{"id":146047,"date":"2024-06-18T07:35:00","date_gmt":"2024-06-18T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=146047"},"modified":"2024-06-12T11:10:45","modified_gmt":"2024-06-12T09:10:45","slug":"basf-forscht-an-co2-neutraler-herstellung-von-biobasiertem-fumarat-durch-bakterien-aus-kuhmagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/basf-forscht-an-co2-neutraler-herstellung-von-biobasiertem-fumarat-durch-bakterien-aus-kuhmagen\/","title":{"rendered":"BASF forscht an CO2-neutraler Her\u00adstellung von bio\u00adbasiertem Fumarat durch Bakterien aus Kuh\u00admagen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>BASF koordiniert gemeinsames Forschungsprojekt der Universit\u00e4ten des Saarlands, Marburg und Kaiserslautern<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bakterium aus dem Pansen des Holstein-Rinds produziert aus Zucker und CO<sub>2<\/sub>&nbsp;das Zwischenprodukt Fumarat, das ein wichtiger Baustein in der Chemieindustrie ist<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>CO<sub>2\u00a0<\/sub>f\u00fcr den Fermentationsprozess stammt aus Abgasstr\u00f6men aus chemischen Produktionsanlagen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-146093\" style=\"aspect-ratio:1.499267935578331;width:760px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/6148_Biotransformation_Ludwigshafen-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">In der wei\u00dfen Biotechnologie \u2013 auch Industrielle Biotechnologie genannt \u2013 nutzt man Mikroorganismen und Enzyme zur Herstellung von chemischen und biochemischen Produkten. Dabei kommen Fermenter zum Einsatz (auf dem Foto zu sehen). \u00a9 BASF SE<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>BASF m\u00f6chte in Zukunft mit dem Bakterium\u00a0<em>Basfia succiniciproducens<\/em>\u00a0aus Zucker und Kohlenstoffdioxid ein f\u00fcr die Chemieproduktion wichtiges Zwischenprodukt herstellen. Daran arbeitet das Unternehmen zusammen mit den Universit\u00e4ten des Saarlandes, Marburg und Kaiserslautern-Landau im gemeinsamen Forschungsprojekt FUMBIO (FUMars\u00e4ure BIObasiert).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> Das Bakterium, das 2008 aus dem Pansen des Holstein-Rinds isoliert wurde, werden die Forscherinnen und Forscher genetisch so ver\u00e4ndern, dass es bei der Fermentation in gro\u00dfen Mengen biobasierte Fumars\u00e4ure, auch Fumarat genannt, produziert. Daraus kann BASF Produkte wie Lebens- und Futtermittelzus\u00e4tze, Ausgangsstoffe f\u00fcr Medikamente oder Bausteine f\u00fcr Polymere und Wasch- und Reinigungsmittel mit einem geringen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck herstellen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir schauen uns zusammen mit unseren Kooperationspartnern zum einen den Fermentationsprozess genauer an. Dieser soll so optimiert werden, dass die Bakterien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zucker sowie Kohlendioxid so viel Fumarat wie m\u00f6glich herstellen\u201c, sagt <strong>Dr. Barbara Nav\u00e9, Projektleiterin bei FUMBIO und zust\u00e4ndig f\u00fcr die Evaluierung und Koordination neuer Projekte in der Wei\u00dfen Biotechnologie bei BASF<\/strong>. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Aber auch die anschlie\u00dfende Weiterverarbeitung des Fumarats durch Enzyme \u2013 auch Biokatalyse genannt \u2013 zu biologisch abbaubaren Industrieprodukten ist im Fokus des Forschungsprojektes.<\/p>\n\n\n\n<p>Fumars\u00e4ure ist in der Natur weit verbreitet und ein Zwischenprodukt in vielen Stoffwechselvorg\u00e4ngen bei Menschen, Tieren und Pflanzen. In der chemischen Industrie wird es bislang haupts\u00e4chlich aus fossilen Rohstoffen wie Erd\u00f6l hergestellt. Das FUMBIO-Forschungsprojekt wird den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck von biotechnologisch produziertem Fumarat messen und mit dem aus petrochemischer Herstellung vergleichen. Hier erwarten die Kooperationspartner, dass der CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck signifikant geringer oder \u2013 durch den Einsatz von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;als Rohstoff \u2013 sogar negativ ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wei\u00dfe Biotechnologie gewinnt an Bedeutung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das CO<sub>2<\/sub>, das die Bakterien neben Zucker im Fermentationsprozess als Kohlenstoffquelle nutzen werden, soll aus Abgasstr\u00f6men chemischer Produktionsanlagen entnommen werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eKohlenstoffdioxid ist ein wichtiger Rohstoff f\u00fcr uns in der chemischen Industrie\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Nav\u00e9<\/strong>. \u201eRecyclen wir das CO<sub>2<\/sub>\u00a0aus Industrieabgasen, wird uns dies dabei helfen, den Aussto\u00df des Klimagases zu verringern und unsere Klimaziele bis 2050 zu erreichen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch biotechnologische Verfahren wie die Fermentation, bei der Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze CO<sub>2<\/sub>&nbsp;als Baustein f\u00fcr Stoffwechselprodukte verwenden, werden in Zukunft f\u00fcr die Chemieindustrie immer bedeutender werden. \u201eDie Wei\u00dfe Biotechnologie ist ein wichtiges Werkzeug, unseren Kunden in Zukunft vermehrt biobasierte Produkte mit einem geringen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck anbieten zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>FUMBIO wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung finanziell unterst\u00fctzt. Insgesamt stellt das Ministerium den Projektpartnern rund 2,6 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber BASF<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Chemie f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft, daf\u00fcr steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen L\u00e4ndern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst sechs Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition &amp; Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2023 weltweit einen Umsatz von 68,9 Milliarden&nbsp;\u20ac. BASF-Aktien werden an der B\u00f6rse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BASF m\u00f6chte in Zukunft mit dem Bakterium\u00a0Basfia succiniciproducens\u00a0aus Zucker und Kohlenstoffdioxid ein f\u00fcr die Chemieproduktion wichtiges Zwischenprodukt herstellen. Daran arbeitet das Unternehmen zusammen mit den Universit\u00e4ten des Saarlandes, Marburg und Kaiserslautern-Landau im gemeinsamen Forschungsprojekt FUMBIO (FUMars\u00e4ure BIObasiert). 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