{"id":145857,"date":"2024-06-14T07:23:00","date_gmt":"2024-06-14T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=145857"},"modified":"2024-06-10T11:10:01","modified_gmt":"2024-06-10T09:10:01","slug":"reco2nwert-projektstart-eines-grosen-industriellen-forschungsvorhabens-im-rahmen-des-strukturwandels-rheinisches-revier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reco2nwert-projektstart-eines-grosen-industriellen-forschungsvorhabens-im-rahmen-des-strukturwandels-rheinisches-revier\/","title":{"rendered":"ReCO2NWert \u2013 Projektstart eines gro\u00dfen industriellen Forschungsvorhabens im Rahmen des Strukturwandels Rheinisches Revier"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"217\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-1024x217.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-145885\" style=\"aspect-ratio:4.71889400921659;width:326px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-1024x217.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-300x63.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-150x32.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-768x163.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1-400x85.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/06\/ReCO2NWert-Logo_Pixel-1030x218-1.png 1030w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Mithilfe der Transformationsprozesse im\u00a0Strukturwandel Rheinischen Revier\u00a0soll der Weg hin zu einer\u00a0CO<sub>2<\/sub>-neutralen Wirtschaftsweise\u00a0beschritten werden. Dies ist insbesondere f\u00fcr die dort ans\u00e4ssigen Industrien, besonders die, die eine gro\u00dfe Menge an CO<sub>2<\/sub>\u00a0emittieren, eine gewaltige Herausforderung. Bisheriger Produktionsprozesse m\u00fcssen transformiert und neue Technologien und Gesch\u00e4ftsmodelle erschlossen werden. Das vom BMBF im Rahmen des Strukturwandels gef\u00f6rderte\u00a0industrielle Forschungsvorhaben ReCO<sub>2<\/sub>NWert\u00a0wird hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit insgesamt\u00a0<strong>8 Mio. \u20ac Gesamtvolumen<\/strong>\u00a0arbeiten\u00a0<strong>zehn Projektpartner<\/strong>, bestehend aus Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, in den kommenden vier Jahren eng zusammen, um Kohlenstoff aus unvermeidbaren industriellen Abgasen zu fixieren und so zu verhindern, dass CO<sub>2<\/sub>\u00a0bzw. CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente in die Atmosph\u00e4re freigesetzt werden und unser Klima nachhaltig ver\u00e4ndern. Ein Konsortium bestehend aus dem Cluster Industrielle Biotechnologie (Koordinator), Babor, Covestro, Fraunhofer IME, Fraunhofer UMSICHT, MVA Weisweiler, nova-Institut, RWTH Aachen und der Ruhruniversit\u00e4t Bochum arbeitet im Rahmen des Projektes gemeinsam daran, einen neuen regionalen Wertsch\u00f6pfungskreislauf zu etablieren. Dadurch wird es gelingen die Ressourcenwende im Revier voranzutreiben und nachhaltige Produkte, wie z.B. Kosmetika oder Polymere herzustellen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/ZRR_Logo_neu-300x99.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-17724\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Es gibt unterschiedliche M\u00f6glichkeiten, den Kohlenstoff zu verwerten. Neben klassischen chemischen Verfahren bietet gerade die&nbsp;<strong>Biotechnologie<\/strong>&nbsp;gro\u00dfe Potenziale. Biotechnologische Umwandlungen haben einige Vorteile im Vergleich zu chemischen Verfahren.&nbsp;<strong>Mikroorganismen als Biokatalysator<\/strong>k\u00f6nnen komplexe Umwandlungen und Synthesen oft bei sehr milden Prozessbedingungen durchf\u00fchren. Dazu z\u00e4hlen geringe Temperaturen, geringe Dr\u00fccke und ein w\u00e4ssriges Milieu. Zudem sind Mikroorganismen im Vergleich zu chemischen Katalysatoren h\u00e4ufig toleranter gegen\u00fcber Verunreinigungen in den verwendeten Prozessgasen. Daher k\u00f6nnen biotechnologische Produktionsprozesse einen entscheidenden Beitrag zur Senkung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Kontext zielt das Projekt ReCO<sub>2<\/sub>NWert (Umsetzung der&nbsp;<strong>Re<\/strong>ssourcenwende in der chemischen Industrie durch biotechnologische&nbsp;<strong>CO<sub>2&nbsp;<\/sub>N<\/strong>utzung in regionalen&nbsp;<strong>Wert<\/strong>sch\u00f6pfungsketten) darauf ab, unvermeidbare Prozessgase