{"id":142072,"date":"2024-04-15T07:23:00","date_gmt":"2024-04-15T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=142072"},"modified":"2024-04-07T11:32:46","modified_gmt":"2024-04-07T09:32:46","slug":"weltweit-hochster-holzturm-fur-windkraftanlagen-fraunhofer-wki-berat-bei-der-verklebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltweit-hochster-holzturm-fur-windkraftanlagen-fraunhofer-wki-berat-bei-der-verklebung\/","title":{"rendered":"Weltweit h\u00f6chster Holzturm f\u00fcr Windkraftanlagen \u2013 Fraunhofer WKI ber\u00e4t bei der Verklebung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2024\/presseinfo_2024-06_windkraft-holzturm-verklebung\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1710403058913\/Modvion-Windkraft-Holzturm-Bauteil-Anlieferung-c-Fraunhofer-WKI-Malte-Merono.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wki.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/2024\/presseinfo_2024-06_windkraft-holzturm-verklebung\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1710403058913\/Modvion-Windkraft-Holzturm-Bauteil-Anlieferung-c-Fraunhofer-WKI-Malte-Merono.jpg\" alt=\"Das Foto zeigt eine Baustelle mit einem Bauarbeiter in der Mitte und einer Viertelschale, die von einem Kran bewegt wird.\" style=\"aspect-ratio:1.500625;width:780px;height:auto\" title=\"Bauteil-Anlieferung f\u00fcr einen Windkraft-Holzturm (Modvion)\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein herk\u00f6mmlicher Kran kann die 14 Meter langen, h\u00f6lzernen Viertelschalen f\u00fcr den Windkraft-Turm auf der Baustelle bewegen, da sie so leicht sind. \u00a9 Fraunhofer WKI | Malte M\u00e9rono<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>F\u00fcr die Firma Modvion AB in G\u00f6teborg haben Forschende des Fraunhofer WKI die Klebungen des ersten Holzturms f\u00fcr kommerzielle Windkraftanlagen auf der Baustelle begleitet und das Unternehmen hinsichtlich komplexer Verklebungen beraten. Am 4. M\u00e4rz 2024 wurde der sogenannte \u00bbWind of Change Tower\u00ab des Energieanbieters Varberg Energi AB eingeweiht.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Inklusive einer V90-2.0MW-Turbine von Vestas Group erreicht der Turm eine Gesamth\u00f6he von 150 Metern (reine Turmh\u00f6he 105 Meter), was ihn zum h\u00f6chsten h\u00f6lzernen Windkraftanlagenturm weltweit macht. Er besteht aus vorgefertigten Modulen, die auf der Baustelle miteinander verklebt werden. Im Vergleich zu konventionellen Windkraftanlagen aus Beton oder Stahl erm\u00f6glicht die Holzbauweise CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen von bis zu 90 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Holzturm ist nicht nur nachhaltiger, sondern bietet weitere Vorteile, zum Beispiel im Bereich Leichtbau: Bezogen auf das Eigengewicht hat Holz eine h\u00f6here spezifische Festigkeit als Stahl, wodurch leichtere Konstruktionen m\u00f6glich sind. Dadurch l\u00e4sst sich Transportenergie einsparen. Au\u00dferdem m\u00fcssen hohe Stahlt\u00fcrme verst\u00e4rkt werden, was bei Holzt\u00fcrmen nicht der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Wartung liegen die Vorz\u00fcge darin, dass bei Stahlt\u00fcrmen zahlreiche Schrauben und Bolzen regelm\u00e4\u00dfig gewartet werden m\u00fcssen, was bei einer geklebten Holzkonstruktion entf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil liegt in der Logistik. Die gro\u00dfformatigen Bauteile m\u00fcssen an ihren Bestimmungsort transportiert werden. Je h\u00f6her die T\u00fcrme werden, desto gr\u00f6\u00dfer wird die Herausforderung des Transports. Br\u00fccken und Unterf\u00fchrungen werden zu Hindernissen und m\u00fcssen bedacht werden. Die schwedische Firma Modvion AB hat deshalb eine patentierte L\u00f6sung entwickelt: Sie stellt vorgefertigte Module her, die mit \u00fcblichen Lastwagen transportiert und vor Ort mit einem kleinen Kran zu einem Turm zusammengesetzt werden k\u00f6nnen. Die einzelnen Module bestehen aus miteinander verklebten Furnierschichtholzplatten (Laminated Veneer Lumber, LVL).<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die modulare Bauweise ergibt sich au\u00dferdem der Vorteil, dass der Holzturm in der H\u00f6he nicht begrenzt ist. So k\u00f6nnen H\u00f6hen mit intensiveren Luftstr\u00f6mungen erreicht und zus\u00e4tzliche Standorte f\u00fcr die Windenergieerzeugung nutzbar gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den vorgefertigten Modulen handelt es sich um bis zu 14 Meter lange Viertelschalen. Auf der Baustelle werden vier sich verj\u00fcngende Viertelschalen miteinander verklebt. In einem zweiten Schritt werden die einzelnen Sektionen aufeinandergesetzt und mit Stahlblechen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbF\u00fcr die Umsetzung des Konzepts von Modvion AB ist das Kleben der Module auf der Baustelle unabdingbar und erfordert ein hohes Ma\u00df an Know-how, Vorbereitung sowie Eigenkontrolle. Mitarbeiter des Fraunhofer-WKI haben Modvion AB in klebtechnischen Fragen begleitet. Au\u00dferdem haben wir die Klebungen auf der Baustelle begutachtet\u00ab, erkl\u00e4rt <strong>Malte M\u00e9rono, vom Fraunhofer WKI<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach der Nutzungsphase, die von Modvion AB auf 25 bis 30 Jahre gesch\u00e4tzt wird, k\u00f6nnen die T\u00fcrme demontiert und die Komponenten f\u00fcr weitere Anwendungen getrennt werden. Die Turmwand kann beispielsweise als hochbelastbarer Tr\u00e4ger f\u00fcr die Bauindustrie verwendet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbWir m\u00f6chten die Zusammenarbeit mit Modvion AB gern fortsetzen und sie unter anderem dabei unterst\u00fctzen, bis 2025 einen neuen Turm zu errichten. Das Konzept von Modvion AB hat ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr die Energiewende in Deutschland\u00ab, sagt <strong>M\u00e9rono.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wird das Fraunhofer WKI gemeinsam mit Modvion AB auf dem Internationalen Holzbau-Forum vom 4. bis 6. Dezember 2024 in Innsbruck pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber Fraunhofer WKI<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachhaltigkeit durch Nutzung nachwachsender Rohstoffe steht seit \u00fcber 75 Jahren im Fokus des Fraunhofer WKI. Das Institut mit Standorten in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg ist spezialisiert auf Verfahrenstechnik, Naturfaser-Verbundkunststoffe, Bindemittel und Beschichtungen, Holz- und Emissionsschutz, Qualit\u00e4tssicherung von Holzprodukten, Werkstoff- und Produktpr\u00fcfungen, Recyclingverfahren sowie den Einsatz von organischen Baustoffen und Holz im Bau. Nahezu alle Verfahren und Werkstoffe, die aus der Forschungst\u00e4tigkeit hervorgehen, werden industriell genutzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Firma Modvion AB in G\u00f6teborg haben Forschende des Fraunhofer WKI die Klebungen des ersten Holzturms f\u00fcr kommerzielle Windkraftanlagen auf der Baustelle begleitet und das Unternehmen hinsichtlich komplexer Verklebungen beraten. Am 4. 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