{"id":147999,"date":"2024-07-16T07:32:00","date_gmt":"2024-07-16T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=147999"},"modified":"2024-07-11T13:45:45","modified_gmt":"2024-07-11T11:45:45","slug":"ruckverwandlung-von-co2-in-co-zur-klimaschonenden-stahlproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ruckverwandlung-von-co2-in-co-zur-klimaschonenden-stahlproduktion\/","title":{"rendered":"R\u00fcckverwandlung von CO2 in CO zur klimaschonenden Stahlproduktion"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01.webp\" alt=\"D-CRBN\u2019s pilot line and MHI\u2019s Carbon Capture System (Advanced KM CDR Process\u2122)\" class=\"wp-image-148026\" style=\"aspect-ratio:1.7777777777777777;width:793px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01.webp 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01-300x169.webp 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01-150x84.webp 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01-768x432.webp 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/07\/AM-DCRBN-MHI_2024-07-01-400x225.webp 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">D-CRBN\u2019s Versuchsanlage und MHI\u2019s Kohlenstoffabscheidungs-System (Advanced KM CDR Process\u2122) \u00a9 D-CRBN<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>ArcelorMittal und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) arbeiten mit dem Umwelt-Unternehmen D-CRBN zusammen. Ziel der Kooperation sei die Erprobung einer neuen Technologie zur Umwandlung von Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>), das im ArcelorMittal-Werk in Gent, Belgien, abgeschieden wird, in Kohlenmonoxid, das in der Stahl- und Chemieproduktion verwendet werden kann. Mit dem neuen Verfahren l\u00e4sst sich kosteng\u00fcnstig der Bedarf an gr\u00fcnem Wasserstoff zur \u201egr\u00fcnen\u201c Stahlproduktion begrenzen.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Pilotversuch in Gent ist die erste industrielle Erprobung der Plasmatechnologie von D-CRBN. Damit ist ArcelorMittal Gent das erste Stahlwerk der Welt, in dem das Verfahren zur Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erprobt wird. Dieser neue Versuch erweitert das derzeitige mehrj\u00e4hrige Pilotprojekt zur Kohlenstoffabscheidung am Standort, um die Machbarkeit des gro\u00dftechnischen Einsatzes der MHI-Kohlenstoffabscheidungstechnologie (Advanced KM CDR Process) zu testen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>D-CRBN, ein in Antwerpen ans\u00e4ssiges Unternehmen, hat eine Technologie entwickelt, bei der Kohlendioxid mithilfe von Plasma in Kohlenmonoxid umgewandelt wird. Unter Verwendung von erneuerbarem Strom wird das Plasma eingesetzt, um die Kohlenstoff-Sauerstoff-Bindung zu brechen, wodurch CO<sub>2<\/sub> in Kohlenmonoxid umgewandelt wird. Das Kohlenmonoxid kann als Reduktionsmittel bei der Stahlerzeugung verwendet werden und einen Teil des Koks oder der Hochofenkohle ersetzen. Es kann aber auch als Grundstoff in der Steelanol-Anlage in Gent f\u00fcr die Herstellung von Chemikalien oder alternativen Kraftstoffen verwendet werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das D-CRBN-Verfahren wird hochreines CO<sub>2<\/sub> ben\u00f6tigt, das von der Kohlenstoffabscheidungsanlage der MHI bereitgestellt werden kann, die derzeit zur Abscheidung von Hochofenabgasen und Abgasen aus dem Vorw\u00e4rmofen der Warmbreitbandstra\u00dfe in Gent eingesetzt wird.