biotechnologisch in industriell nutzbare Produkte umzuwandeln. Auf diese Weise stofflich fixiertes CO<sub>2<\/sub>&nbsp;tr\u00e4gt dazu bei, die in weiten Teilen fossil-basierte chemische Industrie in und um das Rheinische Revier in eine bio-basierte und nachhaltigere Industrie zu transformieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Projekts soll ein\u00a0<strong>mehrstufiger Prozess<\/strong>\u00a0entwickelt werden, um das\u00a0<strong>CO<sub>2<\/sub><\/strong>-haltige Rauchgas der MVA Weisweiler elektrochemisch in Synthesegas umzuwandeln und mikrobiell zu hochwertigen Produkten umzusetzen, die industriell genutzt werden k\u00f6nnen. Nach Aufreinigung der Zwischenprodukte werden die\u00a0<strong>industriell relevanten Endprodukte<\/strong>\u00a0durch enzymatische und \/ oder chemokatalytische Aufwertung generiert. Als Basis der geplanten Plattformtechnologie dient ein Gasfermentations-Prozess, welcher im BMBF-gef\u00f6rderten Projekt BioCOnversion entwickelt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Prozess weiterzuentwickeln, soll das Substratspektrum von CO auf CO<sub>2<\/sub>\u00a0erweitert und der Plattformcharakter durch Erweiterung des Produktportfolios manifestiert werden. Die Wirtschaftlichkeit und der Umwelteinfluss der entwickelten Technologien wird kontinuierlich \u00fcber eine Techno-\u00f6konomische Evaluierung (TEE) bzw. eine Lebenszyklus-Analyse (LCA) bewertet. Die Perspektive einer k\u00fcnftigen wirtschaftlichen Verwertung des Prozesses beeinflusst bereits die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Projekt. Industrievertreter werden w\u00e4hrend des Projekts durch ihre Teilhabe im\u00a0<strong>Industriebeirat<\/strong>\u00a0gestaltend auf die Prozessentwicklung Einfluss nehmen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/BMBF_gefoerdert-vom_deutsch-300x213.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17722\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Entwicklung der ReCO<sub>2<\/sub>NWert-<strong>Plattformtechnologie<\/strong>&nbsp;soll die k\u00fcnftige \u00f6konomische Verwertbarkeit des Prozesses f\u00fcr Industrien inner- und au\u00dferhalb des RR demonstrieren. Daher wird bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit eine&nbsp;<strong>Containeranlage<\/strong>&nbsp;konzeptioniert, welche als mobile Einheit im RR eingesetzt werden soll. Diese Containeranlage kann k\u00fcnftig CO<sub>2<\/sub>-haltige Prozessgase lokal in Produkte umwandeln und so eine regionale Wertsch\u00f6pfungskette demonstrieren. Langfristig kann die entwickelte Technologie dazu f\u00fchren, dass integrierte Produktionsanlagen bisher separate Industriezweige miteinander vernetzen und so v\u00f6llig neue,&nbsp;<strong>zirkul\u00e4re Wertsch\u00f6pfungskreisl\u00e4ufe<\/strong>&nbsp;<strong>geschaffen<\/strong>werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte April fand beim Projekttr\u00e4ger J\u00fclich in Berlin eine&nbsp;<strong>Auftaktveranstaltung<\/strong>&nbsp;zur BMBF-F\u00f6rderlinie&nbsp;<strong>CO<sub>2<\/sub>BioTech&nbsp;<\/strong>(Klimaneutrale Produkte durch Biotechnologie \u2013 CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und C1-Verbindungen als nachhaltige Rohstoffe f\u00fcr die industrielle Bio\u00f6konomie) statt, im Rahmen derer das Projekt ReCO<sub>2<\/sub>NWert gef\u00f6rdert wird. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Projektideen aller in dieser Ma\u00dfnahme gef\u00f6rderten Projekte vorgestellt. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmenden die M\u00f6glichkeit sich zu vernetzen und Kontakte zu weiteren Akteuren aus Akademia und Industrie zu kn\u00fcpfen. Dar\u00fcber hinaus wurde das Thema Wissenschaftskommunikation beleuchtet und von den Teilnehmern Ideen und Strategien dazu erarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mithilfe der Transformationsprozesse im\u00a0Strukturwandel Rheinischen Revier\u00a0soll der Weg hin zu einer\u00a0CO2-neutralen Wirtschaftsweise\u00a0beschritten werden. Dies ist insbesondere f\u00fcr die dort ans\u00e4ssigen Industrien, besonders die, die eine gro\u00dfe Menge an CO2\u00a0emittieren, eine gewaltige Herausforderung. Bisheriger Produktionsprozesse m\u00fcssen transformiert und neue Technologien und Gesch\u00e4ftsmodelle erschlossen werden. 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