung.&#8221; Sollte jedes Land in Europa n\u00e4mlich seinen eigenen Wasserstoff beschaffen, k\u00f6nnte der Preis massiv ansteigen. \u00c4hnlich wie bei der Beschaffung von Covid-Impfstoffen, w\u00fcrden dann viele EU-L\u00e4nder um ein knappes Gut k\u00e4mpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Yvonne Ruf ist skeptisch. &#8220;Wir werden das zumindest in Deutschland in dem Zeitplan nicht realisieren k\u00f6nnen. Und bei den Importen hinken wir beim Ausbau der Infrastruktur ebenfalls hinterher&#8221;, sagt die Wasserstoff-Expertin der Unternehmensberatung Roland Berger. F\u00fcr die Produktionskapazit\u00e4ten seien zu optimistische Ziele gesetzt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei thyssenkrupp in Duisburg ist man deutlich optimistischer. Ab 2027 soll die erste Wasserstoffanlage in der Stahlfertigung in Betrieb gehen. &#8220;Nat\u00fcrlich vertrauen wir der Bundesregierung, dass sie eine Versorgung mit Wasserstoff aufbaut&#8221;, sagt Weinberg. &#8220;Ansonsten w\u00fcrden wir diese neue Anlage ja nicht bauen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/media.tagesschau.de\/audio\/2024\/0723\/AU-20240723-2345-3900.mp3\"><\/audio><figcaption class=\"wp-element-caption\">Martin Polansky, ARD Berlin, tagesschau, 23.07.2024 15:00 Uhr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden &#8211; auch mit Hilfe von Wasserstoff. Die Bundesregierung will einen Gro\u00dfteil aus dem Ausland importieren. Doch das ist schwierig &#8211; und k\u00f6nnte dauern. Mitten im Ruhrgebiet hat es die Umwelt nicht leicht. 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