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Juli wurde eine Pipeline zwischen der MHI-Kohlenstoffabscheidungsanlage und der Anlage von D-CRBN angeschlossen, um zu testen, ob das mit der MHI-Technologie abgeschiedene CO<sub>2<\/sub> als Ausgangsmaterial f\u00fcr D-CRBN verwendet werden kann. Das industrielle Pilotprojekt sei ein wichtiger Schritt zur Erprobung der Technologie, um sicherzustellen, dass Verunreinigungen, die mit dem bei der Stahlerzeugung entstehenden CO<sub>2<\/sub> einhergehen, keine nachteiligen Auswirkungen auf das Prozess- und Produktgas haben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>ArcelorMittal verfolge eine Reihe von Wegen zur Dekarbonisierung, um seine Klimaziele zu erreichen, zu denen eine 35%ige Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von ArcelorMittal Europe bis 2030 geh\u00f6re, teilt das Unternehmen mit. Einer dieser Wege sei Kohlenstoffkreislaufwirtschaft mit der so genannten Smart-Carbon-Stahlerzeugung, bei der Kohlenstoff im Hochofen mit anschlie\u00dfender Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) oder Verwertung (CCU) eingesetzt wird.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Manfred Van Vlierberghe, CEO von ArcelorMittal <\/strong>Belgien: \u201eWir sind stolz darauf, Teil dieses einzigartigen Versuchs zur Kohlenstoffabscheidung und -nutzung in Gent zu sein, der Teil unserer Strategie zur Entwicklung der Smart Carbon-Stahlerzeugungsroute bei ArcelorMittal Belgien ist. Unser Team von Ingenieuren hat zusammen mit unseren Partnern hart gearbeitet, um dieses Stadium zu erreichen &#8211; und wir sind begeistert, dass unser neuer Partner D-CRBN diese neue CCU-Technologie hier in Belgien entwickelt hat.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gill Scheltjens, CEO von D-CRBN<\/strong>, erg\u00e4nzt: \u201eDie Elektrifizierung der Stahlproduktion ist eine Herausforderung, aber das Verfahren von D-CRBN, bei dem CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in CO zur\u00fcckverwandelt werden, bietet eine kosteng\u00fcnstige und skalierbare L\u00f6sung. Unsere Technologie kann bestehende Hoch\u00f6fen elektrifizieren und entkarbonisieren und ihren Kohleverbrauch erheblich reduzieren. Die R\u00fcckverwandlung von CO<sub>2<\/sub> in CO f\u00fcr die Stahlproduktion wird den Bedarf an gr\u00fcnem Wasserstoff in Zukunft begrenzen und die Kosten f\u00fcr emissionsfreie Produkte senken. Dar\u00fcber hinaus kann ein Teil des erzeugten CO an benachbarte Chemieunternehmen als Einsatzstoff geliefert werden.&#8221;\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tatsuto Nagayasu, Senior Vice President (CCUS) von GX (Green Transformation) Solutions bei MHI<\/strong>, sagt: \u201eCCUS wird eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung bestehender Anlagen in der Stahlindustrie spielen. Unsere Zusammenarbeit mit ArcelorMittal und D-CRBN in Belgien bietet der Industrie ein weiteres Instrument zur Verringerung ihres Kohlenstoff-Fu\u00dfabdrucks &#8211; die Erfassung von Emissionen, ihre Umwandlung in einen wertvollen Rohstoff und ihre R\u00fcckf\u00fchrung in den Prozess. Diese Initiative zeigt unser Engagement f\u00fcr nachhaltige Praktiken und innovative L\u00f6sungen f\u00fcr eine gr\u00fcnere Zukunft.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>ArcelorMittal, MHI, BHP und Mitsubishi Development Pty Ltd (Mitsubishi Development) gaben im Mai 2024 bekannt, dass sie eine Pilotanlage zur Kohlenstoffabscheidung aus dem Hochofenabgas bei ArcelorMittal Gent in Belgien erfolgreich in Betrieb genommen haben. Im Oktober 2022 k\u00fcndigten die vier Parteien ihre Zusammenarbeit bei einer mehrj\u00e4hrigen Erprobung der Kohlenstoffabscheidungstechnologie von MHI (Advanced KM CDR ProcessTM) an mehreren CO<sub>2<\/sub>-Emissionspunkten an, beginnend am Stahlwerk in Gent.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ArcelorMittal und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) arbeiten mit dem Umwelt-Unternehmen D-CRBN zusammen. 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